Kommerzielle Thunangelei in Nordsee bald möglich

Newsmeldung:

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Der deutsche Hochseefischerei-Verband prognostiziert eine kommerzielle Fischerei auf Thun in der Nordsee

Der deutsche Hochseefischerei-Verband stellt eine kommerzielle Befischung von Thunfischen in der Nordsee in Aussicht. Dies lies Uwe Richter, der Vositzende des Verbandes, verlauten.
Weiterhin merkte er an, dass der Klimawandel für die Fischerei neben zahlreichen Problemen auch etliche Chancen biete. Positiv wird dabei die Einwanderung wärmeliebender Fische wie Sardinen und Thun bewertet.

Weiterhin sollen Regelungen getroffen werden, wie invasive Arten, wie zum Beispiel die Wollhandkrabbe, nachhaltig nutzt. Dazu bedarf es einiger Änderungen der Fangregelungen.

Auf einem noch diese Woche stattfindendem Bundestreffen in Magdeburg werden diese Herausforderungen von Fischern, Fischzüchter sowie Anglern besprochen.

Weiteren Infos dazu erhaltet Ihr hier:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klimawandel-kommt-der-thunfisch-bald-aus-der-nordsee-16342453.html?fbclid=IwAR2D89iEgxjzqKSHGZ4RrAiCdLWKQRa9dN6T17yF5EHqB2Tbr-col7JLHOk

Quelle: www.faz.net
 

Kommentare

Wenn ein Vorsitzender eines Fischereiverbandes die Thunfische in der Nordsee als vom Klimawandel begünstigt, da wärmeliebend, darstellt, zeigt das entweder eine fehlinterpretation durch die Presse oder die völlige Unwissenheit bzw Unkenntnis über die Geschichte. Zumindest wenn man vom Blauflossenthun spricht.

Dieser war schon früher dort heimisch und war nur dank massiver überfischung nicht mehr vorhanden.

Das es in der Nordsee einen nennenswerten Bestand der oben abgebildeten Albacore Tunas gibt wäre mir neu.

Na mal schauen ob den Anglern dann auch von einem gewissen Institut in deren grenzenloser Weisheit eine Quote zugestanden wird oder ob wir nur zuschauen dürfen?
 
Da redet die halbe Welt über Nachhaltigkeit und dann kommt der Vorsitzende des Verbandes, dessen Mitglieder den Zusammenbruch ganzer Fischbestände zu verantworten haben und fabuliert über kommerziellen Fang einer sich gerade erfreulicherweise wieder ansiedelnden Art. Da kann man nur sagen: Nichts verstanden. Gleiches Weltbild wie die walfangenden Japaner.

Zur Nutzung von invasiv eingewanderten Krabben u.a.: Sehe ich gerne auf meinem Teller. Aber lasst die Thunfische in der Nordsee.

Meine Familie und ich sind übrigens leidenschaftliche Esser von Thunfisch. Haben wir aber mit Hinblick auf die Bestandssituation komplett von der Einkaufsliste genommen.
 
was nützt einem der gefangene teure thunfisch, wenn er wegen schwermetallbelastung nicht verzehrt werden darf ?

oder meinen die etwa die "ich zerre eine großfisch aus dem wasser, für ein poser foto zum ego streicheln " industrie?

ala bodden hecht culling ?
 
Ach.....die paar Schwermetalle machen heutzutage auch nix mehr aus, besonders wenn man in ner Großstadt wohnt:roflmao

Deswegen brauchen wir auch europaweite ne vernünftige Entnahmequote für Tuna in der Angelfischerei...die Überlebenschancen ist beim Release eh sehr gering.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir bewirtschaften die resource...ähh Lebewesen ja auch, nur eben meistens Nachhaltig.

Wenn man den Wald niedermäht und dann mit ner Vollautomatik auf die Jagd geht klappt das auch nicht lange.

Würde man für 5 Jahre Netz & Langleinenfischerei komplett verbieten wäre danach so viel Fisch in den Meeren das es leicht möglich wäre eine professionelle Angelfischerei zu etablieren. Die meisten Arten sind enorm produktiv....ok, gibt paar langsam wachsende wie Wolfsbarsch, Rotbarsch, Grouper etc aber für sehr viele Arten würde das klappen denke ich.

Der Aufwand und die Kosten für so gefangenen Fisch wäre natürlich höher & damit die Preise auch....komisch, jeder versteht das ein Rehbraten nicht für 5€ das kg zu kriegen ist aber Wildfisch soll möglichst günstig sein???

Leider wird das für immer eine Wunschtraum von mir bleiben da die Berufsfischerei ne starke Lobby hat während Angler es nicht mal schaffen sich regional stark aufzustellen.
 
Wie schon einige hier schon richtig anmerkten, ist der Artikel nur sehr "lauwarm" recherchiert & seine Aussage leider teils sehr fehlerbehaftet!
Es wird dort davon ausgegangn, dass das Auftreten der Thune (Blauflossenthune) in der Nordsee eine Folge der Klima-Erwärmung ist.
DAS IST NICHT SO!
Dies lässt mich an der Qualifikation und der Recherchequalitäten der Autoren und deren Interview-Partner schwer zweifeln!


Blauflossenthune wurden früher schon (Ende 19.Jhdt. bis Mitte 20. Jhdt.) in wirtschaftlich relevanten Mengen (mehrere tausend Tonnen jährlich) in der Nord- und teilweise auch Ostsee gefangen. Das Verschwinden der Thune (Mitte bis Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts) und damit auch ihre aktuelle, sich verstärkende Rückkehr (seit rund 2007) habe nichts, aber auch gar nichts mit Klima-Veränderungen zu tun, sondern nur mit einem geänderten Fischerei-Management im Mittelmeer (Schutz der Laichgebiete) und dem verstärkten Aufkommen (auch hier verändertes Fischereimanagement) ihrer Futterfische wie Hering und Makrele in Nord- und Ostsee.
 
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