Köderfische fangen

Dieses Thema im Forum "Raubfischangeln und Forellenangeln" wurde erstellt von Timo.Keibel, 16. September 2019.

By Timo.Keibel on 16. September 2019 um 12:04 Uhr
  1. Timo.Keibel

    Timo.Keibel Moderator Mitarbeiter

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    1. Köderfische1.JPG
    Kleine Rotaugen sind optimale Köderfische und ziehen in Schwärmen umher

    Geht es mit Rotauge, Brasse oder Rotfeder auf Hecht, Barsch und Zander, müssen wir geduldig sein. Denn meistens dann, wenn wir ein frisches Fischchen für unseren Haken benötigen, möchte dieses nicht beißen. Das muss nicht sein. Köderfische lassen sich zu bestimmten Zeiten prima fangen und sind an manchen Tagen ein Garant für dicke Fänge. Vor allem jetzt, wenn die Tage wieder kürzer werden und die Temperaturen sinken, lohnt der Versuch mit Köderfisch auf Hecht oder Zander. Mit etwas Vorrat geht’s entspannt auf die natürliche Räuberjagd.

    Klassisches Stippen
    Fast jeder sammelte in jungen Jahren ersten Erfahrungen mit einer Stipprute und ein paar Maden am Haken. Was damals fing, fängt heute auch noch. Aber worauf kommt es beim Köderfischangeln an? Viele Tackle benötigen wir zum Angeln mit der Stipprute nicht. Wir können zwischen zwei Ruten-Varianten wählen: beringte und unberingte Modelle. Eine preiswerte Stipprute ohne Ringe, auch Kopfrute genannt, gibt’s im Fachgeschäft schon für rund zehn Euro. Mehr als eine passende Montage – bestehend aus Pose, Bleischrot und Haken plus Maden – benötigen wir nicht.

    2. Stippen2.jpg
    Kleine Haken und Maden sind top zum Angeln auf Köderfische


    Einer Kopfrute sind jedoch Grenzen gesetzt: Stehen unsere kleinen Kollegen zu weit in der Seemitte, haben wir ein Problem. In diesen Fällen eignet sich der Einsatz von Bolo- oder Matchruten mit einer passenden Rolle. Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit, einen Spot in der Seemitte anzuwerfen. Ein Versuch mit der Grundmontage an Feeder- oder Winkelpickerrute kann ebenfalls den gewünschten Erfolg bringen.

    Quadratisch, praktisch, gut
    Häufig passt die Größe der Köfis nicht, die wir beim Stippen fangen. Zum Beispiel, wenn wir es auf Aal oder Barsch abgesehen haben. Geht es gezielt auf diese Räuber oder haben sich die Fische auf Brut eingeschossen, stoßen Stippruten schnell an ihre Grenzen. In diesen Fällen kommt die Senke zum Einsatz. Wichtig: Die Nutzung von Senken ist nicht überall erlaubt. Erkundigt Euch daher vorab, ob Ihr an Eurem Gewässer senken dürft.

    3. Senke.jpg
    Beim Senken gehen auch kleinere Fische ins Netz

    Eine Senke ist ein quadratisch-aufgespanntes Netz, meist in der Größe von einem Quadratmeter. Über eine kräftige Schnur ist diese an einem Senkstock befestigt. Ein Besenstiel, Kescherstab oder eine alte Brandungsrute eignen sich auch. Worauf sollten wir beim Senken achten? Haben wir die Senke in einen heißen Gewässerbereich auf Tauchfahrt geschickt, heißt es warten. Mit etwas zusätzlichem Futter beispielsweise Weißbrot locken wir die Fische über unser Netz. In unregelmäßigen Abständen heißt es nun kontrollieren. Hieven wir nach passender Zeit, ist darauf zu achten, dass wir dieses zügig und gleichmäßig tun. Wildes Reißen oder langsames Anheben, ist weniger erfolgreich. Mit etwas Glück haben wir die passenden Köder zusammen. Häufig gehen gleich mehrere Fische bei Senken ins Netz, sodass man schnell genügend Köderfsiche zusammen hat. Ein weiterer Vorteil: Es landen auch kleinere Köfis, für die eine Made zu groß ist, in den Maschen. Sie sind ein Topköder, wenn es mit Köderfisch auf Aal geht.

    Korb, Eis und Kühlung
    Sind die Köderfische im Eimer, gilt es den Fang zu versorgen. Geht es auf Aal oder Zander, haben frische Fischchen im Vergleich zur TK-Ware meist die Nase vorne. Hechte hingegen nehmen besonders im Winter gerne mal die Tiefkühlware. Nachdem Fang werden die Köderfische betäubt und mittels Herzsticht getötet. Auf Eiswürfeln kühl gelagert, bleiben sie so bis zu zwei bis drei Tagen frisch! Möchten wir uns einen Vorrat anlegen, ist Frosten eine gute Variante. Achtet dabei darauf, dass dieses portionsweise geschieht. Ideal ist es, die Köfis einzeln tiefzukühlen und anschließend erst in einem Beutel zu sammeln.

    4. Tiefkühler.jpg
    Gut portioniert, lassen sich die Köderfische im Tiefkühler aufbewahren

    Kollege Christian zum Beispiel vakuumiert seine Köderfische einfach ein wie er im Artikel „Köderfische richtig einfrieren“ beschreibt. Beide Varianten vermeiden gefrorene Klumpen. Auf diese Weise können wir nach Bedarf unsere Köder mit ans Wasser nehmen.

    Welche Köderfische fischt Ihr auf Aal, Hecht und Zander?
     
    Lil Torres und Professor Tinca gefällt das.

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