Hecht im Hochsommer mit Köfi

hirschkaefer

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Hallo liebe Helferlein.

Vorab erstmal....ich habe null Plan vom Köfiangeln.

Folgender Plan. Ich werde im August in Richtung McPomm auf nem Hausboot sein. Nun habe ich in Vergangenheit immer mit Blech auf Hecht geangelt und das hat auch immer gut funktioniert. Jetzt will ich es etwas entspannter...nämlich mit Köfi.

Zuerst mal die Voraussetzung... Ich werde Karpfenruten mit 3lbs und 0,35er oder 0,40er Mono + Stahl verwenden. Beangelt werden diverse Stillgewässer.

Wie sind eure Erfahrungen?

Die Frage ist, nehme ich eher Grundblei, Köfi und Bissanzeiger und lege direkt auf Grund ab oder Pose, Köfi und bei der Pose eher ne normale Zigarre oder lieber Segelpose und in welchen Gewichtsklassen? Köfis sollen so in 12-15cm-Größen angeboten werden?

Wo stehen Hechte im Sommer? Eher tiefer, wenn sich die Uferabschnitte erwärmen?
 
AW: Hecht im Hochsommer mit Köfi

funktioniert sicher alles, kommt immer auf das Gewässer drauf an^^

(sage ich, ohne jemals einen Hecht gefangen zu haben^^)
 

PirschHirsch

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AW: Hecht im Hochsommer mit Köfi

Zu McPomm kann ich nix sagen, war noch nie dort.

Hier bei mir sind stationär angebotene Köfis bei Wärme jedenfalls absolut grottig - die fangen selbst frisch abgeschlagen in unserem seuchwarmen Sumpfwasser nach kürzester Zeit übel an zu stinken (vor allem bei Ablegen auf Grund) und fangen außer bakterieller Zersetzung gar nix.

Was aber durchaus funzt, sind aktiv und recht schnell gezupfte Köfis an ner Posenmontage - da überwiegt dann der Bewegungsreiz. Aber selbst ne Segelpose kommt da bei uns zu lahm, die Bewegung ist da nicht aggro genug.

Stationäre Köfis verwende ich persönlich daher nur bei richtig kaltem Wasser an sorgsam ausgewählter Stelle - da kommt das Gestinke dann richtig gut. Und eine Segelpose sucht dann mit schöner Aasfahne, aber nicht übertrieben hektisch.

Wenn Du mit Köfis bei Wärme was fangen willst, solltest Du daher a) die Wassertemperatur messen, b) den jeweiligen Verschlammungsgrad ermitteln und c) idealerweise ganz frisch abgeschlagene Köfis verwenden - eingefrorene aasen um so schneller.

Und schon gar keine fettigen Meeresfische, das wird dann nur umso übler.

Kann aber natürlich sein, dass sich das da oben ganz anders verhält.

Ich jedenfalls halte aufgrund meiner Erfahrungen von stationär angebotenen Totköfis auf Hecht bei Wärme gar nix - stationäres Deadbaiten ist für mich Spätherbst- und Winterangeln.

Deine angedachte Ausrüstung klingt aber einwandfrei bzw. nach ordentlichem Headroom.
 
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vermesser

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AW: Hecht im Hochsommer mit Köfi

Hechte stehen, wo Kleinfisch und Nahrung is, da gibts keine Regel. Manchmal fängt man sie mitten im See am Grund, andermal kommt einer im knietiefen Wasser aus den Seerosen geschossen.

Zur Montage: Möglichst leichte Pose, Mittelwasser und ab dafür...wenn ein wenig Wind is, so dass die Pose treibt und schaukelt, erleichtert das den Hechtfang ungemein.

Frage is, warum willst du Köfi, wenn Blech gut ging? Generell mag ich persönlich das Köfi Angeln nur an bekannten Gewässern,um einen erkannten guten Hecht zu belagern. Zum Suchen in unbekannten Gewässern meines Erachtens suboptimal, zumal im Sommer, wenn die eher im Kraut unterwegs sind und versteckt stehen. Aber jeder wie er mag.
 

hirschkaefer

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AW: Hecht im Hochsommer mit Köfi

Ich wollte nur nicht Spinnangeln, einfach mal faul sein ;)

Werde es wohl mal mit so ner Segelpose versuchen und lasse den Köfi einfach treiben. Zumal ich ja damit auch in verschiedenen Tiefen anbieten kann. Wie sind die Erfahrungen bezügl. Montage? Lieber Inliner oder mit Wirbel?
 

PirschHirsch

Well-Known Member
AW: Hecht im Hochsommer mit Köfi

Bei ner Segelpose gibt's für mich nur eine: Den Fox System Drifter.

Der reduziert Tangles aufgrund seines Floater-Arms auf Null. Und ist auch auf große Entfernungen sehr gut sichtbar.

Inliner taugen gar nix, da wickelt sich nur irgendwann die Schnur lustig drumrum.

Verwende unbedingt ein Uptrace, sofern es die Gewässertiefe zulässt

--> Das Uptrace muss länger als das eigentliche Hooktrace sein, sonst bringt es nix.

Bei mir ist das Uptrace (bocksteifes ummanteltes 1x7 mit 18 kg) 70 cm lang, das eigentliche Hooktrace (weiches 7x7 mit 12 kg) 40 cm.

Ach ja: Und unbedingt dickes schwimmendes Geflecht verwenden (ggf. zusätzlich fetten) - der Schnurbogen trägt aktiv zum Segeln bei. Zudem soll der Anschlag ja auch noch auf 120 m durchkommen.

Zudem können bei großen Segel-Entfernungen allerlei unsichtbare Hindernisse dazwischenkommen, während der Anschlag auf die große Distanz so brutal wie möglich reingehuft werden muss

--> daher hat Popelleine auch da nix verloren. Keinerlei Grund für irgendwelche Feinheitsflashs.

Ich persönlich verwende da eine 0,36er PP in Gelb, das funzt sehr gut.

Mono ist zum Segelposenfischen gar nix, sofern nicht im absoluten Nahbereich gesegelt wird.

Und ein Fernglas kann bei der Posenbeobachtung auf Distanz ungemein helfen.
 
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hirschkaefer

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AW: Hecht im Hochsommer mit Köfi

Okay okay ich sehe schon, es gibt ne Menge Dinge zu beachten. Das mit der schwimmenden Schnur hatte ich na nun überhaupt nicht auf dem Schirm. Nun ja. Jetzt extra noch mal umspulen auf Geflecht.... ich warte damit wohl doch besser auf Herbst/Winter und nehme meine gute alte Spinne mit. Wird´s wohl nix mit faul rumsitzen |kopfkrat
 

Dennis Knoll

Angeln-mit-Stil
AW: Hecht im Hochsommer mit Köfi

Um was für ein Gewässer handelt es sich?
Flach oder Tief?

Ich selbst bin letzten erfolgreich mit Köfi unterwegs gewesen. Bei schöner Sonne im flachen Wasser (max 2 Meter) und habe meist sehr zeitnah Bisse und Fische gehabt.
 

hirschkaefer

Active Member
AW: Hecht im Hochsommer mit Köfi

Es sind sehen alles Seen so um die 3 Meter, maximal 10 Meter tief. Also alles recht flach.
 
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