Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Hallo, ich musste vor kurzem einen untermaßigen Hecht
mitnehmen, weil er meinen 5 cm Barschwobbler sehr tief
geschluckt hatte und als ich den Köder los bekommen hatte, war der Hecht kaum noch am Leben. Ich merkte dass er es nicht schaffen würde und habe ihn mitgenommen.

War dass falsch, mein Vater sagte mir dass ich ihn nicht hätte mitnehmen dürfen? Er sagte, korrekterweise hätte ich ihn zurücksetzen sollen, auch wenn er stirbt. Stimmt das?

MfG Tony
 

Trollwut

Angeln-mit-Stil
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Hallo, ich musste vor kurzem einen untermaßigen Hecht
mitnehmen, weil er meinen 5 cm Barschwobbler sehr tief
geschluckt hatte und als ich den Köder los bekommen hatte, war der Hecht kaum noch am Leben. Ich merkte dass er es nicht schaffen würde und habe ihn mitgenommen.

War dass falsch, mein Vater sagte mir dass ich ihn nicht hätte mitnehmen dürfen? Er sagte, korrekterweise hätte ich ihn zurücksetzen sollen, auch wenn er stirbt. Stimmt das?

MfG Tony


Meines Wissens nach ist das je Bundesland unterschiedlich, aber nagel mich nich darauf fest. In Bayern ist es auf jeden Fall so. Scheixxegal, ob der fisch stirbt oder nich, er muss zurückgesetzt werden.
Macht logischerweiße keiner, is ja auch unsinnig
 

Criss81

im Hechtwahn
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Ist schwierig...aber in einigen Vereinen ist das vorgehen von deinem Vater richtig, in anderen Abschlagen, Herzstich und vergraben. Mitnehmen bringt Probleme, da halt untermaßig...könnte ja jeder mit komme.
 

Taxidermist

Well-Known Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

War dass falsch, mein Vater sagte mir dass ich ihn nicht hätte mitnehmen dürfen? Er sagte, korrekterweise hätte ich ihn zurücksetzen sollen, auch wenn er stirbt. Stimmt das?
Damit hatte dein Vater vollkommen recht, du hättest wahrscheinlich Probleme bekommen,wenn du einem Fischereiaufseher begegnet wärest!
Dann hättest du dich nicht herausreden können, dass der Fisch zu tief geschluckt hat, denn genau dies versucht man zu verhindern durch diese Regelung.
Sonst könnte man ja jedem untermaßigen Fisch irgend einen Haken tief
in den Schlund stecken, um damit die Entnahme zu rechtfertigen!
Auch wenn es schwer fällt zu verstehen, diese Regelung macht Sinn.

Jürgen
 

Allrounder27

Active Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Seh ich genau wie Taxidermist.

Hier ist das Problem, wenn man sich durch die Regelungswut jeglichen Ermessensspielraum zerstört hat. Ich bin ganz bestimmt kein Freund von übermässiger entnahme oder von Fischen, die zu klein sind (oder zu groß).

In deinem Fall kann ich die Entnahme absolut verstehen. Auch wenn sie gegen Statuten und Gesetz verstösst.

Meiner Meinung nach gesundem Menschenverstand die richtige Entscheidung. Kann dir, im Fall des erwischt werdens, aber auch ein nettes Strafsümmchen einbrummen.
 

volkerm

Active Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Sorry, Jürgen,

diese Regelung hat keinen Sinn. Natürlich kann ich Montagen fischen, die o.g. Problem provozieren. Mit Leuten, die sowas machen, will ich nichts zu tun haben. Der tote Hecht im Wasser nützt niemandem. Man mag sich mit der Entnahme auf Randeis befinden- ich würde es ungeachtet der Konsequenzen tun.

Gruss

Volker
 

Allrounder27

Active Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Die Konsequenz kann auch locker Vereinsausschluss sein.

Und mal ehrlich: Im Prinzip ist es doch abartig, das wir uns bei unserem Zivilisations- und Wohlstandsgrad noch um solchen Mist Gedanken machen müssen.

Wenn das aus dem Gesetz genommen wird und erlaubt wäre, also Spielraum für eigene Entscheidung wäre, dann würden ein paar "Spezies" loslaufen und nurnoch Fische die geschluckt haben fangen.

Bin ich froh das wir in meiner Pächtergemeinschaft ewas neben dem Gesetz stehen und genau diesen Spielraum zulassen. Was dann in 7 Jahren auch genau einmal bei einem Fisch in der Schonzeit ausgenutzt wurde, der einen Köder weggehaun hat.
 

Taxidermist

Well-Known Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Auch wenn es schade um den kleinen Hecht ist, wenn er stirbt, finden sich in einem intakten Gewässer immer dankbare Abnehmer dafür.
Zumeist andere Raubfische,wie große Hechte,Aale und fast immer freuen sich die Krebse über ein solches Opfer!
Mir ist es sogar schon passiert, dass ich einen untermaßigen Hecht, der nicht mal sonderlich verletzt war zurücksetzte und sah wie er sofort von einem großen Hecht geschnappt wurde.Der ist wahrscheinlich dem Kleinen schon bis zum Boot hinterher geschwommen und als der wieder ins Wasser ging, war er leichte Beute!

Jürgen
 

Taxidermist

Well-Known Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Man mag sich mit der Entnahme auf Randeis befinden- ich würde es ungeachtet der Konsequenzen tun.

Ja, Volker und da wir uns hier im Junganglerbereich befinden, sind meine
Ratschläge auch rechtlich auf der sicheren Seite.
Erwachsene sollten wegen mir ihren Fischreischein riskieren, oder eben andere Sanktionen.
Du würdest deinen Kindern auch nicht empfehlen, doch bei Rot über die
Kreuzung zu laufen,auch wenn du dass selbst machst!

Jürgen
 

volkerm

Active Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Ich kenne das System aus Canada- besser einen toten Fisch zurücksetzen. Trotzdem springt das zu kurz. Fischt z.B. Einzelhaken, wenn möglich, ohne Widerhaken. Es gibt Wege, sowas zu vermeiden. Dann wird es sinnig.
 

Taxidermist

Well-Known Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Zitat TS:
Hallo, ich musste vor kurzem einen untermaßigen Hecht
mitnehmen, weil er meinen 5 cm Barschwobbler sehr tief

Das kann immer passieren und der letzte Hecht, den ich auf einen kleinen Wobbler hatte, dem hing dieser zwischen den Kiemenbögen, mit dem Effekt, dass der ziemlich blutete.Beim Lösen ist sogar einer der Kiemenbögen eingerissen.
Klartext; Todeskandidat!
Nur hatte dieser Hecht mit 98cm gutes Maß!

Jürgen
 

Allrounder27

Active Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Bei mir dasselbe. Meinen letzten Hecht habe ich auch auf einen 3,8cm Chubby gefangen. Der Köder hing auch in den Kiemen und dementsprechend wurde mir die Entscheidung, ob der Fisch entnommen wird oder nicht schon abgenommen...meiner hatte zum Glück mit etwas über 80cm auch deutlich Maß. Hätte ihn aber auch gerne wieder schwimmen gesehen.

Grade beim Raubfischangeln muss man aber immer damit rechnen, das mal ein Fisch entnommen werden muss. Hardcore C&R wie bei Karpfen ist hier nicht so ohne weiters anwendbar.
 

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Hallo, ich musste vor kurzem einen untermaßigen Hecht
mitnehmen, weil er meinen 5 cm Barschwobbler sehr tief
geschluckt hatte und als ich den Köder los bekommen hatte, war der Hecht kaum noch am Leben. Ich merkte dass er es nicht schaffen würde und habe ihn mitgenommen.

Trenne Dich nächstes mal, früher von deinem Wobbler und schneid Ihn ab.
In der Regel wird er Ihn schnell loswerden, wenn kein Zug mehr auf der Schnur ist.
Schon nach kurzer Zeit, lösen sich sonst die Haken auf.
Ganz sicher aber, drohen Ihm beim Hakenlösen größere Gefahren.
Im Zweifel, für den Fisch und gegen den Wobbler entscheiden.


Du hast halt kein Recht Ihn zu fangen oder Dier anzueignen, also muss er lebensfähig zurück.

Fehler 1..Du solltest vermeiden solche Fische zu fangen, was aber kaum immer möglich ist.:)
Wenn er beim Hakenlösen stirbt, hast Du denn 2.Fehler gemacht.
Wenn Du Ihn Dier dann aneignest Fehler 3 und wenn Du dich dann noch erwischen lässt ,schon den 4.Fehler..

So viele Fehler verdienen doch Strafe.
:):):)

Bei 2 - 3 Fehlerpunkten ist die Strafe, sich Gedanken zu machen, wie der Hecht hätte überleben können.

Bei 4 Fehlerpunkten macht es ein Anderer.
 

Plietischig

Wat bedüdet plietschig? ;-)
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Meines Wissens nach ist das je Bundesland unterschiedlich, aber nagel mich nich darauf fest. In Bayern ist es auf jeden Fall so. Scheixxegal, ob der fisch stirbt oder nich, er muss zurückgesetzt werden.
Macht logischerweiße keiner, is ja auch unsinnig

ich finde es sehr wichtig, dass auch tote untermaßige zurückgesetzt werden. sonst sagt jeder "der war sowieso schon tot"...
 

Allrounder27

Active Member
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

@ Bernd, das finde ich schon dreist einem Jungangler mit sowas zu kommen!

Was soll denn das für ein Gedankengang sein, sich zu überlegen wie der Hecht hätte überleben können?

Mir fällt nur "nicht Angeln" ein...wenn man einen Kunstköder durchs Wasser zieht, ist es immer möglich, das man einen beissenden Fisch entnehmen muss.

Wie gesagt, im Junganglerbereich hier solche Posts abledern ist schon ordentlich daneben...
 
L

Lazarus

Guest
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Meines Wissens nach ist das je Bundesland unterschiedlich, aber nagel mich nich darauf fest. In Bayern ist es auf jeden Fall so. Scheixxegal, ob der fisch stirbt oder nich, er muss zurückgesetzt werden.
Macht logischerweiße keiner, is ja auch unsinnig
Du liegst leider komplett falsch.
In Bayern entscheidet nur der Angler, ob der Fisch lebensfähig ist. Wenn nicht, darf er den Fisch (vernünftigerweise!) nicht zurücksetzen, sondern muss ihn entnehmen und abschlagen.
Den Fisch darf er anschließend verwerten.

Sinnvollerweise lässt man den Haken im Fisch, um nicht in Erklärungsnöte zu kommen.
 

Sneep

Eine NASE für den Fisch
In stillem Gedenken
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

Hallo,

das ist richtig, aber Bayern ist eine grosse Ausnahme.

In NRW muss man nicht mehr lebensfähige untermaßige oder geschonte Fische töten und vergraben. Keinesfalls darf man sie mitnehmen, Maße gelten auch für diese Fische.

Ich denke, dass die Regelung Sinn macht.

Es kommt aber auch auf die Situation an. Wenn ich als Fischereiaufseher einem Angler sagen muss, er soll den in der Schonzeit verangelten 1-Meter-Hecht jetzt vergraben ist das schon etwas grenzwertig.
Wenn aber jemand, wie erlebt, 20-25 untermaßige Äschen mit Maden verangelt ohne auch nur auf die Idee zu kommen zumindest den Widerhaken anzudrücken, sollter dieser Mensch nicht auch noch mit den Opfern belohnt werden.

Das sind aber moralische Kategorien. Fakt ist, dass in den allermeisten Bundesländern das mitnehmen solcher Fische verboten ist, da man fürchtet, dass sonst die Maße und Schonzeiten unterlaufen werden.Nach meiner Beobachtung sind die meisten Angler der Meinung, wenn der Fisch geschluckt hat, dürfen sie ihn entnehmen.

Es fiel der Schöne Begriff vom "Randeis" auf das ich mich mit dem aneignen eines solchen Fisches begebe.

Kann aber auch sein, dass man bis zum Hals im kalten Wasser steht.:)

Wird man dabei erwischt, ist es zumindest eine Ordnungswidrigkeit nach der LFischVO.
Erstattet der Pächter oder der Besitzer des Gewässers jedoch Anzeige,dann wird das als Fischwilderei nach StGB verfolgt.

snEEp
 

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Hecht durch zu tiefes Schlucken mitnehmen

@ Bernd, das finde ich schon dreist einem Jungangler mit sowas zu kommen!

Was soll denn das für ein Gedankengang sein, sich zu überlegen wie der Hecht hätte überleben können?

Mir fällt nur "nicht Angeln" ein...wenn man einen Kunstköder durchs Wasser zieht, ist es immer möglich, das man einen beissenden Fisch entnehmen muss.

Wie gesagt, im Junganglerbereich hier solche Posts abledern ist schon ordentlich daneben...

Ich finde es ziemlich klar dargestellt=> Abschneiden z.B bevor größere Verletzungen beim Lösen verursacht werden.

Erster Teil ist wohl normal gehalten, zweiter Teil klarer und meine Art von Übermut und Spaß, ich hoffe der Großbarsch versteht das.
Es ist deutlich klarer, als zu schreiben, es sei Verboten, aber trotzdem richtig den Fisch mitzunehmen und das könnte dann doch auch bestraft werden...............................:).hier solche Posts abledern ist schon ordentlich verwirrend.

Es ist verboten.

Ich finde es auch nicht zu hart, das Fangen und Verangeln zu kleiner Fische als Fehler darzustellen.
(Richtiger ist, das man es nicht darf, eben nur aus Versehen)

Fehler versucht man nach Möglichkeit zu vermeiden.
Wer keinen Fehler sieht, der wird auch nichts ändern.
Dann ist es eben normal, das man immer mal Junghechte oder wie bei Sneep, Äschen verangelt.
Ist es aber nicht, auch wenn man es nie ganz ausschließen kann.

@Allrounder27
Ein Jungangler, ist allein am Wasser, dort muss und kann er eigene Entscheidungen fällen, wie jeder Erwachsene auch.
Darum haben viele B. Länder auch eine Altersuntergrenze.
Die Jugendlichen machen das besser, als viele denken und informieren sich selbst weiter.
In diesem Fall wollte Er es richtig machen, rechtlich knapp daneben, aber moralisch einwandfrei.

Schnell zu entscheiden ob aber ein Haken gelöst werden kann oder nicht und wie, ohne den Fisch zu schädigen.
Oder einen Fisch so zu drillen das möglichst keine Verletzungen auftreten. Oder die Verletzungsmöglichkeiten am Fisch zu erkennen, wird erst sehr viel Erfahrung bringen.
Im Zweifel schnell abschneiden, auch wenn es falsch erscheint.

Ich denke nur selten sitzen Haken gefährlich, oder haben im Drill Verletzungen hervorgerufen, viel gefährlicher für den Fisch ist ein längerer Versuch den Haken herauszubekommen.
 
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