Havøy-71°Nord 2008 / Ein neuer Stern am Norwegenhimmel-Teil 2

Maik112

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Havøy Havfiskesenter


-Erlebnisse und Bilder meiner Angeltour auf 71° Nord-


-Teil 2-




Tag 2

Nach einer erholsamen Nacht erwartete uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.
Satt und voller Vorfreude auf den Angeltag ging es dann zurück in den Rorbu wo die Angelruten montiert wurden.
Patrick Schäfer fuhr nach dem Frühstück nach Alta um „Rute&Rolle“ Chefredakteur Matthias Six und Anzeigenleiter Holger Bente vom Flughafen abzuholen.

Ich und Rene Lienke, Mitarbeiter bei Schäfer Angelreisen erkundeten in der Zeit das Zentrum des kleinen Fischerörtchens, das nur 150m vom Havfiskesenter entfernt lag.
Neben einem sehr gut sortierten Supermarkt, in dem wir uns mit Lebensmitteln für die Tage eindeckten, gab es im Zentrum eine Bank mit EC-Automat, ein Ärztezentrum und weitere kleine Geschäfte. Meines Erachtens gibt es wohl in ganz Nordnorwegen keine Angelanlage die so einen entspannten Komfort bietet, was das Einkaufen angeht.
Im Ferienhaus angekommen schauten wir ein bisschen Fern und warteten darauf, dass Patrick Schäfer mit den Redakteuren zurückkam.

Als wir dann endlich vollzählig waren, wurde ein Happen gegessen und dann ging es endlich auf das isländische Fischerboot des einheimischen Fischers Kjell, mit dem wir uns am Vorabend anfreundeten und der uns Dorsche von mehr als 20 Kilogramm für diesen Tag versprochen hatte.

Nach nur 30 Minuten Fahrt erreichten wir die offene Barentsee und Fischten vor der Insel Hjelmsøy. Ich lies meinen 400 Gramm S-Jigger von Sølvkroken zum Meeresgrund sausen und machte genau zwei Pilkbewegungen mit meiner Rute als ich einen vermeintlichen Hänger spürte. „Klasse, dass geht ja gut los“ dacht ich mir. Aber plötzlich übte mein Hänger starke Kopfschläge aus und entpuppte sich nach einem herrlich harten Drill als weit über 50 Pfund schwerer Dorsch! Unglaublich so etwas hatte ich noch nicht erlebt!

Nur unser Skipper Kjell schaute uns schulterzuckend an, lächelte und sagte „habe ich doch gesagt, hier gibt es noch viel größere “.

Was nun folgte war echter Wahnsinn. Es folgten etliche Dorsche von 12, 15 und 20 Kg sowie zahlreiche Seewölfe der 5 Kg klasse. Ich hatte den Eindruck als stünden die grimmigen Kollegen am Grund gestapelt.

Erneut ließ ich meinen S-Jigger zum Meeresgrund, wo auch prompt ein Schellfisch der 2 Pfundklasse in meinen Gummimakk einstieg, der an meinem Vorfach als Beifänger montiert war. Nachdem ich meine Montage samt Schelli ca. 10 m eingeholt hatte, bekam ich einen brutalen Biss und mein Gegenüber zog mir Meter für Meter von der Rolle. Nach einigen Minuten hin und her konnte sich mein Gegenüber dann doch befreien. Als ich mein Schellfisch, der noch an dem Gummimakk hing an Board holte, wurde mir bewusst, dass ich es mit einem schönen Butt zu tun hatte. Denn der Flachmann hinterließ eine ca. 15 cm breite Bissspur auf dem Schellfisch.
Schei……………….!


Nach ca. 5 Dorschen um die 10 Kg und weiteren Seewölfen und Schellfischen, kreischte auf der anderen Seite des Bootes die Bremse einer Multirolle auf. Als ich mich umdrehte krümmte sich die Rute von Patrick Schäfer verdächtig. Nach einem spannenden Drill kam eine herrliche Heilbutt-Köhler Dublette an die Wasseroberfläche.

Nach dem die Dublette sicher gelandet wurde, fuhren wir wieder zurück zum Havfiskesenter. Denn der Fisch musste schließlich noch versorgt werden.
Unglaublich, was für ein Tag!

Nach dem Filetieren wurde geduscht. anschließend versammelten wir uns im Pub wo wir Seewolf vom allerfeinsten zu essen bekamen. Nach einigen leckeren Bieren gingen wir dann auch alle zufrieden ins Bett.

Ende Teil 2
 

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Svenno 02

Großbarschjäger
AW: Havøy-71°Nord 2008 / Ein neuer Stern am Norwegenhimmel-Teil 2

Schöner Bericht!

Freue mich schon auf den 3. teil!;)

LG Svenno
 
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