Gute Hechtköder für den Frühling?

fishingaxel

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Moin Moin#h

wollte mal so rum fragen was ihr für die gängigsten Hechtköder im Frühling haltet z.B. eure Lieblingsmodelle oder eure Fängigsten Methoden und wie ihr sie benutzt z.B. beim Bootsangeln oder lieber vom Ufer aus?

MfG
fishingaxel#6
 
Zuletzt bearbeitet:

basswalt

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AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

da gibt es wohl keine regel.. je nach gewässer,wetter und und. ob spinner blinker wobbler gummi oder köfi liegt in deiner hand. man sagt eher kleinere köder im frühjahr aber wie gesagt keine regel ohne ausnahme. wobbler sind meine persönlichen favoriten.
hecht und barschimitationen werwende ich am meisten...hier am südufer des neuenburgersees ist ein boot natürlich fast ein muss. bezw. eine wirklich grosse hilfe.
 

**bass**

smoking Mc_poth
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

kann ich so nicht sagen hängt vom gewässer ab aber egal welchen köder alles in eienr 10cm grösse und naturfarbe...
 

fishingaxel

Member
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Mit wobblern hab ich noch nicht viel Erfahrung werd mir aber demnächst mal eine kleinere Auswahl für den Anfang zulegen was könnt ihr mir da empfehlen
 
G

Gast 1

Guest
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Relativ kleine KöFis,

maximal 13 cm, 40 cm unter der Oberfläche, unter überhängenden Sträuchern / Bäumen.

Waren fängig.#h#h#h
 
W

Wedaufischer

Guest
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Den Ufer- und Flachwasserbereich beharke ich am liebsten mit geschleppten, flachlaufenden Wobblern in Hecht- Barsch oder Weisfischdesign. Größe um die 10cm. Das Schleppen finde ich am effektivsten, da ich eine große Strecke absuchen kann. Es setzt natürlich ein Boot voraus.

Besteht die Möglichkeit nicht, ein Boot zu benutzen, gehe ich am Ufer entlang und werfe möglichst parallel zum Ufer. Auch hier verwende ich weitestgehend o.g. Wobbler oder Spinner.
 

vertikal

Active Member
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Hallo Wedaufischer,

bis vor kurzem sah ich die Sache noch ähnlich wie du.

Mit zwei Ruten gemütlich schleppen, ab und zu mal den Wobbler wechseln, flach laufende Modelle, Modelle für's Mittelwasser, tief laufende benutzen bzw. mit Vorschaltbleien oder Tauchhilfen auch mal 20 m tief schleppen war für mich lange das Größte. Auch das Schleppen mit Gummifischen und völlig unterschiedlichen Jigköpfen macht einfach Spaß und man lernt auf diese Weise die Tiefenstruktur eines Gewässers mit Hilfe des Echolotes recht gut kennen.
Die Erfolge ließen nicht auf sich warten und ich konnte in den letzten Jahren einige schöne Hechte und Zander "abschleppen".

Mittlerweile sehe ich die Sache etwas differenzierter. Das Problem beim Raubfischangeln besteht doch u. a. darin, die bevorzugten Standplätze in Abhängigkeit von Jahreszeit, Wasserstand, Wetter, Tageszeit und was sonst noch eine Rolle spielen kann, zu finden. Hier kann man sicherlich auf sein Glück vertrauen und nach dem Motto, wer lange schleppt kommt irgendwann am Fisch vorbei, vorgehen. Irgendwo habe ich mal gelesen, daß sich 80% der Fische in 10% des Wassers aufhalten, was ich angesichts der großen Wassermenge in der Möhnetalsperre ein wenig frustrierend fand. Mittlerweile habe ich jedoch beim Schleppen festgestellt, daß es bessere und schlechtere Gewässerbereich gibt, was ja noch niemanden überrascht.

Damit ergibt sich aber folgendes kleines Problem: Du kommst beim Schleppen an einer Stelle vorbei, an der viele Hechte stehen und wenn ich viele sage, kann ich mir Zahlen von fünf Hechten bis zu mehreren Dutzend mittlerweile sehr gut vorstellen! Vieleicht hast du jetzt Glück und beim Schleppen schnappt einer deinen Wobbler! Genausogut kannst du aber in kürzester Zeit an dem Hotspot vorbei gerudert sein und die nächsten Stunden ziehst du deine Wobbler wieder durch fischfreies Wasser.

Aus diesem Grund versuche ich mittlerweile, intensiver an Stellen zu fischen, an denen ich Raubfische vermute. "Klug*******r", denktst du jetzt vielleicht "Woher weiß ich denn, wo die Hechte stehen?" Jetzt kommen wir auf den Punkt. Meine "Raubfischkarriere" startete ich mit dem Verschlingen von Literatur zum Thema. Und immer wieder las ich: Erst feststellen, wo die Hechte oder Zander stehen und dann an den "richtigen Stellen" fischen. "Klug*******r" habe ich dann gedacht und "Wär ja nett, wenn die Jungs mal ab und zu ein Schild hochhielten nach dem Motto"Hier sind wir".
Aber jetzt kommt wieder das schöne Schleppfischen ins Spiel. Da, wo ich Fische fing, habe ich nach und nach intensiver, z.B. mit Gummifischen vom langsam treibenden (Driftsack heißt das Stichwort) oder sogar vom ankernden Boot mit verschiedenen Kunstködern gefischt. Und ich glaube mittlerweile, daß das intensive Befischen einiger Hotspots wesentlich fängiger ist, als das reine Schleppfischen kreuz und quer über das ganze Gewässer. Natürlich nutze ich den Stellungswechsel zwischen zwei Hotspots gerne wieder zum Schleppen und Kennenlernen der Gewässerstruktur. Nach und nach verdichten sich die vielen Infos zu einem recht guten Bild.

Wenn man anfangs fast vor der großen Wasserfläche z.B. einer Talsperre kapituliert, gibt das Gewässer durch regelmäßiges Befischen nach und nach seine Geheimnisse preis. Der Austausch mit anderen Anglern macht einen auch nicht dümmer, wenngleich viel Unsinn (nicht nur unter Anglern) verbreitet und viele "Geheimnisse" gut behütet bleiben. Es gibt mit Sicherheit viele gute Gewässer, aber man muß bereit sein, Zeit und Geduld zu investieren und sich ein Gewässer zu erarbeiten.

Wer glaubt, mal kurz an eine Talsperre zu fahren und schnell den Fisch des Lebens zu fangen, wird meistens enttäuscht sein. Wer jedoch bereit ist, sich ein Gewässer in vielen kleinen Schritten zu erschließen, wird langfristig zum Erfolg kommen. Daher mein Tip: Schleppen ist ideal, um die Gewässerstruktur kennenzulernen. Aber irgendwann sollte die angeeignete Erfahrung genutzt werden, um konzentriert erfolgversprechende Stellen zu befischen. Wichtig ist, dass man bereit ist, sich in einem, zwei oder drei Gewässern durchzubeissen. Angelversuche in ständig wechselnden Gewässern werden in der Regel nur Glückstreffer bringen.

Meint VERTIKAL
 

the doctor

den Hechten auf die Schliche
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

vertikal schrieb:
Hallo Wedaufischer,

bis vor kurzem sah ich die Sache noch ähnlich wie du.

Mit zwei Ruten gemütlich schleppen, ab und zu mal den Wobbler wechseln, flach laufende Modelle, Modelle für's Mittelwasser, tief laufende benutzen bzw. mit Vorschaltbleien oder Tauchhilfen auch mal 20 m tief schleppen war für mich lange das Größte. Auch das Schleppen mit Gummifischen und völlig unterschiedlichen Jigköpfen macht einfach Spaß und man lernt auf diese Weise die Tiefenstruktur eines Gewässers mit Hilfe des Echolotes recht gut kennen.
Die Erfolge ließen nicht auf sich warten und ich konnte in den letzten Jahren einige schöne Hechte und Zander "abschleppen".

Mittlerweile sehe ich die Sache etwas differenzierter. Das Problem beim Raubfischangeln besteht doch u. a. darin, die bevorzugten Standplätze in Abhängigkeit von Jahreszeit, Wasserstand, Wetter, Tageszeit und was sonst noch eine Rolle spielen kann, zu finden. Hier kann man sicherlich auf sein Glück vertrauen und nach dem Motto, wer lange schleppt kommt irgendwann am Fisch vorbei, vorgehen. Irgendwo habe ich mal gelesen, daß sich 80% der Fische in 10% des Wassers aufhalten, was ich angesichts der großen Wassermenge in der Möhnetalsperre ein wenig frustrierend fand. Mittlerweile habe ich jedoch beim Schleppen festgestellt, daß es bessere und schlechtere Gewässerbereich gibt, was ja noch niemanden überrascht.

Damit ergibt sich aber folgendes kleines Problem: Du kommst beim Schleppen an einer Stelle vorbei, an der viele Hechte stehen und wenn ich viele sage, kann ich mir Zahlen von fünf Hechten bis zu mehreren Dutzend mittlerweile sehr gut vorstellen! Vieleicht hast du jetzt Glück und beim Schleppen schnappt einer deinen Wobbler! Genausogut kannst du aber in kürzester Zeit an dem Hotspot vorbei gerudert sein und die nächsten Stunden ziehst du deine Wobbler wieder durch fischfreies Wasser.

Aus diesem Grund versuche ich mittlerweile, intensiver an Stellen zu fischen, an denen ich Raubfische vermute. "Klug*******r", denktst du jetzt vielleicht "Woher weiß ich denn, wo die Hechte stehen?" Jetzt kommen wir auf den Punkt. Meine "Raubfischkarriere" startete ich mit dem Verschlingen von Literatur zum Thema. Und immer wieder las ich: Erst feststellen, wo die Hechte oder Zander stehen und dann an den "richtigen Stellen" fischen. "Klug*******r" habe ich dann gedacht und "Wär ja nett, wenn die Jungs mal ab und zu ein Schild hochhielten nach dem Motto"Hier sind wir".
Aber jetzt kommt wieder das schöne Schleppfischen ins Spiel. Da, wo ich Fische fing, habe ich nach und nach intensiver, z.B. mit Gummifischen vom langsam treibenden (Driftsack heißt das Stichwort) oder sogar vom ankernden Boot mit verschiedenen Kunstködern gefischt. Und ich glaube mittlerweile, daß das intensive Befischen einiger Hotspots wesentlich fängiger ist, als das reine Schleppfischen kreuz und quer über das ganze Gewässer. Natürlich nutze ich den Stellungswechsel zwischen zwei Hotspots gerne wieder zum Schleppen und Kennenlernen der Gewässerstruktur. Nach und nach verdichten sich die vielen Infos zu einem recht guten Bild.

Wenn man anfangs fast vor der großen Wasserfläche z.B. einer Talsperre kapituliert, gibt das Gewässer durch regelmäßiges Befischen nach und nach seine Geheimnisse preis. Der Austausch mit anderen Anglern macht einen auch nicht dümmer, wenngleich viel Unsinn (nicht nur unter Anglern) verbreitet und viele "Geheimnisse" gut behütet bleiben. Es gibt mit Sicherheit viele gute Gewässer, aber man muß bereit sein, Zeit und Geduld zu investieren und sich ein Gewässer zu erarbeiten.

Wer glaubt, mal kurz an eine Talsperre zu fahren und schnell den Fisch des Lebens zu fangen, wird meistens enttäuscht sein. Wer jedoch bereit ist, sich ein Gewässer in vielen kleinen Schritten zu erschließen, wird langfristig zum Erfolg kommen. Daher mein Tip: Schleppen ist ideal, um die Gewässerstruktur kennenzulernen. Aber irgendwann sollte die angeeignete Erfahrung genutzt werden, um konzentriert erfolgversprechende Stellen zu befischen. Wichtig ist, dass man bereit ist, sich in einem, zwei oder drei Gewässern durchzubeissen. Angelversuche in ständig wechselnden Gewässern werden in der Regel nur Glückstreffer bringen.

Meint VERTIKAL

super Beitrag#6
will auch meine Talsperre lesen können...Rurtalsperre!
Kenne viele Hotspots, aber wie du schon sagst, das Wasser ist so gross und der Fisch kann mal da und da stehen.
Ich bin oft mit der Spinnrute da, aber auch zum Ansitz .
Seit 12 Jahren befische ich das Gewässer.
Aber wie lerne ich das Gewässer denn richtig kennen?
 

vertikal

Active Member
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Hi doc,

wo fängt man denn so kleine Zander??

War nur'n Scherz. Fischt du vom Boot oder eher vom Ufer aus?

vertikal
 

the doctor

den Hechten auf die Schliche
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

in Holland vom Boot ....War mein erster Vertikal Zander...darauf folgte aber ein 65er:)

hmmm....
Ich habe ein Boot zur verfügung, aber nur für den Hauptsee(fischreicher, aber grösser)
Auf dem Obersee sind keine Boote zugelassen.
Gewässerkarten habe ich, aber das finden der Fische ist natürlich so ne Sache...
Mit dem Boot habe ich bisher noch nicht so oft auf dem See gerudert, da ich lieber an den schöneren Obersee gehe.
Ich wechsle auch gerne die Stellen, mal ein Ansitz da und mal einen da
 

the doctor

den Hechten auf die Schliche
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

was habt ihr denn für gute Wobbler auf lager?....
Ich wollte am 1. Mai zu ner Talsperre zum Spinnfischen vom Ufer..
Hatte so an einen Wobbler bis 3 oder 4m tiefe gadacht, da sonst Hängergefahr
 

vertikal

Active Member
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Hi doc,

zum Glück gibt's kein Patentrezept, die Hotspots zu finden - wär ja nach kurzer Zeit auch langweilig, wenn es zu einfach wäre. Das Fischen vom Boot aus, immer ein Auge auf's Echolot, eins auf die Ruten und das dritte auf die schöne Landschaft gerichtet ist doch schon ein guter Weg zum Fisch. Gewässerkanten mit Tiefenversprüngen, Unterwasserpflanzen und andere Auffälligkeiten bieten schon einen ganz guten Hinweis auf die besseren Stellen.
Hechtsicheln sind in der Regel ganz gut auf dem Echolot zu erkennen und bieten somit ebenfalls deutliche Hinweise, wobei das Fehlen von Hechtsicheln keinesfalls grundsätzlich bedeutet, dass der Bereich nichts taugt. Im Sommer steht der raubende Hecht/Zander oft im Freiwasser knapp unter der Oberfläche. Kommst du angerudert macht er einen kleinen Schwenker und entgeht damit der Abbildung auf deinem Echilot. Wenn du jetzt glaubst, weit und breit wäre kein Raubfisch könnte das eine fatale Fehleinschätzung sein.
Abends gibt es oft eine kurze Phase - meist eine halbe bis zu einer Stunde lang - in der in den von mir befischten Gewässern die Hechte hoch stehende Renken aufmischen und das auch mit lautem Platschen bekunden - und somit ihren Standort kundtun.
Wie oben geschrieben, geben Erfolge beim Schleppen auch Hinweise auf die besseren Ecken.

Ein wichtiger Punkt macht die Sache allerdings auch nicht gerade leichter: Oft kannst du stundenlang erfolgversprechende Hotspots mit allen erdenklichen Kunstködern beharken, ohne den kleinsten Ruck in der (hoffentlich) knallharten Rute zu spüren. Du spürst fast körperlich die Anwesenheit der Räuber, aber nichts passiert. Und dann, als wenn jemand den Befehl gegeben hätte: "Jetzt wird gefressen!!!" hast du an der gleichen Stelle innerhalb von wenigen Minuten mehrere gute Bisse und fängst mehrere Hechte oder Zander. Klar, kann sein, dass sie vorher nicht da waren. Glaube ich aber nicht. Meiner Meinung nach gibt es bestimmte Phasen (kann leider früh morgens, spät abends oder selbst im Hochsommer auch schon mal in der Mittagshitze sein) in denen die Räuber kollektiven Hunger verspüren. Hier hilft nur eins: Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer.

Hier gilt der alte Spruch: Der Weg ist das Ziel.

Meint VERTIKAL
 

vertikal

Active Member
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Hi doc,

zum Saisonstart sind in den von mir befischten Talsperren rot-silberne bzw. kupfer-schwarze Veltic-Spinner Gr. 3 bis 4 der Hit im 1 bis 7 m tiefen Bereich.

Gruß, Vertikal
 

the doctor

den Hechten auf die Schliche
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Danke!!!!!

Ich werde versuchen mein bestes zu geben#6
Leider habe ich kein Echolot. Aber das kommt später noch alles:)
Ich ziehe am Sonntag erst einmal am Ufer los...und fische die von mir erkannten Hotspots mal ab.
 

Pfiffie79

will mehr zeit zum Angeln !:-)
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Ich werde am sonntag mit gummi und wobblern losziehn, werde alle möglichen farben ausprobieren und davon ausgehen das der Hecht vor dem flachen steht wo der weißfisch laicht. es müste dann am Tagesende festehen können welche farbe gut ist!!!! Anders kann man es nicht angehen denke ich, denn viele gewässer sind sehr unterschiedlich und somit fangen auch die farben an diese unterschiedlich....meine meinung zumindest



Ps: für mich ist es auch der erste hechtfrühling|rolleyes
 

Regentaucher

Werbekunde
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

vertikal schrieb:
. Im Sommer steht der raubende Hecht/Zander oft im Freiwasser knapp unter der Oberfläche.
Meint VERTIKAL

Vertikal: also das musst du mir mal genauer erklären. Ist es bei euch in der Sorpe etwa an der Oberfläche im Sommer so Sauerstoffreich, das die Fische speziell die Hecht wie du ja erklärst - im Freiwasser oben stehn müssen um weiter unten keinen Sauerstoffschock zu kriegen |supergri |supergri |supergri
 

vertikal

Active Member
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

Hallo Regentaucher,

das war jetzt eine klassische Fehlinterpretation, wahrscheinlich habe ich mich zu dösig ausgedrückt.
Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war folgendes: Bei meinen häufigen Angeltouren mit dem Boot auf Möhne- und Sorpetalsperre habe ich es gerade im Sommer immer wieder erlebt, das das Wasser abends meist bei Sonnenuntergang für etwa eine halbe Stunde "lebt". Überall springen kleine Renken, die jetzt in großen Schwärmen knapp unter der Oberfläche ziehen, teilweise in großen Zahlen, aus dem Wasser. In diese hoch stehende Schwärme stossen dann oft die Freiwasserhechte, die damit dem aufmerksamen Beobachter ihren Standplatz verraten. In dieser Phase ist ein ganz flach und weit hinter dem Boot laufender Wobbler erste Wahl.
Berichte von Kollegen, die den Biggesee befischen und ähnliches erlebten, bestätigen hier meine Beobachtung.

Hat also nichts mit "Sauerstoffschock zu tun, kannst du ganz beruhigt bleiben.

Gruß, VERTIKAL
 

Regentaucher

Werbekunde
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

hmmm... diese "Renken-Hechte" wie man sie ja auch nennt, stehen dieses Jahr auf meiner Agenda ganz oben. Allerdings erst im Sommer, wo die Knaben sich in einer Tiefe von 30 - 40 mtr rumdrücken, um den Renkenschwärmen nachzustellen. Die richtig kapitalen ab 1,0mtr aufwärts jucken mich, wird aber sehr schwierig werden und sehr Zeitaufwendig;)

Es hätte ja sein können, das in der Sorpe im Sommer die Freiwasser Hechte auch Tagsüber "oben stehen" da aufgrund von Fäulniss der abgestorbenen Planzen in größeren Tiefen keine Chance mehr ist um über min. 5mg O²/m³ zu kommen?
 
W

Wedaufischer

Guest
AW: Gute Hechtköder für den Frühling?

@VERTIKAL
Einige sehr gute Informationen hast du da rübergebracht. Meinen Respekt.

Ich habe keinerlei Talsperrenehrfahrung, so dass ich deine Erfahrung nicht ganz zu teilen vermag, obgleich ich sie sicherlich als richtig erachte.
Mein Hechtgewässer, wenn ich es mal so salopp ausdrücke, ist ein schnurgerades Gewässer von 2,5 km Länge und knapp 100m Breite. Eine Regattabahn, die in ihrer Struktur ein wenig eintönig ist.
Die sogenannten Hotspots die man sich im Laufe der Jahre erarbeitet, sind keine wirklichen Hostspots, da die Räuber von Jahr zu Jahr wandern. Will heißen wo sich letztjährig eine größere Anzahl Hechte aufhielt, kann in diesem Jahr nicht ein einziger Hecht sein. Das gilt für den Saisonbeginn gleichwohl für den weiterne Lauf des Jahres. Deshalb ist es für mich eine Notwendigkeit „gemütlich“, wie du schreibst Strecke zu machen. Hierbei stelle ich dann zumindest das Vorhandensein einiger Räuber und die Stellen fest. Im weiteren Jahresablauf wandern diese Stellen und erst gegen Ende des Jahres sind sie relativ fix, dass man von Hotspots reden kann.

Dieses Wandern lässt sich vielleicht mit den Veranstaltungen erklären die auf diesem Gewässer stattfinden und die zum Jahresende eben nicht mehr stattfinden. Zumindest ist es für mich eine logische Erklärung. Die einzigen Räuber die sich hier wesentlich als standorttreu feststellen ließen, sind Barsche. Allerdings nur von kleiner und mittlerer Größe (bis ~30cm).
Daher mein Tip: Schleppen ist ideal, um die Gewässerstruktur kennenzulernen. Aber irgendwann sollte die angeeignete Erfahrung genutzt werden, um konzentriert erfolgversprechende Stellen zu befischen.
Danke für deinen Tipp, nur leider ist er auf meinem Gewässer nicht so ganz einfach umzusetzen. Die Gewässerstruktur kenne ich mittlerweile ziemlich gut, nur muß ich die Fische trotzdem erst einmal suchen, da sie im Spätherbst/Winter üblicherweise den Weisfischen folgen und nicht mehr an ihren kurzzeitig angestammten Plätzen des Vorjahres sind.

Verschiedene Gewässer lassen sich nicht immer einfach vergleichen. Es kommt doch ziemlich häufig auf unterschiedliche Einflüsse/Gegebenheiten an. Die Gründe habe ich versucht rüberzubringen. Es macht aber unheimlich Spaß, die neuen Verstecke wieder ausfindig zu machen und dafür muss man eben "Strecke" machen.
 
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