GPS/Galileo

Lachsy

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AW: GPS/Galileo

Nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichneten am 26. Juni 2004 während des USA-EU-Gipfels in Newmarket-on-Fergus (Irland) der (damalige) US-Außenminister Colin Powell und der amtierende Vorsitzende der EU-Außenminister Brian Cowen einen Vertrag über die Gleichberechtigung der Satellitennavigationssysteme GPS und Galileo. Darin wird vereinbart, dass Galileo zu GPS kompatibel sein wird. Damit werden nach Abschluss des Aufbaus von Galileo insgesamt etwa 60 Satelliten zur Navigation zur Verfügung stehen.

Voraussetzung für den Abschluss des Vertrages war, dass die EU darauf verzichtet hat, das präzisere Datenübertragungssystem BOC (Binary Offset Carrier) 1.5 einzusetzen, und statt dessen zugesagt hat, das auch für die zukünftigen GPS-Satelliten vorgesehene BOC 1.1 zu verwenden, was sicherstellt, daß eine Störung des Galileo Signals nicht gleichzeitig zu einer Störung des militärischen Signals von GPS führt.

http://www.calsky.com/lexikon/de/txt/g/ga/galileo__satellitennavigation_.php

mfg Lachsy
 

AndreL

Schleswig-Holsteiner
AW: GPS/Galileo

Hallo Thomas, das Galileosystem (zu dem auch EGNOS gehört) wird kompatiebel zu den bestehenden Amerikanischen System (GPS) sein. So wie heute schon EGNOS. Hier gibt es von der ESA einige Infos dazu:http://esamultimedia.esa.int/multimedia/Galileo_tour/galileo.html
Ich verstehe es so das die bestehenden Empfänger (zumindest Theoretisch) das Galileo Signal empfangen können (von wegen der Kompatibilität) in wieweit sie aber auch beide Systeme verarbeiten können............... keinen Schimmer wird sich zeigen was passiert wenn der erste Testsattelit sendet ob auf den Empfängern was passiert.
 

Lachsy

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AW: GPS/Galileo

Der Offene Dienst (Open Service, OS) soll frei zugänglich sein. Er liefert (kostenlos) Daten über Position, Geschwindigkeit und Zeit. ICs, die diese Daten auswerten, sollen z.B. in Navigationssysteme von Autos und in Mobiltelefonen eingebaut werden. Weil der OS zwei Sendefrequenzen benutzt, kann die Position auf 4 Meter genau bestimmt werden.

Der Kommerzielle Dienst (Commercial Service, CS) ermöglicht die zusätzliche Übertragung von kostenpflichtigen Navigationsdaten.

Der Safety-of-Life-Dienst (SoL) soll in sicherheitskritischen Bereichen, z.B. dem Luft- und dem Schienenverkehr ohne direkte Abgaben für Endnutzer zur Verfügung stehen. Dieses Dienst beinhaltet Warnungen an die Nutzer, wenn das System nicht verwendet werden sollte, weil der zu erwartende Positionierungsfehler eine Alarmschanke überschreitet.

Der Staatliche Dienst (Public Regulated Service, PRS) steht ausschließlich hoheitlichen Diensten zur Verfügung, also Polizei, Küstenwache, Geheimdienst, etc. Über militärische Verwendung denken einige beteiligte Staaten intensiv nach.

Der Such- und Rettungsdienst (Search And Rescue, SAR) soll die weltweite Ortung von hilfsbedürftigen Menschen erlauben, die in Not geraten sind. Dazu müssen diese ein Gerät bei sich haben und ein Notsignal senden. Auch ein einfacher Dialog mit der Rettungsstelle (z.B. Antwort „Hilfe ist unterwegs!“) soll möglich sein.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: GPS/Galileo

Der Offene Dienst (Open Service, OS) soll frei zugänglich sein. Er liefert (kostenlos) Daten über Position, Geschwindigkeit und Zeit. ICs, die diese Daten auswerten, sollen z.B. in Navigationssysteme von Autos und in Mobiltelefonen eingebaut werden. Weil der OS zwei Sendefrequenzen benutzt, kann die Position auf 4 Meter genau bestimmt werden.
Und das geht dann mit den jetzigen GPS - Empfängern???
 

melis

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AW: GPS/Galileo

Kann ich nicht glauben, denn schließlich ist Galileo viel genauer und stabiler!! Und diese Genauigkeit kann man mit den alten Geräten nicht erreichen. Die sind dafür nicht konzipiert. Das System ist einfach überaltet. Ich hatte in meiner Militärzeit auch mit GPS zu tun und zwar mit dem für Militärische zwecke(was besser ist als die Zivilen Geräte). Und selbst das war nicht so toll. Genauer als 10-15 Meter war das nie. Meist deutlich ungenauer. Und auch sehr störungsanfällig.
 

AndreL

Schleswig-Holsteiner
AW: GPS/Galileo

@melis,
da liegst du falsch, die aktuellen Geräte können (mit EGNOS) bis zu +-1m genau empfangen, was auch unter günstigen Bedingungen durchaus möglich ist. Normal habe ich seid Egnos (zwar noch im Testbetrieb) läuft Genauigkeiten um die +-2-3m und selbst ohne Egnos nahezu immer deutlich unter +-10m. Selbst mein altes GPS12 bleibt nahezu immer unter 10m. Seid 2000 das Störsignal für GPS abgeschaltet ist sieht die Sache deutlich besser aus.
 

melis

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AW: GPS/Galileo

@AndreL GPS heißt für mich US-Armee US-Geheimdienst und US-Regierung. Und wenn die keine Lust habe das das genau läuft, läuft es nicht genau. Nur um mal die Leute den Tag zu vermiesen, die die Politik der USA nicht gut heißen. Und wenn die Lust haben wird keiner mehr das GPS nutzten können.
 

AndreL

Schleswig-Holsteiner
AW: GPS/Galileo

melis,
das ist mit ABSTAND der sinnbefreiteste Beitrag den ich je gelesen habe! Du ignoriert Technische Gegebenheiten und antwortest mit einer rein politischen Wertung. Das hat absolut garnichts mit dem Grundthema zu tun.
 

tidecutter

Hossa! Hossa!
AW: GPS/Galileo

...obwohl die grundtendenz nicht verkehrt ist. sinnbefreit würde ich das nicht nennen. gps kommt nunmal aus dem militär. es gibt immerhin eine missweisung, die dem gps eine künstliche ungenauigkeit gibt und gab, die eine nutzung bis ins letzte wohnzimmer erst seit dem erscheinen von bill clinton im weissen haus lohnenswert machte. damals wurde die erst extrem nach unten gesetzt.

das die mal miteinander sprechen können, mag grundsätzlich sein. aber wie soll ein markt für galileo entstehen, wenn die systeme sich nur ergänzen, bzw. galileo ohne zusätzliche features daherkommt. funktionieren wirds aber auf die art des funktionierens wird man begrenzt lust haben - denke ich!
 
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