Fünf Tipps für mehr Hering

Dieses Thema im Forum "Angeln Allgemein" wurde erstellt von Jesco Peschutter, 1. März 2019.

By Jesco Peschutter on 1. März 2019 um 14:47 Uhr
  1. Jesco Peschutter

    Jesco Peschutter Moderator Mitarbeiter

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    Jetzt haben wir Ende Februar und die Temperaturen steigen endlich. Die beste Zeit zum Heringsangeln steht vor der Tür. Bald wird es wieder voll in den Häfen und an den Kaimauern. Ich möchte Euch fünf Tipps geben, mit denen Ihr deutlich mehr Heringe als der Rest der Angler fangt und Eure Eimer schneller füllt.



    Tipp 1: Verwende kleine Haken

    1_IMG_3711.JPG
    Mit kleinen Haken ist das Heringspaternoster meist voll besetzt

    Wenn ich zum Heringsangeln gehe, sehe ich bei vielen Anglern immer deutlich zu große Haken an den Heringspaternostern. Ich verwende gerne sehr, sehr kleine Haken. In der Regel befinden sich am Vorfach Greifer in der Größe 14. Mit diesen fange ich mehr als die meisten Heringsangler neben mir. Während andere oft nur einen oder zwei Fische herausheben, kommt es nicht selten vor, dass an meinem Paternoster vier oder fünf Heringe hängen. Vermutlich hat es mit der natürlichen Nahrung zu tun, die kleine Heringsfliegen anscheinend besser imitieren. Gerade an schwierigen Tagen sind kleine Haken klar im Vorteil. Probiert es mal aus!



    Tipp 2: Nimm Blinker und keine Heringsbleie

    2_IMG_3707.JPG
    Blinker als Gewicht taumeln beim Heringsangeln langsam durch die Wassersäule

    Heringsbleie gibt es in vielen verschiedenen Formen und Gewichten. Die meisten von ihnen sind mir aber zu plump und sinken sehr rasch Richtung Grund. Gerade, wenn die Heringe sich in den oberen Wasserschichten aufhalten, sausen diese Bleie viel zu schnell durch den Schwarm. Lieber nehme ich Küstenblinker, die langsam und verführerisch durch die Wassersäule taumeln. So bin ich mit meinen Ködern am Paternoster länger im heißen Bereich und es können gleich mehrere Heringe nach der vermeintlichen Beute schnappen. Außerdem sind die meisten Heringsbleie rot-weiß. Meine Blinker nehme ich allerdings in Heringsfarben, um so den Futterneid auszunutzen.



    Tipp 3: Spüre die Bisse

    3_IMG_3669.JPG
    Mit dem Zeigefinger an der Schnur spüren wir die Bisse und erahnen, wie viele Heringe am Paternoster hängen

    Beim Heringsangeln ist die Bisserkennung sehr wichtig. Den ersten Fisch am Haken bemerken wir recht schnell. Doch ich lasse mein Paternoster noch länger im spannenden Bereich, um weitere Heringe zum Anbiss zu überreden. Jetzt wird es schwierig, genau zu erkennen, wie viele Heringe wirklich am Vorfach hängen. Mit geflochtener Schnur und dem Zeigefinger an der Leine bekommen wir ein gutes Gefühl, ob es sich lohnt, die Heringsmontage einzuholen. Es ist allerdings ein Balanceakt. Holen wir zu früh ein, können keine weiteren Heringe beißen. Holen wir zu spät ein, kann es passieren, dass sich ein Teil des sicher geglaubten Fanges wieder vom Heringspaternoster verabschiedet.



    Tipp 4: Beobachte Deine Angelnachbarn

    4_IMG_3702.JPG
    Wenn die anderen Angler Heringe fangen, lohnt es sich zu bleiben

    Beißt gerade nichts? Sind keine Heringe in Sicht? Sollen wir nun den Platz wechseln oder doch noch hoffen, dass ein Heringsschwarm vorbeikommt? Häufig lohnt sich ein Blick in die Eimer der anderen Angler. Sind diese schon mit einigen Heringen gefüllt, sollte man oft noch zu bleiben. Doch manchmal macht es auch Sinn, den Platz schnell zu wechseln. Ich erlebte an einem Tag am Ende der Kieler Förde, der sogenannten „Hörn“, dass sich plötzlich viele Angler hektisch auf den Weg zu ihren Autos machten. Als ich dann nachfragte, was los sei, bekam ich die Antwort: „Am Sartorikai fangen die gerade wie blöd!“ Ich packte meine Heringssachen zusammen und machte mich ebenfalls auf zum Sartorikai. Während an der Hörn nur vereinzelt Heringe bissen, erlebten die Angler am Sartorikai wahre Sternstunden mit Hunderten von Heringen in kurzer Zeit. Durch die moderne Kommunikation mit Smartphones sind die Heringsangler mittlerweile gut vernetzt und wissen, wo sich die Silberlinge aufhalten. Beobachtet also immer Eure Angelnachbarn, was diese gerade tun.



    Tipp 5: Fische vom Boot

    5_IMG_3688.JPG
    Wer mit dem Boot zum Heringsangeln fährt, ist meist erfolgreicher

    Heringsangeln vom Ufer, von der Kaimauer oder Stegen kann mit der Zeit ziemlich anstrengend sein. Viele Anfänger und Gelegenheitsangler mischen bei dem Spektakel mit. Nicht selten kommt es zum Verheddern der Schnüre und das häufig, wenn die Heringe gerade beißen. Viel angenehmer ist das Fischen vom Boot. Mit ein paar guten Freunden zusammen bringt es echt Laune. Außerdem ist das Heringsangeln vom Boot aus meist viel erfolgreicher. Mit einem Echolot können wir die Heringsschwärme leicht lokalisieren und wissen ganz genau, in welcher Tiefe wir unsere Heringsfliegen anbieten müssen. Wer kein Boot besitzt, kennt vielleicht jemanden, der einen gerne mitnimmt. Außerdem gibt es vielerorts Leihboote, mit denen Ihr Richtung Hering schippern könnt.



    Dies waren meine kleinen Tipps zum Heringsangeln. Habt Ihr noch weitere Ratschläge, was es beim Fischen auf die Silberlinge zu beachten gilt? Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

    Euer
    Jesco
     
    ragbar, Tikey0815, Ines und 3 anderen gefällt das.

Kommentare

Dieses Thema im Forum "Angeln Allgemein" wurde erstellt von Jesco Peschutter, 1. März 2019.

    1. LAC
      LAC
      Dies waren meine kleinen Tipps zum Heringsangeln. Habt Ihr noch weitere Ratschläge, was es beim Fischen auf die Silberlinge zu beachten gilt? Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

      Euer
      Jesco[/QUOTE]

      Hallo Jesco,
      ich fange dann und wann auch mal Heringe und finde deine Ratschläge ok - sie stimmen!
      Könnte sie jedoch etwas verfeinern. Zuerst kommt es auf den Fangplatz an, da die Fische sich nach dem Gewässer richten. Nun kenne ich zwei Fangplätze förmlich wie meine Westentasche, beide zählen zu den Besten des Landes, das ist einmal die Schlei (Kappeln) Rabel Sund usw. in Deutschland und in Dänemark ist es Hvide Sande. Beide sind optimale Fangplätze, jedoch gefangen wird dort unterschiedlich, da die Eigenschaften des Gewässers anders sind, d.h. die Heringe verhalten sich dort anders - schnappen aber immer zu, da sie gierig sind.
      Die Schlei ist Deutschlands größter Fjord und in Hvide Sande ist eine Strömung wie im Rhein und wenn die Tore zu sind oder nur ein Tor geöffnet ist, verändert sich das Gewässer ständig.
      Kurz gesagt, man muss das Gewässer lesen können, dann hat man eine bessere Chance welche zu fangen.

      Dieses kann man aber nicht vom Angler der mal Heringe fangen will verlangen, der sieht nur Wasser. Du erwähnst, was der Nachbar macht, das ist richtig, wenn es ein guter Angler ist.
      Ich darf gar nicht zum Nachbar schauen, denn in der Zeit wo die Heringe gefangen werden, da entwickeln sich Kleinkinder zum Angler aber auch Räuber sind unter Anglern und wenn ich mir die Montagen oft betrachte, stelle ich fest, das einige keine Ahnung haben - das kann dann der Nachbar sein.
      Nicht alle, da sind auch Profis drunter - jedoch die meisten haben nicht den Durchblick, sonst würden nicht einige Hunderte fangen und einige nur 25 Stück obwohl sie nur zwei Meter daneben stehen.
      Ich schauen mir das Gewässer an, sehe wo das Gewässer eine andere Bewegung macht, wo förmlich Futter angeschwemmt wird und der Fisch kaum Kraft anwenden muss. Dieses ist bei mir grob gesagt, der erste Punkt.

      Der zweite ist das Paternoster, da gebe Dir recht, mit kleine Haken bekommt man schneller Fische am Haken, dieses hat aber noch nicht damit was zu tun, ob sie auch gelandet werden. Ich benutze kleine Haken jedoch Cirkle Hooks, wo die Spitze vom Haken nach innen gebogen ist. Aus bestimmten Grund, der Hering hat sehr weiches Fleisch und wenn drei oder vier am Paternoster hängen und alle machen Fluchtversuchen, dann zieht sich diese Hakenform immer tiefer ins Fleisch - bei anderen schlitzen sie dann und wann mal aus - diese ist z.B. kaum in der Schlei der Fall, jedoch in Hvide Sande, da man sie noch 5 m über ein Brüstung heben muss, wo oft welche abfallen in der Luft bei normalen Haken.
      Hinzu kommt noch das Lametta, was dort oft am Haken hängt - dieses ist oft zu lang. Ich benutze Fischaut und kein Lametta

      Wie Fische halt so sind, die schwimmen einmal im Oberwasser und einmal am Grund oder im Mittelwasser, diese kann man aber schnell feststellen.

      Die Anger, die einmal im Jahr auf Hering gehen, die kennen ja nicht das Gewässer - in Hvide Sande, da wird ein Turist zum Angler, da er auch Fische fangen will.
      Der fängt mit seiner Rute mehr Angler als Heringe - in Hvide Sande wird ein Turist über Nacht zum Angler und wenn das Kind noch dabei ist, dann macht das Kind solch ein Druck, das der Papa für 35 Euro, Rute mit Rolle und Schnur kauft und dann fangen die Fische - und Du bist dann der Nachbar und sagst heute läuft aber nicht viel *lach

      Heringsblei ist das nicht verboten, in DK sind die alle mit Kunststoff überzogen und es sollen keine Blei mehr verkauft werden. Das Gewicht richtet sich natürlich nach der Strömung, einige haben ja am Ende der Schnur noch einen Pilker oder Fisch mit Haken, da Sie außer Hering auch noch einen großen Fisch fangen wollen.

      Wenn der Angler durch sein Feingefühl feststellt, jetzt ist einer dran und er wartet noch etwas, wie Du es erwähnt hast, dann erhöht sich die Chance natürlich und es können drei oder vier werden - oder es wird ganz leicht, dann ist er ab. Das ist eine Gefühlssache - grob können alle es ansagen und der ständig angelt, sagt die Stückzahl an.

      In Hvide Sand erlebt der Angler noch ein ganz anderes Erlebnis, da hat der Angler immer noch einen Gegner, den alle Urlauber lieben, der Angler jedoch als Feind sieht, da er ihm die Heringe förmlich abpflückt - bis zu sieben Seehunde habe ich gezählt, schwimmen vor der Schleuse und picken sich förmlich die Heringe vom Haken. Sie können ja über ihre Haare an der Schnauze alles feststellen, wo der Fisch ist, wie groß er ist, ob er zappelt wie schnell er ist usw. und wenn er welche lokalisiert hat, dann taucht er ab und beim einholen, merkt der Angler, das es ganz leicht jetzt geht - dann wurden die Heringe abgepflückt. Aber auch den Seehund, kann ich austricksen - darüber wurde mal ein kleiner Film gedreht, wie ich das mache. Es geht aber nur, wenn ich den Seehund sehe, da ich mich dann auf den Seehund einstelle und wenn er zuschnappt - bin ich mit einem Ruck schneller.

      Deine Vorschläge sind schon empfehlenswert - damit fängt man ja schon gut.
      Es müssen ja nicht alle gefangen werden, es wollen doch auch noch andere Angler welche fangen.

      [​IMG]
      Hier mal ein Foto, was man am Nachmittag in Hvide Sande an der Schleuse fangen kann

      Kenne noch eine guten Patz vor Borkum, das Borkum Riff, liegt jedoch Jahre zurück, dort habe
      ich in den 80iger Jahren von Kapitän Nay, die Eltra, ein ehemaliges Forschungsschiff gechartert - Sonar hatten wir an Board. Wir haben reichlich Heringe gefangen - ich habe noch 25 Angler mitgenommen und die Fachpresse, haben über 3000 Fische gefangen, 400 Heringe wurden durch den Wolf gedreht und über Bord geworfen und in der Spur des Duftes habe ich Hundshaie geangelt - zu der Zeit brach förmlich ein Boom aus, alle wollten Haie fangen in der Nordsee vor Helgoland.
      Zuletzt bearbeitet: 2. März 2019
      Georg Baumann gefällt das.
    2. Jesco Peschutter
      Jesco Peschutter
      Hi LAC,

      vielen Dank für Deine ausführlichen Erfahrungen. Sicher kommt es auf das befischte Revier und den Angelplatz an. Doch da muss jeder Angler seine eigenen Erfahrungen in seinem Revier machen oder auf die Hilfe von erfahrenen, ortskundigen Anglern hoffen. Beim Beobachten der Angelnachbarn meinte ich auch eher die breite Masse. Wenn alle fangen, sollte man nicht so schnell den Platz wechseln. Ob ein erfahrener Angler neben einem steht, wird man meistens schnell herausfinden.

      Beste Grüße
      Jesco
    3. LAC
      LAC
      Jesco,
      was Du gepostet hast ist ja nicht falsch, ich gebe Dir recht. Wenn alle Heringe fangen, wird auch der Anfänger welche bekommen - so ist das in der Schlei. Der eine kann auch verführerischer das Paternoster bewegen, der fängt dann mehr. Und einer hat das falsche Paternoster, der fängt kaum ein Hering. Was ich erwähnt habe, erkennen ja nur wenige Angler. Beide fangen jedoch Fische - mit dem gleichen Material, jedoch der Angler, der ein Gewässer lesen kann, stellt ganz schnell fest, wo sich die Fische aufhalten - bzw. aufsteigen. Sie suchen sich auch ein Platz, ohne viel Kraft, flussaufwärts zu schwimmen bzw. Futter zu bekommen.
      Die Kajak Fahrer in den reißenden Fließgewässer, können alle das Gewässer lesen und nutzen den Rücklauf, das Boot wird dann förmlich flussaufwärts getrieben.

      In Hvide Sande, da werfe ich z.B. zur Stromkante mein Paternoster dort bewegt es sich förmlich im Kreis - wo auch das Futter im Wasser sich bewegt. Andere machen den gleiche Wurf nur zwei Meter weiter und sind in der Strömung und ihr Paternoster wird abgetrieben jedoch an der Oberfläche. So fangen z.B. einige Heringsangler den Hornhecht, was ja nicht die feine Art ist, da er sich förmlich ins Paternoster einrollt - die fangen dann keinen Fisch mehr, sondern eine Roulade.
      Zuletzt bearbeitet: 5. März 2019
    4. thanatos
      thanatos
      danke für die tollen Tipps aber Tipp 1 und Bild 4 ----??????????? da stimmt was nicht !!!!!!!!!!!
    5. Jesco Peschutter
      Jesco Peschutter
      Hi thanatos,

      das Bild 4 habe ich von einem anderen Heringsangler gemacht. Das sind nicht die kleinen Haken, die ich verwende. Also stimmt alles.

      Beste Grüße
      Jesco
    6. LAC
      LAC
      Jesco und alle anderen.
      Keine Aufregung über die Haken - wenn ihr mal in Hvide Sande auf Hering geht - besucht das Aquarium dort und schaut Euch die Haken an, die die Fischer in früheren Zeiten selbst gemacht haben - und was im Ringkönigfjord am Hering gefangen wurde - dann versteht man die Welt nicht mehr.
      Die haben reichlich gefangen und solch ein Auswahl, wie heute der Angler hat, das kannten die gar nicht. Heute tippst Du im PC Angelhaken für Heringe, da fliegen dir zig tausend um die Ohren - gefangen wird jedoch weniger. Da sie früher mit den Fischen Geld gemacht haben und heute ist das - ich finde nicht die richtigen worte - ein schönes Hobby was sich lohnt, denn in der Fangzeit fahren ständig VW Busse gefüllt mit Heringe in richtung Deutschland - ist förmlich Eigenverbrauch für die Region
      Vor 60 Jahren wurde auf dem Fjord auch noch Eisangeln gemacht, was heute nicht mehr geht bzw. verboten ist, da es lebensgefährlich ist, da durch die Schleuse der Wasserstand sich ständig verändert und ein Angler einbrechen kann - weil die Eisfläche 30 cm über dem Wasser sein kann - was er nicht sieht - dann war's das.
      Im Mai treffen sich einige Mitglieder vom Anglerboard dort - ich werde auch da sein und Jugendliche sowie einige Member die nichts fangen, zeigen wie man sie am Haken bekommt - im Hvide Sande Thread 2019 steht der Termin. Sollte der Hornhecht da sein - werde ich Ihnen zeigen wie man diese auch fängt - ich Vorfeld kann ich schon sagen, jetzt geht gleich die Pose unter un dann nach einer halben Minute ist es der Fall - werde förmlich zum Hellseher - daß können dann die Kinder auch später und Papa versteht die Welt nicht mehr.
      Zuletzt bearbeitet: 6. März 2019
      Jesco Peschutter gefällt das.
    7. Jesco Peschutter
      Jesco Peschutter

      Hi LAC,

      das finde ich super von Dir, dass Du Jugendliche und nicht so erfahrene Angler an die Hand nimmst. So muss es sein und da können sich viele eine Scheibe von abschneiden - nicht nur beim Heringsangeln. Viel zu häufig werden andere Angler nicht beachtet oder sogar angemacht, weil sie nicht so fischen, wie man es gerne hätte. Jeder sollte bedenken, dass er auch mal unerfahren war und nicht gleich alles wusste. Weiter so LAC, das finde ich toll!!

      Beste Grüße
      Jesco
      Hering 58 gefällt das.
    8. Hering 58
      Hering 58
      @Jesco mit wie viel Gramm Blei Angels du denn?Ich nehme immer so um die 50 gr Herings Blei.Dein Blinker gefällt mir.
    9. LAC
      LAC
      Jesco, freut mich das Du es gut findest, die Kinder aber auch der Papa fanden es auch Super. Bei solchen kleinen Einlagen, ist oft der Urlaub gerettet. Ich kenne mehrere Jugendliche, denen ich dieses gezeigt habe, die inzwischen die Angelei betreiben - ich freu mich da auch drüber. Bin aber auch einer, der ganz hart einige "Angler" die Meinung sagt, weil sie sich falsch am Wasser bzw. mit dem Fang verhalten. Da sieht man nicht mehr die Freude an der Angelei, sondern wie bekomme ich ganz schnell Fische, wenn es geht alle Fische.
      Wir sind ja hier beim Hering - möchte kurz noch eine Denkweise von einer Frau und ihr Mann erwähnen.
      Mein Angelnachbar war eine Frau, die gut fing jedoch die Heringe vom Haken machte und wieder ins Wasser geworfen hat. Da sagte ich zu ihr, das ist aber nicht die Feine Art der Angelei, da sagte sie zu mir: wir haben schon so viele Fische, ich will nur noch die großen Heringe haben - im gleichen Atemzug blähte sich die "Henne" auf und sagte zu mir: mein Mann ist 1 Vors. eines Angelvereins. Schön sagte ich, dann wissen Sie ja wie es geht. Dann schaltete sich der Mann ein und machte mich förmlich an und sagte: ich müsste seine Frau nicht erzählen wie man Fische fangen muss - blähte sich dann auch auf und sagte, daß er 1. Vors. eines Angelvereins ist. Was soll ich dazu sagen - mehr Dummheit geht doch nicht. Das sind Minderwertigkeitsgefühle und unterste Stufe. Solche Personen leiten einen Angelverein - das ist für mich unterste Stufe, sagt mir aber die Denkweise einiger Angler aus. Das ist Schade, das wir solche Menschen in unseren Reihen haben, weil Sie die Angelei mit anderen Augen betrachten und förmlich beschmutzen durch Ihre Art - solch eine Denkweise bzw.Tun schadet der Angelei gewaltig.
      Es kann aber auch sein, daß er dieses auch im Angelverein erzählt hat mit den Worten - daß er mir anständig den Marsch geblasen hat, und alle sagten: Richtig, lass Dich nicht dumm anmachen - Du bist unser Größter! Nächsten Jahr wollen wir mehr - aber nur Große
      Ich hoffe, daß der Große dieses liest - vielleicht hilft es etwas - würde mich freuen.
      Zuletzt bearbeitet: 6. März 2019
      Kuddeldaddel gefällt das.
    10. Jesco Peschutter
      Jesco Peschutter
      Hi Hering 58,

      in der Regel sind meine Blinker als Gewicht etwa 30 Gramm schwer. Es hängt aber auch stark von den Bedingungen ab. Herrscht viel Wind oder sind die Heringe sehr weit draußen, gehe ich sogar etwas hoch. Halten sich die Heringe genau vor meinen Füßen auf, nehme ich evt. weniger Gewicht. Ich schaue mir also immer erst die Bedingungen an. Mit 30 Gramm macht man in der Regel aber nicht viel verkehrt.

      Beste Grüße
      Jesco
    11. Jesco Peschutter
      Jesco Peschutter
      Hi LAC,

      ja, bei einigen Anglern setzt leider die Gier nach viel Fisch ein und der Kopf schaltet sich aus. Gerade beim Heringsangeln verfallen viele in einen Fangrausch. Jeder sollte sich vorher überlegen, wie viele Heringe man überhaupt braucht und sich ein Limit setzen. Doch darüber machen sich viele Angler leider keine Gedanken. Ich versuche auch Angler, die sich verkehrt verhalten, aufzuklären. In der Regel aber in einem freundlichen Ton. Die meisten Anfänger wissen es nicht besser und da helfe ich gerne. Nur wenn erfahrene Angler sich falsch verhalten und nicht einsichtig sind, platzt mir die Hutschnur...

      Beste Grüße
      Jesco
    12. Hering 58
      Hering 58
      Das habe ich vor Jahren mal in Kiel gemacht,hinter bin ich als Geprügelter Hund nach Hause gefahren.
    13. Jesco Peschutter
      Jesco Peschutter
      Sicher ist es nicht immer einfach. Es kommt immer darauf an, auf was für Angler und Personen man trifft. Menschen sind halt alle unterschiedlich und da gibt es solche und solche...
    14. LAC
      LAC
      Ich kann nur über zwei Hochburgen der Heringsangelei berichten, eine ist halt Hvide Sande und muss sagen, das die Angelei sich in den letzten Jahren zum pos. entwickelt hat - da freue ich mich drüber. Was früher kaum der Fall war, das ich von Erwachsenen aber auch von Kindern angesprochen werde beim Angeln, wo ich förmlich sehe und höre, wo die Mutter zum Kind sagt; nun geh mal hin zum Onkel und frag ihn mal. Dann kommt er, fragt etwas und dann darf er - wenn´s auf der Fjordseite ist - zweimal reinwerfen und auch drillen - das ist der Hammer, da bekomme ich mehr Freude, als wenn ein Angler zu mir sagt , für heute genug, ich habe jetzt 312 Heringe.
      Ich habe ja auch reichlich getrocknete Hornhechtköpfe - ist ja förmlich nur Knochen und haben kein Geruch oft gebe ich dann ein Kind einen Kopf und sage, den muss Du die Lehrerin zeigen und dann erklärst Du der Lehrerin das es kein Storchenschnabel ist, sondern das Maul vom Hornhecht - dieses verankert sich beim Kind ein Leben lang.
      ttps://www.facebook.com/photo.php?fbid=1817776868308678&set=pob.100002291486844&type=3&theater
      Hering 58 und Jesco Peschutter gefällt das.
    15. Jesco Peschutter
      Jesco Peschutter
      Hi LAC,

      schön zu hören, dass es sich in Hvide Sande alles positiv entwickelt. Das macht Mut. Auch eine tolle Geschichte und ein sehr lustiges Bild mit den Hornhechtköpfen. Sind das Glücksbringer beim Angeln?

      Beste Grüße
      Jesco
    16. LAC
      LAC
      Jesco, die Angelei sowie das Umfeld hat sich in Hvide Sande zum positiven entwickelt. Das mit den Hornhechtköpfen ist ja ein Gaudi, oft mache ich es, da ich sonst die Angelei nicht ertragen kann, ich sehe das nicht so verkniffen. Ich habe hundert von den Hornhechtköpfen, verschenke sie und einige sind inzwischen bei den Kleinkindern "Liebesperlen" geworden, die finden die alle gut und oft kämpft der Sohnemann mit der Mama und sagt: die stinken nicht mehr, das sind getrocknete Knochen . Ich glaube mein Freund Marko (Member Okram) hat das Foto geschossen, als wir vor Jahren in Hvide Sande das Anglerboard Treffen hatten. Da kam ich wie ein Prinz mit der Prinzenkette, ich jedoch mit der Anglerkette - und schon war Stimmung. Vielleicht haben auch einige gedacht, der ist bescheuert, das stimmt auch, sonst kann man das nicht ertragen. Man sollte die Angelei nicht so verkniffen sehen - sonst wird man noch verrückt
      Glücksbringer benötige ich nicht - lege auch vorher keine Karten und mach mir was vor - ich nehme es wie es kommt.
      In Hvide Sande, habe ich z.B. beim Fang von Meeräschen große Probleme. ich sehe sie, hänge Ihnen alles was ich als gut ansehe vors Maul, aber sie beißen nicht an. Ich kann sie nicht überlisten, obwohl ich schon hunderte gefangen habe, aber keine in Hvide Sande - ich sehe sie sogar versuche alles und als ich zum Marko (Member Okram( kam, hatte er sie am Haken.
      Gruß
      Kochtopf gefällt das.
    17. Jesco Peschutter
      Jesco Peschutter
      Sehe ich genauso. So muss es sein! Alles immer schön locker beim Angeln nehmen. Auf jeden Fall eine schöne Geschichte zu den Hornhechtköpfen. Find ich toll!

      Grüße
      Jesco

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