Führung der Nymphen

hi,
ich bin ziemlich neu in Fliegenfischen, kann aber schon sehr gut werfen, und komme überall hin mit der Fliege/Nymphe.Da ich aber noch gar nichts gefangen habe, frage ich mich ob ich alles richtig mache. Die bislang beangelten Gewässer waren einerseits von einem schlechten Bestand geprägt ( nur 1.stes Gewässer) und andererseits hatte ich wohl auch blöde Tage vom Wetter her.
Nun gut, beim Fischen mit der Nymphe lasse ich diese einfach mit der Strömung treiben und bringe hier und da mal Bewegung mit der Schnur rein. Ist das richtig? Also einen Biss würde ich ja dadurch erkennnen, dass die Schnur stark weggeht oder sich Spannung aufbaut.
Danke im Vorraus,
Lg:vik:
 

antonio

Active Member
AW: Führung der Nymphen

jein.
auch kleinste zupfer, kurzzeitiges stopen der schnur etc. sind sehr oft bisse.

antonio
 

Seele

Böhser Siluro
Teammitglied
AW: Führung der Nymphen

Ich sag immer es muss Bewegung rein kommen. Damit liegst du in 95% der Fälle richtig. Mit der Nymphe fische ich gegenteilig zu der Trockenfliege bei der ich Versuche das Abtreiben nicht zu stören. Ich zupfe sie, lasse sie schneller treiben als die Strömung, ziehe sie gegen die Strömung, alles was einfach auffällig macht.
Außer beim Äschenfischen, da ist weniger Bewegung mehr.
 
AW: Führung der Nymphen

Ok, danke schön,
dann lag die "Pleite" wohl nicht an mir :m.
Aber ich werde in Zukunft noch mehr Bewegung reinbringen.
Lg
 

Sneep

Eine NASE für den Fisch
In stillem Gedenken
AW: Führung der Nymphen

Hallo,

Das Ganze nennt sich ja auch Fliegenfischen und nicht Fliegenwerfen.:)

Es kommt doch darauf an, was ich imitieren möchte.

Ein beschwerter Flohkrebs bewegt sich doch ganz anders als eine aufsteigende Eintagsfliegenlarve.

Wildes Gezupfe beeindruckt mit Sicherheit eine frisch besetzte RB-Forelle. Bei einer altgedienten Brückenforelle muss die Bewegung zum Lebewesen passen, dass ich imitieren möchte.
Das klassische Nyphenfischen stellt in aller Regel ein Tier in der Abdrift dar, da zappelt nichts.
Im Gegensatz um Nassfliegenfischen. Hier wird mit einer Reizfliege und aktiver Führung gefischt.

Vor allem das Aufsteigen der Nymphe am Ende der Drift sehr erfolgsversprechend. Hier kann ich ganz dezente Zuckungen imitieren, denn das macht eine Nymphe beim Aufstieg genau so.

Daher, Bewegung ja, aber sehr dezent und passend zur Fliege. Weniger ist hierbei meistens mehr.

SnEEp
 

Seele

Böhser Siluro
Teammitglied
AW: Führung der Nymphen

Im Endeffekt ist es so du musst den Beißreflex auslösen. Wie das bei dem jeweiligen Fisch am jeweiligen Gewässer zur jeweiligen Zeit funktioniert muss man einfach versuchen und man braucht Erfahrung. Aber das kommt alles mit der Zeit, keine Angst.
 
L

Lommel

Guest
AW: Führung der Nymphen

Beim abdriften lassen der Nymphe, unbedingt auch (je nach Fliessgeschwindigkeit) die Vorfachlänge anpassen. Grundregel ist Wassertiefe x 2, bei schnelleren Flüssen sollte man verlängern oder auf beschwerte Vorfächer (Beispiel slowsinking No2 eines bekannten Österreichers) zurückgreifen. Hilfreich ist auch ein Bissanzeiger, damit du die Bisse überhaupt siehst.
Ich fische aber auch lieber mit bewegter Nymphe. Einfach leicht stromab auf die andere Seite werfen. Kurz abdriften lassen (Nymphe geht auf Tiefe), dann die Schnur und Rutenspitze Richtung andere Seite legen und dann mit leichten zucken die Nymphe "herumschwingen" lassen. Ein Schritt nach vorne gehen und wiederholen. Wichtig ist das du hier ein beschwertes Vorfach (sinking No3) nimmst damit die Nymphe bei der kurzen Drift schnell auf Tiefe kommt. Ein Bissanzeiger brauchst du nicht da du immer direkten Kontakt mit dem Köder hast.

Gutes Gelingen
 
AW: Führung der Nymphen

danke,
wie sieht denn so ein Bissanzeiger aus? Ich sehe die Forellen an den Gewässern nie, kann also nur an die vermeintlichen Spots werfen.
Lg
 

Seele

Böhser Siluro
Teammitglied
AW: Führung der Nymphen

Das reicht vollkommen aus.
Bissanzeiger gibts verschiedene, Wollfäden, so ähnlich wie Knetmasse, "Gummistopper", usw.
Musst halt mal googeln.
 
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