Freiwasser Naturköder System

Das sogenannte Freiwasser Naturködersystem, das unter
anderem von Rainer Korn sehr angepriesen wird, soll
Dorsche, Pollacks und Seelachse im Freiwasser überlisten.

Gefischt werden soll mit ganzem Hering, der möglichst ganz
frisch sein sollte und leichtem Blei.

Nun meine Fragen dazu:

Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht ?

Wo und wie wird der Haken am Hering angebracht ?

Wie wichtig ist es, dass der Hering frisch ist, kann er nicht
auch eingefroren gewesen sein ?
Da ich in Norwegen ohne Echolot unterwegs bin, wird es schwer,
frische Heringe zu finden und zu fangen im Juni.

Gruß
Nord-Fischer
 
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Auch ich interessiere mich für diese Angelart und mir ist nicht ganz klar wie ich, wie von R.K. beschrieben, einen ganzen Hering an einen 4/0Haken anködern soll.#c
Gruß Bodo
 
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Zu diesem thema habe ich mir auch schon so meine gedanken gemacht|kopfkrat

ich werde z.b. einen länglichen 90 gramm pilker mit einem übergroßen drilling versehen und diesen ( vielleicht mittell einer großen ködernadel!?) durch das mauf eines kleinen seelachses oder herings ziehen und am ars..ende die schnur rausführen. dann 2 meter 0,60er pufferschnur davor und über dem schwarm kleiner seelachse oder heringe auswerfen und zu grund taumeln lassen.
alternativ würden sich auch alu oder eisenstäbe anbieten. die enden durchbohren und mit sprengringen versehen,- drilling und wirbel angeflanscht und durch den fisch... sieht dann so aus, als wenn ein verletzter fisch aus dem schwarm nach unten taumelt.
gruß robert#h
 
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@ Robert: mit Deiner Montage pilkst Du den Hering dann aber - Nachteil: der Hering bewegt sich nicht so natürlich wie mit der o.a. Montage.

Frischer toter Hering deswegen, weil er zum einen eine bessere Witterung hinterläßt und etliche Schuppen verliert, die als zusätzliches Lockmittel fungieren, zum anderen ein gefrorener Hering genauso steif herumdümpelt (und aufgetauter Hering zerfällt in Windeseile).

Wir nutzen bei dieser Anköderung eine zweifache Einzelhakenmontage - der vordere Haken wird durch die Augen oder die Kiemendeckel geführt, der zweite oberhalb der Seitzenlinie im hinteren Drittel, sodass die Hakenspitze auf der anderen Seite herauszeigt.

Wichtig dabei ist, dass ihr die Bleie so leicht wie irgend möglich wählt. Der Hering soll zwar relativ schnell im Mittelwasser ankommen, muss aber von der Drift noch möglichst lebendig bewegt werden. Deshalb besser ein längeres Mono-Vorfach zwischen Köder und Blei schalten.

Gruß

Karsten
 
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@Karsten Berlin:

Allerdings ist das System von Rainer Korn & Co immer nur mit
einem Haken zu sehen. Muß also anders sein als das, welches
du beschrieben hast.....

Dazu muß doch hier jemand was sagen können #c
 
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Guten Abend Kollegen

Ja..., setz doch bitte mal einer einen Link, ein Bild oder Skizze oder so hier rein. Das interessiert mich auch brennend und bei GOOGLE hab ich keine Beschreibung unter [freiwasser, naturköder, system] gefunden.
Außerdem scheint ja selbst hier die Rede von verschiedenen Ausführungen zu sein.

Gruß Thomas
 
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Viel zu sehen gibt es da eigentlich nicht.

Hab das mal auf die Schnelle aus nem Buch fotografiert.
 

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Ist ja furchtbar kompliziert|rolleyes , die montage..

ich werde es mir trotzdem leichter machen, und einen 20 - 100 gramm pilker im fisch verstecken. das sinkt genauso schnell ab, wie mit einem extra blei. und vertüdeln kann so auch nichts.
versuch macht kluch|kopfkrat
gruß robert#h
 
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@Nord-Fischer
Vielen Dank für das Bild. Man kann alle Details gut erkennen.
@Vibra-Zocker
Ja, das mit dem Vertüdern sehe ich auch als Problem. Auch die Schnurstärke von 0,45 scheint mir für einen größeren Fisch ziemlich schmalbrüstig (Zähne). Werde es mal nachbauen mit 80er Hauptschnur und 60er Seitenarm. Außerdem einen dünnen Schlauch über den Seitenarm gegen das Vertüdern. Dann wird er zwar steifer aber wenn man ihn dafür etwas länger wählt, dürfte das Köderspiel wieder stimmen.
Außerdem, für den besseren Grip, die 2-Haken-Montage von Karsten, aber in 6/0.

Gruß Thomas
 
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Moin!

@Nordfischer

Allerdings ist das System von Rainer Korn & Co immer nur mit
einem Haken zu sehen. Muß also anders sein als das, welches
du beschrieben hast.....

Mit Zweihaken-System kannste sofort anschlagen.
Da nützt datt dem Schwatten nix, wenn er den Braten riechen sollte, falls ein schweres Blei, aufgrund starker Drift, gewählt werden muss. ;)

Beim Sofortanschlagsystem (watt´n Wort!) besteht keine Gefahr einen Fisch zu verangeln und das Problem eines störenden (weil schweren) Bleis gibt´s auch nicht.

Kannst gewichtsmäßig dranhängen was nötig ist . Wenn die seis aktiv jagen (soll unter Heringen ja vorkommen ;)) schlagen sie sich oft selbst an.
 
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@loup de mer

0,45mm monofil reichen bei einer Freiwasser-System allemal aus. Das System scheuert nicht an Felsen oder Korallen, und die zu Fichlis haben eh keine so grossen Zähne das sie das Vorfach durchbeissen (Köhler, Pollack und Dorsch).

Falls doch der böse Butt zuschlägt, dann halt Augen zu und durch!!!
 
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Wie weit ist bei der 2Hakenmontage der Abstand zwichen dem 1. und dem 2. Haken?
Gruß Bodo
 
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Richtet sich nach der Größe der Köderheringe.

Kopfbereich und hinteres Drittel ergeben so bummelich einen Abstand von 8 - 12cm.
 
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havkat schrieb:
Richtet sich nach der Größe der Köderheringe.

Kopfbereich und hinteres Drittel ergeben so bummelich einen Abstand von 8 - 12cm.

Die größe der Köderheringe wechselt doch. Wenn ich einen neuen Hering anködere, muß ich dann mein Vorfach jedesmal der Köderfischlänge neu anpassen? |kopfkrat Gibt es vielleicht eine Montage wo ich den Abstand variieren kann z.B. durch verschieben des oberen Haken#c ?
 
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Moin Bodo!

Na, so gravierend unterscheiden sich die Heringe nicht.
Die Köderfische die du vor Ort fängst/bekommst stammen alle aus einem Jahrgang.

Auf´n Millimeter kommt´s nich an. ;)

Entweder zwei Vorfachgrößen bevorraten, also für Normalgröße oder "Kapitalheringe" oder den "oberen" Haken verschiebbar binden.

Das geht allerdings am besten auf Stahl. Den Haken frei, durch die Öse, auf dem Vorfach laufen lassen, die Länge anhand des Hörnis bestimmen, das Stahlvorfach ein paarmal um den Schenkel winden und dann anködern.
 
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Hallo Havkat, danke für die Tips. Ich hoffe, dass wir auch dazu kommen das System auszuprobieren.
Gruß Bodo
 
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So, nun habe ich mich mal beim Norwegen-König selbst
schlau gemacht. ;)

Er schreibt, man ködert den frischen, toten Hering am besten
durch die Augenhölen. Hält wunderbar. Der Haken sollte nicht
zu groß gewählt werden.
Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, den Haken durch Ober- und Unterkiefer
zu führen. Dabei sollte man nach dem anködern allerdings ein Stück
Gummi o.ä. unter den Widerhaken schieben, damit der Köder bei
heftigen Attacken von Köhler & Co. nicht verloren geht. #6
 
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Hallo, habe mir die Systeme jetzt mit 2 Haken 4/0 an 0,50 Seitenarm und 0,75 Hauptschnur gebaut. wie wird der Hering jetzt angeködert? Kopf nach unten, Schwanz nach unten oder ist das egal? Bei einer 1Hakenmontage wäre ja der Schwanz unten. Vom Gefühl her würde ich aber bei 2Haken den Kopf nach unten setzen. Was meint ihr?
Gruß Bodo
 
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Schwanz nach unten!!

Denn nur so garantiert Dir der Hering ein schönes Köderspiel. Beim Biss nicht vergessen erst einmal schön Schnur zu geben, damit der Räuber seine Beute auch ohne Argwohn fressen kann.

Denn man viel Spass damit.
 
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