Pressemitteilung
Ähnlich dem Huntestau in Hoppen kommen auch diesem Beispiel-Wehr keine Fische weiter (Foto/pixabay)
Das Huntewehr in Drebber-Hoopen, ein Relikt aus den 1960er-Jahren, verliert seinen Schrecken für Wanderfische. Ab dem 15. Juli baut der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) das historische Nadelöhr für rund 1,2 Millionen Euro um. Bis voraussichtlich Ende Oktober soll anstelle der knapp zwei Meter hohen, unüberwindbaren Barriere eine moderne, fischpassierbare Sohlengleite entstehen.
Kanuten müssen sich auf Einschränkungen einstellen: Die Ein- und Ausstiegsstellen im Baubereich sind gesperrt; ein Wiedereinstieg ist erst ab Cornau möglich. Auch nach der Fertigstellung bleibt die Sohlengleite aus Gründen des Hochwasserschutzes für Boote unpassierbar – das Umtragen bleibt Pflicht. Die Kanu-Einsatzstelle wird dafür an das Ende des neuen Gerinnes verlegt.
Finanziert wird das zukunftsweisende Revitalisierungsprojekt gemeinschaftlich vom Land Niedersachsen und der Europäischen Union.
Quelle: https://www.kreiszeitung.de/lokales...einriegel-fuer-wandernde-fische-94394605.html
Ähnlich dem Huntestau in Hoppen kommen auch diesem Beispiel-Wehr keine Fische weiter (Foto/pixabay)
Das Huntewehr in Drebber-Hoopen, ein Relikt aus den 1960er-Jahren, verliert seinen Schrecken für Wanderfische. Ab dem 15. Juli baut der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) das historische Nadelöhr für rund 1,2 Millionen Euro um. Bis voraussichtlich Ende Oktober soll anstelle der knapp zwei Meter hohen, unüberwindbaren Barriere eine moderne, fischpassierbare Sohlengleite entstehen.
28 Steinriegel weisen den Weg
Das Wehr wird in ein sogenanntes Raugerinne mit einem zentralen Wanderkorridor umgebaut. „Dieses wird beckenförmig aus 28 Querriegeln mit Natursteinen erstellt“, erklärt NLWKN-Projektingenieur Thomas Lamping. Durch diese Konstruktion werden die Wasserspiegelsprünge so stark minimiert, dass Fische und Kleinlebewesen an mindestens 300 Tagen im Jahr sicher flussauf- und abwärts wandern können. Ähnliche Renaturierungen wurden an der Hunte bereits erfolgreich in Rechtern, Dreeke und Goldenstedt realisiert.Mehr Ökologie, besserer Hochwasserschutz
Die Maßnahme dient nicht nur der Natur, sondern stärkt auch den Hochwasserschutz. Berechnungen zeigen, dass sich der Wasserstand bei einem statistischen Jahrhunderthochwasser (HQ100) im Bereich Hoopen um rund zwölf Zentimeter verringern wird. Wassermassen werden in solchen Fällen über die flankierenden Mittel- und Hochwasserbermen sicher abgeleitet.Einschränkungen für Verkehr und Kanuten
Während der Bauarbeiten bleibt die Straße passierbar, aufgrund des Baustellenverkehrs gilt im Kurvenbereich jedoch temporär Tempo 30.Kanuten müssen sich auf Einschränkungen einstellen: Die Ein- und Ausstiegsstellen im Baubereich sind gesperrt; ein Wiedereinstieg ist erst ab Cornau möglich. Auch nach der Fertigstellung bleibt die Sohlengleite aus Gründen des Hochwasserschutzes für Boote unpassierbar – das Umtragen bleibt Pflicht. Die Kanu-Einsatzstelle wird dafür an das Ende des neuen Gerinnes verlegt.
Finanziert wird das zukunftsweisende Revitalisierungsprojekt gemeinschaftlich vom Land Niedersachsen und der Europäischen Union.
Quelle: https://www.kreiszeitung.de/lokales...einriegel-fuer-wandernde-fische-94394605.html