frage zu vorfächern

Hi Leute,

was macht es für einen unterschied ob ich geflochtenes oder monofiles vorfachmaterial benutze. für welche gewässergegebenheiten ist mono oder geflochten besser und warum? wie lang soll ich die vorfächer binden???

hoffe auf antworten
 
C

Christian D

Guest
AW: frage zu vorfächern

Da scheiden sich die Geister!

Generell ist es natürlich vom Gewässr abhängig, welches Material zum Einsatz kommt.
Ich benutze nur noch Monofilament ( Vorteile sind hohe Abriebfestigkeit, leichte Dehnung, die kommt natürlich weniger zum tragen bei den kurzen Vorfächern, preisliche Alternative zu den maßlos überteuerten Geflechten wie bspw. Kryston und co., weniger Tüddelanfällig,...).
In allen Standardsituationen reicht normalerweise Mono.

Aber auch geflochtene haben durchaus ihre Daseinsberechtigung:
Es gibt unheimlich gute Materialien wie Quicksilver. Das kommt immer dann zum Einsatz, wenn es darauf ankommt, über Muscheln oder Kantigen Böden zu fischen.
Der Nachteil bei Geflochten ist meiner Meinung nach die große Tüddelanfälligkeit, die gute Sichtbarkeit, das unzuverlässige sinkverhalten( teilweise kringeln die sich nahezu über deinem Knödel).
Es bietet sich aber immer an, ein Semi-Stiff bzw. Kombirig zu verwenden. Damit sind zumindest einige Probleme behoben.

Bei Kraut ist Geflecht besser ( auf Spannung wirkt ne gute Geflochtene wie ne Sense), bei Astwerk jedoch Monofilament ( eine Geflochtene würde sich ins Astwerk sägen und dort hängen bleiben).

Der allergrößte Nachteil von Geflochtenen ist jedoch, dass sich Karpfen an ihnen viel leichter verletzen können als es bei Einsträngigen Schnüren der Fall ist.
Es ist mir schon das eine oder andere Mal passiert, dass sich die Schnur unter Kiemendeckel oder Flosse verhakt und durch den dünnen durchmesser und die vorhandene Spannung empfindliche Schnitte hinterlassen hat.
Deshalb nutze ich nur noch Mono ( wenn es der Bodengrund zulässt natürlich).


Du siehst, es ist nicht eindeutig klar, welches Material man am besten unirversell verwendet. Beide haben Vor-und Nachteile. Am Besten hast du immer beide zur Hand. Dann bist du auf der richtigen Seite!


Zur Länge:
Meine Vorfächer sind extrem kurz ( bis maximal 15 cm.), denn damit ist der Selbsthakeffekt recht wirksam. Voraussetzung ist natürlich ein vernünftiges Blei.
Bei schlammigem Boden können es aber auch mal 25-30 cm Vorfachlänge sein.

Petri!
 

Bergi

Mühlezurweißglutbringer
AW: frage zu vorfächern

@ Christian:

Mhh du sagst das du sehr kurze Vorfächer fischst. Natürlich ist der Selbsthakeffekt besser.
Aber hast du schonmal von dem "Staubsaugereffekt"(so nenn ich das immer ^^) gehört?
Also das große Karpfen bedingt durch ihren dicken Bauch die Boilies aus einer größeren Entfernung einsaugen und bei einem zu kurzen Vorfach es passieren kann das sie den Boilie garnicht einsaugen und dann verdacht schöpfen?

Ich fische meist so um die 25cm lang
 
C

Christian D

Guest
AW: frage zu vorfächern

Ja, prinzipiell hast du recht.
Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die besagten cm für ein sicheres Haken absolut ausreichend sind.
 

Bergi

Mühlezurweißglutbringer
AW: frage zu vorfächern

Ausreichend müsste es prinzipiell schon sein,da gebe ich dir recht.

Nur wer weiss wie viele Dicke deinen Boilie nicht einsaugen konnten und du nichts davon mitbekommen hast ;)
 

Veit

I ♥ Zander
AW: frage zu vorfächern

Ich nutze auch nur noch monofile Vorfächer zum Fische mit der Festbleimethode. Meine Erfahrungen mit geflochtenen Materialien waren durchweg schlecht. Sehr viele Karpfen gingen durch Abriss verloren, wobei das Vorfach stets in der Mitte und nicht an den Knoten riss.
Dann hab ich Fluocarbon (sozusagen unsichtbares Monofil) für mich entdeckt und seitdem ist mir fast kein Karpfen mehr abgerissen. Als Stärke nutze ich 0,35er. Als Vorfachlänge hast mit 30 cm am besten geklappt.
 
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