Frage zu Pacht

Ein ähnliches Gewässer noch näher an München dran mit 3,3 km Länge und einem hervorragendem Bestand an BF, RF und Ä wurde vor 5 Jahren für 2200 € an einen Fischereiverein verpachtet, vorher war es ein Einzelpächter.
Da hat sich der Verpächter entweder über den Tisch ziehen lassen oder es gab irgendwelche Absprachen/Beziehungen. Mal als Hausnummer: Eine Tageskarte für die Wiesent (Salmonidengewässer in der Fränkischen Schweiz) kostet 60 €.
 
Wenn ich dafür einen gewissen Gegenwert an Forellen entnehmen darf, dann wäre ich auch bereit das zu bezahlen. Für eine oder zwei Forellen sicherlich nicht. Dann gehe ich lieber in den Fopu und habe hinterher ein paar Fische für die Küche
Soweit ich weiß ist das Limit 2 Salmoniden pro Tag, nur Fliegenfischen mit Schonhaken erlaubt.
 
Kann mir hier jemand eine Einschätzung geben?

Wie viele schon schrieben, geht der Preis in Ordnung.
In meiner Ecke kann man, abhängig vom Gewässer und natürlich der Nachfrage, pro Kilometer Fließgewässer, bzw. pro Hektar Stillgewässer mit einem Preis von etwa 1500-2000€ rechnen. der Pachtzins deines Baches läge also an der unteren Grenze und ist somit zu den genannten Fischarten ok. 5Km=7500€

Teurer wird es dann, wenn zudem ein nachweislicher Huchen- und Quappenbestand vorhanden ist, dann geht der Preis schon mal gerne hoch und für 5 Km wären dann 10 000€ aufwärts fällig.
Hatten selbst ein Angebot bekommen, 5 Km mittlerer Flussabschnitt mit Nebengewässern(Bäche/Bächlein) für 10 000€Pacht/Jahr und das liegt aber schon mehr als 10 Jahre zurück. Für ein Gewässer mit sehr gutem Äschen -und Bachforellenbestand, welche sich selbst reproduzieren. Desweiteren Regenbogner und Saiblinge, welche durch Zuwanderung ins Gewässer gelangen, zudem Quappen/Aalrutten, Hecht, Barsch, Barbe, Döbel und diverse andere Weißfische.

Die Gesamtkosten deines Vorhabens dürften sich im Jahr auf 10 000-12 000€ belaufen, abhängig vom Besatz natürlich auch mehr.
Wenn man sich das leisten kann, würde ich persönlich überlegen, ob ich mir das Gewässer nicht gleich kaufe und so langfristig planen kann, denn nach 10 Jahren hat man dann doch 100 000-120 000€ investiert, was wahrscheinlich die Hälfte des Kaufpreises wäre.

Wie es mit den Bächen in Zukunft aussieht, kann dir niemand sagen, das ist alles Spekulation.
Nimmt man aber dieses Jahr als Referenz, könnte es in Zukunft duster, in dem Fall trocken für den Bach werden, denn besser wird es , denke ich, nicht mehr wirklich werden, ohne groß schwarzmalen zu wollen..
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man sich das leisten kann, würde ich persönlich überlegen, ob ich mir das Gewässer nicht gleich kaufe und so langfristig planen kann, denn nach 10 Jahren hat man dann doch 100 000-120 000€ investiert, was wahrscheinlich die Hälfte des Kaufpreises wäre.
240.000 € Kaufpreis für 5km Fließgewässer? Never ever. Da legt man in Oberbayern (oder Mittelfranken) locker 700.000 Tacken auf den Tisch.

Ein 4ha großer Weiher mit eigener Quelle stand hier in der Gegend vor einigen Wochen zum Verkauf. War innerhalb einer Woche für 320.000 € verkauft.
Hier bei Herzogenaurach zahlt man ca. 100.000 pro ha Ackerland.

Bauland übrigens jetzt 880 € pro m2, in guter Lage. Die jungen Leute schütteln nur den Kopf, wenn es um Wohneigentum geht.
 
240.000 € Kaufpreis für 5km Fließgewässer? Never ever. Da legt man in Oberbayern (oder Mittelfranken) locker 700.000 Tacken auf den Tisch.

Ein 4ha großer Weiher mit eigener Quelle stand hier in der Gegend vor einigen Wochen zum Verkauf. War innerhalb einer Woche für 320.000 € verkauft.
Hier bei Herzogenaurach zahlt man ca. 100.000 pro ha Ackerland.

Bauland übrigens jetzt 880 € pro m2, in guter Lage. Die jungen Leute schütteln nur den Kopf, wenn es um Wohneigentum geht.
Diese Preise wirst du in meiner Ecke niemals erreichen, außer für ein 5 Km-Stück der Iller ,weder die für Ackerland, noch liegen auf den Dörfern die Preise bei etwa 60€ pro Quadratmeter Bauland, Ulm oder Neu-Ulm könnte dann abhängig von der Lage schon gut an deinen Preis hinkommen, wenn nicht sogar höherliegend.

Ich würde, egal ob es jetzt die Hälfte oder ein Viertel des Kaufpreises bei 10 Jahren Pacht überlegen es mir zu Kaufen, wenn ich es mir leisten kann.
 
Wie viele schon schrieben, geht der Preis in Ordnung.
In meiner Ecke kann man, abhängig vom Gewässer und natürlich der Nachfrage, pro Kilometer Fließgewässer, bzw. pro Hektar Stillgewässer mit einem Preis von etwa 1500-2000€ rechnen. der Pachtzins deines Baches läge also an der unteren Grenze und ist somit zu den genannten Fischarten ok. 5Km=7500€

Teurer wird es dann, wenn zudem ein nachweislicher Huchen- und Quappenbestand vorhanden ist, dann geht der Preis schon mal gerne hoch und für 5 Km wären dann 10 000€ aufwärts fällig.
Hatten selbst ein Angebot bekommen, 5 Km mittlerer Flussabschnitt mit Nebengewässern(Bäche/Bächlein) für 10 000€Pacht/Jahr und das liegt aber schon mehr als 10 Jahre zurück. Für ein Gewässer mit sehr gutem Äschen -und Bachforellenbestand, welche sich selbst reproduzieren. Desweiteren Regenbogner und Saiblinge, welche durch Zuwanderung ins Gewässer gelangen, zudem Quappen/Aalrutten, Hecht, Barsch, Barbe, Döbel und diverse andere Weißfische.

Die Gesamtkosten deines Vorhabens dürften sich im Jahr auf 10 000-12 000€ belaufen, abhängig vom Besatz natürlich auch mehr.
Wenn man sich das leisten kann, würde ich persönlich überlegen, ob ich mir das Gewässer nicht gleich kaufe und so langfristig planen kann, denn nach 10 Jahren hat man dann doch 100 000-120 000€ investiert, was wahrscheinlich die Hälfte des Kaufpreises wäre.

Wie es mit den Bächen in Zukunft aussieht, kann dir niemand sagen, das ist alles Spekulation.
Nimmt man aber dieses Jahr als Referenz, könnte es in Zukunft duster, in dem Fall trocken für den Bach werden, denn besser wird es , denke ich, nicht mehr wirklich werden, ohne groß schwarzmalen zu wollen..

Wie soll das denn funktionieren eine 5 km Bachstrecke zu kaufen? Eher unmöglich. Wenn dann nur die Fischereirechte.
 
Wie soll das denn funktionieren eine 5 km Bachstrecke zu kaufen? Eher unmöglich. Wenn dann nur die Fischereirechte.

Viele Gewässer in Bayern sind in Privatbesitz, daher ist beides möglich!
 
Das will ich nicht anzweifeln! Aber wenn Du jetzt ein 5 km Stück kaufen wollen würdest, mit wievielen Grundbesitzern soll man sich da einigen?
Ich halte das für unmöglich ab51

Uferbenutzungsrecht, alles gesetzlich geregelt!
 
Das will ich nicht anzweifeln! Aber wenn Du jetzt ein 5 km Stück kaufen wollen würdest, mit wievielen Grundbesitzern soll man sich da einigen?
Ich halte das für unmöglich ab51
Ich verstehe deine Frage nicht. Wenn ich das Fischereirecht habe, darf ich das (nicht eingezäunte) Ufer betreten.

Übrigens: Der Erwerb des Fischereirechts (Pacht/Kauf) ist in Bayern getrennt vom Recht an Grund und Boden. Wer fischen darf, hat nicht unbedingt das Recht an Grund und Boden erworben. Wir haben z.B. von einem Verpächter ein Teilstück der Regnitz gepachtet. Er hat aber selbst für 80% der Strecke nur das Fischereirecht, nicht aber das Recht an Grund und Boden. Unterhalb von einem Wehr hat er auch das Recht an Grund und Boden. Warum das so ist, konnte er selbst bisher nicht rausfinden. Wurde irgendwann im Mittelalter vom "Großfürst" so geschenkt, weil seine Vorfahren dort eine Mühle hatten. :laugh2
 
Das will ich nicht anzweifeln! Aber wenn Du jetzt ein 5 km Stück kaufen wollen würdest, mit wievielen Grundbesitzern soll man sich da einigen?
Ich halte das für unmöglich ab51
Hallo,

in Bayern gibt es zwei Arten von Fischereirechten, eines welches dem Eigentümer des Gewässers zusteht und eines das mit dem Eigentümer von Grund und Boden nichts zu tun hat; das selbstständige Fischereirecht. Bei Letzterem hat der Grundbesitzer bezüglich der Fischerei nichts zu melden.

Gruß

Lajos
 
Wie soll das denn funktionieren eine 5 km Bachstrecke zu kaufen? Eher unmöglich. Wenn dann nur die Fischereirechte.
Rein rechtlich ist es möglich, wirklich gemacht wird es aber so gut wie nie. Es gibt dabei nämlich einen gewaltigen Haken, als Besitzer bist du auch für den Unterhalt zuständig. Uferbefestigung, man muß gefährliche Bäume fällen, angetriebenes Gerödel entfernen und wahrscheinlich noch vieles mehr. Ich schätze mal "Flußbesitzer" ist ein ziemlicher Scheixxjob und bestimmt ziemlich teuer wenn ich an die vielen Versicherungen denke, die man dann braucht :O_o.
Beim I-Net überfliegen findet man genau 1 Beispiel wo es wirklich mal statt fand.
 
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