Frage zu Baitcastrolle

Rheinweib

Speziwoman
Hallo zusammen, ich hab mir eben ne kleine Jerkrute mit ner Baitcastrolle gekauft. Leider war da keine wirkliche Anleitung dabei und ich kenne mich auch nicht mit den kleinen Röllchen aus. 2-3 Schräubchen/Knöpfe erschließen sich mir in ihrer Funktion noch nicht ganz....
Wenn ich von oben draufgucke, dann ist auf der rechten Gehäuseseite ein Drehknopf von 1-10 - wozu ist der? Ich gehe mal davon aus, daß das Stellrad direkt an der Kurbel die Bremse ist, richtig?
Und links am Gehäse auf Höhe der Spulenachse ist auch eine Stellschraube, die ist doch zuständig, wie leicht sich die Spule dreht, damit kann man das gefürchtete "nachlaufen" verhindern, oder?
Dann ist da noch oben ein Schalter, da steht "flipping".....hmm, wozu ist der denn?
Tut mit leid, aber ich hab nix im Internet an Anleitungen gefunden. Kann mir jemand helfen?

Gruß Heike
 
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Das sind beides Bremsen.

Mit der Sternbremse bremst du im Drill, direkt an der Kurbel ist die angebracht. Das kleine Rädchen auf der linken Gehäusehälfte ist die Zentrifugalbremse. Damit wird die Spulenbeschleunigung beim Wurf geregel. Damit stellst du jeden Köder extra ein damit die Gefahr von nem Backslash, also dem Überdrehen verringert wird. Der Drehknopf Rechts ist ne Magnetbremse mit der die Spule gegen Ende des Flugs gebremst wird bzw den Endflug beeinflusst.
 
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So ganz kurz, weil es eigentlich genug Threads gibt, wo das drin steht.

Sternbremse = Bremse für den Drill

Mechanische Bremse = beeinflusst das seitliche Spiel der Spule, damit kann man auch die Spule leicht quetschen, so läuft sie schwergäniger

Fliehkraftbremse/Magnetbremse = die im Wurf wichtigste Bremse. Sie verhindert das Überdrehen der Spule im Wurf


*Bei der VBS (Fliehkraftbremse von Shimano) ist es so, dass die sehr gut im ersten Drittel/ersten Hälfte des Wurfes arbeitet, aber dann nicht mehr hinterherkommt (je nach Köder natürlich), dann muss man bei Perücken am Ende des Wurfes die mechanische Bremse passend einstellen.

Besser fliegende Köder kann man mit einer schwächeren Bremseinstellung werfen, als aerodynamische Krüppel.
 

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und dieser "flipping-Knopf"?
 
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ich hab die odyssey von shakespeare. Ichmeine natürlich nicht den Daumenknopf, die funktion ist mir klar :-). Oben aufm Gehäuse ist ein kleiner Schalter, da steht flipping.
 
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ja, das da ein Zusammenhang mit der Daumentaste ist, hab ich festgestellt. Hmmm, ich weiß, ich nerve wahrscheinlich, aber was ist denn "flippen"?
 
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Eine spezielle Wurfart für ganz kurze Distanzen.

Da die Multi auf sehr kurzen Distanzen sehr schlecht ist, nimmt man einfach seine 1-2 m Schnur per Hand von der Rolle und schlenzt den Köder dann raus, ohne dass die Spule sich dann im Wurf drehen muss.

Um fix die Schnur per Hand zu ziehen ist das mit dem Flipping-Schalter sehr praktisch, da man die Rolle dann nicht "zu machen" muss und womöglich sich die Schnur dann sonstwo hinvertüddelt.
 
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Dieser Flipping Knopf wird, gleich wie bei der Abu Silver MAx, eine Funktion wie folgt :
stellung 1 Freilauf ist zum werfen geeignet, sprich, ich drücke den Freilaufknopf und schnur wird freigegeben beim Wurf, der Freilauf bleibt bis zum betätigen der Kurbel aktiv.
Stellung 2 : Freilauf zum ablassen der Schnur, sprich, drücke ich den Freilaufknopf, wird Schnur freigegebn, sobald man den Knopf loslässt ist der Freilauf deaktiviert.

Ich hoffe das war verständlich
 
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OK, ich sag mal VIELEN DANK!
Mal sehen wie viele Perücken ist am Anfang werfe, bis ich das raus hab....ohweia. Hab mir 25er Mono draufgespult, denke, das ist für den Anfang besser (und billiger), als gleich ne Geflochtene zu ruinieren. Ich angele zwar schon von Kindesbeinen an, aber DAS ist Neuland. Jerken....twitchen....usw., da muss ich mich mal reinlesen.

Gruss Heike
 
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Das ist alles halbso schwer.

Fang mit höheren Gewichten an, also ehr das maximum, was die Rute verträgt.

Stell die Magnetbremse (das Rädchen auf der Nicht-Kurbel-Seite) auf Maximum

Stell die mechanische Bremse so ein, dass die Spule kein Spiel hat, + etwa 1/4 Drehung mehr zu

Wirf anfangs nicht über Kopf. Seitliche Würfe sind am Anfang einfacher zu meistern. Warum auch immer, ist aber so.

Freilauf drücken und die Spule mit dem Daumen halten. Im Wurf einfach den Daumen von der Spule nehmen. NICHT den Freilauf im Wurf drücken - das ist Mist.

Kurz bevor der Köder aufkommt (Baum/Wasser/Busch/Land/wo auch immer) die Spule mit dem Daumen abbremsen, sonst dreht die sich weiter ohne dass der Köder Schnur zieht = uncool oder ein chickes Vogelnest.

Keine rückartigen Würfe, lieber langsam gefühlvoll durschschwingen/ziehen - aber keine Hau-Ruck-Würfe.


Das dürfte das wichtigste für den Anfang sein.
 
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Und wieder mal aus aktuellem Anlass :-): Pass auf, dass hinter dir kein Hindernis ist! Wenn du nämlich beim auswerfen da mit deinem Köder reinkommst, beschert dir die Rolle eine Perücke, die sich aber wirklich mal gewaschen hat. Da kannst du dann meistens das Lösen ebendieser am Wasser vergessen. Das ist dann mehr eine Sache für einen Fernsehabend und einige Bierchen :D (Ratet mal, was ich heute abend mache ;-) )

Aber ansonsten ist das werfen nicht so schwer, wenn du wie bereits ganz gut beschrieben, die Magnetbremse total zumachst und erst schrittweise runterdrehst, sobald du den Bewegungsablauf drauf hast. Mach anfangs keine Gewaltwürfe, sondern konzentrier dich auf die Technik, dann wirds schon.
 
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