Frage an die Aal "Experten"

honeybee

No Road? No Problem!
Da man ja nicht allwissend ist, frage ich jetzt auch mal was :)

Ich probiere gerne mal neue Gewässer aus und so ergab es sich heute, das ich gegen Mittag kurz entschlossen mal meine Spinnrute ins Auto packte und an die Weiße Elster gefahren bin.

Ich bin ca. 3km Fluss Strecke abgelaufen (Leider ist die gesamte Strecke untauglich um mit der Spinnrute los zu legen)und kam dann an ein kleines Wehr. Oberhalb von dem Wehr ist die Wassertiefe max. 70cm und die Sicht ist recht gut. So konnte ich eine ziemlich große Brasse beobachten, die sich dort an Maiskörnen den Bauch voll geschlagen hat. Das zeigt erstmal, das dort auch geangelt wird.
Unterhalb von dem kleinen Wehr ist die Wassertiefe Schätzungsweise 1,50m bis es dann wieder arg flach wird.

Jetzt die Frage: lohnt es sich dort einen Aalansitz zu wagen oder nicht|kopfkrat
 

AngelAndy20

Active Member
AW: Frage an die Aal "Experten"

Hmm-also ich würds mal probieren, eine Rute oberhalb und eine unterhalb - im ruhigeren Wasser, nich direkt im Wehrkessel.

Könnte aber gut sein dass du auf die Nase fällst - oder du fängst die brasse...:m

In jedem Fall - Bäääärüüüüüüüüüüücht...|wavey:

Gruß Andy
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Frage an die Aal "Experten"

Naja Versuch macht Klug......oder so ähnlich.

Ich weiß z.B. das einige km Flußabwärts gute Aale gefangen werden. Nur ob das eben DORT auch so ist, ist fraglich.

Ich bin eben kein Fließgewässer Angler *g* und somit machte mich die geringe Wassertiefe etwas stutzig.
 
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FreeLee

(tief)seekrank
AW: Frage an die Aal "Experten"

Moin Moin,

bei uns hier oben versuchen die Aale die Flüsse hochzuschwimmen, wobei sie meist von Wehren aufgehalten werden.

Das Ganze findet im Frühjahr statt und man fängt eigentlich den ganzen Sommer über. Man kann die Aale auch gelegentlich beobachten, wie sie versuchen, die steile Wand hochzukriechen.

Ein Ansitz am Wehr lohnt sich also, und zwar nicht unbedingt nachts. Auch mittags kann man Glück haben.

Die Angeln würde ich unterhalb des Wehrs auslegen. Eine vorne an, wo das Wasser dran vorbei schießt und der Strudel eine Mulde in den Grund gegraben hat, und eine weiter hinten, wo sich das Wasser wieder beruhigt hat.

Probier´s mal aus, also wir haben so schon viele Aale gefangen.
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Frage an die Aal "Experten"

Also falls es mal einen Versuch geben sollte, werde ich natürlich berichten.
 

Skorpion

Mefo-Hunter
AW: Frage an die Aal "Experten"

Hallo Jana,

auf jeden Fall probieren. Ich habe letzte Woche in einem 80 cm tiefen und ca. 1,5 m breiten Graben gefischt. Mein Vereinskollege hat mir den Tipp gegeben, daß sich dort Aale aufhalten. Ich wollte es auch nicht glauben, weil ich aber neugierig bin, habe ich es einfach versucht. Und was soll ich sagen, ich könnte 7 Aale fangen. Leider waren die Fische alle so um die 25 bis 35 cm, also zu klein.

Versuch es einfach. Es macht auch manchmal Spass etwas "neues" zu probieren.

Viel Erfolg und Berichte mal wenn`s soweit ist ;)
 

Franz_16

Mitglied
AW: Frage an die Aal "Experten"

Jetzt die Frage: lohnt es sich dort einen Aalansitz zu wagen oder nicht

Meiner Meinung nach schon!
Wehre sind eigentlich immer absolute Hotspots, nicht nur auf Aal sondern auch auf fast alle anderen Fische. Ich würde eine Rute mit Wurm und eine mit nem kleinen Köfi auslegen.

Ein Foto hast du nicht da, oder ?
 

Veit

I ♥ Zander
AW: Frage an die Aal "Experten"

Mit solchen Stellen kenne ich mich sehr gut aus.
Beides sind sehr heiße Aalplätze.
Zum jetzigen Zeitpunkt wird man allerdings unterhalb vom Wehr besseren Erfolg haben. Das ist ein klassischen Sommerstelle. Meist ist der Grund hier schlammfrei und es gibt große Steine (somit natürlich auch Hänger) zwischen denen sich die Aale verstecken können. Das Wasser ist sauerstoffreich und es gibt reichlich Nahrung. Außerdem steigen die Aale momentan die Flüsse auf und sammeln sich somit unterhalb von Wehren. Es sind hauptsächlich Breitkopfaale, die unterhalb vom Wehr beißen. Dennoch ist im Fluss Tauwurm IMMER der beste Aalköder. Mit Köderfisch geht in Fließgewässern wenig auf Aal. Leider hat man unterhalb vom Wehr auch öfters mal nen Schnürsenkel dabei, aber mittlere bis gute Aale gehen hier regelmäßig an den Haken.
Ab September wendet sich das Blatt! Unterhalb vom Wehr werden die Aalfänge schlechter. Dafür schlägt nun die große Stunde des Bereichs oberhalb. Die Blankaalzeit beginnt. Man sollte seinen Wurm direkt vom Wehr platzieren. Abstand ca. 5 - 30 Meter. Es beißen nur gute bis große Aale. Jetzt gehen regelmäßig Fische von 75 bis 90 cm an den Haken. Die Beißzeiten sind nur noch kurz, aber man bekommt teilweise bis Ende Oktober noch relativ viele Aalbisse am Abend. Und wenn was zuppt, dann ist es (fast) immer ne schöne Boa. Wenn die Aalsaison für die meisten Angler schon vorbei zu sein scheint, dann geht oberhalb vom Wehr immernoch was. Das Fischen oberhalb vom Wehr ist meiner Ansicht nach die einzige Möglichkeit im Fluss gezielt große Aale zu fangen.
 

Rumpelrudi

Qui vivra, verra
AW: Frage an die Aal "Experten"

Aus meiner Erfahrung sind Wehre immer Spitzenplätze.
Der Aal wird in seiner Wanderung gehemmt und sammelt sich unterhalb.
Wie Veith schon sagte, ist der Grund sehr stark hängerträchtig. Oftmals ist die Aufprallstelle bei etwas breiteren Bächen aber betoniert und bietet somit eine gute Ablage für ein Sargblei. Das Vorfach sollte dann etwas länger sein, damit der Köder an die Steinkante gelangen kann. Wenn Du von oben angelst, halte Deine Rute immer fest.
Ist dort kein Beton, hilft nur noch ein Olivenblei mit ca 30 cm Vorfach.
Der Anhieb muß unverzüglich erfolgen und der Fisch sofort an die Oberfläche bugsiert werden.
Je nach Tiefe des Wassers solltest Du hohe Stiefel oder eine Wathose anziehen. Wenn das Wasser warm ist reichen auch Strandlatschen wegen den zu erwartenden Glasscherben.
Oft sitzt der Aal nämlich zwischen den Steinen fest und schlägt den Rückwärtsgang ein.
Dann hilft nur noch Handarbeit. Du mußt Dich an Deiner Schnur ins Wasser tasten, und den Aal suchen. Wenn Du den Kopf erreicht hast, packst Du ihn mit einem Handtuch oder Bauhandschuh und zerrst ihn raus.
Ich weiß, das hört sich für so ein zartes Gewässer ganz schön brutal an.
Nimm ruhig sehr starke Schnur. In der Strömung packt der Aal sofort zu, weil sonst seine natürliche Beute schnell weitertreibt.
Tagsüber beissen die Aale tatsächlich an solchen Stellen besser.
Oberhalb eines Wehres dafür nur Nachts. Es sei denn, dort ist eine Brücke, wo Du Deinen Köder unterplatzieren kannst.
Rechne immer mit Überraschungen. Forellen, Schleien oder Döbel sitzen auch gern in einem Wasserstrudel.

Petri Heil
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Frage an die Aal "Experten"

Nun gut, ich habs gewagt und war bis vorhin an besagtem Abschnitt.

Leider nicht einmal ein Zupfer gabs. Aber ich schiebs mal auf den Vollmond :)

Etwas Flußabwärts waren 3 Fliegenfischer zu gange. Wer weiß, ob da überhaupt Aale zu finden sind #c Aber aufgeben werde ich dort nicht.

Zumindest habe ich mal 3 Bilder gemacht.
 

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honeybee

No Road? No Problem!
AW: Frage an die Aal "Experten"

Ahso....Fische waren definitiv da. In der Dämmerung haben sie Insekten von der Wasseroberfläche weg genommen.

Und oberhalb vom dem übrig gebliebenen Wehr waren im Uferbereich unmengen von Stichlingen.
 

Veit

I ♥ Zander
AW: Frage an die Aal "Experten"

Dort gibt es mit Sicherheit Aale. Habe schon in wesentlich schmaleren Flüsschen welche gefangen. Und nicht selten sind es sogar richtig dicke Schlangen, die in solchen Gewässern hausen. Versuchs in zwei Wochen nochmal und du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Erfolg haben.
Wenn ich bis dahin nicht schon alle Aale aus der Weißen Elster hier in Halle abgefangen habe und sie dann nicht mehr bis zu dir aufsteigen können... *gg* :q :q :q
 
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Nordlichtangler

Well-Known Member
AW: Frage an die Aal "Experten"

@honeybee
Das "Flüßchen" ist ja doch schon ganz schön riesig! ;)

Was noch sehr wichtig ist, ist die Lage und Entfernung vom Ufer, das haben die beiden "Wehr-Expeerden" noch nicht gesagt. Da kommt es oft auf 10-15cm quer an, die Fische und besonders die Aale wandern in einer bestimmten Spur und das viel konzentrierter als in einem See wo auch Querstrukturen eine gleich große Rolle spielen.
Es gibt eigentlich an jedem Fluß die ganz dichte Uferspur und die etwas weiter im Fluß liegende Uferspur für die dicken Fische. Die muß man im Fluß finden, das ist überall ein wenig anders, aber lohnt sich wenn gefunden #h . Gerade Aale schlängeln nicht einfach in der ganzen Flußbreite herum sondern sind sehr randorientiert. Also analysiere mal die Unterwasser-Uferkanten - wenn der Fluß so flach und breit kann das sehr individuell sein, und da muß dein Blei (Olive) mit Wurm rein. Wenn nichts gut erkennbar ist, dann muß man mehr experimentieren und hin- und her verlegen bis was passiert, ist dann mehr wie beim Spinnen. ;) Flußfische in stark fließendem Wasser wird man durch die Bewegung kaum vergrämen.
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Frage an die Aal "Experten"

Also wir haben gestern schon öfters mal einen "Standortwechsel" vollzogen. Mal mehr am Rand, mal mehr in der Mitte.

2 Ruten hatten wir unterhalb vom Wehr platziert und eine oberhalb.

Evtl. mal probieren, wenn Neumond ist. #c
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Frage an die Aal "Experten"

Am Abschnitt Franzmühle bis nach Elsterberg zur Noßwitzer Brücke.

Und Du?
 

Pfandpirat

Hängerkönig
AW: Frage an die Aal "Experten"

Ich komm eigentlich aus der Geraer Ecke
war aber noch nie an der Elster. Deswegen hatte es mich mal interesiert.
Bin dieses Jahr immer an einem kleinen Teich bei Quirla gewesen
aber hab statt Aal nur Karpfen gefangen.

Was für Aale gut sein soll, ist die Strecke zwischen Gera und Bad Köstritz
sowie in Köstritz die "Eisteiche" und das Köstritzer Wehr (wobei da aber auch
relativer Angeldruck herrscht).
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Frage an die Aal "Experten"

Naja, ich weiß nicht ob dann diese Strecken mit im DAV Gewässer Fond sind oder ob man da wieder eine extra Karte benötigt. DAV Strecke wäre Liebschwitzer Wehr bis Stublach.

Hier in Greiz kostet eine Karte für die Weiße Elster um die 150 Euro und das ist mir echt zu viel. Deswegen weiche ich an die DAV Gewässer in Sachsen aus.
 

Pfandpirat

Hängerkönig
AW: Frage an die Aal "Experten"

Achso.

Nagut. Davon hab ich ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer,
da ich vereins-los und Tageskarten-Käufer bin :)
 

Rumpelrudi

Qui vivra, verra
AW: Frage an die Aal "Experten"

@honeybee
Deine Photos sind sehr aufschlussreich (wie immer).
Das ist ja ein richtig niedliches Wehr. Dort würde es mir auch in den Fingern jucken.
Leicht mooriges Wasser, oder täuscht das, weil die Sonne schon so tief stand ?
Ich vermute einmal, dass das Wasser noch etwas zu kalt ist, aber durch die Sonneneinstrahlung der letzten Tage ändert es sich bald. dann sind die Aale aktiver.
Ich habe schon einmal an so einem ähnlichen Wehr versucht, einen über pfündigen Aal auf Sicht mit Tauwurm zu fangen. So schnell, wie der den Wurm packte und wieder ausspuckte, hatte ich keine Chance einen Anhieb zu setzen. Kein Bissanzeiger hätte auch nur ein kleines Zeichen gegeben. Danach hatte ich den Wurmhaken ausgetauscht gegen einen ganz normalen 7er Mustad, einige Maden auf den Haken gezogen und schon hatte ich ihn.
Hier an den Weserzuflüssen sind die Wehre um einiges höher und haben an den Rändern eine Rückströmung, in der sich kein Aal aufhält.
Mit dem Suchen der Hauptstromrinne hat unser südharzer Boardie nicht unrecht. Ich setzte das vorraus,sorry.
Bei so einem süssen Wehr ist das aber leicht. Schau einfach auf die Richtung der Schaumflocken, die sich der Hauptströmung anpassen. Ich sehe auf Deinen Bildern zwei Rinnen. Den ersten Köder legst Du gleich an der Stelle hin, wo in der Mitte die Luftblasen zu Ende sind. Den zweiten auf die rechte Uferseite in die leichte Schaumspur. Die linke Seite eignet sich wohl zum stippen.
Nachdenklich machen mich die Stichlinge. Das bedeutet, dass ein Tauwurm nicht geeignet ist. Die Aale stehen auf Zuckmückenlarven, Sprock oder Rotwürmer.
Du kannst ruhig tagsüber dort auf Aal angeln. Die Aale haben wirklich eine Riesengeduld ihre Beute zu finden. Du angelst schliesslich im Fließwasser, wo sich kein Aal die Hacken nach einem entfernt duftenden Köder abläuft. Denn spätestens wenn er dort ist, ist auch die Beute weiter getrieben.
Viel Spass noch beim experimentieren. Ich sehe schon die ersten Einpfünder in Deiner Pfanne
Petri Heil
 
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