AW: Fliegenfischen bei Hochwasser
Hallo,
das ist das Schöne an diesem Thema.
Jeder hat Recht, weil jeder seine eigene Definition von Hochwasser mitbringt.
Wenn jemand der Meinung ist, das leicht angetrübtes Wasser besser ist als sehr klares, gibt es daran nichts zu diskutieren.
Für mich muss ein Hochwasser 2 Bedingungen erfüllen um so bezeichnet zu werden.
1. das Wasser ist stark getrübt und
2. ein Großteil der Fische hat ihre Einstände in der Flussmitte verlassen und um geschütztere Stellen aufzusuchen.
Um in dieser Situation mit der Fliege zu fischen muss man schon sehr besessen sein.
Dass man in einer solchen Situation auch einmal gut aussehen kann, bestreite ich ja nicht.
Ich habe meine größte Äsche im Sommer in 20 cm tiefem Wasser gefangen.
Daraus schließe ich aber nicht, das Äschen im Sommer im Flachwasser stehen.
Ich stelle auch fest, dass vom Fliegenfischen, nur noch das Streamerfischen übrig geblieben ist. Das ist auch logisch, nur Streamer sind groß genug, überhaupt optisch wahrgenommen zu werden und sie sprechen auch die Seitenlinie an.
Dann bleibt aber immer noch das Problem, mein Bündel Federn am anderen Ende der Schnur auch nur in etwa auf eine fängige Tiefe zu bringen.
Bin ich an einem Mischgewässer, bieten sich mit andern Angelarten sehr viel bessere Möglichkeiten.
Bin ich an einer Fly-only Strecke, lese ich lieber ein gutes Buch oder schreibe Beiträge zu dem Thema im Forum.
Kann man also bei Hochwasser mit der Fliege fischen?
Sicher kann man, aber es muss nicht sein.
sneeP