First Steps - nur welche?

Monnes

Member
Hallo #h,

mein Name ist Manuel, bin 38 und komme aus Mannheim.
Anfang dieses Jahres bin ich über den "Forellenteich" wieder zum Thema Angeln gekommen und es hat mich ziemlich gepackt.
November möchte ich meine Prüfung machen. Es kann also 2014 losgehen.

Ich habe auch schon eine recht konkrete Vorstellung, was ich mit meinem Schein anstellen will - auch dank diesem Forum. Ziel ist das Spinnangeln auf Zander, Hecht und Barsch im Raum Mannheim. Das heisst Rhein & Neckar / Hauptströme und Nebenarme.

Was das Equipment angeht, habe ich auch nicht lange gefackelt und mir nach Recherche eine Magna Double Strike 2,70, eine Penn Sargus 3000, 13er Powerpro und jede Menge Kunstköder zugelegt.

Das Sortiment reicht von Blinkern, Spinnern und Wobbler über Gummifische zu Twister und Sbirolinos.

Das ganze Equipment habe ich vor kurzem zu einem Tagestrip an den Etang du Baerenthal im Elsass geschleift. An diesem einen Tag habe ich so ziemlich jeden Köder in meiner Box zum Einsatz gebracht. Ich habe gejiggt, gedropshoted, Carolina-geRigt, Texas-geRigt, gesponnen, gewobblert, geblinkert und geschleppt. Jede Menge Umbau- und Wechselarbeiten - ohne großen Erfolg.
Es hat trotzdem super Spaß gemacht obwohl ich, außer einem kleinen Hecht der mir ausgestiegen ist, nichts gefangen habe.

Nun mein "Problem". Ist es sinnvoll, oft die Montage oder den Köder zu wechseln? Besonders als Anfänger? Oder sollte man sich an einem solchen Tag einfach mal eine "Art" zu Angeln aussuchen und dabei bleiben? Oder gar über Wochen beim selben Stil bleiben? Was habt ihr für Erfahrungen in eurer Anfangsphase gemacht? Wie seid ihr mit eurer Unsicherheit umgegangen?
 

Andal

Teilzeitketzer
In stillem Gedenken
AW: First Steps - nur welche?

Ich kann mich hundertprozentig in deine Lage versetzen. Angler in deiner Situation und das meine ich keineswegs abwertend, sind bis in die Haarspitzen motiviert, inspiriert und sie schieben einen gewaltigen Berg an Illusionen vor sich her.

Vor einem Jahr und das nach über vierzigjähriger Erfahrung als Angler, stand ich am gleichen Punkt; mal wieder. Ich war noch nie vorher an Norwegens Fjorden beim Angeln. Dementsprechend war der erste Angeltag auch eine Orgie von Montagen, Köderwechseln und teilweise grimmigen Fehlversuchen. Das ist völlig normal, wenn was neu ist, das ist menschlich wie noch was!

Ich kann dir nur raten, es mit Ruhe und Entspannung angehen zu lassen. Geduldig alles ausprobieren, nach den Nachbarn schielen, was die so treiben und nicht in wilden Aktionismus verfallen. Einfach einen kleinen Schritt vor den anderen setzen und in absehbarer Zeit bist du ein respektabler Läufer! ;)
 

olaft64

Bisher Schneider-Meister
Wichtiger als alle Köder dranhängen wäre einen an verschiedenen Stellen zu testen. Wenn Du dann Fisch siehst , der nicht beißt, versuche was Anderes. Aber als erstes den Fisch finden!

Fällt mir aber auch mehr als schwer- ich wechsle auch öfter den Köder als den Platz...

Gruß Olaf
 

Monnes

Member
AW: First Steps - nur welche?

Vielen Dank für eure Tipps. Ich dachte mir schon, dass es sinnvoll ist, am Anfang etwas "Gas" rauszunehmen. Den von Andal genannten "wilden Aktionismus" muss ich echt in den Griff bekommen. Zwangsläufig ist das ja so, da ich ja effektiv erst Januar 2014 loslegen kann. Dann werde ich mich wohl über das Posenangeln mit meinen Zielgewässern anfreunden und wirklich erst mal beobachten.

Wenn die Schonzeiten vorbei sind, möchte ich dann letzendlich auf Zander gehen. Macht es da Sinn, sich über den Barsch "anzunähern"?
 

thanatos

Well-Known Member
AW: First Steps - nur welche?

jaa,ja so gings uns auch,wenn nix beißt nützen nicht mal Blinker aus
purem Gold was.naja jetzt wo ich alt bin,Fische hab ich auch schon
genug gefangen,leg ich mich schon zu Hause fest wie ich angeln will
und da gehen max 5 Köder unterschiedlichster Form und Farbe mit und
wenn dann nix geht geht's eben an dem Tag nicht,muß es auch nicht.
 

Monnes

Member
AW: First Steps - nur welche?

@ thanatos - Also so abgebrüht wird man aber wirklich wohl über die Zeit. :)

Nochmal zur Herangehensweise.

Mein Zielfisch soll ja der Zander sein. Macht das überhaupt Sinn oder sollte man eher den langen Weg "Friedfisch > Barsch > Zander" gehen? Denkbar wäre ja vielleicht auch "Spinner > Wobbler > Gummifisch". Was meint ihr?
 

Andal

Teilzeitketzer
In stillem Gedenken
AW: First Steps - nur welche?

Ich behaupte, dass ein Angler auf Raubfische erfolgreicher sein wird, wenn er, übers Friedfischangeln, sich das Wissen über die Beute seiner Zielfische aneignet.

Ich habe es schon oft erlebt, dass ich zu den Standplätzen der Raubfische befragt wurde. Antwortet man dann: "Die sind dort, wo ihre Beute steht!", dann kommt gleich die Frage, "Ja wo sind denn jetzt die Rotaugen, etc.?"

Wer sich rechtzeitig damit, mit dem Friedfischangeln beschäftigt hat, der muss solche Fragen nicht stellen, weil er es intus hat. Der kann gleich loslegen, ohne einen zu suchen, der es dann vielleicht auch nicht weiß.

Oder warum glaubst du, sind manche Raubfischangler erfolgreicher als andere Spinn-Spezis? - Weil sie halt einen vollständigen Lebenslauf als Angler vorweisen können!
 

wobbler68

Active Member
AW: First Steps - nur welche?

Hallo


Die meisten meiner Zander habe ich mit Köder fischen gefangen.Die bekommt man aber nur wenn Mann:g vorher welche Stippt.
Grade die Köfi Rute neben der Stipp stelle bringt oft Fisch.:m
Und der lange Weg über Schleie>Karpfen>Aale>Barben>Brassen>Äschen>Döbel>Rotfedern>Rotaugen>Hasel>usw.ist doch auch ganz schön.:k:k:k



Und ein nützliche Nebeneffekt ist man lernt das Gewässer besser kennen.Sieht wo Fische springen,rauben oder einfach nur Endlangschwimmen.Haubentaucher sind oft da wo Kleinfischschwärme sind.Da sind dann auch Räuber nicht weit.Das lernt man aber mit der Zeit am Wasser.:)


Das sind aber auch dinge die man bei angeln mit Kunstköder teilweise übersieht,weil man einfach zu konzentriert aufs Angeln ist.Beim Ansitz angeln ist Mann einfach entspannter ,man kann den Blick einfach mal schweifen lassen.;)#g:)


Mfg
Alex
 

Stoney0066

Active Member
AW: First Steps - nur welche?

Klar lernst du über die Friedfischangelei viel über das Verhalten der Fische und dadurch natürlich auch über das Verhalten der Raubfische... Klar ist es von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich... Wenns dir halt einfach zu langweilig ist neben der Feeder oder Matchrute zu sitzen und zu warten isses halt einfach nix für dich... Ich persönlich mache beides gern!

Du kannst auch viel nachlesen... Dir von anderen Anglern zeigen und erklären lassen. Und an der Umgebung kannst du auch viel lernen! Ist es hell, ist es dunkel, warmes Wasser, kaltes... Schatten, Sonne... spielen Kleinfische an der Oberfläche oder nicht... Das sind alles Indizien dafür wo sich der Raubfisch gerade aufhält oder auch nicht...

Was auch sehr hilfreich ist, ist das Wissen über die Gewässerstruktur... Und da hilft dir nur ein Echolot oder das Abklopfen mit einem Gummifisch oder per Lotrute.

Ich fische an einem Trip in der Regel nicht viele verschiedene Techniken. Ok, klar, ich geh Gummifischen, hab aber immer ein paar Wobbler oder Spinner dabei. Dafür muss ich allerdings auch nicht die Montage wechseln, und manchmal beißt es auf das eine halt einfach besser wie auf das andere oder ich wechsle den Zielfisch z.B. von Zander auf Rapfen wenn ich sehe, dass sie an der Oberfläche rauben.

Drop Shot hab ich in der Regel auch immer dabei weil ich halt einfach ein paar Stellen habe an denen die Barsche auf nix anderes beißen... und dann wird halt mal ein anderes Vorfach angehängt!
 
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