Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Liebe Kollegen,

ich bin nun seit 2 Jahren mit der Faulenzermethode am Rhein unterwegs. Das ist ein tolles Angeln, und macht mir Freude.
Meine Fänge halten sich jedoch im Verhältnis zu den eingesetzten Stunden in Grenzen. Ich habe das Glück nur ein paar Minuten mit dem Fahrrad zur Angelsstelle unterwegs zu sein. Dementsprechend häufig gehe ich in der Saison auch mal nur eben für ein Stündchen und auch am WE 2-3 mal am Tag. Im letzten Jahr hatte ich 66 Zander 2 Waller und einen Hecht. Trotzdem verstehe ich die Fische oder den Rhein nicht.
Könnt ihr meine Erfahrung bestätigen ?
1.Wenn ich Zander erwische, dann oft bereits mit den ersten 1-3 Würfen ! Und damit unterscheidet sich auch gleich der gute vom schlechten Tag.
2.Ich halte die Köderfarbe für relative Nebensache. Wenn ein Fisch da ist, dann schnappt er den Gummifisch, egal ob braun oder blau. Hauptsache gut geführt!
3.Neon und grell führt nicht zum Fisch! Ein Farbenwechsel hatte bei mir bisher nie Erfolg.
4. In diesem Jahr sind viele untermaßige Zander unterwegs !
5. Oft denke ich, dass wenn Fische da sind, sie auch beißen.
6. 8 von 10 Fischen fange ich auf den Angstdrilling.
7. Hecht als Beifang gibt es so gut wie nicht. (Im letzten Jahr hatte ich einen Hecht von 70 cm dabei.
8. Ich fange ca. in jeder dritten Angelstunde einen Fisch. Wie sieht es da bei euch aus ?

Könnt ihr meine Erfahrungen teilen ? Sagt mir was euch auffällt am Rhein mit Gummifisch!

Gruß, Karl
 
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

1 wen zander da ist dan schnappen die sofort, die fackeln nicht lange, zumindest die im Rhein selbst.

2 scheiden sich die Geister dran, ich halte mich an den Beutefisch, oft hat schon ein Köderwechsel Fisch gebracht.

3 scheint zu stimmen, mit grellen Sachen geht bei mir meist auch nichts

4 waren sie auch letztes Jahr, ich hatte letztes Jahr ettliche Zander im Bereich von 30-40 cm

5 stimmt

6 Zander attackieren vorzugsweise die Beute von hinten

7 wilkommen im Klub, bin seit Jahren dabei einen Rheinhecht zu kriegen, denkste. Ich war bis dato immer nur Zuschauer wen sowas passierte.

8 wen ich mal zum angeln kommen würde... 3 Std sind für mich echt hart da ich beruflich viel unterwegs bin verbringe ich sehr wenig Zeit am Wasser, ich würde sagen so alle 2 Std kriege ich nen Zander, ich kenne aber auch gute Spots und habe noch nen Rheinhafen, da klappt es fast immer.
 
W

WickedWalleye

Guest
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Hör mal, du hast zu viel von Strehlow und Kollegen gelernt.

Die Farbe ist keineswegs egal und die Faulenzermethode ist auch nicht alles.
 

zesch

it`s Piketime
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

die in der Fisch+Fang zuerst genannte Hauptbeißzeit ist immer gut.....

grelle Farben sind sehr fängig, z.B. zitrone + frühlingsgrün (PB) oder ein schnöder weisser Twister. Es kommt vielmehr auch die Ködergrosse, sowie den den Einkurbel Stil an. Manchmal zupfen und dann wieder einfach langsam durchkurbeln.

Super geht im Sommer ein bestimmter gold/schwarzer GuFi (8cm) der fängt so gut, das ich den im 50`er Pack bestelle...

(Im Jahr 2006 habe ich mehr als 120 Zander gefangen, davon 27 Stück über 70cm entnommen, davon ein Monster von 86cm...)

es gibt mehr als genug Fisch im Rhein....

dieses Jahr habe ich schon 2 Welse (1,60 + 1,50m), sowie zwei Hechte gefangen, und etliche Brassen. Alle Fische mit Gummifisch...

Es gibt "Hauptstrassen" und "Nebenstrassen". Die die leider nicht gut fangen, angeln immer die Nebenstrassen ab......

z.B. letztes Jahr hatte ich zwei Sternstunden, 1x 8 Zander im Monsterformat in 1,5 Std. dann wieder gleiche Stelle 12 Zander im Riesenformat (in 2,5 Std,) und noch 3 weitere GigantenGranaten verloren....

Es zählt nicht immer die "gut zu erreichende" Angelstelle, manchmal lohnt es sich 2 - 3 Kilometer zu laufen, bis zum HotSpot.

petri

Gruß

zesch
 

aqauwatch

Member
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

ich war früher der ansicht, dass die farbe nicht wichtig sei. hab aber mal andere meinungen gehört, diese getestet. fazit: ein farbwechsel, oder der wechsel von gummifisch zu twister, kann den fang ausmachen
die farben kannst du je nach wasser einsetzten. in klarem wasser hab ich gute erfahrungen mit unauffälligen farben gemacht. im trüben wasser fang ich sehr gut mit grellen farben.
dieses jahr war ich noch nicht so oft draußen. anfang des jahres waren sie noch richtig schön. die ersten drei nach der schonzeit, kamen an die 60 noch nicht ran...
letztes jahr hab ich viele kleine bis 60cm gafengan, auch einige unter der 50cm marke. ist doch ein gutes zeichen, das zander nachkommen und in ein paar jahren die 2-3kg marke überschreiten..
in der regel beißen die fische, wenn ein köder verführerisch vor dem maul hergezogen wird. wenn sie aber nicht wollen und der angler zu schnell aufgibt, bleibts beim schneider
meine ködergröße liegt bei 12cm gummis. bisher hab ich keinen angstdrilling gebraucht...
im schnitt kommen bei mir auf 5 zander ein hecht. und das im rhein...
wie lang ich zeitlich brauche um einen fisch zu fangen weiß ich nicht. nal gehts schlag auf schlag,. mal dauerts ein bischen. mal sinds barsche, mal rapfen...ab und an auch mal nen wels als beifang. jedenfalls kann ich mich nicht beschweren (=

mit der faulenzermethode hab ich früher auch gefischt...hab dann mal umgestellt auf aktives zucken des köders und seitdem fang ich mehr (=
faulenzer nurnoch wenn der wind zu stark ist.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Farbe/Farbwechsel kann, muss aber keinen Fisch bringen.

Dass Du so viele Fische auf Angstdrilling fängst, liegt an der Faulenzermethode.

Um damit vernünftig auf Grund zu kommen, braucht man wesentlich (bis dreimal) höhere Jiggewichte als beim normalen jiggen (stromauf geworfen). Siehe auch aquawqatchs Posting, der mit der Jigmethode auch ohne Angstdrilling fängt!

Da der Zander/Barsch den Köder ncht reinhämmert wie ein Hecht sondern mehr einsaugt, kriegt er die schweren Köder nicht so leicht rein und hängt daher oft am Angstdrillling.

Ob Du mehr Hecht oder Zander fängst kommt halt auch drauf an wo Du angelst. Hechte und Zander kriegt man nicht unbedingt (immer) an den gleichen Plätzen.
 
W

WickedWalleye

Guest
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Hör mal, du hast zu viel von Strehlow und Kollegen gelernt.

Die Farbe ist keineswegs egal und die Faulenzermethode ist auch nicht alles.


Ok, inhaltlich stimmt das schon so, was ich schrieb, der Ton kommt aber irgendwie etwas grob rüber.

Sorry dafür! War in der Eile schnell dahingetippt, musste zum Fischen! :q

Was ich sagen wollte war:
Ich habe zwar nie im Rhein gefischt, kann mir aber kaum vorstellen, daß die Zander dort so sehr anders sein sollen, als bei uns an der Weser.
Wie bereits schon schön gesagt wurde, ein Farbwechsel kann fangentscheident sein. Das kann ich mir nach so vielen Erlebnissen einfach nicht einbilden.
Dazu kommt, daß ich wohl mehr als die Hälfte meiner Stachler mit |bigeyesschockfarbenen Gummis gefangen habe. Es gab Tage, da ging nix anderes als Fluogelb und -Orange. Es kann also nicht sein, daß diese Farben die Fische verjagen. Gerade beim Hecht nehmen manche Angler sogar im Klarwasser Schockfarben (z.B Firetiger), weil dies die Fische angebl. besonders reizt oder aggressiv macht. Hechte greifen ja nicht nur zur reinen Nahrungsaufnahme an, es geht ja auch um Revierverteidigung. Ich denke das hat auch etwas vom roten Tuch des Torrero ;)
Aber sicher spielt die Farbe des Köders nicht eine übergeordnete Rolle. Die vielen Spezialfarben und 3 fabige Köder mit Glitter/ohne Glitter etc. machen es dann wirklich nicht aus, aber man sollte doch ein wenig mehr anbieten können als nur Braun und Blau. Ist natürlich auch eine Glaubensfrage. Wer dem Twister in Fluopink nicht über den Weg traut, der wird auch nix damit fangen (meine Meinung).
 
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Danke für eure Einschätzung.

Gibt es Leute aus der Rheingegend (Köln680- Düsseldorf 730) die mal mit losziehen wollen ? (Am liebsten mit grellen Ködern :)
Die Interesse an einem praktischen Erfahrungsaustausch haben ?
Ausprobieren von Ködern und Köderführung ?
Mal ein paar Buhnen abgehen ?
So mit 3-4 Leuten die sich einig sind, stelle ich mir das fruchtbar vor. Habt ihr Erfahrung mit soetwas?

Danke und Gruß, Karl
 
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

schau mal in die Regionalen Foren, da gibt es sogar nen Stammtisch #6
 

Mefospezialist

Angelbekloppter
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Um es kurz zu machen:
1. Farbwechsel bringts an manchen Tagen
2. Hab eigentlich nie bis auf 1 Ausnahme ein Hecht an meinen Zanderstellen gefangen
3. Faulenzermehode vs. normalem Gufiangeln
Fänge: 1:6 (durchschnitt)
wobei Bisse: 10:6

4. Ja wesentlich mehr kleinere Zander als die letzten Jahre aber noch genau so viel große
5. Welse im Rhein, klar werden ja auch imemr mehr
6. Ob helles oder trübes wetter brauntöne gehen bei mir immer
 

bassking

Member
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Dass Du so viele Fische auf Angstdrilling fängst, liegt an der Faulenzermethode.

Um damit vernünftig auf Grund zu kommen, braucht man wesentlich (bis dreimal) höhere Jiggewichte als beim normalen jiggen (stromauf geworfen).
Da der Zander/Barsch den Köder ncht reinhämmert wie ein Hecht sondern mehr einsaugt, kriegt er die schweren Köder nicht so leicht rein und hängt daher oft am Angstdrillling.

Moin. Das kann man so voll unterschreiben.

Eine weitere Folge der "Methode" sind relativ häufige Fehlbisse aufgrund der stets sehr straffen Schnur in der Absinkphase.

Es kann somit vorkommen, dass der Fisch den Köder nicht richtig an- und kaum ein-saugen kann weiterer Nachteil wie bereits gesagt die erschwerte Köderkontrolle, die erheblich mehr Blei erfordert.

Noch ein Nachteil ist, dass bei der "Methode" viele Aktionsköder in der Absinkphase kaum wackeln, weil die Phase durch die straffe Schnur (unnötig) erheblich verlängert wird.

Fischt man gegen die Strömung, verschwimmt dieser Nachteil aber.

Als Fazit kann ich persönl. festhalten, dass das "Einleiern mit Spinstop" zwar einfach- im Gegensatz zum Jiggen aber deutlich weniger Fisch bringt.

ES IST NICHT DAS BEWORBENE EI DES KOLUMBUS !

Gruß, Bassking.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

ES IST NICHT DAS BEWORBENE EI DES KOLUMBUS !
Irgendwie doch. Denn es macht es gerade Anfängern leichter Bisse zu erkennen. Und die meisten Fische werden nicht gefangen weil sie nicht beissen, sondern weil der Angler den Biss nicht merkt.

Von daher ist das eine optimale Anfängermethode und hat daher auch ihr Recht.

Mit der Zeit wird eh jedem das faulenzen zu langweilig und er wird variabler angeln und dann merken, dass man mit andern Methoden (s.o.) mehr Bisse kriegt und (irgendwann mit genügend Übung) auch die Bisse merkt.
 

bassking

Member
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Moin.

Kommt drauf an, was auf der Seite des angeblichen Erfinders versprochen wird.

Sinngemäß steht dort nämlich, dass diese Methode wesentlich besser ist, als das bewährte Jiggen.

Weiter wird behauptet, dass an Stellen wo das normale Twistern versagte, NUR diese Methode gefangen hat.

Weiter wird behauptet, dass es die generell beste und fängigste Methode derzeit darstellt.

Wenn man das liest, kann man als erfahrener Spinnfischer nur lachen.

Berechtigung?

Keine Ahnung, was das in diesem Zusammenhang bedeutet...es gibt halt Besseres und
Schlechteres...im Endeffekt wird Beides genutzt.

Das Einleiern mit Spinnstop vgw. langweilig ist, finde ich auch.

Bassking.
 

J-son

Ausnahmevegetarier
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Ok,

dann versuch ich's jetzt mal für unseren Rheinabschnitt in Worte zu fassen; sind natürlich nur meine Empfindungen, und müssen sich nicht mit denen Anderer decken, die den selben Abschnitt befischen:

Faulenzen bringt nur in strömungsärmeren Bereichen (Altrhein) was, und dann auch meist nur Hecht. Zander haben bei mir immer nur zum Beginn der Saison auf gefaulenzte Gummis gebissen, aller Wahrscheinlichkeit nach fiel das noch in den Bereich der Brutpflege.
Am Kanal habe ich mit faulenzen bis jetzt maximal 3 Fische gefangen, in acht Jahren. Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass dort gejiggte Gummis gefragt sind.

Zander habe ich schon (egal ob Altrhein oder Kanal) zu Beginn, und zu Ende meiner Spinsessions gefangen, kann also nicht bestätigen, dass sie sich sofort alles reinhauen, was ins Wasser geworfen wird.

Ähnlich verhält es sich mit dem Farbwechsel: ich habe schon oft, nach einem Farbwechsel gefangen, könnte aber nicht sagen, dass es daran lag. Im allgemeinen gibt es hier keine "Serienfänge", man freut sich über einzelne Fische; also kann man auch nicht behaupten, dass die Farbe den Erfolg brachte.

Auf grelle Farben (weiss ausgenommen) hab' ich immer nur bei abnehmendem Hochwasser gefangen, aber nie Zander - ausschliesslich Hechte.

Gejiggte Gummis verbessern am Kanal das Verhältnis Zander/Hecht.

Ich hatte erst einen untermassigen Zander in 8 Jahren, und den auf Naturköder...allerdings machen Zander im Rückblick höchstens 20% meiner Fänge aus.

Ich hab' noch nie einen Fisch auf Stinger gefangen, benutze sie aber auch so gut wie nie.

Auch einen Stundenschnitt habe ich mir noch nie errechnet, aber für dieses Jahr geht das noch: knapp 90 min, allerdings wohl nur aufgrund eines Angelausfluges, wie ich ihn bisher noch nicht erleben durfte.


Alles in allem unterscheiden sich die verschiedenen Abschnitte des Rheins scheinbar so oft, wie sie das manchmal schon auf 3km tun...|supergri

GRZ:
J@Y
 

FoolishFarmer

... mag Fisch!
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Du fängst jede dritte Stunde nen Fisch und hast letztes Jahr 66 Zander gefangen...


... Du wolltest jetzt aber nicht klagen oder Dich beschweren?!? Könnte man so zwischen den Zeilen rauslesen. ;)
 
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Hallo,

ich angle am rhein bei speyer und ich fange zander irgendwie nur gegen abend.
Tags klappts einfach nicht. ich probiers echt oft.

sind Häfen wirklich so gute Zanderstellen?
 

Wallerschreck

Herr der Fehlbisse
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

Also bei 66 Zandern im Jahr kann man sich echt nicht beschweren ich hatte da im Rhein eine wesentlich shclechtere Bilanz.

Grundsätzlich was aber auch so dass wenn Fisch da war er gleich bei den ersten Würfen gebissen hat..meistens wars so 1. Wurf Nachläufer, 2.Wurf Biss.

Die Farbe war bei mir auch ziemlich egal wichtig war die Größe des Köders. Einen Abend wo es wirklich wie bescheuert gebissen hat (hängerträchtige Stelle im Hafen) sind mir meine weißen 8er Kopytos ausgegangen. Hab dann auf nen grünen gewechselt und es ging unvermindert weiter. Als der Grüne dann aber auch in nem versenken Ankertau hing musste ich auf nen größeren wechseln und schlagartig wars still. Nach 10 oder 20 Würfen hab ich dann auf einen noname - Twister in 7-8cm in orange gewechselt und weiter gings war schon ziemlich eindeutig dass die Fische auf eine bestimmte Beutegröße fixiert waren..die Farbe war aber völlig wurst.
 

zesch

it`s Piketime
AW: Erfahrungen am Rhein, was mir auffällt !

@wallerschreck

...kann ich nur bestätigen mit der Ködergrösse....

+ bestimmte Stellen haben auch unterschiedliche Beißzeiten...

Gruß

zesch
 
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