Engagierte Freiwillige retten Nasenbestand im Nasenbach

Jüngst fanden sich rund 100 Nasen im Inn nahe der Mündung des Nasenbaches bei Königswart ein, um dort ihr Laichgeschäft zu verrichten. Dieses Jahr hatten die Fische mehr Glück als im Vorjahr, dank des engagierten Einsatzes der Mitglieder des Anglerbundes Isaria.

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Künstliche Befruchtung der Naseneier; Stefan Mühlberger, Mane Heltmann und Martin Schuster

In einer beeindruckenden Eigeninitiative und auf eigene Kosten richteten die Mitglieder mit Hilfe eines Baggers den Bachlauf so her, dass die Nasen problemlos in den Nasenbach einwandern konnten. Zusätzlich wurde an einigen geeigneten Laichplätzen das kiesige Sohlsubstrat umgelagert und gereinigt, um zu verhindern, dass die Eier und Larven während ihrer rund vier Wochen dauernden Entwicklung im Kies ersticken.

Um das Aussterben des Nasenbestandes im Nasenbach zu verhindern, haben die Freiwilligen des Anglerbundes zudem einige Nasen abgestreift und künstlich befruchtet. Die gewonnenen Eier werden derzeit im vereinseigenen Bruthaus in Gars erbrütet und sollen Anfang Juni als schwimmfähige Brütlinge wieder in den Nasenbach eingesetzt werden.

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„Laichnasen auf einem Intakten Laichplatz in der Mangfall (Beispiel, wie es aussehen sollte) Foto: Andreas Hartl“

Diese Maßnahmen können aber den Exitus der Nasen im Nasenbach allenfalls verzögern. Für eine dauerhafte Rettung des Bestandes müsste dem Nasenbach wieder mehr Wasser in ausreichender Qualität zugeführt werden, wie es die EU-Wasserrahmenrichtlinie vorsieht. Seit rund 100 Jahren wird der Oberlauf des Nasenbaches vollständig in den Soyensee abgeleitet und zur Energiegewinnung im Kraftwerk Vorderleiten genutzt. Der Nasenbach beginnt gegenwärtig bei der Ortschaft Mühltal mit den Einleitungen der Kläranlage Soyen.

Das zuständige Wasserwirtschaftsamt Rosenheim räumt einer Lösung des Missstandes aufgrund seiner Komplexität keinen Vorrang ein. Vielleicht wartet man auch darauf, dass sich das Problem mit dem Verschwinden der Nasen aus dem Nasenbach von selbst erledigt.

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Remobilisierung des Kiesbettes im Nasenbach unter Zuhilfenahme eines Kompaktbaggers

Der Anglerbund Isaria hofft hingegen, dass sein Einsatz nicht nur die Aufmerksamkeit auf die akuten Probleme des Nasenbaches lenkt, sondern auch langfristige Maßnahmen zum Schutz der Nasen und ihres Lebensraumes initiiert werden. Dazu müssten aber die Behörden und Verantwortlichen endlich tätig werden, wie schon seit so vielen Jahren gefordert.

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Befruchtete Naseneier in der Erbrütungsanlage des Anglerbundes Isaria

Über den Fischereiverband Oberbayern: Der Fischereiverband Oberbayern vertritt rund 38.000 Mitglieder, die in über 220 Genossenschaften und Angel- und Fischereivereinen in Oberbayern organisiert sind und versteht sich sowohl als Verband für Arten- und Gewässerschutz als auch als kompetente Vertretung der Angel- und Berufsfischer Oberbayerns, darunter Fluss- und Seenfischer sowie Fischzuchtbetriebe. Zudem werden durch die Bezirksjugendleitung über 3.500 Jugendliche in Oberbayern betreut und mit einer fundierten Ausbildung an die Verantwortung für die Natur unter Wasser herangeführt. Am derzeit laufenden Artenhilfsprogramm des Verbands beteiligen sich rund 80 Vereine – etwa 500.000 Fische bedrohter Arten wurden im ersten Jahr nachgezüchtet und besetzt. Ziel ist der Erhalt von ökologisch bedeutenden Fischarten in Oberbayern.




-Pressemitteilung Fischereiverband Oberbayern-
 
,, Au du meine Nase " würde Pittiplatsch da mal wieder sagen
eine tolle Leistung der Aktivisten , wobei mir es mal wieder wie eine Tat
eines Don Quijote vorkommt und noch ein Zitat ,, denk ich an Deutschland in der
Nacht ....." denen die es etwas angehen sollte ist das schnurz und piepe -
es macht doch bedeutend weniger Aufwand und Kosten artähnliche Tiere
die vor hunderte Jahren hier verschwunden sind wieder - zum Ärger vieler -
wieder anzusiedeln als eine bedrohte Art aktiv vor dem Aussterben zu bewahren .
 
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