Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Ralle76

Schreibfauler Geselle
Tach zusammen,

heute war mal wieder so ein Tag am Rhein. Fisch war da, fand den Köder, einmaliges Zupfen und weg. Unzählige male.

Ausgangssituation war ein Buhenfeld (niedriger Pegelstand). Ich saß am Buhneneingang und angelte parallel zur Buhne.Beide HeavyFeeder wurden plaziert.
Die erste an der Strömungskante, die zweite etwas kürzer am Rand des strömungsarmen Buhnenkessels.
Zunächst beide mit Antitangleboom und 50cm Vorfach, 8er (Made/Mais) und 14er Haken (Made), jeweils 100Gr. Futterkorb.
Der erste Brassen war nach wehementem Zupfen schnell gelandet.
Und dann gings los. Viele Bisse ín Form kurzer meist heftiger Zupfer. Anschlag/ nix oder Gewartet/kein weiterer Zupfer. Das Ergebnis der Hakenkontrolle und des Köders viel immer unterschiedlich aus: mal waren die Maden ausgelutscht, dann wieder fast unberührt, mal fehlte die Hälfte.
An einer Rute gewechselt auf Schlaufenmontage. Die andere bekam ein 70er Vorfach. Haken waren spitz. Und wieder das gleiche Spiel. Zig Bisse, die Verwertung ein Lotteriespiel, das ich in Form von drei kleinen Barben gewann, jedoch häufiger durch Anschlag ins Leere oder warten auf den nicht kommenden, zweiten Zupfer verlor. :c Hatte selten einen Tag mit einer derartig grottigen Bissverwertung.

Auf der einen Seite denke ich mal, dass es solche Tage mal geben kann. Es gibt auch noch Schneidertage. Aber es fuchst mich schon, wenn mal viel Fisch da zu sein scheint und das Egebnis doch eher bescheiden ausfällt.
Helft mir bei der Fehleranalyse.
Was hätte ich noch an den Montagen ändern können?
 

Nebelhorn

Member
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Hm, die Idee mit dem etwas längeren Vorfach war schon richtig, glaub' ich. Kann es sein, daß der Strömungsdruck zu stark auf der Schnur lastete? War die Hauptschnur zu dick oder vielleicht zu straff ausgelegt? Oder hast Du "um die Ecke" anschlagen müssen? Häufig liegt es an der Stellung der Rute. Ansonsten fällt mir für den Moment auch nicht viel mehr ein.
 

Torsk_SH

Gone Fishing...
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Hast Du mono oder geflecht als Hauptschnur?
 

Ralle76

Schreibfauler Geselle
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Geangelt wurde mit Mono 30er u. 28er auf Distanzen von um die 30-40m. Die Schnur war schon straff. Halt leicht gekrümmte Spitzen. Die Körbe lagen recht fest, kein grosses Wandern durch Strömungsdruck. Die Ruten standen Aufrecht im Brandungsdreibein.
 

Torsk_SH

Gone Fishing...
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

30 bis 40 Meter ist ja schon eine Distanz. Wenn ich mir überlege welche weiten ich so fische 20 - 30 Meter. Und da habe ich schon viel bessere Sicht als bei einer mono.

Vielleicht solltest Du das mal versuchen. Die Dehnung auf 30 - 40 Meter is scho Arg.

Ich habe am Wochenende mal auf Brassen spinnfischen betrieben. Also kleine Walkerblei und dann langsaaaaahm durch den Futterteppich gezogen da hat supergut funktioniert. Und an der Geflochtenen hat das echt Spaß gemacht ;)
 

Ralle76

Schreibfauler Geselle
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Geflochtene...
Das ist doch die Schnur die mir mal ein JetSki beim Feedern komplett bis zur Unterfütterung von der Rolle zog. An Drill war leider nicht zu denken und teuer war der "Spaß" auch. Die Fireline war nicht mal ne Woche drauf. Tja, zwickende Blase und offener Freilauf können teuer werden.

Ich hab in direktem Vergleich auf Distanzen bis 50m eher geringe Unterschiede gemerkt.
Die langen Ruten können auf eine solche Distanz die Dehnung schon überbrücken und den Anschlag auch mit Mono durchbringen. Fische die Sänger Kyoto, eine Mono mit, für meine Verständnis, wirklich geringer Dehnung.
Da die Ersatzspule meiner US Baitrunner zur Zeit brach liegt, denke ich aber Schon über eine Bespulung mit Geflecht nach.
 

dcpolo

Norwegen 2016
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Ich mache am Rhein dann meist folgendes:

70-80cm Vorfach und nen kleinen 14-16er Haken auf den ich eine Made komplett aufziehe. Da is nix mit auslutschen und beim kleinsten Zupfer wird angeschlagen. Nur wenn dann eine Barbe gebissen hat, ist es wichtig verdammt sanft zu drillen, da sonst der Haken aufbiegt/das Vorfach reisst!
 

Torsk_SH

Gone Fishing...
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Ralle76 schrieb:
Ich hab in direktem Vergleich auf Distanzen bis 50m eher geringe Unterschiede gemerkt.

Wenn Du Lust hast kannst Du ja mal mit einem Kumpel auf eine Wiese gehen, 40 Meter rausfeuern und das ende der Mono festhalten.
Dann lass einenen Kumpel mal anhauen du wirst dich wundern wie wenig kraft bei dir ankommt. Und dann überleg nochmal das die Kraft auch noch durch das Wasser gedämpft wird.

Gegen die Jetskis hilft nur ein dickes Geflecht, Dicker Knüppel und dann

3....2.....1.... Meins! :)

Wenn Du aber doch lieber Mono willst, dannn würde ich auch die Haken so klein wie möglich wählen und meine Bremse und Drillkraft anpassen.
 

Torsk_SH

Gone Fishing...
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Oder probier mal meine Blinker Methode... das macht total Spaß!
 

Mikesch

Allrounder
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Raubfischer_RD schrieb:
Wenn Du Lust hast kannst Du ja mal mit einem Kumpel auf eine Wiese gehen, 40 Meter rausfeuern und das ende der Mono festhalten.
Dann lass einenen Kumpel mal anhauen du wirst dich wundern wie wenig kraft bei dir ankommt. Und dann überleg nochmal das die Kraft auch noch durch das Wasser gedämpft wird.
...
Aber bitte ohne Haken, ein Arztbesuch wäre dir gewiss!
Der Anschlag kommt sicher durch.
 

MainzGonsenheim

Barbenfischen
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Du solltest den Fehler im Bereich des Haken suchen. Sind vielleicht nicht scharf genug bzw. werden schnell stumpf. Andererseits kommt es bei kleinen Barben sehr oft vor, dass nur ein Ruck kommt und dann Nichts ist. Sind oft Kleinfische, welche auch besser nicht gefangen werden ;). Oder anders gefragt: Wie soll eine grosse Barbe einzelne Maden aussaugen?
 
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

du benutzt 70cm vorfächer?
ist im sommer am rhein bei dem wasserstand eindeutig zu kurz. mindestens 1m, besser noch 1,2m, in extremfällen 1,5 m
nimm dünndrähtige haken, z.b. von gamakatsu
die schnur find ich eigentlich auch ein bissel dick.. ne 22er mono sollte reichen. mit gefühl kommst du auch mit nem 100er korb 40m weit.
ansonsten: versuch mal leichter zu fischen. 40er oder 50er korb. halt nur mit einer rute und immer etwas stromauf einwerfen, absinken lassen und dann den korb auf dich zuund an dir vorbeirollen lassen. dabei bitte NICHT den schnurbogen einkurbeln. sobald der futterkorb unterhalb irgendwo zum liegen kommt, einholen, neu mit futter füllen und wiederr aus damit.
das hat den vorteil dass sich die burschen beieilen müssen wenn der köder an ihnen vorbeiholpert ;-) auserdem baust du dir damit ne schöne futterspur auf und fischst ein grosses gebiet ab
probiers mal aus, du wirst erstaunt sein, wie brutal plötzlich die bisse kommen
 

Pikebite

Madenverpuppenlasser
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Seelachsfänger schrieb:
du benutzt 70cm vorfächer?
ist im sommer am rhein bei dem wasserstand eindeutig zu kurz. mindestens 1m, besser noch 1,2m, in extremfällen 1,5 m
nimm dünndrähtige haken, z.b. von gamakatsu
die schnur find ich eigentlich auch ein bissel dick.. ne 22er mono sollte reichen. mit gefühl kommst du auch mit nem 100er korb 40m weit.
ansonsten: versuch mal leichter zu fischen. 40er oder 50er korb. halt nur mit einer rute und immer etwas stromauf einwerfen, absinken lassen und dann den korb auf dich zuund an dir vorbeirollen lassen. dabei bitte NICHT den schnurbogen einkurbeln. sobald der futterkorb unterhalb irgendwo zum liegen kommt, einholen, neu mit futter füllen und wiederr aus damit.
das hat den vorteil dass sich die burschen beieilen müssen wenn der köder an ihnen vorbeiholpert ;-) auserdem baust du dir damit ne schöne futterspur auf und fischst ein grosses gebiet ab
probiers mal aus, du wirst erstaunt sein, wie brutal plötzlich die bisse kommen

Ganz genau so!!!#6 #6 #6 Und am besten nicht im Buhnenfeld, sondern in der freien Strömung angeln.
 

Bergsieger

Member
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Hi also ich saß gestern an unserem Vereinssee und hatte 2 Heavy Feeder mit nem 14er Haken und Maden bestückt.Dann halt rein damit und schnur straff gezogen.Beim ersten zupfer angeschlagen und Brasse gelandet.So dann hatte ich noch so um die 10 Zupfer ,zum Teil recht heftige aber vom fisch keine spur.Mein Opa angelte ganz normal mit Grundrute und hat aber die schnur mit hilfe eines Tischtennisballs geschlafft und mehr erfolg gehabt.Dann hatte ich die schnauze voll ,legte die Beiden Feeder auf Bissanzeiger und schnappte mir 2 Bälle und hängte die da rein .Siehe da der fisch zieht einmal kurz dannach 5 sekunden ruhe und dann dauerton .Anschlag Brasse.Ergebnis 10 Brassen in 2 Stunden.Meiner meinung nach zupfen die Brassen einmal und wenn die den Widerstand spüren hauen die ab.
 

Igor

Member
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Hallo zusammen,

Bergsieger schrieb:
...
...hat aber die schnur mit hilfe eines Tischtennisballs geschlafft und mehr erfolg gehabt. ... und schnappte mir 2 Bälle und hängte die da rein ....
Meiner meinung nach zupfen die Brassen einmal und wenn die den Widerstand spüren hauen die ab.

WIE MEINST DU DAS MIT DEN BÄLLEN?
 

Ralle76

Schreibfauler Geselle
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Na das entwickelt sich hier ja richtig gut!
Danke schonmal an alle.
Hab dis dato noch nicht rollend gefischt. Wie sieht, bis auf die leichteren Körbe die Montage aus? Kann ich auch hier die Schlaufenmontage benutzen oder Festmontage am Seitenarm.
Wie erkenne ich die bisse, wenn der Korb auf mich zukommt und dadurch die Schnur erschlafft? Oder gleiche ich den Schnurbogen durch anheben der Rute aus und nehme somit Fühlung auf?

Erleuchtet mich.
 

Pikebite

Madenverpuppenlasser
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Du kannst dafür am besten eine Schlaufenmontage benutzen. Wenn du in der Strömung fischst, treibt der Korb nicht wirklich auf dich zu, sondern in Strömungsrichtung an dir vorbei. Dabei hinterlässt er parallel zum Ufer eine Futterspur. Also am besten etwas stromauf werfen, so auf etwa 10 Uhr, und die Rute ablegen. Die Strömung greift jetzt in die Schnur und drückt diese und damit die Montage stromab. Trotz Schnurbogen hast du also permanent Kontakt zum Köder. Wenn die Montage schließlich etwas stromab liegen bleibt, wartest du noch höchstens eine Minute. Dann holst du ein, füllst den Futterkorb und fängst das ganze Spiel von vorne an.

Die Bisse kommen meistens wenn der Köder in Bewegung ist und sind kaum zu übersehen. Den Schnurbogen solltest du nicht ausgleichen, weil du damit den Futterkorb aus der Futterspur ziehen würdest.

Alle Klarheiten beseitigt?:m
 

Ralle76

Schreibfauler Geselle
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Alle Klarheiten beseitigt?
Noch nicht ganz.
Wenn der Schnurbogen gewollt ist, muss ich die Rute dann noch möglichst aufrecht stellen, oder lege ich sie einfach auf den nächstbesten Faulenzer ab?
Vorfachlänge um die 1,20m?
 

Hechthunter21

Ranjith_01
AW: Einzelne Zupfer-Feederdilemma

Alles Intressante Sachen die hier geschrieben werden...!
Über die rollende Montage und Schlaufe denke ich zur Zeit nach da es mir nicht ganz klar ist...habe auf diese Art auch noch nicht gefischt ...!
Ralle76 schön ist -
das wir am Samstag ZEIT satt haben um diese mir nicht GANZ VERSTÄNDLICHE ART auf
HERZ & NIEREN zu TESTEN...#6|kopfkrat#6|kopfkrat
 
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