Ein Plädoyer für die Grundel

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Das rohe einlegen geht auch, nur sollte man dazu einen höheren Säuregrad haben (analog den "Sauerlappen" der Industrie).

Dazu habe ich ein schönes Rezept von einem Boardie gekriegt, wie man z. B. Rollmöpse machen kann, funzt genauso gut mit Rotaugen- oder Brachsenfilets:

rezept für rollmops
für 25 fische = 50 möpse
der 1. aufguß
940 ml 10 %igen essig
310 ml wasser
230 g salz
aufkochen und abkühlen lassen

filet für 20 std rein legen
danach gut abspülen

der 2.aufguß
200 ml 10 %iger essig
800 ml wasser
210 g zucker
dazu senfkörner, lorbeerblätter und pimentkörner
aufkochen und abkühlen lassen
möpse mit gewürzgurken und zwiebeln rollen ( mit zahnstocher fixieren )
in einem verschließbaren gefäß 2 tage reifen lassen
das ganze hält sich ca. 8 wochen im kühlschrank. konnte diese dauer bisher nicht testen

Und wegen dem in heissen Fond einlegen:
Nicht umsonst habe ich immer aufs abkühlen hingewiesen ;-))
 

kati48268

Well-Known Member
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Warum ist denn jetzt mein Post in kati´s gelandet?
Was war das denn???
Wie geht das denn???
Der Typ hat mein Posting penetriert! |bigeyes
|smash:

Werd das mit den Krabben auch mal testen.
Hab vor kurzem einen Teig speziell für Rotaugen kreiert, da diese meinen geliebten Forelliteig nicht so mögen.
http://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=228828&highlight=Forelliteig
Bin aber noch gar nicht dazu gekommen, den vernünftig auf Rotaugen zu testen, denn einziger Einsatz fand bisher im Kanal statt, weil ich dort ein zweites Ziel damit verfolgen wollte.

Ziel 2 war damit die Grundeln zu umgehen, weil diese ja scheinbar auf tierische Köder mehr abfahren als auf andere.

Was für ein Fehlschlag!
Der Platz ist absolut Grundelverseucht.
Diese stürtzen sich auf den Teig wie blöd.
Ulli & ich machten Vergleichstests, gleichzeitig ließen wir den Teig & Maden, oder Gewürm direkt nebeneinander (1m-20cm Entfernung) ins Wasser.
Währen Ulli mit den üblichen Stippködern die üblichen 1-3Min. warten musste, bis eine Grundel biss,
konnten wir mit dem Teig die Sekunden runterzählen; 5-4-3-... ganz selten landeten wir bei 1!!! |bigeyes

Maden & Würmer konnten nicht ansatzweise mithalten, Mais schon gar nicht.

Ich werd den Teig noch ausgiebig auf Rotaugen ausprobieren (Rezept ist eh noch nicht ganz ausgereift, er bleibt trotz erster Gegenmaßnahmen noch zu weich) & an der Grundelseuche-Stelle auch mal gegen die besagten Krabben antreten lassen.
Dann mehr dazu.
 

Bordelaise

Member
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

rezept für rollmops
für 25 fische = 50 möpse
der 1. aufguß
940 ml 10 %igen essig
310 ml wasser
230 g salz
aufkochen und abkühlen lassen

filet für 20 std rein legen
danach gut abspülen

der 2.aufguß
200 ml 10 %iger essig
800 ml wasser
210 g zucker
dazu senfkörner, lorbeerblätter und pimentkörner
aufkochen und abkühlen lassen
möpse mit gewürzgurken und zwiebeln rollen ( mit zahnstocher fixieren )
in einem verschließbaren gefäß 2 tage reifen lassen
das ganze hält sich ca. 8 wochen im kühlschrank. konnte diese dauer bisher nicht testen

Und wegen dem in heissen Fond einlegen:
Nicht umsonst habe ich immer aufs abkühlen hingewiesen ;-))
Das mit dem Sudwechsel und Abspülen muss ich mal ausprobieren.
Mir werden die Dinger nämlich mit der Zeit immer zu sauer

Dankeschön!! :)
 

Santa83

Obertabellenverwaltungsmn gr aD
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Beim lesen einiger Beiträge hier bekommt man den Eindruck, die Natur kommt mit Veränderungen besser zu Recht als der Mensch...

Mal ne kurze frage zu den Gräten. Haben Grundeln viele davon? Sind die weich genug zum mit essen oder muss ich das Fischlein vor dem Essen sauber zerlegen?
Ich finde nichts fieser, als auf einem Stück Fisch herum zu kauen, weil ich weiß da ist eine Gräte drin, ich sie aber nicht finden kann...
 

ATRiot01

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AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Ich mag die Grundel. Ein Schnitt und einmal kurz kratzen und man hat einen leckeren Happen bei dem man sich zumindest momentan nicht über Bestandserhaltung oder Nachhaltigkeit Gedanken machen muss. Ausserdem sind sie bestens geeignet dem potentiellen Anglernachwuchs zu zeigen das Angeln nicht langweilig ist^^. Mit einer billigen 4m Stippe, 15gr Blei, 10er Haken und nen paar Maden ist in wenigen Minuten eine Mahlzeit zusammengefangen. Zudem bietet sie sicherlich eine gute Nahrungsquelle für verschiedene Raubfische, wobei ich dabei eher von einem vollwertigen Nahrungsersatz reden würde. Grade hier am Rhein Nähe Duisburg ist mir ein massiver Rückgang an Fischbrut aufgefallen, und mit massiv meine ich das ich im Gegensatz zu den Wolken an Kleinfisch vor einigen Jahren nun fast gar keine mehr sehe. Die Biomasse an Fisch ist wohl noch vorhanden, nur halt weniger vielfältig bzw. mit massiver Dominaz einer Art. Intressant finde ich die Art wie sich die Raubfische, ich kann leider in erster Linie nur für den Zander sprechen da dies meine bevorzugte Beute ist, auf die neue Nahrungsquelle einzustellen scheinen. Ich habe in diesem Jahr ein paar Küchenzander entnommen und auch deren Mageninhalt untersucht. Die meisten der beim Ansitz mit Köderfisch/fetzen (Rotaugen und auch Grundeln) hatten auch Grundeln im Magen, in ALLEN Grössen, vom 15mm durchsichtigen Brutfisch bis zur fast 20cm *Kapitalen*. Die Zander die ich Nachts auf Wobbler an den Steinpackungen gefangen habe waren fast durchgehend schlanker, hatten weit weniger Gewicht und waren meist fast leer. Irgenwie scheinen einige den Aufsprung auf den Grundelzug zu verpassen oder länger zu brauchen um sich darauf einzustellen. Sicher spielt da auch die genetische Veranlagung eine Rolle, Generationenlang war es der Zander gewohnt in der Nacht an Oberfläche in den Uckelei und Rotfederschwärmen eine gute Nahrungsquelle zu haben. Raubaale hingegen scheinen weniger Probleme mit der neuen Nahrung zu haben, hatte dieses Jahr 3 stück um die 2kg, und alle 3 hatten den Magen fast voll mit Grundeln aller Grössen. Meine kleineren Aale um die 60cm waren trotz der *Grundelplage* noch gut mit Bachflohkrebsen gefüllt, und auch die Beifangbrassen machen seltsamerweise keinen Untererährten Eindruck, auch die kleineren mit vielleicht 35cm sind recht propper und hochrückig. Zwar in der Anzahl weit weniger wie vor einigen Jahren aber ebend nicht dem verhungern nahe. Das hätte ich bei einer Invasiven Art wie der Grundel, deren Nahrung ja die selbe wie die der Brassen und Aale ist, nicht erwartet. Wobei man hier sicher sehen muss wie sich das ganze noch entwickelt. Desweiteren sind die Populationen doch extrem Unterschiedlich. Einer meiner Bekannten wohnt nur knappe 100km Rheinabwärts, befischt auch ab und an meine Gegend, und meint bei ihm wären es gefühlte 200x mehr Grundeln je m², dort beissen sie wohl sogar Nachts und auch tagsüber auf auftreibende Köder, wovon wir hier um Wesel zum glück noch verschont sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

hanzz

Master of "steht noch nicht fest"
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Kommt drauf an, wo du in Duisburg unterwegs bist.
Hab die Woche massig Brut gesehen, aber hauptsächlich kleine Rapfen.

Das mit dem leeren Magen der Wobbelzander kann ich bestätigen.
 

Surf

Member
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Ich habe vor kurzer Zeit am Rhein bei mir eine Sternstunde erlebt was Barsche betrifft .Während des Hochwassers waren die Anfänge der Böschung überflutet in denen die Barsche Brutfische gejagt haben.Also Wurm hingeknallt und gut.
War schon super gespannt was die so im den Mägen haben - es waren nur kleine Grundeln unglaublich!
 

Martin70

Member
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Ich habe jetzt meine ersten Grundeln mitgenommen und geräuchert.
Schmecken wirklich super. Die Montage ist einfach ein kleines Birnenblei am Feederboom. Und 20er haken mit 1 Made. Reinwerfen, zum Boden sinken lassen, in Zeitlupe einkurbeln bis man den Biss merkt und Grundel landen.
Sehr Kurzweilig.
Gruß
Martin
 

Martin70

Member
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

War wieder los. Diesmal eine Stelle 150m neben der vom letzten Mal. Die Strömung war geringer, weil die Lippe etwas breiter ist. Das hat sich Augenscheinlich auf die Grösse der Grundeln ausgewirkt. Die durchsnittsgrösse war kleiner als an der Stelle mit der höheren Fliessgeschwindigkeit.
Habt ihr ähnliches Beobachtet?

Gruß
Martin
 
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

hi,

ist beu uns ähnlich.

in der hauptströmung eher die größeren und in / an hafeneinfahrten und im hafen selbst eher die kinderstube.
 

Svenbo

Teilzeit-Schneider-Guide
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Mahlzeit!
Gestern gab´s bei uns zum ersten Mal frisch gefangene Grundeln:). Und ich muss sagen... Joa, kann man echt mal machen. Hab (wie oft geschrieben) den Kopf abgetrennt, in Mehl rumgewälzt und ab in die heiße Pfanne. Pfeffer und Salz hab ich nicht dran gemacht, bzw. auch nicht dran gedacht... Iwie haben die sich nach ein paar Sekunden ganz komisch gekrümmt, kein Plan wieso. Vlt. war die Pfanne oder das Öl noch nicht heiß genug. Egal, kurz ein paar mal gewendet und ab auf den Teller. Schnell die große Mittelgräte entfernt und dann gegessen. Nur den Schwanz wollt ich nicht wirklich mitessen. Die knusprige Haut (inkl. Schuppen, btw... muss man die schuppen, ne oder|bigeyes) hat eigentlich ganz lecker geschmeckt. Kommen demnächst also öfter mal auf´n Teller.
 

Svenbo

Teilzeit-Schneider-Guide
AW: Ein Plädoyer für die Grundel

Puh, da hab ich ja Glück gehabt, dass die ihre Schuppen behalten dürfen.
Joa, frisch waren die wohl. Sind ca. zwei Stunden vorher noch gedankenverloren im Rhein geschwommen.
Danke, dann denke ich nächstes Mal an Salz & Pfeffer. Vlt. wage ich mich ja auch einmal an die eingelegte Variante. Das Video war schon mal eine sehr gute Anleitung und lecker sah es auch aus. #6
 
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