Die Reise ins Blaue 2.Teil

Hallo Boardies!
Am nächsten Tag erstmal Hafen und Boot besichtigt.
Hafen hat nen Schwimmsteg aus Beton, war echt ein super Teil, ca 40 m lang.
Unser Boot: Schnellboot mit 90 PS Mercury und Steuerstand.|supergri
Da unsere Karte leider nicht das ganze Gebiet abdeckte haben wir uns von Inger auf seinem Kartenplotter einige Stellen zeigen lassen und die dann mit meinem Hand-GPS angefahren. Ausserdem hatten wir noch ein paar Stellen vom letzten Jahr, die auch nicht wesentlich weiter entfernt waren.
Wir haben dann 2 Stellen ausprobiert mit mässigem Erfolg, wenn man Lumpis generell releast.:q
Sind dann natürlich noch unsere Rotbarschecke von letztem Jahr angefahren und konnten auch prompt 3 Rote verhaften(Hallo Uwe#h ). Dann war Ebbe und noch nichtmal die Brosmen mochten mehr beissen.:(
Also heimwärts zum Abendessen kochen. Bis wir wieder am Steg waren hatten wir allerdings weit über 40 l Benzin verfahren und nur 4 mitnehmbare Fische in der Kiste.:( Muss dazu sagen, dass wir keine Fische unter 60 cm mitnehmen, die roten natürlich ausgeschlossen, ein Steinbeisser von 50cm darf auch unters Messer.:m
Torbjörn meinte dann man müsse das Boot etwas schneller fahren um weniger Sprit zu verbrauchen.#c
Am nächsten Tag ( übrigens seit 2 Tagen Sonnenschein rund um die Uhr) :g , nächster Angriff auf die Meeresräuber. Diesmal einfach unterschiedliche Tiefen versucht beginnend bei 15 bis zu 80 m. Teilweise Pilker und Gummimacks, Naturköder, Seawaver... aber keine Schwärme mit vernünftigen Fischen. Immer mal ein Dorsch von 60+, wenig kleine Seelachse nur immer wieder Brosmen. Na ja das Wetter war schön, die steilen Berge die direkt ins Wasser übergehen, den Adler beobachten... das hat schon auch etwas, aber uns war klar, dass wir ein Echolot brauchten.|kopfkrat
Also haben wir nach Tromsö teleniert, der wollte am Donnerstag den Hänger zurückbringen und uns dann auf Senja besuchen. Dabei sollte er uns sein Echolot mitbringen und wir würden es dann am Ende des Urlaubes wieder nach Tromsö bringen. Aber das mussten wir auch leider kurzfristig wieder absagen.
Schon seit der Ankunft war klar, dass Inger und Torbjörn mit ihrem Schiff weit raus ans Kontinentalschelf fahren wollten um dort mit den Langleinen dem Blakveite, dem schwarzen Heilbutt , nachzustellen. Wir haben Torbjörn sofort gefragt ob wir mitkönnten. Er meinte nur ob wir Seekrank würden, sie blieben 3 Tage auf See und würden wegen uns nicht umkehren.Kurzes Überlegen... In 6 Jahren Norwegen beide noch nie :v , eimal auch bei Windstärke 9 auf der Christa in der Ostsee nur Spass gehabt... das wird gewagt!
Auf die Frage wann es denn losgeht hiess es immer nur: Kommt aufs Wetter an.
Es kam wie es kommen musste: Donnerstag um halb 7 weckt mich das Handy: Torbjörnwar dran. Sie fahren raus, um 9 Uhr gehts los.
Also erstmal Ralf aus dem Bett schmeissen, kurze Beratung was wir machen wollen. Ergebnis: alle Treffen werden abgesagt, wir jagen den Schwarzen Butt.
Wir hatten eines von meinen Masthähnchen gefroren mitgebracht. Das war mittlerweile aufgetaut und musste verarbeitet werden. Also musste Ralf das Tierchen (immerhin3,5kg schwer)in die Röhre schieben und ich bin erstmal in den Hafen gefahren um abzuklären was wir brauchen/ mitbringen sollten.
Das beschränkte sich auf Ölzeug, Gummistiefel und unsere Schlafsäcke. Wir sagten, dass wir auch noch einen Hahn für uns im Ofen hätten. Ihre skeptischen Blicke, dass ein Hähnchen für 5 Leute reichen sollte, konnte ich erst verstehen, als ich im Supermarkt die unterernährten norwegischen Tierchen sah.
Hab dann erst noch geholfen das Schiff mit den Langleinen zu beladen und danach unsere Sachen samt Ralf gepackt.
Wir waren dann pünktlich um 9 Uhr da, woraufhin die Norgies erstmal zum Lebensmittel bunkern fuhren.
Abfahrt war dann um kurz vor 10. Ich hab unsere Schlafsäcke runter in die Kajüte gebracht und bekam gesagt, dass wir rechts die beiden Betten haben sollten. Konnte aber keine Betten entdecken. Vielleicht klappt da ja noch was runter oder so ???|kopfkrat
Erst als der erste Norgie in seiner Koje lag fiel mir auf, dass sich hinter den in 1,4m Höhe angebrachten Vorhängen die Kojen befanden:) .Der Einstieg war ca 1,3m breit, die Höhe war so, dass man sich mit aufgestellten Beinen mit dem Knie festhalten konnte. Matratze ungefähr 70 cm breit aber normale Länge.
Also Echo vom Schnarchen brauchte man nicht zu befürchten.|supergri
Das Schiff war eine größere Dieselschnecke mit Holzrumpf und Metallaufbau.
Fahrtgeschwindigkeit waren 8,4 Knoten.
Wir sind dann bis nachts um 2 Uhr am Kontinentalschelf lang gefahren und mussten immer weiter nach Norden, weil alle Plätze schon mit anderen Booten besetzt waren.
Wetter war super.. Sonnenschein, leichte Brise... Ein Tag zum Träumen :g
Wir sahen unzählige Vögel, Ralf sah, während ich in der Koje lag, einen Wal in sehr weiter Entfernung blasen, Delfine waren kurz am Boot....und keine Kamera. #q
Der nördlichste Punkt unserer Reise: N 71° 28` 050´´
E 16° 29` 947``
Das heisst, dass das Nordkapp von uns aus in südöstlicher Richtung lag.
Reine Luftlinie zum Ausgangshafen waren 240 km.
Und morgen gibts ne Einweisung in die Langleinenfischerei....
|schlafen
Gruss Bernd
 

Debilofant

Porzellanladen-Beauftragter aD
AW: Die Reise ins Blaue 2.Teil

Ick bin ja sowat von geduldig, det kann sich kaum einer vorstellen, doch ganz bestimmt, ja so leicht bringt mich nichts aus der Fassung, nöö, ich bin immer gaaaanz ruhig...Jungs, woooooo sind die Fische ??????? |motz:

Also heute kommt da wohl nischt mehr, müssen wa also schon wieder warten. ;)

|gutenach Debilofant
 

Debilofant

Porzellanladen-Beauftragter aD
AW: Die Reise ins Blaue 2.Teil

Gong!

Ick glob, ick hör da wat aus der Ferne - ah hört sich an wie Tastaturgeklapper! Husch, husch, rein damit, macht hinne...

Guten Morgen |gaehn: sagt Debilofant
 

Jirko

kveite jeger
AW: Die Reise ins Blaue 2.Teil

...na das wird ja spannend: nen langleinenturn auf´n schwarzen... holymoly bernd #6... huschhusch, wir warten ;) #h
 
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