Die Größe von Barschen

Andal

Teilzeitketzer
Barsche finden sich ja nun wirklich in fast jedem Gewässer. Aber was führt zu solch unterschiedlichen Abwachsraten? Woher rührt vor allem diese eklatante Nord-Süd Gefälle?

Als Beispiel für einen großen See im Süden sei der Chiemsee genannt. Mit seinen 80 km² ist er groß und er würde eigentlich alles bieten, was auf größere und große Barsche schließen ließe. Flachzonen, Krautfelder, sichtiges Wasser, Kanten, Berge, steile Kanten, Stege, Häfen, Anleger und jede Menge Futterfisch in Form eines prachtvollen Laubenbestandes. Trotzdem ist ein Barsch von 30 cm die echte Ausnahme. Der Schnitt bringt es etwa auf eine sehr knappe Handlänge.

Nimmt man dagegen Seen wie die Edertalsperre, den Möhnesee, oder Seen in Mecklenburg Vorpommern, so sind dort Fische von vierzig und mehr Zentinmetern absolut keine Seltenheit. Ich habe dazu schon alle möglichen Quellen angezapft, aber bisher keine schlüssigen, geschweige denn befriedigenden Antworten gefunden.

Was könnte die Ursache für dieses Gefälle sein?
 

Professor Tinca

1. Ükelchampion
Teammitglied
AW: Die Größe von Barschen

Die bessere Luft?:q

Mal im Ernst. Hier in M/V in meinen Hausgewässer sind Barsche über 40 nicht selten.
Der Krebsbestand ist sehr hoch und jeder(!) grosse Barsch hat welche davon im Magen.#6

An Seen mit wenigen oder kaum Krebsen sind (zumindestens hier) längst nicht so viele grosse Barsche.#t

Wie sieht es denn damit an den südlichen Seen aus?

#h
 
A

Algon

Guest
AW: Die Größe von Barschen

Hallo,

Du sprichst von "Flachzonen, Krautfelder, sichtiges Wasser, Kanten, Berge, steile Kanten, Stege, Häfen", dort fängt man bei uns auch fast nur kleine Barsche. Die großen (40/50cm) sitzen bei und das ganze Jahr auf ca 10/12m.

Und noch eins, was die Angelopas bei uns nicht verstehen....... mit einer Barschhegene fängt man keine großen Barsche.

mit nordischen Grüßen
Algon
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Die Größe von Barschen

Ich denke auch dass es eher an den Anglern bzw-. deren Methoden als am Bestand liegt.

Aber davon ab:
Ich versuche auch schon sei Jahren bei uns im Neckar große Barsche gezielt zu erwischen - keine Chance...

Es gibt, man fängt sie, nur nicht mit Barschgerät. Die hauen sich dann die Zander oder Wallerköder rein..
 

Andal

Teilzeitketzer
AW: Die Größe von Barschen

Am Futteraufkommen liegt es nicht, die Voralpenseen haben alles, auch Krebse zu bieten. Ebenso liegt es auch nicht an den vermeintlich falschen Angelstellen.

Den Chiemsee habe ich auch nur stellvertretend genannt und die Erfahrung, dass größere Barsche so gut wie gar nicht vorkommen/gefangen werden, beruht auch nicht auf ausschließlich meinen eigenen erfahrungen. Ich habe wirklich genügend Angelfreunde im Süden, die da mit mir ins gleiche Horn stoßen und wir stellen die Frage daher auch quasi gemeinsam.

Echte Verbuttung, oder Hungerformen kann man definitv ausschließen, da das ja niemals flächendeckend über ganze Lanstriche auftreten kann!
 

Professor Tinca

1. Ükelchampion
Teammitglied
AW: Die Größe von Barschen

Bei nochmaligem Durchlesen von Andals Beitrag fällt mir etwas auf.

In Seen mit gutem Laubenbestand fange ich selten bis nie grosse Barsche.|kopfkrat
Grosse Barsche sind immer da wo Futter in Massen grundnah auftritt. Ob Das nun Krebse wie in meinem Hausgewässer sind oder die massenhaft vorkommenden Gründlinge in einem anderen.
Stinte sind sicher auch ein Zeichen für einen guten Grossbarschbestand.

Massenweise Plötzen, Rotfedern, Ukeleis usw. dagegen nicht.|kopfkrat:m
 
A

Algon

Guest
AW: Die Größe von Barschen

Früher (>15Jahre) konnte man auch bei uns im Oberwasser dicke Barsche angeln, da war eine Barschjagt noch eine Barschjagt. Das Wasser hat "gekocht". Seit dem es bei uns aber praktisch keinen Binnenstint mehr gibt ist das auch vorbei.

Achso, bei uns gibt es:
Chubbytiefe
Meppstiefe
Tittentiefe

|supergri
MfG Algon
 
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Udo561

Guest
AW: Die Größe von Barschen

Hi,
vielleicht hat es auch etwas mit der durchschnittlichen Wassertemperatur zu tun.
Tiefe Voralpenseen werden auch im Sommer nie richtig warm und Wärme fördert das Wachstum.
Große Barsche fange ich auch nur mit großen Gummifischen , so um die 10-12 cm
An den kleineren Ködern sind auch die kleineren Barsche immer vor den großen Barschen , das sieht man im Drill wenn dem gehakten Barsch größere folgen.
Gruß Udo
 

Andal

Teilzeitketzer
AW: Die Größe von Barschen

Das Futterfischartargument ist nicht nachvollziehbar, b.z.w. übertragbar. Wenn tatsächlich mal größere beißen, dann in neun von zehn Fällen auf eine echte Laube an der Posen- oder Grundmontage.

Ebenso das Temperaturargument. Im Wagingersee werden regelmäßig die höchsten Durchschnittstemperaturen aller bayrischen Badeseen gemessen. Als sogenannte Toteismulde unterscheidet er sich auch grundlegend von den übrigen Voralpenseen, die vom Typ Gletscherschürfsee sind.

Mittlerweile hege ich den Verdacht, dass unterschiedliche ph-Werte, bedingt durch die Schneeschmelze im Frühjahr, oft deckungsgleich mit der Laichzeit, einen Einfluss auf die Endgrößen haben könnten. Dagegen spricht aber, dass selbst Besatzversuche mit großwüchsigen Stämmen scheiterten.
 
U

Udo561

Guest
AW: Die Größe von Barschen

Hi,
auf den gleichen Gummifisch gehen auch die größeren Barsche ;-)
Die Gummis sind gleich groß.
Im Verhältnis zur Größe müsste ich dann auf solche Hechte mit min. 30-40 cm Ködern angeln.
Aber Barsche sind verfressen , die gehen auf alles was knapp kleiner als sie selber sind.
Gruß Udo
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Andal

Teilzeitketzer
AW: Die Größe von Barschen

Ich sage nur
BARSCHHEGENE#q gehören verboten!!!

Dagegen sprechen aber Ergebnisse von H. O. Begli, der sich ausgiebig mit der gezeilten Entnahe von maßenhaft auftretenden Kleinbarschen beschäftigt hat. Solche Maßnahmen fördern, zumindest in eher kleinen Gewässern die Stückgrößen nach oben.
 
A

Algon

Guest
AW: Die Größe von Barschen

mit was für einen Köder angelst Du/Ihr denn?
Falscher Köder (Art/Form) kann bei uns ganz schnell Schneider bedeuten.
Gut bei den Urlaubern zu erkennen.|supergri

MfG Algon
 

Professor Tinca

1. Ükelchampion
Teammitglied
AW: Die Größe von Barschen

Das Futterfischartargument ist nicht nachvollziehbar, b.z.w. übertragbar. Wenn tatsächlich mal größere beißen, dann in neun von zehn Fällen auf eine echte Laube an der Posen- oder Grundmontage.


Beissen tun sie hier auch auf Lauben, Plötzen usw.
Die können auch nicht weg und sind nicht im Schwarm.

Das heisst aber nicht, dass sie sich vorrangig davon ernähren. Sie haben immer die langsamere Beute(Gründling, Krebs) im Magen, nie aber Plötzen , Ukeleis und andere schnelle Fische des Mittel- und Oberflächenwassers.#h
 
A

Algon

Guest
AW: Die Größe von Barschen

Dagegen sprechen aber Ergebnisse von H. O. Begli, der sich ausgiebig mit der gezeilten Entnahe von maßenhaft auftretenden Kleinbarschen beschäftigt hat. Solche Maßnahmen fördern, zumindest in eher kleinen Gewässern die Stückgrößen nach oben.

Richtig!
Aber nicht wenn ein Mindestmaß von 25cm gilt!!!

MfG Algon
 

Professor Tinca

1. Ükelchampion
Teammitglied
AW: Die Größe von Barschen

Ich vergass die kleinen Barsche . . . auch Grundfischeund nicht allzu schnell(im Gegensatz zu den anderen).#6

Bestätigt meine Erfahrung.
Da Vorhandensein von massenhaft relativ langsamer Beute am Grund ist elementar für das Abwachsen und damit das Vorhandensein einer stattlichen Anzahl von Grossbarschen.
 
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