Die Biedron Wobbler, der Testbericht eines Gewinners?!

Big Man

Multirollenperückenbinder
Hallo Leute, die meisten im Board kennen mich und haben sicher das ein oder andere schon von mir gelesen.

Da ich manchmal zu der Gattung der Fortunus Fungi :vik:zähle, der auch als „gemeiner Glückspilz“ bekannt ist, hat es auch beim Biedron Gewinnspiel im Februar 2008 mal wieder geklappt. Nicht das jetzt jemand neidisch ist, meist sind die anderen Gewinne nur Kleinigkeiten (Konzertkarten für Genesis, Geschirrspüler u.a.) aber man freut sich.
Am 03. April trafen per Post nun meine 3 Gewinnwobs bei mir ein.

Als größter im Team steht der einteilige „Dirty Hary“ mit seine 12 cm und 34g im Firetigerdesign auf der Liste. Dann kommt dicht gefolgt „The Original" mit 11 cm und 16 g im Bachforellenlook und zu guter letzt der „Belly Dancer“ mit seinen 8cm und 12 g. Die beiden letzteren sind jeweils 2 teilige Wobbler mit Forellenoutfit.






Was mir schon immer an die Biedron´s gefallen hat war die verschiedenen Einsatztiefen die man unkompliziert wechseln kann. Deswegen habe ich schon 2 Einteiler in 15 cm Länge mit 39 g Gewicht. Einer im Makrelenlook der andere in weis / blau.



Da in Thüringen die Schonzeit bis ende April (Hecht) bzw. Mai (Zander) geht müssen die 3 erst mal zu einer Zwangspause in meine Köderbox. Hier können Sie sich moralisch auf den großen Fang vorbereiten.

Sonntag 3.Mai, zu Vatertag habe ich es leider nicht geschafft. Nicht das ich besoffen war, nein ich habe bei einem Freund ´ne Wand herausgebrochen. Kaputt machen kann ich gut.

Also nun zum 1.Test

Das Gewässer ist ein noch Junger Baggersee, der erst seit 2 Jahren offiziell beangelt werden darf, aber einen oft unterschätzten Bestand an Hechten, Barschen, Karpfen und Schleien hat.

Der erste Wobbler den ich getestet habe war „Dirty Hary“. Der hing an der BLACK BULL Spinn- und Jerkbaitrute von Cormoran. Hier genau die Spinnrute mit 2,70 m und einem WG von 40-80g. Als Rolle diente mit die Syntec Pro 340 von Browning, bespult mit einem 0,10 Geflecht.

Der „schmutzige Harrald“ fliegt bei gleichmäßigen durchziehen sehr weit und kommt nur bei Gewaltwürfen ins trudeln. Hier verhakt sich der vordere Drilling gerne mal, was man aber beim Einholen sofort merkt.
Der Wobbler erzeugt in Normalzustand nicht sonderlich viel Druck, läuft aber astrein und flankt auch bei leichten Zupfern schön.

Schon beim Ersten Wurf merkte ich eine Attacke die ich aber nicht verwandeln konnte. Nach weiteren Würfen stieg dann der erste Hechtjüngling ein und ließ sich locker ans Ufer bringen. Hier konnte er sich aber mit ein paar Kopfschüttlern selber befreien ohne das Land zu betreten. Mein Sohnemann steckte verärgert, nach erfolglosem Sprint, den Kescher wieder ins Futteral. Ein paar Würfe später konnte „Harry“ dann doch noch einen 50er Esox zum Landgang veranlassen. Da bei uns das Maß bei 55cm liegt durfte er auch den Rückweg wieder antreten und verzog sich in Windeseile in die Tiefe.
Bei einem schönen Sonnenuntergang, beendete ich die 2 Stunden Angeltour mit einem guten Gefühl zwar ohne Fisch aber nicht als Schneider.



Fazit diese Ersten Test. Der Wobbler ist durch die verschiedenen Tauchtiefen flexibel einsetzbar und läuft ordentlich. Bei Zupfern oder schnellen kurzen Spulbewegungen neigt er zum flanken, was ihn sicher für die Fische attraktiver macht. Beim Werfen sollte man katapultartige Würfe wie beim Karpfenangeln vermeiden. Die Drillinge machen, mit Ihrem „Alulook“, auf den ersten Blick (von weiten) einen unsicheren Eindruck, der sich aber beim Anfassen und testen nicht bestätigt. Sie sind scharf und stabil wie man es sicher erwarten kann.
Selbst die kleinen Hechte haben sich, mit ihren Zähnen, auch in diesem Köder deutlich verewigt.

Der 2. Test folgte einige Tage später. Nun war die „Bachforelle“ und der „Bauchtänzer“ am Start.
Das Gewässer war das gleiche geblieben, nur der Zielfisch hatte sich geändert. Heute soll es auf die Stachelritter gehen. Die Rute ist eine 2,10m Silverman mit einem Wurfgewicht von 10-30g, die Rolle ist die gleiche nur mit einer 20er Mono bespult.
Der „Bellydancer“ lässt sich gut werfen und überschlägt sich auch beim durchziehen nicht oft. Das abtauchen ist kaum zu merken, was wohl an der geringen Breite des ganzen Wobblers liegt. Allerdings ist das auch nicht weiter schlimm, weil er von alleine langsam auf Tauchstation geht. Durch seinen hochrückigen Aufbau flankt er dafür sehr schön was Ihn aus meiner Sicht recht attraktiv für die Räuber wirken lässt. Selbst bei kleinen Tempoänderungen zeigt er seine hellen Seiten.

Die zweiteilige Bachforelle hat auch ein gutes Wurfverhalten kommt aber auf größere Weite, dank dem höheren Gewicht. Da hier, im Gegensatz zu den anderen Biedrons, „nur“ 2 Ösen für die Tiefeneinstellungen vorhanden sind, taucht er „nur“ in 2 Tiefen ab. Als Floater kann man, Ihn ideal über Krautbänken und Hindernissen einsetzen. Einen gleichmäßigen Zug quittiert er mit leichten schlängeln und bei einem kurzem Ruck bricht er leicht aus.

Leider war dieser Test nicht von Erfolg gekrönt und wie ein Angelfreund in seiner Signatur schon schrieb: „Jeder Tag ist ein Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist ein Fangtag“. Dafür war mein Junior erfolgreich, mit einem von mir geborgten Wobbler.




Als Anmerkung zu meinen gekauften Biedrons sei soviel zu sagen, diese Exemplare laufe bei einem gleichmäßigen, nicht zu schnellen Zug hervorragend und weil es „floater“ sind kann man Sie an Hindernissen wieder auftauchen lassen und sie danach wieder auf Tiefe bringen.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass die Biedrons gute und sehr gute Laufeigenschaften haben, sie flexibler in der Tiefenwahl sind, die Drillinge wirklich scharf und stabil sind und Sie sicher auch ihr Geld wert sind.

Jokemodus an “Diesen Punkt äußere ich nur als Vermutung, da ich sie ja gewonnen haben“ Jokemodus aus.:q

Wer also jetzt noch zweifelt, sollte bei seinem Tackeldealer seines Vertrauens vorbei schauen und selber testen.

Bei mir gehören die Biedronwobbler jetzt zum festen Bestandteil meiner Köderbox und werden sehr oft auch zum Einsatz kommen.



Petri Heil aus dem „Grünen Herzen“ von Deutschland


von Bernd |wavey:
 

Frerk

Member
AW: Die Biedron Wobbler, der Testbericht eines Gewinners?!

Hallo,

als Vertreter der Firma, die die Biedrons über den Fachhandel in Deutschland vertreibt, kann ich nur Danke sagen für den tollen Bericht.

Erstaunlicherweise sind Sie nicht der erste, der Bedenken bei den Drillingen hat. Erstaunlich deshalb, weil es sich dabei um erstklassige Permasteel-Drillinge von VMC handelt, die vor allem deshalb genommen wurden, weil sie beim gelegentlichen Einsatz im Salzwasser sehr gut korrosionsbeständig sind. Wir vertreiben ja europaweit und in Italien und Frankreich werden diese Wobbler hauptsächlich im Meer verwendet (z.B. auf Wolfsbarsch), auch ich benutze sie zum Meerforellenschleppen.

Das tolle am VMC-Haken ist daneben, dass er (a) eh schon ziemlich scharf ist (wie auch dieser Bericht belegt) und viel wichtiger noch (b) diese Schärfe auch lange hält. Es gibt Drillinge, die anfänglich noch schärfer sind, aber sehr schnell stumpf werden. Ich kann es daher beurteilen, als dass ich mit der Fragestellung in der von mir betriebenen Lachs- und Meerforellenschleppangelei täglich zu tun habe. Nach vielen Jahren und vielen Experimenten vertraue ich NUR noch diesen VMC-Haken, die wir auch an den Biedrons montieren. Allen Süßwasseranglern rate ich die Drillinge vorbehaltlos auszuprobieren, Ihr werdet von deren Performance überrascht sein!
 

Big Man

Multirollenperückenbinder
AW: Die Biedron Wobbler, der Testbericht eines Gewinners?!

Vielen Dank für das Lob.
Der Ausführung mit den Drillingen kann ich nur zustimmen. Wie ich schon im Bericht geschrieben habe täuscht der erste Blick ungemein, denn die Drillinge sind wirklich Klasse.
 

McRip

"I tell you what"
AW: Die Biedron Wobbler, der Testbericht eines Gewinners?!

Schöner Bericht, danke! #h
 
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