Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

torino

Member
Hallo
ich hab das Gefühl der Rapfen nimmt immer mehr zu vor allem hier an der Weser, beim Köderfische senken fängt man mittlerweile mehr Rapfen als Rotaugen. Deswegen wo wird das hinführen, wird er den Zander verdrängen oder nicht, denn eigentlich bewacht der Zander sein Nest, deswegen wird der Rapfen zu Große Ausmaße annehmen, die den Zander oder auch andere Friedfischarten verdrängen? Was denkt ihr?
 
G

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Guest
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Ich fische im LK Nienburg ab und zu an der Weser. In wenigen Stunden hatte ich mal knapp 100 Rapfen beim Köfistippen gefangen. Mussten alle zurück, da geschützt (warum frag ich mich schon länger) An der Oberfläche sah man riesige Schwärme...das zeigt die Ausmaße. Die sollten den Rapfen frei geben.

Naja mit Raubfischangeln wurde es nichts, es hat so gut wie nichts anderes gebissen...war irgendwann verzweifelt und fuhr heim.
 

Toppel

Member
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

An der Elbe im Tidebereich beißen auch vermehrt Rapfen. Bei den letzten Ausflügen mit Zielfisch Zander ist es häufig bei Rapfenfängen geblieben..
 

vermesser

Well-Known Member
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Seid doch froh. Das sind doch saugeile Fische, die man vielfältig beangeln kann.

Und entgegen aller Gerüchte kann man sie auch essen ;) .
 

Onkel Tom

Jäger, nicht Fallensteller ;-)
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Ich fische im LK Nienburg ab und zu an der Weser. In wenigen Stunden hatte ich mal knapp 100 Rapfen beim Köfistippen gefangen. Mussten alle zurück, da geschützt (warum frag ich mich schon länger) An der Oberfläche sah man riesige Schwärme...das zeigt die Ausmaße. Die sollten den Rapfen frei geben.

Naja mit Raubfischangeln wurde es nichts, es hat so gut wie nichts anderes gebissen...war irgendwann verzweifelt und fuhr heim.

Vermutlich, weil die EU die Fischart Rapfen in den Anhang der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) aufgenommen hat, da Deutschland die westliche Verbreitungsgrenze darstellt und sein Lebensraum hier gefährdet sein soll. (Quelle: Wikipedia)

Dabei geht es wohl weniger um die Gefährdung des Fisches selbst, sondern mehr um den Eingriff in seinen Lebensraum Fluss. In unserem Bundesland genießt er eine 3-monatige Schonzeit, obwohl er auch ich rauen Mengen vorkommt und ich hier keine Gefährdung der Art sehe.
 

Windelwilli

Schönwetterangler
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Vermutlich, weil die EU die Fischart Rapfen in den Anhang der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) aufgenommen hat, da Deutschland die westliche Verbreitungsgrenze darstellt und sein Lebensraum hier gefährdet sein soll. (Quelle: Wikipedia)

Dabei geht es wohl weniger um die Gefährdung des Fisches selbst, sondern mehr um den Eingriff in seinen Lebensraum Fluss. In unserem Bundesland genießt er eine 3-monatige Schonzeit, obwohl er auch ich rauen Mengen vorkommt und ich hier keine Gefährdung der Art sehe.

Der Rapfenbestand nimmt hier in der Havel auch von Jahr zu Jahr zu.
Ist mit Sicherheit ein schöner Sportfisch, macht echt Spaß ihn zu fangen.
Nur kulinarisch stelle ich ihn auf eine Stufe mit Brasse und Güster.
Von daher freue ich mich, wenn mir einer ans Band geht...gezielt befischen tue ich ihn nicht.
 

vdausf

Member
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Hi,
vor einigen Jahren wat der Rapfen Bestand bei uns am Main auch so hoch! Beim Stippen hatten wir keine Chance ohne einen mini Rapfen die Rute aufzutecken...
Mittlerweile hat sich die Sche total entschärft, d.h. nur ab un an mal nen Rapfen beim Kunstköder angeln.
Jungfisch fast gar nimmer zu sehen bzw. am Haken.
So denn, Ruhe bewahren. ;-)
Volker
 

Siever

Rollmopsiger RuhrPirat...
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Also, ich kann dir jetzt keine biologisch fundierte Antwort liefern, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Rapfen langfristig den Zander verdrängt... . Am Rhein und in Teilen der Ruhr beispielsweise leben doch beide recht gut in ordentlichen Beständen zusammen, oder vertue ich mich da?! Und nachdem ich in diesem Jahr meine ersten "größeren" Rapfen gefangen habe, werde ich meinem bisherigen "Lieblings- Riesenweißfisch", dem Döbel, doch etwas untreu. Tolle Angelei!
 

Taxidermist

Well-Known Member
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Rapfen langfristig den Zander verdrängt... . Am Rhein und in Teilen der Ruhr beispielsweise leben doch beide recht gut in ordentlichen Beständen zusammen,

Da bin ich ganz anderer Meinung, schließlich ist er ein erheblicher Futterkonkurent. Abgepuffert wird dies wohl nur dadurch, dass sich die Zander inzwischen auf die Grundeln eingeschossen haben, die wegen ihrer grundnahen Lebensweise nicht vom Rapfen behelligt werden!
Wo sind denn die riesigen Laubenschwärme geblieben, die es früher am Mittelrhein gab?

Jürgen
 
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Bei uns werden die auch immer mehr... Vor 5 Jahren hat hier niemand das wort Rapfen in den Mund genommen und jetzt sobald was an der oberfläche raubt... "Rapfen"!
Gefangen werden Sie aber noch nicht so oft. Auch wenn das immer häufiger wird! Auch wenn es ein schöner Sportfisch ist und spaß im Drill macht muss ich ihn nicht im Gewässer haben.

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racoon

Wegm*o*derierter
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Am Rhein gibt es schon seit etlichen Jahren einen sehr guten Rapfenbestand und auch der Zanderbestand ist alles andere als schlecht. Ich denke nicht, dass sich der Rapfen negativ auf den Bestand anderer Fische auswirkt. Nahrung ist für alle Räuber zur genüge da. Der Zander bevorzugt die grundnahen Arten, der Rapfen eher die Freiwasserarten. So wird der Lebensraum Wassersäule voll ausgenutzt, der Zander ergötzt sich an Grundeln, Rotaugen und anderen Gesellen, des Nachts kommt er dann in andere Gefilde und lässt sich auch den ein oder anderen Rapfen schmecken. Der Rapfen räumt eher tagsüber unter Lauben, Rotaugen - und Federn auf, ich denke, dass er auch die eigenen Kinderlein nicht verschmäht.

Negativ wirkt sich der Rapfen allerdings auf Kleinfische aus, insbesondere auf Lauben/Ukelei und die inzwischen wieder vorkommenden Schneider.

Klar kommt es auch mal vor, dass ein Rapfen ins Revier der Zander abtaucht, aber da dies nicht das bevorzugte Raubrevier ist, wird da nix passieren.
 

Tacklejunkie

New Member
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Ob der Rapfen den Zander verdrängen wird? Ich glaube es nicht... Jedoch muss ich feststellen das bei uns am Rhein der Rapfen echt überall ist und die Größen und die Stückzahlen sind echt beeindruckend.
Zander sind noch da und das auch nicht wenig aber du fängst derzeit eher einen Rapfen als einen Zander.
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
AW: Die Ausmaße von Rapfen in den Flüssen

Hallo zusammen,

auch ich will mal was zu dem Thema schreiben. Ich befische wie Jürgen den Mittelrhein... allerdings zw. Mainz und Pfungstadt (hessische Seite).

Der Rapfen ist schon seit Jahren im Rhein vertreten. Aber wie auch ihr, sehe ich in den letzten 4-5 Jahren eine deutliche Zunahme an den Beständen. Beim Stippen sind aus den Laubenschwärmen eher MiniRapfen Schwärme geworden.

Auch durch die Bank weg sind 90% der obenflächenraubenden Fische Rapfen in allen größen. Ich selbst habe bisher nur Fische bis 40cm gefangen.

Dass der Zander gegen den Rapfen auf lange sicht das Nachsehen hat glaube ich nicht. Das sind keine direkten Futterkonkurrenten.
Die Zanderbestände wachsen seit gut 2-3Jahren wieder an, da die Zander endlich geschnallt haben, dass man sich ohne viel Mühe ne fette Grundel vom Grund picken kann.

Allerdings lockt die Tatsache jeder Jahr noch mehr Angler an den Rhein, die gezielt auf Zander gehen - somit mache ich mir um den Zander vs. Rapfen Konflikt weniger Sorgen!

Das liegt schon daran, dass man an einer Hand abzählen kann wie viele Rapfen entnommen werden und im Vergleich wie viele Zander!

Der Rapfen ist ein toller Sportfisch - ohne Frage. ich werde nxt Jahr im Sommer gezielter darauf gehen.

BTW: Gerade im Rhein habe ich seit Ende 2011 das Gefühl, dass die Bestände allgemein langsam wieder besser werden. Es werden wieder mehr Rotaugen, Barben, Barsche, Zander, Hechte und Nasen gefangen.....die letzten beiden Jahre haben viel die Wasserstände (durchgehend recht hoch!) dazu bei getragen, dass Altarme/ Auen etc. nicht trockenlagen.
 
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