COVID-19: Reisen nicht mehr möglich

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So sieht es für viele Reisende momentan aus (Foto: R&R-Archiv)

Auch ich bin in Sachen Reiseplanung kalt erwischt worden. Der Dänemarkurlaub mit Frau und Hund ab 4. April 2020 ist erst mal auf Eis gelegt. Der Veranstalter „Feriepartner“ reagierte blitzschnell und informierte mich per Mail, nur wenige Stunden nach Bekanntgabe der Grenzschließung. Der Betrag für die Nebenkosten unseres Ferienhauses ist bereits zurückgezahlt. Nur die Hausmiete bleibt bei „Feriepartner“ und wir können 2020 oder 2021 die Summe bei einer Neubuchung verrechnen. Da ich auch für die kommende Ausgabe von FISCH & FLIEGE produzieren wollte, werde ich jetzt andere Pläne schmieden müssen. Das Problem: Keiner weiß momentan, wie lange sich die Einschränkungen auf weitere Reisen auswirken werden. Wir canceln erst einmal die erste Urlaubswoche und schauen, wie es sich entwickelt. Und das ist auch bei vielen Angelreiseanbietern der Fall. Sie stehen mit ihren Versicherungen in Kontakt, sprechen mit Vermietern vor Ort und müssen einen großen bürokratischen Berg abarbeiten und koordinieren. Also, wer jetzt in den kommenden Wochen verreisen wollte, sollte Ruhe bewahren. Lasst ihnen Zeit. Werdet nicht ungeduldig und versetzt Euch in ihre Lage. Sie möchten natürlich zufriedene Kunden – und das auch in einer Krise wie dieser. Tagtäglich gibt es neue Meldungen rund um COVID-19, auf die die Branche reagieren muss.

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Ruhe bewahren - die Buchungen werden, wie hier bei "Feriepartner" - abgearbeitet (Foto: Elmar Elfers)

Viel, sehr viel Arbeit!

Klickt man sich durch die Anbieterseiten, werden Reisen in den Monaten März und April vorrangig bearbeitet. Wer erst im Mai zum Beispiel nach Norwegen zu reisen plant, sollte unbedingt davon Abstand halten, bereits jetzt die Anbieter zu kontaktieren. Zum einen werdet Ihr rechtzeitig informiert, sollten die Reisebeschränkungen weiterbestehen. Zum anderen bremst Ihr dadurch die Produktivität beim Abarbeiten der akuten Fälle.
Ich bin in einer Florida-Facebook-Gruppe, in der natürlich gerade ein Thema das Geschehen beherrscht: Einreisestopp für Europäer in die USA. Da die meisten individuell gebucht haben, also Flug, Mietwagen und Unterkunft, tauchen jetzt Fragen zu Umbuchungen, Stornierungen und eventuell anfallenden Gebühren auf. Es werden Servicenummern von Fluggesellschaften und verschiedene Erfahrungen mit Buchungsplattformen ausgetauscht. Der Tenor ist eindeutig: Viel Aufwand, zum Teil geringe Erfolgsmeldungen und meist eine ordentliche Portion Frust. Glücklich kann sich schätzen, wer über einen Reiseveranstalter gebucht hat. Ein Ansprechpartner für An- und Abreise sowie Unterkunft. Sie gehen proaktiv an die Abarbeitung aller Buchungen. Ich kann mir vorstellen, was für ein Kraftakt das sein muss. Es sind ja so viele verschiedene Stellen, die kontaktiert werden müssen: Ferienhausbesitzer, Anlagenbetreiber, Bootsvermieter, Fährlinien, Fluggesellschaften, Mietwagenanbieter, Hotels,… Puh, das kostet sicher Nerven und Zeit.
Die EU-Außengrenzen sind seit Dienstagnachmittag (17. März) zu und auch im Schengenraum gibt es weitreichende Grenzschließungen. Immer wieder aktualisierte Infos über Reiseländer erhaltet Ihr über die Seite des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de
Detaillierte Infos über den Sachstand der einzelnen Reiseanbieter findet Ihr auf den Firmenseiten im Netz.
Wer individual buchte, sollte sich auf den Seiten der Fährlinien, Mietwagenanbieter und Fluglinien schlau machen. Servicenummern und Kontaktdaten sind meist schnell zu finden. Ein Ansprechpartner ans Rohr zu bekommen oder eine schriftliche Antwort erhalten, kann aufgrund der vermehrten Anfrage längere Zeit in Anspruch nehmen.

Durchhalten – es wird auch wieder besser werden und ein Dank alle Mitarbeiter der Reiseunternehmen thumbsup

Euer, Elmar
 
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Laacher See wurde am 18.03.20, bis auf weiteres, für Angler gesperrt! Drehen die Behörden jetzt total durch oder glauben die, dass am Wasser der Abstand zwischen den Booten vom 1,5 m nicht möglich wäre?
 

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Laacher See wurde am 18.03.20, bis auf weiteres, für Angler gesperrt! Drehen die Behörden jetzt total durch oder glauben die, dass am Wasser der Abstand zwischen den Booten vom 1,5 m nicht möglich wäre?
Oder sie denken weiter. Ein Angler beamt sich ja nicht von jetzt auf gleich in seinen Kahn, er reist irgendwie an. Das muss aber in Zeiten, wie eben diesen, nicht unbedingt sein. Dem See wird es sicher nicht zum Schaden gereichen.
 
warum denn in die Ferne schweifen das Gute liegt so nah .
meine bevorzugten Reiseländer Norwegen und Schweden haben mich ja schon
vor einigen Jahren ausgeladen - Grund meine Digitalisierungsfeindlichkeit.
Kein Smartphon- keine Kreditkarte - eigentlich keine Krankheit -
Meine Reiseplanung - Wetterkarte ,gesundheilicher persönlicher Zustand
Klamotten und Zaster einpacken und ab Richtung Norden - es war einmal .
 
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