Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Carras

Active Member
Hallo zusammen und herzlich Willkommen bei einer neuen Ausgabe des Carp Talk auf dem Anglerboard.

Das Thema heißt dieses mal: "Nützliche Helferlein".

Wem ist es im Angelladen noch nicht aufgefallen, daß es sehr viele Dinge zu kaufen gibt, die mit dem eigentlichen Angeln irgendwie gar nix zu tun haben? Die Angelindustrie bietet uns heute alles möglich an. Ob das immer nützlich und gar sinnvoll ist, ist eine anderes Thema. Denn mit der richtigen Marketingstrategie lässt sich alles an den gutgläubigen Angler bringen.

Die Tasche für die Tasche, für die Tasche. Wer Lust und Geld hat, kann letzten Endes, alles mehrmals verpacken. Das Futteral für Bankssticks z.B: Obwohl die meisten Quiver oder Holdalls schon über Taschen für Banksticks verfügen, bieten die Hersteller noch mal extra Futteralle für Banksticks an, so daß diese gleich doppelt verpackt werden können. Gleiches gibt es dann auch für die Buzzerbars. Auch dazu gibt es extra Taschen in die man die Buzzerbars rein legen kann. Auch viele Bissanzeiger besitzen schon ein Hardcase o.ä., welches Sie vor Beschädigungen schützen soll. Doch auch hier war die Angelindustrie erfindungsreich, so daß es nochmals extra Täschchen gibt, in die man die Bissanzeiger (samt Hardcase!) legen kann.
Braucht man drei, vier oder gar fünf verschiedene Boilienadeln?
Sollte man Quick Release Adapter für die Bissanzeiger haben oder braucht man diese nicht wirklich?
Manche Angler haben sogar zwei oder gar drei Zelte (Schirme) mit am Wasser. Ein Zelt zum Schlafen, eines um den Tag darin zu sitzen und zu kochen und eines, um sein ganzes "Gerödel" darin zu verstauen.
Ist das nun wirklich Sinnvoll oder doch eher doppelt gemoppelt? Das ist hier die Frage.

Karpfenangler sind ja durchaus dafür bekannt, daß sie mehr Gerätschaft mit ans Wasser schleppen, als viele andere Angler. Da macht es oft den Anschein, als hätten wir den kompletten Angelladen aufgekauft und mit einem "7,5 Tonner" ans Wasser gefahren. Viele andere Angler schütteln da nur noch mit dem Kopf wenn Sie sowas sehen. Allerdings gibt es auch bei den Karpfenanglern immer mehr Leute, die auf eine Tacklereduzierung achten. "Skaling Down" gibt es so gesehen also nicht nur beim Rig bau. Man will ja nicht unnötig viel Gewicht mit sich schleppen. Es macht ja durchaus einen Unterschied, ob man 25 kg oder gar 50 kg über hunderte von Metern tragen muss. Zudem ist man mit weniger Tackle weitaus flexibler, wenn man den Platz mal wechseln will. Und dazu müsste man sich auf das Wesentliche konzentrieren (reduzieren).

Es macht daher durchaus Sinn mal ganz genau hin zu schauen, was denn nun wirklich nützlich und hilfreich ist, und was man eher als "Unnütz" bezeichnen kann. Aber auch hier hat sicher jeder Angler andere Ansprüche und Ansichten. Was für den Einen sehr nützlich und unentbehrlich ist, ist für den Anderen wiederum unnütz.
Bei der aktuellen Ausgabe geht es nun also darum, daß die Schreiber mal ihre nützlichsten Utensilien und deren Einsatzgebiet beschreiben.


Und nun wünsche ich Euch Allen viel Spass beim Lesen.


 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Ach wie schön ist der Sommer…Eigentlich! Wieso eigentlich fragt ihr euch? Tja, mir scheint es so als würde der Sommer 2010 für genauso laufen wie 2009 und 2008 – ziemlich bescheiden. Irgendwie soll es mir seit Jahren verwehrt bleiben im Sommer erfolgreich zu fischen.

Meine Semesterferien haben gerade begonnen, meine Freundin ist für zwei Monate zwecks Diversitätsstudie auf den Seychellen, frische Boilies sind gerollt, der Plan ist geschmiedet, also nichts wie ran ans Wasser - 14 Tage Minimum!!

Erste Nacht erster Fisch, kein schlechter - alles gut.

Zweite Nacht kein Fisch, trotzdem - alles gut.

Dritte Nacht, zweiter Fisch, eine absolute Granate, alles mehr als gut…

Bleiben noch zehn Tage. Und diese zehn Tage lassen sich mit drei Worten beschreiben:

Kein einziger Piepser!

Nun denn egal, war trotzdem super schön so lange draußen zu sein und ich weiß, dass so manch einer mich darum beneidet.

Kommen wir aber zum Thema, beziehungsweise ich schlage mal die Brücke zum Thema. Welche kleinen Helferlein stehen mir denn auch in dieser schweren Zeit zur Seite?

Hmm, da schau ich doch mal in meine Tacklebox. Da ist gar nichts besonderes drin, vermutlich viel weniger als bei anderen und eigentlich nichts was wirklich erwähnenswert wäre. Das einzige was mir ins Auge sticht, sind meine Boilienadeln. Die werden vermutlich allesamt nicht wirklich alt, ihr kennt das, oder? Mir scheint, die Tacklefirmen bauen die Teile aus einer Art PVA, nach ein paar Wochen lösen sie sich in Luft auf! Oder die laufen weg, oder was weiß ich, aber Boilienadeln haben anscheinend nur eine Aufgabe: Zu verschwinden.
Feuerzeuge verhalten sich auch ähnlich, die machen in der Tacklebox ne gute Figur und kommen auch beim Nichtraucher regelmäßig zum Einsatz. Leider verschwinden auch diese in den wichtigsten Momenten. Echt komisch!

Mein wichtigstes Helferlein kann ich gar nicht vergessen und habe ich immer dabei. Mein Zähne! Stripper- und Pullertool in einem, bei einer gewissen Pflege fast ein ganzes Anglerleben haltbar und ich sag mal, wenn man noch keine 70 ist, wird es schwer diese zu Hause zu vergessen. Schon praktisch diese Teile, oder? Mein Zahnarzt behauptet allerdings immer was anderes…:D

Also Tacklebox beiseite gestellt und weiter geschaut.

Ah, im Futteral habe ich tatsächlich etwas eher ungewöhnliches. Ich befische öfters einen kleinen eher unscheinbaren Fluss mit einer hohen Uferböschung. Da ich meistens alleine fische, habe ich lange nach einer wirklich langen Kescherstange gesucht. Ohne ist alleine Fischen dort gar nicht möglich. Im Karpfenbereich etlicher Firmen bin ich nicht fündig geworden. Die waren allesamt zu kurz. Im Stipperbereich gibt es wohl welche die lang genug sind, aber die sind nicht für große Karpfen geeignet. Eher zufällig stolperte ich bei meinem Tackledealer (ein guter Freund), der auch Gardner führt, über einen eigentlich für die Barbenangelei gedachten, teleskopierbaren Kescherstab. Er lässt sich auf 3,50 m ausfahren, ist ausreichend stabil und nachdem ich ihn mit einer neuen Spreize versehen habe, genau das was ich gesucht habe. Ist nun mein treuer Begleiter, auch an anderen Gewässern.

Wat ham wir denn da noch? Oh ja hier, mein Edelstahlteller. Unkaputtbar, schnell gereinigt und lässt sich auch mal als Pfanne missbrauchen :D Kann ich nur empfehlen, am besten in Kombinationen mit dem gutem alten Bundeswehrbesteck. Ich brauche kein Foodbagcarryallfutteral mit getarnten Carphuntertellern und Besteck in Camougrün für 100 Euro… Mein schnöder Teller plus BW-Besteck lässt die Dinger aber sowas von alt aussehen. Leute, mit einem Edelstahlteller klappt's garantiert mit dem 50 Pfünder!

Wo wir gerade bei den gänzlich unwichtigen, aber total angenehmen Helferlein sind: Bodumkaffeemaschine, Tee in Variationen und Wasserkessel! Das haben uns schon Chris Yates und Bob James vorgemacht. Mit einem 4 Uhr-Tee fängt man einfach viiiiiiieeeellll besser. Zumindest wartet es sich besser. Jedem Angler kann ich übrigens alle Teile von „A Passion for Angling“ empfehlen. Wer dabei nicht ins Träumen kommt, der kann kein Angler sein. So viel Leidenschaft und Sinn für die Natur würde ich mir gerne bei mehr Karpfenanglern wünschen. Ich vergöttere die beiden.

Äh, wo war ich? Bei unnütz… da fällt mir ein, einer der wahrlich meist genutzten Helferlein fristet bei mir ein, im wahrsten Sinne des Wortes, Schattendasein. Mein arme Kopflampe. Kein Witz! Zum wirklich Einsatz kommt sie fast nie, zumindest nicht zum anglerischen Einsatz. Dabei ist sie immer und ich sage mir auch immer: „Wenn ein Run kommt Jochen, Hose an, Schuhe an und verdammt nochmal, nimm die Kopflampe mit!“ Die Realität sieht aber so aus: Vollrun, ohne Verstand aus dem Zelt gefallen und wer steht im Dunkeln, Barfuß, in Unterhose im See (egal welches Wetter und welche Jahreszeit –auch kein Witz) und wundert sich wo die Kopflampe ist? Ich!! – Dieses Szenario spielt sich in 98 % der Fälle genau so ab. Ich kann mir alles auch noch so genau vorbereiten, Kopflampe um den Hals, Wathose oder Schuhe und Hose in den Zelteingang legen, sobald es piept, geht bei mir im Kopf alles aus und die vorher so liebevoll bereit gestellten Utensilien sind unauffindbar.

Wechselklamotten sind auch so lustige Helferlein die mit müssen. Aber es kommt schon mal vor, dass ich Nachts nackt im Schlafsack liege (die eigentlichen Klamotten sind ja nass, weil ich schon einen Run hatte) und hoffe, dass ich nicht noch einen Run bekomme, weil ich dann ja nackt drillen müsste… Leider (oder zum Glück) wirkt sich mein „Nackt sein“ negativ auf meine Fangstatistik aus, aber ich werde berichten, wenn es soweit kommen sollte (ohne Fotos).

Was ich am geilsten finde, der Karpfenangler an sich, braucht ja wirklich für alles ne Tasche - am besten zwei! Und viele dieser Taschen sind einfach nur dafür da, um dann in einer noch größeren Tasche zu verschwinden, um dann wiederum nach der Session unbenutzt wieder ausgepackt zu werden…. Sau hilfreich, ehrlich! Sämtliche Handtaschensammlungen einer Frau, erblassen beim Taschenarsenal des Karpfenanglers. Besonders im Bezug auf den Sinn dieser Taschen. Ab einer gewissen Anzahl von Taschen, sind diese ganz bestimmt keine Helfer mehr, sondern einfach nur zu viel Gepäck… Man muss ja immer alle mitnehmen. So ein findiger Tacklehersteller könnte wohl mal ne Tasche erfinden, die von sich aus, Sachen die man nicht braucht, aussortiert.

Rutenfutteral, Zelttasche und Rodpodtasche kann ich ja noch nachvollziehen, aber Hand aufs Herz, wer von euch hat noch mehr als drei zusätzliche Taschen im Gepäck? Und wird der Inhalt dann beim Fischen genutzt?

Eine Sache die nie überflüssig ist, ist eine Spule Schlagschnur. Ich habe immer eine 300m Spule günstige Welsmono in der Stärke 0.55 – 0.60mm im Gepäck. Diese verrichtet als Snagleader genauso gute Dienste wie die teureren Shockleader aus dem Karpfenbereich. Und wer ein paar vernünftige Schlagschnurknoten (beispielsweise Mahin- und Albrightknoten) im Gepäck hat, der kann auch mit den schlechten Knoteigenschaften der Welsmono umgehen.

Natürlich habe ich auch noch den ein, oder anderen Helfer mehr im Gepäck, aber ich bin mir sicher, dass Heiko, Lupus oder Metty dazu mehr sagen wollen als ich.

In diesem Sinne… alles Gute am Wasser und nur die Dicken!

Gruß

Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Hallo liebe Gemeinde,
an dieser Stelle möchte ich besonders auf die kleinen Helferlein eingehen die man nicht im Angelladen kaufen muss oder kann! Es wird in meinem Teil des Carp Talks also nicht um die Higtechentwicklungen der Angelindustrie gehen!!!!


Ich werde nun im Weiteren einige Dinge aus meinem Angelrucksack bennen, die ich häufig mit mir führe, um mir das Leben am Wasser etwas einfacher zu gestalten oder meinen Geldbeutel zu schonen...Karpfenangeln ist ja schon teuer genug!
Ich packe meinen Koffer ääää Rucksack und hinein müssen....
Posenboxen! Ja richtig gehört Posenboxen! Diese äußerst preiswerten Schachteln dienen bei mir zur Aufbewahrung meiner Swinger! In jede Box packe ich einen der Euroswinger, als kleine Hilfe habe ich die Boxen mit einem roten Permanentmarker an der Stelle markiert bis zu der ich die Schachtel zusammenschieben kann, ohne, dass der Swinger verbiegt. So habe ich für schlappe 2 Euro die Schachtel eine Preisgünstige alternative zu den sonst auf dem Angelmarkt befindlichen Swingerkoffern gefunden und geschützt sind sie so außerdem.

Ich packe meinen Rucksack und hinein kommt mein Opinell! Ich nenne hier absichtlich diesen französische Messerhersteller weil mir kein anderer einfällt der für so wenig Geld so dermaßen scharfe Messer produziert! Hiermit läßt sich sehr leicht Hartwurst, Brot oder anderes schneiden. Ich benutze dieses Messer also in erster Linie zum Essen oder rund um die Zubereitung von Speisen! Im Gegensatz zu andeen Messern wird es bei intensivem gebrauch zwar schnell stumpf (z.B. bei der Bearbeitung von Holz) allerdings läßt es sich auch ebenso einfach und schnell wieder schärfen!
http://img3.*ih.us/img3/8643/img7072x.jpg

Uploaded with *ih.us

Wenn ich schonmal meinen Rucksack packe nehme ich auch direkt meine Pinzetten mit, im Baumarkt habe ich günstig einen Satz rostfreier Pinzetten erstanden, von der mind. eine immer mit am Wasser ist! Sie dient mir nicht nur dazu einen Splitter entfernen zu können, ich nutze sie vorallem zum Rigbau! Wer von euch hat sich noch nie beim Schrumpfschlauch schrumpfen die Finger verbrannt? Auch hier ist dieses kleine Helferlein gold wert!
http://img96.*ih.us/img96/1945/img7070m.jpg

Uploaded with *ih.us



Ich packe meinen Rucksack und nehme 2 Butgrips mit. Ja sicher die hat wohl jeder, allerdings nehme ich noch 2 zusätzliche mit ans Wasser. Ich schraube sie vorne und hinten auf meinen Pod und lege die Rute mit dem Forderteil und dem Hinterteil in die Grips. Anschließen kann ich bequem meine Ruten mit dem Schlauch- oder Futterboot rausbringen. Der Grund für dieses Vorgehen ist folgender: 1 wird die Schnur durch das Ablegen in den Grips ein wenig auf Spannung gehalten und läuft sauber von der geöffneten Rolle ohne das ich zusätzlich eine Hand benötige und 2 wird damit der Bissanzeiger geschont dessen Röllchen (oder sonstige Systeme) sind nämlich nicht gelagert und vertragen es auf Dauer nicht etliche 100m darüber rauszufahren!

Ich packe meinen Rucksack und diesmal nehme ich dieses ganze Sauzeug zum dippen und soaken etc. mit. Hat man erstmal den Bait aufs Haar gezogen oder die Klicker ummantelt, sind nicht nur die Knödel panniert sondern auch noch die eigenen Hände! Jeder weiß wohl wie schwer dieses Zeug wieder runter geht und wenn man die Hände sauber hat bleibt einem noch der Geruch erhalten! Aus diesen Gründen nehme ich mehrere Paar Latexhandschuhe mit ans Wasser. Mag bescheurt aussehen aber wenigstens bleiben die Hände sauber. Die Handschuhe gibt es in jedem Supermarkt und kosten nur ein paar Euro!

Zu guter Letzt. Der grüne Eimer auf den Fotos ist ein weiterer Helfer den ich sehr oft am Wasser dabei habe! Er eignet sich ausgzeichnet zur Aufbewahrung von Boilies oder Partikelmischungen! Früher war da mal gekörnte Brühe drinn! Einfach mal beim Imbiss oder in der Krankenhausküche nachfragen!!

Eines möchte ich noch unabhängig von diesem Carptalk loswerden! Mich würde interessieren wieviel Sinn unsere verehrte Leserschaft unseren Beiträgen zumist! Lest ihr tatsächlich alle Berichte oder interessiert euch nur Tackel, Rigs und CO??? Findet ihr es lesnswert was uns am Wasser wichtig ist oder langweilt das eher! Über ein Feedback würde ich mich freuen, auch dann wenn es nicht positiv ausfällt! Nur durch konstruktive Kritik kann man sich nach meiner Auffassung verbessern und schließlich schreiben wir ja für EUCH!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Yeah Carptalk und wieder ein tolles Thema,


Nützliche Helferlein! Wenn man es ganz genau nimmt sind wir in diesem Moment ja auch ein wenig
„Nützliche Helferlein“. Schon komisch! Der Kumpel der extra später zur Arbeit fährt, nur um vorher
noch schnell Deine Fänge der letzten Nacht zu photographieren ist genau so eins. Das Internet,
Google Earth, fantastisch. Ich weiß gar nicht wie vielen Anglern diese Erfindung schon nützlich
war. Foren wie das Anglerboard sind gerade für Anfänger auch mehr als nützlich.
Der Informationsfluss ist fast unendlich. Es gibt wohl kaum eine bessere Möglichkeit schneller zu
Lernen und seine Fischerei zu verbessern. Wir Angler können Informationen austauschen, beraten
und Netzwerke schaffen. Liveübertragungen der Sessions einiger Angler ermöglicht es uns direkt
dabei zu sein, sozusagen der „Blick ins Bivvy“. Wir könnten, wenn wir wollen, von zu Hause aus gerade aktiv angelnden Freunden über die Schulter schauen und Ihnen bei Bedarf sogar bei der Köder oder Stellenwahl behilflich sein.

Ein Hoch auf die Möglichkeiten! Ferngesteuerte Futterboote, ausgestattet mit Echolot und GPS erleichtern denen, die es mögen die Angelei extrem. Unterwasserkameras sind genauso nützlich, ich hätte gern eine:o). Da es hoffentlich vielen so geht, müssen wir uns andere Helferlein suchen welche uns die Angelei erleichtern. Ist ein Echolot erlaubt, setze ich es gerne ein. Meistens wenn ich neu an einem See bin und mir einen Überblick verschaffen möchte. Das reicht um eine grobe Karte zu erstellen. Den Rest erledige ich mit Hilfe meines „Bioechos“. Gemeint ist damit mein Tastblei.
Ich verwende dafür ein 120g Krallenblei an geflochtener Maurerlotschnur. Denn viel wichtiger als Tiefenangaben sind, gerade für die Karpfenfischerei, Informationen über die Bodenbeschaffenheit. Schlamm, Kies, Kraut, Muscheln, all dies kann ich viel besser mit Hilfe meines Fingerspitzengefühls ertasten. Somit wäre ich schon bei meinem ersten ganz persönlichen und wertvollen Helferlein.
Das wichtigste ist wohl mein kleines rotes Schweizer Taschenmesser. Mit dem Ding mache ich fast
Alles. Rigs binden, Futter zu bereiten, Stullen schmieren - ohne wäre ich aufgeschmissen! Das Teil muss immer dabei sein und wenn es nur zum Einsatz kommt, weil ich mir den Fingernagel eingerissen habe.

Ein weiteres wirklich nützliches Helferlein ist, gerade jetzt in den warmen Monaten,
ein Moskitonetz. Es muss groß genug sein um das Bivvy komplett zu umschließen. So hat man Nachts Ruhe vor den lästigen Blutsaugern. Ausreichend Wechselklamotten sollten auch eingeplant werden. Es gibt nichts schlimmeres als Ende Oktober in nassen Sachen am Wasser zu sitzen. Idealer Weise nutzte ich zum Transport und zur Aufbewahrung am Wasser einen Ortlieb-Seesack. So kann selbst beim Aufbau im Regen nichts nass werden. Das Teil begleitet mich schon seit Jahren und ist
unverwüstlich. Ein Thermometer sollte auch in keiner Tacklebox fehlen. Gerade im Frühjahr können schon geringste Temperaturunterschiede entscheidend sein. Der größte Fehler, der hierbei aber oftmals gemacht wird, ist es die Oberflächentemperatur zu messen. Diese ist für uns allerdings total uninteressant.
Wichtig ist es dort zu messen, wo wir die Fische fangen wollen und das ist zu 90% am Grund. Für diese Zwecke gibt es einige Messgeräte. Leider ist mir kein Gerät bekannt welches die Sauerstoffsättigung misst. Im Sommer wäre so ein Gerät bestimmt unschlagbar.

Ein weiteres nützliches Helferlein können Markierungsbojen sein. Von Einigen gehasst und als "Fischscheuchen" verschrien, können sie richtig eingesetzt doch sehr hilfreich sein. Meine Erfahrung sagt mir, das 4-5 Meter Abstand zum Futterplatz ausreichen um eine Scheuchwirkung auszuschließen. So läuft man auch nicht Gefahr gehakte Fische im Drill an den Bojenschnüren zu verlieren. Das größere Problem sind meiner Meinung nach aber eher Diebstahl und Stellenklau. Um dieses Problem zu umgehen gibt es mehrere Möglichkeiten. Gesehen hab ich schon künstliche Enten, Hundehaufen aus Kunststoff, leere Bierflaschen. Wichtig ist halt nur, egal was ihr euch einfallen lasst, sammelt die Teile bitte wieder ein. Je mehr Marker im Wasser sind um so größer ist die Chance einen Fisch im Drill in ihnen zu verlieren.

Eine Zeckenkarte oder zumindest eine Pinzette sollte zu Eurer festen Ausrüstung gehören. Manchmal können Minuten oder wenige Stunden über eine mögliche Infektion entscheiden. Ich hatte so einen Fall erst vor kurzen in der Familie, nicht schön!
Zum Schluss ist aber zu sagen, dass das wohl nützlichste Helferlein euer Verstand ist. Die Inselaffen nennen es „Watercraft“. Denn nur euer Verstand und eventuell etwas Glück entscheidet über „win or loose“. Richtig eingesetzt seid ihr immer eine Fischbreite voraus.
Einen kleinen Tipp hab ich noch, passt zwar nicht wirklich zum Thema ist aber trotzdem mehr als erwähnenswert. Es hat mich die ganzen Jahre extrem genervt nach dem Boiliekochen den Topfinhalt
Weg zu gießen. Irgendwann haben wir begonnen den Kochsud in Flaschen ab zu füllen und ein zu wecken. So stehen uns die hochaktiven Inhaltsstoffe unserer Boilies in flüssiger Form jederzeit zur Verfügung. Wir nutzen das Liquid gemischt mit Belachan zum soaken oder einfach pur um Grundfutter an zu feuchten oder Partikel attraktiver zu machen. Man glaubt gar nicht wie viel doch beim kochen auswäscht. Es wäre doch schade drum.


heiko
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Nützliche Helferlein

Als Karpfenangler haben wir doch alle ein ganzes Auto voll mit sinnvollen Tackle, das wir alle mehr oder weniger gebrauchen.

Nur wie sieht das mit den kleinen Helferlein aus, die in unseren Kasten ein unscheinbares Dasein fristen, aber trotzdem sehr hilfreich sein können. Auf diese “Kleinigkeiten” möchte ich in meinen Beitrag mehr eingehen.

Viele dieser Helferlein sind ganz normale Artikel, die fast jeder kennt, und auch fast jeder von uns benutzt. Deshalb werde ich hier auch nicht auf so banale Sachen, wie Boilienadel und co eingehen, sondern mal etwas mehr ins Detail gehen.

Als erstes will ich zwei Dinge aus meiner Tacklebox ansprechen, die nicht ganz so alltäglich sind.

Zum einen sind es Kabelbinder. Diese werden zwar nicht immer benutzt, haben sich aber doch schon so manches mal als kleiner Retter in der Not erwiesen.
Kabelbinder verwende ich am häufigsten im Zusammenhang mit Knicklichtern. So wird für die Nacht alles, was beim nächtlichen Biss schnell gefunden werden muss, mit Knicklichtern versehen. So sind z.B. Kopflampe, Fernbedienung fürs Bivvylight und der Reißverschluss der Zelttür schnell gefunden, ohne großartig im Dunkeln rumzuwühlen. Das wird bei mir immer so gehandhabt, da ich nur ungern komplett unvorbereitet an der Rute im Dunkeln stehen möchte (oder Jochen?).
Das andere ist auch wieder sehr unscheinbar. Ein Pin von einer Pinnwand. Dieses Utensil benutze ich beim binden von Rigs, z.B. um das Loch für einen Line Aligner in den Schrumpfschlauch zu bekommen.

Kommen wir nun zu den anderen Gegenständen, die jeder andere Angler auch haben sollte.

Messer: Ich habe mir vor einigen Jahren ein original Wenger Schweizer Messer gekauft. Aber nicht die ganz normale kleine, rote Ausführung, sondern das Modell “Ranger”. Das hat zwar nicht so viele (überflüssige) Werkzeuge, dafür aber 2 Sachen, die man benötigt. Zum ersten eine ca. 15cm lange rasiermesserscharfe Klinge. Die Klingen dieser Messer sind wirklich ab Werk so scharf, dass man sich damit rasieren kann. Das andere ist eine eben so große Säge, die eben so scharf ist und ausreicht um 5cm dicke Äste, die eventuell im Weg sind, problemlos ab zusägen.

Puller: Dieses Werkzeug zum Rig binden ist nicht unbedingt nötig, aber doch ganz hilfreich. Klar kann man auch einfach den Griff einer Schere zweckentfremden, dennoch finde ich einen Puller ganz praktisch. Man sollte nur bedenken, das man beim strammziehen der Rigs mit diesen Werkzeug wesentlich mehr Zugkraft aufbringen kann, als es das Material aushält. Nicht nur einmal hab ich mir ein mühevoll gebundenes Rig mit sinnloser Gewalt zerstört.

Schere: Naja, ich denke mal, ich brauch euch den Sinn und Zweck einer Schere hier nicht weiter erklären. Ich will aber dennoch erwähnen, das es nicht die 10 Euro Schere von Korda sein muss, sondern eine 1,50 Euro Schere aus den Supermarkt hier genau so ihre Dienste verrichtet.

Arterienklemme: In den meisten Fällen kann man den Haken am besten mit den Fingern aus dem Maul des Karpfens entfernen, dennoch kommt es ab und zu mal vor, dass kleinere Fische den Haken etwas tiefer im Maul sitzen haben. Da kleine Fische logischerweise auch kleinere Mäuler besitzen, kommt man dann nur schlecht an den Haken ran. In diesen Fällen ist eine Arterienklemme ein praktisches Tool, um den Haken vernünftig entfernen zu können, ohne dem Fisch eine all zu große Wunde zu zufügen.

Dip-Stick: So praktisch das Ding auf den ersten Blick zu seien scheint, ist das Gerät so was von überflüssig. Man schmeißt seinen Köder in den Dip, lässt ihn ein paar Stunden ziehen, holt ihn mit den Dip-Stick wieder raus und muss dann den Köder doch wieder mit den Fingern anfassen um ihn an zu ködern. Wozu also diese Erfindung? Wenn man nicht gerade ein Buzz Bait “Boilie” fischt, kann man ihn auch nicht mit den Dip-Stick aufködern. War ein kompletter Fehlkauf, vor den ich euch bewahren möchte. Ich friemel jetzt den Boilie einfach aufs Haar, und dippe den Köder einfach mit Haken, dann kann ich den problemlos zusammen mit den Vorfach aus den Dipp nehmen und das Vorfach montieren. Die Finger bleiben sauber. Tada!!!


Eimer: Damit meine ich jetzt nicht den Eimer, wo z.B. Boilies oder Mais drin ist, sondern einen einfachen kleinen Eimer. Ich hab einen kleinen Pelzer Eimer, wo 3Kg Sushi Boilies drin waren. Dieser wird verwendet, um z.B. Futter an zu mischen oder für Wasser, um die Schleimhaut des Fisches feucht zu halten.

Absenkbleie: Zum einen verwende ich die ganz normalen Absenkbleie, die man einfach in die Schnur hängt. Wichtig ist bei diesen, das sich das Blei im Notfall von der Schnur lösen kann. Jedoch stört es mich, das die Dinger beim Drill irgendwo in der Schnur hängen.
Praktischer sind da die Captive Backleads von Fox. Diese sind mit den Schnur Clip der MKII Swinger ausgestattet, und geben die Schnur frei, so bald Zug nach oben auf die Clips wirkt. Zusätzlich kann man die Absenkbleie mittels einer Schnur am Pod oder Bankstick befestigen. Zwei kleine Nachteile haben die Captive Backleads dann aber doch noch. Bei einem sehr flachen Ufer bewirken sie fast nichts mehr, so dass das Ufer schon eine bestimmte Tiefe mit sich bringen sollte. Der andere Nachteil ist, dass sich die Clips nicht immer sofort lösen und man dann in der ersten Phase des Drills ein relativ hohes Gewicht in der Schnur hängen hat .

So, kommen wir nun zu den kleinen Rig Helferlein.

Leadcore: Hier hab ich jetzt schon ein wenig herumprobiert und mir gefiel das Leadcore von Fox am Besten. Es lässt sich sehr gut splicen und hält was es verspricht. Das von Korda gefiel mir gar nicht. Es ist mit einer Art Nylon Gewebe umzogen, welches sich sehr schnell an den Schnittstellen löst. Ein anderes war von Suffix (oder doch Kryston? Weiß ich jetzt nicht mehr). Das war mir etwas zu dünn und ließ sich somit nicht so leicht splicen, da die Splicing Needle immer ungewollt austrat.

Blei: Am liebsten fische ich Grippa oder Würfelbleie. Die Form soll möglichst kompakt sein, damit bei einen Biss direkt das ganze Gewicht auf den Haken wirkt. Wenn es die Situation erlaubt, verwende ich am liebsten Inline Modelle, da bei einen Safty Clip noch ein gewisses Spiel vorhanden ist, was den Selbsthakeffekt verzögert. Die Gewichte, die ich benutze, liegen zwischen 140 Gramm und 220 Gramm, je nach Situation und Gewässer.
Mittlerweile gieße ich meine Bleie selber. Formen und Ösen dafür kann man bei Bleigussformen.de bestellen. Um ein Inline Blei herzustellen, lasse ich die Öse weg und bohre die Löcher für die Tubes einfach rein.

Safty Clips: Da bin ich noch ein wenig auf der Suche. Die meisten Clips geben die Bleie zu schnell frei. Ich will nicht, dass bei jeden Fisch ein Blei im Wasser bleibt. Das Blei soll sich wirklich nur im Notfall lösen. In Moment verwende ich Korda Clips, mit Tubes von DAM. Die Clips von DAM verschleißen zu schnell, und der Clip ist dann nicht mehr auf den Wirbel fixiert. Wenn ihr noch eine bessere Alternative wisst, nur her damit.

Wirbel: Von den einfachen Wirbeln bin ich mittlerweile weg. Ist mir zu unflexibel. Quick Change Swivvel sind jetzt meine Favoriten. Einfach eine Schlaufe ins Vorfach und einhängen, Tube drüber und fertig.
Für Stiff Rigs benutze ich Wirbel mit einen Ring. Dies soll bewirken, dass sich das Vorfach schön auf den Boden legt und nicht senkrecht nach oben steht, wenn das Rig mal ungünstig liegt.

Vorfach Material: Am liebsten verwende ich ummanteltes Material, Coretex von Fox, in den Stärken 15lbs und 25lbs, je nach Gewässer. Die Ummantlung entferne ich auf der Hälfte der Vorfachlänge. Wenn ich im Fluss oder Kanal fische, lasse ich die Ummantlung komplett dran, als Schutz vor Muscheln und co.

Haken: Bei Haken ist es mir extrem wichtig, dass sie nadelscharf und dickdrätig sind. Daher Fische ich zur Zeit den Gamakatsu Specialist G-Carp in den Größen 4 und 6, je nach Ködergröße. Vorher habe ich immer Fox Arma Point gefischt. Die sind aber längst nicht so scharf, wie die Gamakatsu, und zudem auch noch teurer.


So, das war ein kleiner Einblick in meine Tacklebox. Ich hoffe, ihr konntet den ein oder anderen Tipp von mir abgucken, und hattet Spaß an dieser CarpTalk Ausgabe.
 

Anhänge

  • IMGP0533.jpg
    IMGP0533.jpg
    43,3 KB · Aufrufe: 216
  • IMGP0535.jpg
    IMGP0535.jpg
    47,3 KB · Aufrufe: 208
  • IMGP0536.jpg
    IMGP0536.jpg
    33,3 KB · Aufrufe: 180
Zuletzt bearbeitet:
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Wieder mal Klasse gemacht.#6
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

So wieder ein Carp Talk und ich seh ihn wieder erst Monatsende#d#q
Wo versteckt ihr die Dinger immer|rolleyes

@ Carp Metty : die Idee mit den Klnicklichtern ist echt genial#6 Aber für was brauch man ne Fernbedienung beim Fischen|bigeyes
Zu deiner Frage wegen den Safety Clips: was spricht gegen Safety Sleeeves http://www.google.de/imgres?imgurl=...fox+safety+sleeves&um=1&hl=de&sa=N&tbs=isch:1

Ich hab mich auch über den zu leichten Bleiverlust geärgert und hab dann auf die Sleeves umgerüstet
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Ich lese den Crap Talk jedes mal,

und ganz besonders der aktuelle ist die Bombe, denn Tackle Tips bekommt man ja überall um die Ohren geschlagen. Das wirklich nützliche bleibt da gerne mal auf der Strecke.

Zum Beispiel mein geliebter Edelstahl Espresso Kocher, einfach Kaffee in den Metal-Filter und Wasser Aufkochen, fertig ist der frische Kaffee. Vorteil kann nicht zerbrechen und ist ganz einfach zu reinigen.
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

So wieder ein Carp Talk und ich seh ihn wieder erst Monatsende#d#q
Wo versteckt ihr die Dinger immer|rolleyes

Der Carp talk ist erst gestern eingestellt worden.;)

Die Carp talks kommen meißtens in der letzten Hälfte eines jeden Monats. Die Jungs müssen da halt viel Arbeit reinstecken, neben Geldverdienen/ Ausbildung oder Angeln.
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Der Carp talk ist erst gestern eingestellt worden.;)

Die Carp talks kommen meißtens in der letzten Hälfte eines jeden Monats. Die Jungs müssen da halt viel Arbeit reinstecken, neben Geldverdienen/ Ausbildung oder Angeln.
Ja aber der erste Beitrag ist doch vom 9.8.|kopfkrat
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Ui, gut aufgepasst.;)

Ich bekomme die Texte von den Jungs, kopiere deren ältere Beiträge, lösche deren Inhalt, und setze den Carp-Talk Text ein.
Dabei achte ich nicht auf´s Datum, sondern schnappe mir den erstbesten.
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Ui, gut aufgepasst.;)

Ich bekomme die Texte von den Jungs, kopiere deren ältere Beiträge, lösche deren Inhalt, und setze den Carp-Talk Text ein.
Dabei achte ich nicht auf´s Datum, sondern schnappe mir den erstbesten.
Irgendwie steig ich da grad net richtig durch, ist aber auch egal|rolleyes

Jedenfalls wieder sehr interessant!!!!#6
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

Ich lese sie auch sehr gern und dieser hier ist wieder mal sehr gelungen.#6#6#6
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

moin moin
also als erstes mal, ich finde den carp talk klasse, egal ob über methoden oder wie jetzt über nützliche herlferlein geschrieben wird.
und ja, ich lese den talk von a-z , aber ich bin auch karpfenbekloppt und lese so gut wie alles darüber :-)

back to topic

nützliche herferlein

also ich erinnere mich noch gut an meine anfangszeit des karpfenangelns.
ich war jung und wollte die welt unserer freunde, der karpfen erobern.
ich war " bestens" ausgerüstet.
ich hatte....
2 ruten und rollen
1 klappkescher
4 rutenständer!!!! selbstgebaut
2 aalglocken die ich in die schnur hängen konnte
2 knicklichter
15 boilies !!!! abgezählt
1 dose mais
und ein winziger angelkasten mit den allernötigsten.
kein zelt, kein schalfsack oder so ein zeug

ZEITSPRUNG 15 JAHRE SPÄTER

wieder stehen die nachtbar aufgeregt am fenster.
wieder blüht die hoffnung in ihnen das ich unseren stadtteil für immer verlasse.
und wie immer muß ich sie enttäuschen, ich ziehe nicht aus, ich will zum angeln.
was den zeitaufwand und das belanden meines autos angeht, gibt es eigentlich keinen unterschied zwischen angeln gehen und umzug :-)
mit 77% meines haushaltes begebe ich mich zum angeln.
am teich angekommen, bin ich schon nach 3 fahrten mit dem trolley an meinem angelplatz angekommen.
es werden die ruten aufgebaut, das zelt usw.
alleine das einräumen des zeltes hat schon was von " schöner wohnen" mit der dickern tine wittler.
das ganze tackel in die linke seite des geräumigen zeltes( in einigen ländern der erde würden in so einem zelt 23 personen leben :-) ) die liege mittig plaziert, auf die rechte seite kommen die sitzkiepe und das zeug zum kochen.
ne decke als unterlage zusätzlich auf die liege gehauen und 2 schalfsäcke, einen dünnen für die " leichten tage" einen dickeren für die " problem tage " :-)
das kochzeug soll ja auch zum einsatz kommen , so das es in meinem zelt oder davor zwischendurch aussieht wie bei der " küchenschlacht"
mal abgesehen von den ganzen " schrott" wie boilieeimer, maiseimer, abhakmatte 2 mal falls mal eine kapput geht #q ersatzkescher usw.
die meisten von euch wissen das wir mehr als wie brauchen mitschleppen, aber man will ja für alle notfälle gerüstet sein.
da sitze ich jetzt also in meinen schönen stuhl, ne schöne decke über die beine, schlürfe meinen kaffee und warte das , das rührei mit schinken endlich fertig wird.... nach den essen wird die funke scharf gestellt und ins zelt gelegt, man bettet sich fett und warm und wartet locker auf die bisse die da kommen sollen.

alles schön und gut, man wird ja auch nicht jünger :-)
aber trotzdem vermisse ich hin und wieder das abenteuer karpfenangeln das es noch vor 25 jahren war.
ich habe mir mehr als einmal den hintern angefroren und mich erkältet weil ich schutzlos im regen die nacht verbringen mußte und keine möglichkeit hatte im regen mit dem rad zurück zu fahren.
und trotz der ganzen helferlein...... früher hatte das angeln mehr magie, war aufregender und hatte was von " überlebenstrainig"
nur wenn der bissanzeiger loslegt, dann bin ich wieder 14, stürze auf meine ruten los und mein herz pocht bis zum anschlag.......
ich frage mich nur wie das angeln in 25 jahren sein wird???
anschlagautomat?
roboter die den fisch für uns drillen?
computergestützte analysen die uns auf die minute genau sagen wann wir wo den köder auslegen müssen damit wir kuno den killerkarpfen fangen werden?
ich hoffe das es jetzt ein ende hat mit dem einzug der technik, ich möchte das abenteuer angeln noch sehr lange erleben können, ohne alles auf high tech unzustellen.
 
AW: Carp Talk August: "Nützliche Helferlein"

So ich hab mir auch ein wie ich finde sehr nützliches und praktisches Helferlein zugelegt und zwar das hier http://www.mur-tackle-shop.de/de/Nash-TT-Rig-Station_926.html?refID=1
Man bekommt ein haufen Zeug übersichtlicht drin unter, außerdem dient es auch als Biviy Table.
Vorebei die Zeit mit Vorfächern auf´n Stuhl oder Schoß legen und beim aufstehen sind sie dann verschwunden:m
 
Zurück
Oben