Blick auf die Fliegenrute

Lajos1

Well-Known Member
Hallo,

das Ausprobieren ist das A&O bei den Fliegenruten. Aber da gehts schon an, der Neuling ist da überfordert.
Auch sollte man unbedingt auf die gute Ausgewogenheit des Geräts achten, d. h. Rute mit gefüllter Rolle sollten gut ausgewogen sein, im Idealfall ist dort, wo die Wurfhand am Griff ist, das Gerät in der Waage (ausgestreckter Zeigefinger und das Gerät ausbalancieren). Das ist durch den Leichtgewichstwahn manchmal schwierig, da eine entsprechene Rolle zu finden. Ist aber wichtig, man hat das Gerät den ganzen Tag in der Hand und wirft laufend.
Zu den vielgeteilten Ruten noch; ich mag diese nicht, ausser es ist wegen der Länge unabdingbar (Zweihänder) oder bei reinen Flugreiseruten. Wo ich mit dem Auto hinfahre habe ich nur zweiteilige dabei. Leider gibt es diese fast nicht mehr, darum habe ich mir vor drei Jahren nochmals zwei zweiteilige auf Reserve zugelegt, bevor sie ganz aussterben. Vielgeteilte sind umständlicher beim Zuammen- und Auseinaderbauen und haben, abgesehen von den oben erwähnten Fällen, keine Vorteile, im Gegenteil jede zusätzlich Teilung ist eine Schwachstelle mehr. Möglicherweise bin ich da altmodisch :laugh2 und halt mit zweiteiligen Ruten aufgewachsen, da es vielgeteilte Ruten die ersten Jahrzehnte meines Fliegenfischerlebens praktisch gar nicht gab, heute ist das ganz anders.
Zu meinem Leidwesen gewann ich vor so drei Jahren eine fünfgeteilte 4er Rute in 9 Fuß. Das war seelische Grausamkeit:cry2.
Die fische ich aber schon, ist immerhin eine Matschewsky Solitip.

Petri Heil

Lajos
 

Elmar Elfers

Moderator
Teammitglied
Jetzt, wo Du es schreibst, fällt es mir auch auf: Ich habe nur vier- oder mehrgeteilte Ruten. Die letzten beiden zweiteiligen Modelle habe ich allerdings schon vor einiger Zeit verkauft: Eine Sage Graphite II, glaube ich, und eine Glasrute von Fenwick.
Am besten von der Aktion wären einteilige Ruten. Allerding wird es dann schwierig mit dem Reisen ;-)
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

ich hab mir damals für Flugreisen extra vierteilige Ruten gekauft.

Die könnte ich daheim auch wie ne zweiteilige im Futteral transportieren, bei dreiteiligen Ruten ginge das nicht. :)

Hab zuhause aber fast immer meine zweiteilige Black-Star gefischt. War da auch immer nur ein paar Stunden und nicht den ganzen Tag unterwegs.
 

Lajos1

Well-Known Member
Jetzt, wo Du es schreibst, fällt es mir auch auf: Ich habe nur vier- oder mehrgeteilte Ruten. Die letzten beiden zweiteiligen Modelle habe ich allerdings schon vor einiger Zeit verkauft: Eine Sage Graphite II, glaube ich, und eine Glasrute von Fenwick.
Am besten von der Aktion wären einteilige Ruten. Allerding wird es dann schwierig mit dem Reisen ;-)
Hallo,

das mit der Aktion meine ich eigentlich nicht. Dies würden vermutlich nur ganz sensible Spitzenwerfer feststellen können. Es ist halt so, bei einer vierteiligen Rute habe ich drei Verbindungsstellen, bei einer sechsteiligen deren fünf und bei einer zweiteiligen halt nur eine und das macht den Auf- und Abbau schon etwas komplizierter und es können sich halt mehrere Verbindungen lockern und bei der zweiteiligen Rute halt nur eine.
Das mit Einschränkungen bei Reisen (ausser mit Flugzeugen) habe ich nie so empfunden und ich war seit Mitte der 1960er bis in die 1970er schon von Oberbayern, Österreich bis tief in Bosnien, Slowenien (war traumhaft damals) im damaligen Jugoslawien unterwegs, Sowie Schweden, Finnland und Norwegen, bis Lappland hoch, alles mit dem Auto. Hatte da keine Probleme. Aber vielleicht bin ich, aus Sicht der jungen Fliegenfischer, nur ein alter Mann, mit antiquierten Ansichten:laugh2.

Petri Heil

Lajos
 

Elmar Elfers

Moderator
Teammitglied
Hallo,

das mit der Aktion meine ich eigentlich nicht. Dies würden vermutlich nur ganz sensible Spitzenwerfer feststellen können. Es ist halt so, bei einer vierteiligen Rute habe ich drei Verbindungsstellen, bei einer sechsteiligen deren fünf und bei einer zweiteiligen halt nur eine und das macht den Auf- und Abbau schon etwas komplizierter und es können sich halt mehrere Verbindungen lockern und bei der zweiteiligen Rute halt nur eine.
Das mit Einschränkungen bei Reisen (ausser mit Flugzeugen) habe ich nie so empfunden und ich war seit Mitte der 1960er bis in die 1970er schon von Oberbayern, Österreich bis tief in Bosnien, Slowenien (war traumhaft damals) im damaligen Jugoslawien unterwegs, Sowie Schweden, Finnland und Norwegen, bis Lappland hoch, alles mit dem Auto. Hatte da keine Probleme. Aber vielleicht bin ich, aus Sicht der jungen Fliegenfischer, nur ein alter Mann, mit antiquierten Ansichten:laugh2.

Petri Heil

Lajos
Ich prüfe immer mal wieder die Steckverbindungen beim Fischen. Jedoch muss ich sagen, dass ich bisher die "vielen" Teile nicht wirklich als Nachteil gesehen habe. Klar, bei der ein oder anderen Rute muss ich mal nachjustieren, aber das hält sich in Grenzen. Beim Reisepunkt meinte ich auch den Flieger. Im Auto ist es ja kein Problem.
Angefangen habe ich übrigens mit einer neunteiligen Reiserute von Exori :)
Antiquierte Ansichten? Nein, einfach eine andere Sicht aufs Thema thumbsup
 

Lajos1

Well-Known Member
Ich prüfe immer mal wieder die Steckverbindungen beim Fischen. Jedoch muss ich sagen, dass ich bisher die "vielen" Teile nicht wirklich als Nachteil gesehen habe. Klar, bei der ein oder anderen Rute muss ich mal nachjustieren, aber das hält sich in Grenzen. Beim Reisepunkt meinte ich auch den Flieger. Im Auto ist es ja kein Problem.
Angefangen habe ich übrigens mit einer neunteiligen Reiserute von Exori :)
Antiquierte Ansichten? Nein, einfach eine andere Sicht aufs Thema thumbsup
Hallo,

aus meiner "Erbmasse" habe ich eine Teleskop-Fliegenrute von Shakespeare von 8 Fuß. Die ist zusammengeschoben gerade mal 40 cm lang. Die könnte ich in die Innentasche eines Jacketts stecken, die würde niemand bemerken (ohne Rolle natürlich) smile01.

Petri Heil

Lajos
 

Elmar Elfers

Moderator
Teammitglied
Hallo,

aus meiner "Erbmasse" habe ich eine Teleskop-Fliegenrute von Shakespeare von 8 Fuß. Die ist zusammengeschoben gerade mal 40 cm lang. Die könnte ich in die Innentasche eines Jacketts stecken, die würde niemand bemerken (ohne Rolle natürlich) smile01.

Petri Heil

Lajos
Das stimmt. Bei mir schwirrt irgendwo auch noch eine Tele-Fliegenpeitsche herum.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

aus meiner "Erbmasse" habe ich eine Teleskop-Fliegenrute von Shakespeare von 8 Fuß.
Ich müsste noch irgendwo ne gebrauchte "Airway Telefliegenrute" von DAM rumliegen haben. Allerdings nie selber gefischt.

Ruten mit kurzem Transportmaß sind nicht nur bei Flugreisen bequemer, sondern auch am Urlaubsort, wenn man z.B. mit Rucksack und Zelt durch die Wildnis wandert, oder bei Float-Trips mit Kanu oder Schlauchboot.
 

Waller Michel

Well-Known Member
Das stimmt. Ich habe auch irgendwann mal eine Felchenrute auf einem Fliegenrutenblank in der Hand gehabt. Ein feines Stöckchen :)
Mit einer Zweihandrute und Flugschnur ,Brot als Köder auf Karpfen stalken finde ich auch was ganz besonderes!
Der Hochsommer ist dafür die beste Zeit :)
Wenn man etwas erfinderisch ist, kann man mit der Fliegenrute viel Spaß haben und mehr als nur Forellen überlisten.
In vielen warmen Ländern, wird die Fliegenrute auch sehr erfolgreich in der leichten Meeresfischerei eingesetzt, gerade in Mankroven ( hab ich das jetzt richtig geschrieben? ) überlisten die Angler alles von Wolfsbarsch bis sonst was. .....
Aber natürlich ist nicht zuletzt das Forellenangeln in schnell fließenden Bächen und Flüsschen immer wieder ein Highlight :)

LG Michael
 

Lajos1

Well-Known Member
Hallo,

sicher haben die vielgeteilten Ruten manchmal auch einen Vorteil zu verzeichnen. Als ich Anfang der 1970er mal durch die Hardangervdida wanderte, dort gibts keine Strassen oder auch nur so etwas, was wir als Weg bezeichnen würden, wäre es vielleicht auch ein Vorteil gewesen. Diese Frage stellte sich aber nicht, da es da solche Ruten noch nicht gab, da musste meine Shakespeare Wonderrod 8 1/2 Fuß, natürlich zweiteilig, zehn Tage lang über gut 100 Kilometer Anglerwanderung herhalten:surprised .

Petri Heil

Lajos
 

Lajos1

Well-Known Member
Mit einer Zweihandrute und Flugschnur ,Brot als Köder auf Karpfen stalken finde ich auch was ganz besonderes!
Der Hochsommer ist dafür die beste Zeit :)
Wenn man etwas erfinderisch ist, kann man mit der Fliegenrute viel Spaß haben und mehr als nur Forellen überlisten.
In vielen warmen Ländern, wird die Fliegenrute auch sehr erfolgreich in der leichten Meeresfischerei eingesetzt, gerade in Mankroven ( hab ich das jetzt richtig geschrieben? ) überlisten die Angler alles von Wolfsbarsch bis sonst was. .....
Aber natürlich ist nicht zuletzt das Forellenangeln in schnell fließenden Bächen und Flüsschen immer wieder ein Highlight :)

LG Michael
Hallo,

das ist richtig. Ein Altmeister der deutschen Fliegenfischerszene, Robert Pfandl, fischte bereits Anfang der 1960er Jahre auch auf Karpfen mit der Fliege.
Als ich in den 1970ern an der slowenischen Krka (gibt auch eine kroatische Krka) fischte und in der wärmeren Tageszeit die Forellen nicht so wollten, ging ich manchmal in den Unterlauf und fischte mit der Trockenfliege auf die dort reichlich und auch in guten Größen (bis 1 Kilo) vorkommenden Rotfedern. Dies war sehr kurzweilig und auch erfolgreichsmile01.

Petri Heil

Lajos
 

Waller Michel

Well-Known Member
Hallo,

das ist richtig. Ein Altmeister der deutschen Fliegenfischerszene, Robert Pfandl, fischte bereits Anfang der 1960er Jahre auch auf Karpfen mit der Fliege.
Als ich in den 1970ern an der slowenischen Krka (gibt auch eine kroatische Krka) fischte und in der wärmeren Tageszeit die Forellen nicht so wollten, ging ich manchmal in den Unterlauf und fischte mit der Trockenfliege auf die dort reichlich und auch in guten Größen (bis 1 Kilo) vorkommenden Rotfedern. Dies war sehr kurzweilig und auch erfolgreichsmile01.

Petri Heil

Lajos
Kenne die kroatische Krka :) ist eine schöne Ecke :)

LG Michael
 
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