Bester Speedjig für Seelachs

Danschman

Member
Was ist denn euer Lieblingsjig für Seelachse?

Ich habe inzwischen schon mehrere Hersteller aus Fernost versucht und fischen am liebsten den hier. Der sinkt sehr schnell und lässt sich ohne viel Anstrengung durch die Wassersäule bewegen.
 
Keine Ahnung, was denn nun genau ein Jig ist ! ?
Ich benutze auf meine Seelachse einen schnöden Pilker !
Dein "Eisen", welches du hier vorstellst, würde bei mir aus zwei Gründen schon durchfallen.
Erstens ist mir datt Ding zu schwer und zweitens (viel wichtiger) würde ich in meinem Revier damit
sicherlich keine (oder mit Glück ein paar wenige ! ) Seelachse fangen !
Warum ?
Eben weil ich in meinem Revier die Seelachse fast ausschließlich den Brieslingen hinterher jagen.
Und die sind etwa 10cm lang.
Komme ich jetzt mit einem Köder der doppelt so lang ist daher, wird dieser in der Regel ignoriert.
Paßt halt nicht ins Beuteschema !
Nach über 25 Jahren im gleichen Revier, findet man irgendwann raus, wie die Viecher ticken ! :)
Ergo angele ich mit Pilkern zwischen 50 und 100g, die von der Größe im Rahmen bleiben.
 

Dorschbremse

Urlaub ist grundsätzlich zu kurz
Teammitglied
Bei Köhlerschwärmen im tiefen Freiwasser verwende ich Speedjigs- und da tun es auch einfache (günstige) mit vernünftigen Assisthooks...

Ansonsten ziehe ich Gufis an Jigköpfen oder Speedy-Pilker klar vor.
 

Andal

Teilzeitketzer
1. Immer solo - niemals mit Christbaum.

2. Immer im Dekor und den Umrissen der aktuellen Futterfische.

3. Sehr gerne den Kast Master Blinker mit blauer, oder grüner Reflexfolie. Sinkt zwar relativ langsam, hat aber beim einleiern eine optimale Aktion.
 

allegoric

Member
Grundsätzlich sind die Aussagen, die hier bereits getroffen wurden, richtig. Aber mir persönlich ist es auch wichtig, dass der Köder nicht nur schnell einzuleiern ist, sondern auch schnell sinkt. Die restlichen Aussagen wie „nur so groß wie der Futterfische“ oder „zw 50-100g“ kann ich zustimmen.

Ich musste aber feststellen, dass die besonders dicken Kerle gern auch auf besonders schnell fallende Köder reagieren. So kam es, dass ich mir auch mal ne ganze Palette an verschiedenen „Speedpilkern“ zugelegt habe in der Hoffnung, dass diese besonders gut fangen. Vor Ort war das Ergebnis aber gar nicht ao überragend, denn die meisten ließen sich zwar gut einkurbeln, aber brauchten beim Sinken eeeeewig viel Zeit. Da bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, einmal alle meine Pilker über gleichbleibend tiefem Wasser bei gleichem Gewicht zu messen. Die Tiefe war genau 100m und ich nahm meine Uhr, um die Zeiten bis zum Aufschlag der ~75-80g Pilker zu ermitteln. Das Ergebnis der Speedpilker war eher mittelmäßig, dagegen war ein eher unscheinbarer Pilker, der Dieter Eisele Power Select mit 80g in einer eher untypischen Farbe von Rot/Schwarz überragend schnell, obwohl dieser mit „spielt verführerisch“ beworben wird, was eher kontraproduktiv wäre. Den habe ich dann auch konsequent gefischt und ich war überrascht wie oft dann Fallbisse von besonders dicken Seelachsen zu verzeichnen waren. Auf 100m sind die Sinkzeiten bei so „leichten“ Ködern schon relativ lange, gerade wenn noch Strömung dazukommt. Da sind 10-20s Unterschiede nicht unwahrscheinlich und daher ist eine Vergleichbarkeitauch gegeben.

Die Uhrmethode eignet sich auch super, um den Pilker auf ne definierte Tiefe zu bringen. Gerade, wenn man über sehr tiefen Wasser angelt. Am Anfang war ich immer überrascht, dass so ein Sinkvorgang gern mal 90s dauern kann, um 100m zu erreichen. Aber wie gesagt, das gilt eben fürjeden Pilker etwas anders. Aber der ganze Aufwand lohnt sich, denn ein 75er Pilker lässt sich nun mal deutlich schneller durchziehen als 100g.
 
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