Bericht Oxfol 11.6 - 25.6.05, 1. Teil

Smöre

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Soo, nadem ich längere Zeit nichts mehr von mir hören lies, wegen berufl. Stress etc, hab ich doch auch noch während des Norwegen-Trips einiges in die Tasten getackert, um auch mal wieder waszur Kommuniation beizutragen. Wir, Karl, Jimmy und ich waren für zwei Wochen inOxfol, Halbinsel Fosen in einem Privathaus.



9.6

Abfahrt gegen 21:00 im Allgäu, mehrere längere Pausen, Ankunft in Kiel gegen 8:00, dort den ortsansässigen Angelladen gestürmt und die fehlenden Sachen noch nachgekauft, etwas in Kiel herumgelaufen und dann zur Fähre, um die Abfahrt nicht zu verpassen. Die Überfahrt nach Oslo am 10.6 zunächst etwas windig, dann aber auch unproblematisch. Essen abends wie immer genial, mit Hummer und Krebsen, Hähnchen uvm.



11.6

Ankunft in Oslo, Wetter windig, leicht bewölkt, wird Laufe des Tages schöner. In den Bergen ist noch recht viel Schnee, die Gloma und die Olka haben reichlich einen ½ Meter Hochwasser, aber klar. Bei einer Pause finden wir einen schönen Zeltplatz, wo an einem Einlauf eines Baches Äschen steigen. Kurz nach Elverum steht ein Elch auf der Strasse, wird aber von dem vor uns fahrenden LKW verschreckt, bevor wir die Fotoapperate bereit haben. Auf die Fähre nach Fosen müssen wird eine Stunde warten, Ankunft im Haus gegen 19:00. Dort ist alles bestens, der Vermieter – Harald – hat die Telefonnummer an Türe gepinnt, kommt sofort nach dem Anruf. Das Haus ist groß, nicht ganz
PHP:
zweckmäßig eingeteilt, aber für drei Personen ideal. Das Boot Holz, 22 Ft. 22 PS Diesel ist genial, etwas schwerfällig zu lenken, aber gutmütig und auch bei Wellen nicht kipplig. Haus einräumen, Brotzeit machen, gegen 23:00 liegt der Fjord ruhig wie ein Spiegel da, aber es ist kalt. Wir vereinbaren für morgen früh die erste Ausfahrt.



12.6


Aufstehen gegen 5:00, da die Helligkeit noch ungewohnt ist. Alles ist ruhig. Nach dem Frühstück kommt der erste Wind auf, aber nicht viel, so dass wir die erste Fahrt machen. Am Vettabaaen fangen wir die ersten Fische, bis der immer stärker werden Wind uns schließlich wieder umdrehen lässt. Erste Ausbeute:

3 Dorsche bis 4 Pfund

3 Schellfische bis 2 Pfund

2 Wittlinge

2 Leng

1 Köhler



13.6



Wieder viel Wind aus Ost. Wir fahren nach dem Frühstück erst mal einkaufen um Geld zu wechseln und Diesel und die fehlenden Lebensmittel einzukaufen. Dann an die Landsspritze, um die Wellen zu begutachten. Gar nicht so schlimm, so dass wir uns entscheiden, rauszufahren. Nach mehrere Stopps, die nicht viel einbringen, erreichen wir die Südspitze Tarvas. Tiefen von 20 Meter abfallend bis 400 Meter. Ab 100 Meter kommen die ersten Köhler und Pollaks, zunächst noch klein, dann die besseren. Karl und ich verlieren einen richten heftigen Biss, dann kann Karl einen Achtpfünder landen. Der Wind frischt auf, und wir verziehen und in den Windschatten westlich von Tarva, wo wir noch eine kleinere Köhler und Pollak landen können. Dann die Heimfahrt gegen Wind und seitliche Wellen sehr spitzig. Da Vollebbe, kommen Schlickbänke raus, vor denen wird Seehunde sehen können und einen Adler.

Ausbeute:

3 Dorsche

6 Pollak

38 Köhler 8 Pfund, 5 Pfund, viele 3 Pfund



14.6



Wie immer viel Wind, wir kommen nicht zur Insel Tarva raus, überall weiße Wellen. Erste Versuche um den Schwarzen Steinhaufen ohne Erfolg, so dass wir uns entschließen, Windschatten vor Valsholm zu suchen. Dort kombiniert Wind und Drift, so dass auch für Tiefen von 20 – 60 Meter mit 400 g nichts zu machen ist. Wir fischen mit Pilker und Beifänger oder mit Fetzen am Seitenarm. Nach dem Ablassen und einigen kurzen Grundkontakten kommt das Blei schlieslich ca 250 Meter hinterm Boot in Grundnähe und kann dort gehalten werden. Die Drift ist rasend schnell und verspricht wenig Aussicht auf Erfolg, als plötzlich meine Rute krumm wie ein Hänger ist, aber mit deutlichen und heftigen Ausschlägen. Es gelingt mir nicht, den Fisch vom Grund zu bringen, so dass das Boot immer weiter wegdriftet. Karl startet den Motor, um entgegen zu fahren, und den heftigen Zug zu entlasten. Nach harten Pumpen kommen schließlich zwei Dorsche mit jeweils knapp 10 Pfund an die Oberfläche. Karls Gaff, unter die Kiemendeckel geschlagen, besiegelt ihr Schicksal.



Nächste Drift, gleiche Vorraussetzungen, plötzlich wird Jimmys Rute krumm, nach kurzem Anschlag reist die 30er Geflochtene, wahrscheinlich wegen des flachen Winkels an eine scharfe Kante gekommen, es geht von 70 Meter rasch auf 10 Meter hoch. Mehrere weitere Driften bringen keine Bisse mehr, dafür gleichzeitig bei allen drei einen kapitalen Hänger, als wir über eine Kante hochtreiben. Durch Gegenfahren können aber alle wieder gelöst werden. Da der Wind immer mehr zulegt, entschließen wir uns, die Heimfahrt anzutreten. Mehrere kurze Stopps bringen noch einige kleine Dorsche und Köhler, insgesamt



4 Dorsche

4 kleine Köhler

2 kleine Leng





15.6.

Wie immer in der Früh heftiger Wind, der aber am Vormittag etwas abflaut, so dass wir uns entschließen, mal rauszufahren, um die Lage zu erkunden. Die Wellen in der Bucht sind bislang nicht immer aussagekräftig gewesen, um die Situation dann draußen vorhersagen zu können. Also Sachen zusammengerödelt, viel Sonnencreme aufgeschmiert ( es hat die ganzen Tage strahlend blauen Himmel mit vereinzelten Wolken, Temperaturen um die 20 C. Als wir am Steinhaufen vorbeikommen, wird die See immer ruhiger, so dass die Fahrt nach Tarva zu verantworten ist. Ein kurzer Halt am Torrisholm bringt einen kleiner Dorsch für Jimmy sowie mir einen anständigen Lump, der am feinen Gerät, Shimano-rute 12-15 pount, Abu 6500 C4 350 m 0,15 geflochtene, einen ordentlichen Drill liefert.



An der Südseite von Tarva angekommen, suchen wir südlich der Stange die 150 Meter Linie in der Erwartung, große Köhler im 100 Meter anzutreffen. Trotzdem das der Wind völlig abgeflaut ist, ist eine heftige Drift, bzw Unterströmung, die es fast unmöglich machen, mit köhlertauglichem Gerät in diese Tiefen zu kommen. Das Echolot zeigt immer wieder Fische in 120 Meter Tiefe, es gelingt aber aufgrund der Bedingungen nicht, in diesem Bereich längere Zeit zu bleiben.



Wir entschließen uns daher, etwas östlich einen Platz mit weniger Drift zu suchen, an dem allerdings bei 60 Meter im Mitttelwasser nur pfündige Köhler ärgern können. Mehrere erneute Positionswechsel bringen nichts ein, die Sonne heizt uns unbarmherzig unter unseren Floatings ein, es geht kein Hauch eines Windes mehr, Ententeichwetter, allerdings mit heftiger Drift. Karl finde schließlich eine schöne Unterwasserkante, von 60 Meter auf 150, dann auf 200 Meter, die wir öfters hinunterdriften. Jimmy und er pilken mit 250 – 400 Gramm, ich hab auf Fetzen am Seitenarm umgestellt, nachdem ich meine erste Montage abgerissen hab. Auf die Fetzen geht gar nichts, die Pilkfraktion kann einige kleinere Fische nach oben bringen, bis Karl auf einmal meint, jetzt hat er etwas besseres. Nach längerem Drill, bedingt durch die Tiefe und Drift, kann ich seinen Dorsch mit 16 Pfund gaffen und ins Boot ziehen. Weitere Driften bringen dann aber nichts mehr ein. Also erneuter Wechsel, an die Stange, Tiefe ca. 35 Meter. Ablassen, am Grund sofort heftige Bisse, sowohl auf Fetzen als auf Pilker. Es gehen aber beide Fische im Mittelwasser wieder verloren. Wieder oben zeigt sich, dass Jimmy einen kleinen Köhler am Makk hatte, der von einem Dorsch genommen wurde, meine Fetzen sind weg. Also erneut angefahren, Vorsichtig ins Mittelwasser, Biss, kleiner Köhler, rumms Rute krumm, wieder ein Überbiss, kurzer Drill, fünfpfündiger Dorsch. Der kleine Köhler mit 15 cm hängt noch am Makk. Mehrere weitere Driften, teilweise auch ins tiefere bringen weitere Bisse, die aber nicht verwerten werden können. Selbst Leng von 40 cm nehmen die kleinen Köhler. Größere Jäger sind allerdings nicht dabei. Weitere Versuche im Tiefen auf Köhler bzw an den Abhängen brachten nichts mehr ein. Zuhause wieder gegen 0:30, Filetieren, ein Teil der Köhler wird gleich von Jimmy in die Pfanne gesteckt, herrlich!! Ergebnis:

6 Dorsche

2 Lump

2 Leng

1 Schellfisch

1 Pollak

15 kleinere Köhler



16.6.



Wetter bessert sich, beim Frühstücken noch windig, wird aber deutlich leichter, so dass sich abzeichnet, dass heute ein ruhiger Tag wird. Beim Herrichten des Bootes ein Schreck, das Echolot, das Karl gestern gewaschen hat, verabschiedet sich kurz nach dem Einschalten, mehrere Versuche, Austausch der Sicherungen etc bringen nichts, so dass wir uns schließlich entscheiden, ohne auszufahren in der Hoffnung, dass die evtl eingetretene Feuchtigkeit austrocknet. Ohne Echolot trauen wir uns nicht, durch die Schlammschären zu fahren, so dass die Anfahrt nach Tarva aussen herum fast zwei Stunden dauert. Die Drift ist heute viel weniger, so dass zunächst mit leichtem Gerät angefangen werden kann. Bei ca 50 Meter fange ich einen Lump mit fünf Pfund, dann beim Ablassen einen Köhler, der nach vorsichtigen Drill sicher gelandet werden kann. Auch Karl hat einen Biss, den er zunächst mit ca fünf Pfund einschätzt, was sich er dann an der Oberfläche als prächtiger Dorsch mit 93 cm herausstellt. Zweite Drift bringt wieder mir und Karl mächtige Bisse im Mittelwasser bei 80 Meter. Karl fängt einen schönen Dorsch mit 90 cm, bei mir kommt nach schwerem Drill ein 84 cm Köhler, Pilker im Maul, Makk im Schwanz, quer hoch, daher der schwere Drill. Ich dachte schon, jetzt ists mal was ganz großes. Weitere Driften bringen schwarmweise kleine Köhler, die überwiegend wieder zurückgesetzt werden, sowie bei Karl zwei schöne Pollaks.

Wir verlegen den Standort auf die Westseite von Tarva, wo ich im Mittelwasser beim schnellen Hochholen des 125 g Pilkers wieder bei 75 m einen herrlichen Köhler mit 85 cm fangen kann, Karl hat einen schönen Biss, verliert ihn leider. Jimmy sitzt den ganzen Tag neben dran, macht das gleiche wie wir, fängt aber bis auf einen pfündige Köhler nichts.

Erneuter Wechsel an einen 64 m Berg, bringt aber nur kleine Köhler und einige Pollaks. Mittlerweile hat Flut in Ebbe gewechselt, was man deutlich an den ausbleibenden Bissen merkt. Bir beschließen die Heimreise anzutreten, machen noch einen Stopp, ein Dorsch, zwei Pollak bei Karl, zwei kleine Rotbarsche bei mir, dann sehr ruhige Heimfahrt.Wieder mehrere Seehunde auf den Schlammbänken. Daheim gegen ein Uhr, Filetieren bis 2:45, dann Essen, totmüde ins Bett gefallen gegen 4:00



17.6

Gegen 10:00 wieder erwacht, weil Lärm bei uns am Steg ist. Zwei Norweger filetieren grosse Köhler mit einem Meter. Karl kommt mit ihnen ins Gespräch, um die Fangplätze zu erfragen. Es stellt sich heraus, dass sie sie nicht selber gefangen haben, sondern von einem Berufsfischer geschenkt bekommen haben. Wo der sie gefangen hat, wissen sie nicht. Sie sind Freunde den Vermieters und filetieren immer am Steg. Karl befasst sich intensiv mit dem Echolot und findet das Problem. Die Anschlüsse im Stecker sind korrodiert, daher bekommt das Gerät keinen Strom. Eine neue Verkabelung und en neuer Stecker, den er dabei hat, lösen das Problem. Ausfahrt gegen 14:00, windig aus West und regnerisch, hohe Wellen lassen eine Fahrt nach Tarva nicht zu. Wir verziehen uns in den Windschatten bei Torrisholmen, lassen uns bei zwei kleinen Inselchen vom Ufer wegtreiben, in 20 – 30 Meter beißen kleine Dorsche, ab 50 Meter kommen wir in einen Schwarm jagender Pollaks, alles Fische um die sechs Pfund. Nach mehreren Driften hat sich der Schwarm aufgelöst oder wir finden ihn nicht mehr. Weiter im Tiefen können noch einige schöne Dorsche zwischen sechs und zehn Pfund gefangen werden, allerdings nimmt der Wind und die Drift immer mehr zu, so dass wir beschließen, abzubrechen und heimzufahren. Ergebnis:

14 Dorsch

13 Pollaks

7 Lump

1 Leng

2 Schellfische



Die Lump wahrscheinlich wegen der Nähe zu den Schlickbänken fast alle verwurmt



18.6



Herrliches Wetter, warm und fast Windstill, früh noch kurz zum Lebensmittel und Diesel einkaufen, dann noch was gegessen und raus, wenig Wellen und wenig Drift. Erster Halt an der gestrigen Pollakstelle – nichts. Raus nach Tarva, zweiter Halt an der Stange – nichts, weiter ins Tiefe, Köhler im Mittelwasser fangen – nichts, Auf dem Echolot zwischen 80 Meter und Grund viele Echos, Umbau auf kleine Fetzen – nichts. Einzig Jimmy hat eine heftigen Biss in Grundnähe , der ihm mehrfach die Rutenspitze ins Wasser zieht, dann aber verloren geht und kurz darauf eine Dorsch von acht Pfund landen kann. Ganz im Tiefen bei 240 Meter kann Karl dann noch einen kleinen Leng und ich mehrere kleine Lumpen fangen. Mittlerweile ist die Wasseroberfläche spiegelglatt, kleine Köhler sind an der Oberfläche, es ist aber weit und breit kein grösserer Fisch, der gefangen werden will. Gegen Mitternacht, nachdem der Höchststand der Flut überschritten ist, brechen wir das Trauerspiel fast ergebnislos ab

1 Dorsch

2 Lumpen, verwurmt

1 Leng

1 Schellfisch

1 blauer Wittling 18 cm

mehrere kleine Rotbarsche


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