congermichi
Member
hallo norgefreunde,
ich wollte mal ein thema eröffnen, was mich seit jahren fertig macht.
wir waren im mai 03 auf der fjordline von bergen nach hanstholm. nach kurzem stopp in egersund zog sich ein gewitter über uns zusammen. es hatte laut aussage schon vorher winstärke 6-7. aber was dann abging sprengte jegliche vorstellungskraft von mir. ich hatte diese gewaltige große fähre für echt sicher und stabil gehalten. das gewitter brachte einen sturm mitsich der uns alle durchschüttelte. wir saßen erst im sb-restaurant und hatten 25 euro pauschal bezahlt und wollten gemütlich essen, aber es war uns nicht möglich den teller am platz zu behalten. heute gesehen zum totlachen, aber es war erst der anfang.
nach und nach zog ein brecher nach dem anderen gegen die seite des schiffes und es wackelte und quietsche überall. wir sahen daß übergemalte schiff jetzt mit anderen augen . wenn die angst in einem hochsteigt sieht man echt jede roststelle und wacklige schraube. die meisten frauen und kinder hatten sich schon irgendwo in die ecken verschanzt und übergaben sich um die wette. ein paar männer versuchten noch den harten zu makieren doch es verging ihnen zusehnlich. es hatte sich bis zum abend etwa 60-70 % übergeben und so roch es überall. mein freund achim und ich wurden los langsam panisch und beschlossen und zur rezeption vorzukämpfen. die dame dachte, sie stand vor uns, aber es sah aus als wenn sie nen dauerlauf hinter ihrem thresen machte. ein gequältes berufslächeln auf dem gesicht fragte sie uns "was is los" .
ich glaube ich hab sie in 3 sprachen gefragt wann wir untergehen oder ob ich im kleingedruckten was nicht gelesen hatte, zwecks überlebenstraining.
aus unserem kabinenbullauge konnten wir die schaumkronen vorbei kommen sehen. im kabinengang hätte man abfahrtslauf trainieren können und wir sahen beide aus wie "shrek" im gesicht. im magen hatten wir alle nichts mehr und deshalb beschlossen wir den weltuntergang mit hilfe einer schlaftablette im bett zu überstehen. der boardarzt war wohl das härteste was ich an mann bisher gesehen habe. das schiff war nur noch ein spielball der wellen, das personal war fast nicht mehr zu sehen, die gäste lagen reihenweise flach und bekamen kein wort mehr raus und der kerl las in seinem büro in einer fachliteratur und schaute uns erstaunt an.
jedenfalls schliefen wir dann gegen mitternacht ein und wachten morgens in hanstholm bei gemäßigtem wind auf.
nach kurzem schütteln beschlossen wir beide, uns nie wieder auf diesen langen tripp einzulassen. keine 7 stunden angst mehr. höchstens noch die scandlines ab rostock-gedser oder trelleborg. ich weiss jetzt was es heisst angst zu haben und an seinem leben zu hängen.
inzwischen waren wir 4x auf diesem wege in norge. es ist zwar viel autofahrt aber es geht auch rum.
schreibt doch mal eure meinung oder irgendwelche erfahrungen mit dem thema.|wavey:
ich wollte mal ein thema eröffnen, was mich seit jahren fertig macht.
wir waren im mai 03 auf der fjordline von bergen nach hanstholm. nach kurzem stopp in egersund zog sich ein gewitter über uns zusammen. es hatte laut aussage schon vorher winstärke 6-7. aber was dann abging sprengte jegliche vorstellungskraft von mir. ich hatte diese gewaltige große fähre für echt sicher und stabil gehalten. das gewitter brachte einen sturm mitsich der uns alle durchschüttelte. wir saßen erst im sb-restaurant und hatten 25 euro pauschal bezahlt und wollten gemütlich essen, aber es war uns nicht möglich den teller am platz zu behalten. heute gesehen zum totlachen, aber es war erst der anfang.
nach und nach zog ein brecher nach dem anderen gegen die seite des schiffes und es wackelte und quietsche überall. wir sahen daß übergemalte schiff jetzt mit anderen augen . wenn die angst in einem hochsteigt sieht man echt jede roststelle und wacklige schraube. die meisten frauen und kinder hatten sich schon irgendwo in die ecken verschanzt und übergaben sich um die wette. ein paar männer versuchten noch den harten zu makieren doch es verging ihnen zusehnlich. es hatte sich bis zum abend etwa 60-70 % übergeben und so roch es überall. mein freund achim und ich wurden los langsam panisch und beschlossen und zur rezeption vorzukämpfen. die dame dachte, sie stand vor uns, aber es sah aus als wenn sie nen dauerlauf hinter ihrem thresen machte. ein gequältes berufslächeln auf dem gesicht fragte sie uns "was is los" .
ich glaube ich hab sie in 3 sprachen gefragt wann wir untergehen oder ob ich im kleingedruckten was nicht gelesen hatte, zwecks überlebenstraining.
aus unserem kabinenbullauge konnten wir die schaumkronen vorbei kommen sehen. im kabinengang hätte man abfahrtslauf trainieren können und wir sahen beide aus wie "shrek" im gesicht. im magen hatten wir alle nichts mehr und deshalb beschlossen wir den weltuntergang mit hilfe einer schlaftablette im bett zu überstehen. der boardarzt war wohl das härteste was ich an mann bisher gesehen habe. das schiff war nur noch ein spielball der wellen, das personal war fast nicht mehr zu sehen, die gäste lagen reihenweise flach und bekamen kein wort mehr raus und der kerl las in seinem büro in einer fachliteratur und schaute uns erstaunt an.
jedenfalls schliefen wir dann gegen mitternacht ein und wachten morgens in hanstholm bei gemäßigtem wind auf.
nach kurzem schütteln beschlossen wir beide, uns nie wieder auf diesen langen tripp einzulassen. keine 7 stunden angst mehr. höchstens noch die scandlines ab rostock-gedser oder trelleborg. ich weiss jetzt was es heisst angst zu haben und an seinem leben zu hängen.
inzwischen waren wir 4x auf diesem wege in norge. es ist zwar viel autofahrt aber es geht auch rum.
schreibt doch mal eure meinung oder irgendwelche erfahrungen mit dem thema.|wavey: