Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Ralle 24

User
Angeln und Naturschutz, geht das zusammen ?

Kann ein Anglerverband gleichzeitig auch Naturschutzverband sein?

Was machen unsere Verbände in Sachen Naturschutz, und was sollten sie besser machen ?

Viele Fragen, die immer wieder in den Unterschiedlichsten Themen angeschnitten werden, aber nie so richtig in den Focus einer zielgerichteten Diskussion gelangen.

Versuchen wir das doch einfach mal.

Angler sind Naturschützer ?!

So ist es immer wieder zu lesen und zu hören. Stimmt das ?

Eindeutig Nein !

Angler sind Angler. Wir Angler wollen die Ressourcen unserer Gewässer nutzen, wollen draußen in der Natur sein, abschalten vom Alltag, spannende Entspannung suchen, wollen Fische fangen.

Das ist überhaupt nichts verwerfliches. Nichts, dessen man sich schämen müsste. Es ist m.M. nach sogar ein Grundrecht. Es besteht nicht der allerkleinste Grund dafür, dass man sich als Angler ein "milderndes" Mäntelchen umhängt um sein Tun zu relativieren. Reines Angeln, ohne Nistkästenaufhängaktionen, ohne Lachs- oder Meerforellenchutz, ohne Feuchtbiotopanlage, ohne jegliche Naturschützerische Aktivität ist legitim und legal.


Wird von Anglern Naturschutz betrieben ?

Ja selbstverständlich. Sogar mit enormem finanziellen und/oder persönlichem Aufwand. Aktiver Naturschutz, von Anglern betrieben, hat einen enorm hohen Qualitätsfaktor. Dabei ist es vollkommen gleich, ob Naturschutz auch, oder vorrangig, aus Eigennutz betrieben wird, wie z.B. Fischschutzprogramme, Aktivitäten gegen Gewässerverschmutzung und -verbauung etc., oder ob es Aktivitäten sind, die mit dem Angeln in keinster Weise im Zusammenhang stehen, wie z.B. das aufhängen von Nistkästen, das anlegen von Feuchtbiotopen etc.

Entscheidend ist nicht die Motivation, sondern das Ergebnis.

Halten wir fest: Ein Angler wird nicht zum Naturschützer, weil er angelt, sondern durch Aktivitäten und Engagement über das direkte angeln hinaus.


Naturschutz hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft?!


Ja, natürlich. Wobei man allerdings feststellen muss, dass dieser hohe Stellenwert sich zumeist auf "find ich gut" beschränkt. Sobald es darum geht, selbst Anstrengungen zu unternehmen, Verzicht zu üben oder auch nur, sich tiefer mit der Materie zu befassen, tendiert das Interesse gegen null.
Die grüne, wunderschön blühende Sumpfwiese wird beklatscht, auch wenn es sich beim Bewuchs ausschließlich um drüsiges Springkraut handelt und eher eine Katastrophe aus Naturschützerischer Sicht ist.
Grün ist = "Gut" ( unpolitisch gemeint)

Halten wir weiter fest:

Der Durchschnittsbürger verfügt bestenfalls über rudimentäre Grundkenntnisse. Mangels Wissen ist er sehr leicht manipulierbar und unkritisch. Die einfache Formel lautet:
" Schützen ist gut, Nutzen ist böse".

Naturschutz hat einen hohen Stellenwert in der Politik?!

Ganz klar. Zielgruppe der Politik sind die Wähler. Wie vorhergehend festgestellt, sind eben diese Wähler mangels Wissen sehr leicht manipulierbar. Naturschutz ist in der Politik ein gern benutztes und recht erfolgreiches Netz zum Fang von Wählerstimmen. Keine Maßnahme ist blödsinnig genug, um damit nicht doch Stimmen zu fangen. Kein Verbot ist wiedersinnig genug, um die Wähler von "Grün ist Gut" abzubringen.

Halten wir fest. Naturschutz ist für die Politik ein Werkzeug zum Fang von Wählerstimmen, welches erst dann stumpf wird, wenn der Kommerz in ausreichender Weise Einfluss nimmt.

Ein Anglerverband muss zwingend auch ein Naturschutzverband sein?!


Ja, verdammtnochmal ja. Sieht man den Stellenwert des Naturschutzes in Politik und Gesellschaft, muss man nur eins und eins zusammenzählen um festzustellen, dass ein Anglerverband unbedingt und zwingend auch ein Naturschutzverband sein muss.
Die Tatsache, dass Naturschutzverbände bei allen möglichen Gesetzesvorhaben gehört werden müssen, ein reiner Anglerverband jedoch nicht, ist ein reines Politikum und rechtfertigt schon alleine den Status eines Naturschutzverbandes. Darüber muss man gar nicht diskutieren.

Doch mindestens genauso wichtig, nein fast noch wichtiger, ist der Naturschutz in Sachen Lobbyarbeit und für das Ansehen der Angler in der Gesellschaft.

Und genau hier treten unsere Verbände auf den Plan, oder sie sollten es zumindest tun.

Man muss leider feststellen, dass der Umgang mit dem Thema Naturschutz in unseren Verbänden, sowohl aus Lobbyistischer Sicht, als auch Gesellschaftpolitisch ein absolutes Trauerspiel ist.

Ich muss mich im weiteren auf den VDSF berufen, da ich die Aktvitäten im DAV nicht ausreichend bewerten kann. Aber das können involvierte Diskutanten aus Reihen des DAV sicher ergänzen.


Der VDSF nutzt das Thema Naturshutz fast ausschließlich als oben erwähntes Mäntelchen um die projezierte Verwerflichkeit der Naturnutzung abzumildern. Man flüchtet sich in Alibiaktionen, wie die Mundpropaganda zur Wasserrahmenrichtlinie, dem Aalschutz, dem Schutz der Dorschbestände etc.
Man pflegt ein paar wenige, vermeintlich öffentlichkeitswiksame Projekte wie den Schutz der Meerforelle, Lachs- oder Maifischprogramme ( was nicht negativ ist), vergisst dabei aber vollkommen die vieen tausend Angler, die aktiv in Sachen Naturschutz organisiert sind.
Es gibt keinerlei Übersicht über alle Aktivitäten von Anglern in Sachen Naturschutz. Alleine eine Auflistung der hunderte von Kubikmetern Müll, die von Anglern jährlich bundesweit aus der Natur entfernt wurden, wären wunderbare Werbung für die Angelfischerei.

Eine Landesweite Übersicht über von Anglern angelegten und gepflegten Feuchtbiotopen, ach wie könnte man damit hausieren gehen.

Berichte über zur Brutzeit freiwillig vom Angeln ausgenommene Brutplätze von gefährdeten Vogelarten, über Fischschutzzonen, über das anlegen von Flachwasserbereichen. Ja, das wär was.

Statt dessen gibt Lippenbekenntnisse, ein paar Bildchen von Fröschen oder Blümchen auf der Verbandshomepage und natürlich Verbote und Einschränkungen.

Mit Verboten und Einschränkungen lässt sich wunderbar und spielend einfach Propaganda machen. Glaubt man.

In Tat und Wahrheit lachen sich fachlich fundierte Naturschüzer ins Fäustchen, ob der teil obskuren und sinnlosen Verbote und Einschränkungen. Man schüttelt den Kopf, wissend, dass die Angler sich da völlig unnötig ihr eigenes Grab schaufeln.
Den fanatischen Angelgegnern, die im Naturschutz übrigens eine absolute Minderheit sind, spielt man damit noch in die Karten. Zeigt man doch überdeutlich, dass man " Dreck am Stecken" hat. Dass Angeln eben doch die Natur über Gebühr schädigt.

Bestes Beispiel dafür ist die unsägliche Kormorandebatte. Damit hat der Verband im wahrsten Sinne des Wortes den Vogel abgeschossen und sich in Reihen der Naturschützer vollkommen lächerlich gemacht und den Angelgegner noch hervorragende Munition geliefert.

Ein Kormoranmanagement hat nichts,null und dreimal nichts mit Naturschutz zu tun. Der Kormoran gefährdet kein Ökosystem und bringt keine Fischart zum aussterben. Damit würde er sich selbst seiner Lebensgrundlage berauben,und dass schafft von alen Spezies dieser Erde nur der Mensch.
Eine Dezimierung des Kormorans aus naturschützerischen Aspekten ist vollkommen widersinnig.

Die Kormoranproblematik ist nichts anderes als Shädlingsbekämpfung. Sie unterscheidet sich nicht von der Problematik im Umgang mit anderen Schädlingen menschlich genutzter Ressourcen. Und hier richtet der Kormoran tatsächlich und zum Teil garvierende Schäden an. An dem Nutzungsvorrat des Menschen wohlgemerkt, nicht an der Natur als solches.

Beides, also Naturschutz und Schädingsbekämpfung miteinander zu verquicken, ja unter dem Deckmäntelchen des einen, das andere betreiben zu wollen, disqualifiziert die Angler und deren Verbänden in Sachen Naturschutz grundlegend.


Was kann/soll ein Anglerverband in Sachen Naturschutz tun?


Aufgabe eines Verbandes ist m.M. nach die klare Festlegung auf die Kernkompetenzen und hier strikte Vorgaben und gezielte Aktivitäten.

Es ist ein Unding, dass sich ein Angler- und erklärter Naturschutzverband keinen Deut um die Besatzpolitik kümmert. Das ist eine Naturschützerische Baustelle allererster Kathegorie, die vollkommen in den Verantwortungsbereich der Angelfischerei fällt. Eine Baustelle, auf der noch kein einziger Handschlag getan wurde.

Es ist ein Unding, dass der Verband all die zahllosen Aktivitäten seiner Mitgleider vollkommen ignoriert. Dass es keinerlei Aufzeichnungen, Statistiken oder Berichte darüber gibt, was Angler Tag für Tag in Sachen Naturschutz leisten.

Es ist fast ein Verbrechen an der Anglerschaft, die Öffentlichkeit nicht aktiv und aggressiv mit all diesen wertvollen Naturschutzprojekten der Angler zu beharken. Die leicht manipulierbare Gesellschaft den Angelgegnern zu überlassen und damit auch jeglichen Vorteil gegenüber der Politik zu verspielen.


Was müsste der Verband nun unternehmen ?

Ich erwarte von einem Verband, dass er ein bundesweites Informationsnetzwerk errichtet über das alle Informationen in Sachen Naturschutz gesammelt und ausgewertet werden.
Ich erwarte, dass er strenge Richtlinien in Sachen Besatzpolitik erlässt und auf deren Einhaltung achtet.
Ich erwarte, dass er klar zu seinen Kernkompetenzen steht, dass er sich als Partner des Naturschutzes versteht und nicht als Geißel oder Opfer. Dass er mit Überzeugung und Sachverstand Hand in Hand mit dem Naturschutz arbeitet, anstattden vermeintlichen Kettenhund mit Wurststückchen zu besänftigen versucht, oder sich gar vor den Karren der Berufsfischer und Fischzüchter spannen lässt.

Nun wird das mit den vorhandenen Strukturen und Personen nicht gelingen. Da gehören Fachleute hinzugezogen, die wirklich was vom Naturschutz verstehen. Da gehört Personal eingestellt, welches bis in die Vereine heruntergeht und Informationen sammelt und verarbeitet.
Ein umfassendes Netzwerk, besetzt mit Fachkräften oder zumindest unterstützt von selbigen.

Sowas bekommt man nicht umsonst, sowas kostet Geld. Und das muss in die Hand genommen werden. Und wenn das Geld nicht reicht, müssen Beiträge erhöht werden. Ganz klarer Fall.

Sowas wäre z.B. ein Ziel für einen neuen, fusionierten Verband. Eines von vielen.

Naturschutz von Anglern für Angler und das ausreichend werbewirksam in der Öffentlichkeitin Szene gesetzt.

Dann würden wir, trotz sicher bestehen bleibender Differenzen, endlich auch mal ernst genommen werden.
 

joerch

<°)))><(
AW: Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Tja lieber Ralle,
alles richtig und wahr - leider vergebene Liebesmüh, denn Angler wollen nichts weiter als angeln. Um den Rest sollen sich gefälligst die Funktionäre kümmern. *ironiemodus aus*

Tun die natürlich nicht - zwingt sie ja schließlich auch keiner.

Und genau deswegen wird Angeln auf Dauer gesehen auch 'weggenaturschützt'.

Es sei noch erwähnt das sich nach meiner Auffassung nur die Angler Naturschützer nennen dürften. Sie allein haben vor vielen Jahrzehnten dafür gesorgt, das wir hier in unserer Republik überhaupt noch einen Tropfen genießbaren Wassers haben. Sie haben zwar aus Eigennutz für die Verbesserung der Lebensräume 'ihrer' Fische gesorgt, aber in der Summe haben alle Menschen was davon. Praktizierter Naturschutz also!

Die Naturschützer von heute ruhen sich auf den Lorbeeren aus, die ausschließlich den Anglern zustehen.
Und die Angler sind so doof und lassen sich dies nicht nur gefallen, sondern sich darüberhinaus auch noch von ihren eigenen Gewässern aussperren.

Fröhliche Grüße
 

Ralle 24

User
AW: Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Nö Jörch, sehe ich volkommen anders.

Bei den Naturschützern gibt es auch die weit von der Basis entfernten Vereins- und Verbandsjockel, wie bei den Anglern auch.

Und es gibt zahllose Menschen, die Geld und Freizeit opfern und aktiv was für den Naturschutz tun. Genau wie bei den Anglern eben.

Und wie bei den Anglern verschiedene Interessengruppen sich die Augen auskratzen, sogibt es das auch bei den Naturschützern. Wenn die heißgeliebten Reiher den mühsam angelegten Froschteich pündern, ist Randale angesagt.|supergri

Der Unterschied ist, dass die Funktionäre der Naturschützer es vortrefflich verstehen, die Gesellschaft für sich einzunehmen und zu manipulieren.

Anglerfunktionäre sind dazu zu naiv oder inkompetent.

Selbstverständlich müssen sie die Anglerfunktionäre um den Naturschutz kümmern, aber bitte kompetent und seriös.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Selbstverständlich müssen sie die Anglerfunktionäre um den Naturschutz kümmern, aber bitte kompetent und seriös.
Die Worte "Anglerfunktionäre" sowie "kompetent und seriös" in einem Satz zu schreiben, halte ich für mutig...........
 

erT

Punkroque Trattoria
AW: Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Angler werden in dieser Diskussion viel zu schnell über einen Kamm geschoren.
Es mag hier im Forum und in den Vereinen viele Angler geben, die den Angelplatz säubern und aufräumen, bevor sie ihr Zelt aufschlagen. Die gern draußen sind, bei denen das Erlebnis im grünen zu sein mit ausschlaggebend für den Angelsport ansich ist.
Leider ist ein Großteil aller 'Angler' aber eben jener, der die Ufer erst verdreckt. Der abschlägt was an den Haken geht, die Kippe in den Bach wirft und garnicht weiß, dass ein Aal nicht einfach zurückgesetzt werden kann, damit sich der Bestand wieder erholt.
Oft ist es einfach der Ergeiz etwas am Band zappeln zu haben. Nicht mehr und nicht weniger. Sei es mit lebendem Köderfisch, nachts bei Verbot, oder oder oder.
Diese Leute kann man nicht ohne Verbote ihrer Vernunft überlassen. Der Zug ist abgefahren. Angler, die sich eine intakte Natur wünschen und auch die Zusammenhänge verstehen sind in meinen Augen in der Minderheit. Diejenigen die aktiv etwas tun sowieso.
 

joerch

<°)))><(
AW: Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Nö Jörch, sehe ich volkommen anders.
Hallo Ralle,
ehrlich - ich kann da jetzt nicht so wirklich eine tiefe Diskrepanz zwischen unser beider Ansichten entdecken!?

Klar bietet man als Gemeinschaft, die ihre internen Querelen öffentlich austrägt,
seinen Gegnern hervorragende Angriffsziele.
Man liefert ihnen ihre Argumente ja sozusagen frei Haus.

Und genau das können wir Angler besonders gut!
Wir sollten endlich lernen das es völlig egal ist, ob man mit Wurm oder Fliege angelt.
Bei beidem handelt es sich um nichts weiter als Angeln!

Das Einzige was uns noch helfen kann, ist bedingungsloses Zusammenhalten
aller Angler(gruppen) nach außen. Und natürlich starke Vertreter, die Willens und in der
Lage sind, ohne wenn und aber allein unsere Interessen durchzusetzen.

Wenn weiter so gezaudert wird wie bisher - angelt Deutschland nicht mehr lang.
 

Zusser

Active Member
AW: Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Es ist ein Unding, dass sich ein Angler- und erklärter Naturschutzverband keinen Deut um die Besatzpolitik kümmert.
Sorry, dass ich mich nachfolgende wieder auf das böse 'B'-Land beziehe, aber nur hier kenne ich mich aus, über die (Nicht-?)Leistungen des NRW Landesverbandes kann ich überhaupt nichts sagen.

Hierzulande greift der Verband durchaus in die Besatzpolitik ein, indem der Besatz der Vereine mit Äschen, Bachforellen und Seeforellen bezuschusst wird.
Der Verband fördert auch die Ausbildung von Gewässerwarten, damit diese die Fachkenntnis erwerben, wie besetz werden sollte.
Weitergehende Bevormundung der Vereine in dieser Frage ist kaum nicht möglich, obwohl wünschenswert. Hier könnte möglicherweise der DAV deutlich mehr erreichen, schließlich gehören dem die Gewässer, bzw. die Fischereirechte.

Es ist ein Unding, dass der Verband all die zahllosen Aktivitäten seiner Mitgleider vollkommen ignoriert. Dass es keinerlei Aufzeichnungen, Statistiken oder Berichte darüber gibt, was Angler Tag für Tag in Sachen Naturschutz leisten.
Mal ehrlich, wo sollen die Zahlen denn herkommen?
Glaubst du im Ernst, ich hätte bei der Gewässerreinigung im Frühjahr eine Waage dabeigehabt, um die Säcke mit Kunststoff, Glas, Restmüll auch noch zu wiegen??
Der Vorstand hätte dann die Zahlen von den verschiedenen Teams einfordern sollen, um sie dann an den Verband weiterzuleiten?
Mensch, wenn das in der Hauptversammlung einer vorschlagen würde, würde er für verrückt erklärt!

In der Regionalpresse wird übrigens immer wieder mal von den Gewässerreinigungsarbeiten der Vereine und Schule (!) berichtet.
Ob man damit mit noch so viel Agressivität wirklich den Normalbürger beeindrucken kann? Ich glaube nicht. Schließlich geht es 'nur' um Müllabfuhr, traditionell eine Aufgabe der Underdogs.


Aber lies doch mal in die aktuelle Ausgabe des Verbandsblattes, in den letzten Tagen erschienen.
http://www.lfvbayern.de/mitgliederservice/mitgliederzeitschrift/
Wenn du findest, dass der Landesverband nichts für den Naturschutz tut, oder das nicht kommuniziert, weiß ich auch nicht.

Was müsste der Verband nun unternehmen ?

Ich erwarte von einem Verband, dass er ein bundesweites Informationsnetzwerk errichtet über das alle Informationen in Sachen Naturschutz gesammelt und ausgewertet werden.
D'accord.
Das wird aber richtig teuer, dafür wird man mehr als eine qualifizierte Vollzeitkraft brauchen, meine ich. Jemand müsste das bezahlen.

Vielleicht könnte sich das ein fusionierter Bundesverband leisten?

Ich erwarte, dass er strenge Richtlinien in Sachen Besatzpolitik erlässt und auf deren Einhaltung achtet.
Ist das rechtlich überhaupt möglich? Ich denke nein.
Und würden einem Verband nicht die Mitglieder davonlaufen, wenn sie gezwungen würden, ökologisch korrekt zu besetzen? Also keine Karpfen mehr, stattdessen Schleien und nur nach dem Gebot der Nachhaltigkeit, den das Fischereigesetz ja auch enfordert.
Dass dann die Zahl der Angler insgesamt sich drastisch reduzieren würde, liegt für mich auf der Hand.

Das ist ein Thema, das die die Mitglieder tatsächlich auf die Barrikaden bringen würde, nicht die immer wieder herausgestellten Nachtangelverbote, Abknüppelgebote, Setzkescherverbote. Diese Kümmernisse tangieren nur Minderheiten und kommen auch nicht von den Verbänden.

Ich erwarte, dass er klar zu seinen Kernkompetenzen steht, dass er sich als Partner des Naturschutzes versteht und nicht als Geißel oder Opfer.
Wieder kann ich nur zur Lektüre des Verbandsblattes raten, das müsste dir eigentlich gefallen. Obwohl, es kommt ja vom VDSF (bzw. einem seiner Schergenverbände) und ist damit ja per definitionem Teufelswerk.
 

Ralle 24

User
AW: Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Sorry, dass ich mich nachfolgende wieder auf das böse 'B'-Land beziehe, aber nur hier kenne ich mich aus, über die (Nicht-?)Leistungen des NRW Landesverbandes kann ich überhaupt nichts sagen.

Hierzulande greift der Verband durchaus in die Besatzpolitik ein, indem der Besatz der Vereine mit Äschen, Bachforellen und Seeforellen bezuschusst wird.

Das ist nicht eingreifen, sondern unterstützen. Das ist nicht schlecht, aber notwendig wäre striktes Unterbinden von Fehlbesatz.
Der Verband fördert auch die Ausbildung von Gewässerwarten, damit diese die Fachkenntnis erwerben, wie besetz werden sollte.

Und wirft die perfekt ausgebildeten Gewässerwarte den fischungrigen Anglern zum Fraß vor. Was glaubst Du, wieviele Gewässerwarte das erlernte in die Praxis umsetzen können ?



Weitergehende Bevormundung der Vereine in dieser Frage ist kaum nicht möglich, obwohl wünschenswert. Hier könnte möglicherweise der DAV deutlich mehr erreichen, schließlich gehören dem die Gewässer, bzw. die Fischereirechte.

Man bedenke, es gibt diese "Bevormundung" im Fischereigesetz. Nur ist es Schall und Rauch.


Mal ehrlich, wo sollen die Zahlen denn herkommen?
Glaubst du im Ernst, ich hätte bei der Gewässerreinigung im Frühjahr eine Waage dabeigehabt, um die Säcke mit Kunststoff, Glas, Restmüll auch noch zu wiegen??
Der Vorstand hätte dann die Zahlen von den verschiedenen Teams einfordern sollen, um sie dann an den Verband weiterzuleiten?
Mensch, wenn das in der Hauptversammlung einer vorschlagen würde, würde er für verrückt erklärt!

Bei uns wird jeder Wagen Brutto/Netto an der Deponie verwogen und jeder bekommt einen Wiegezettel. Da steht genau drauf, wieviel man abgegeben hat.
Ich weiß ja nicht, wo man in Bayern den Müll verklappt ( Scherz):q


In der Regionalpresse wird übrigens immer wieder mal von den Gewässerreinigungsarbeiten der Vereine und Schule (!) berichtet.
Ob man damit mit noch so viel Agressivität wirklich den Normalbürger beeindrucken kann? Ich glaube nicht. Schließlich geht es 'nur' um Müllabfuhr, traditionell eine Aufgabe der Underdogs.

Man kann. Nicht nur mit Müll. Es gibt jede Menge Naturschutzprojekte von Anglern, musst ncht alles auf Müll konzentrieren.



Aber lies doch mal in die aktuelle Ausgabe des Verbandsblattes, in den letzten Tagen erschienen.
http://www.lfvbayern.de/mitgliederservice/mitgliederzeitschrift/
Wenn du findest, dass der Landesverband nichts für den Naturschutz tut, oder das nicht kommuniziert, weiß ich auch nicht.

Ja Super. Endlich sagt uns Anglern mal einer, was wir selbst grade getan haben. Nein, die Infos im Verbandsblättchen sind schon gut. Aber es geht hier um Werbung, nicht um Selbstbeweihräucherung. Welcher Nichtangler liest das Verbandsblättchen? Warum gibt es dafür nicht (auch) einen großen und detaillierten Bereich auf der HP des Verbandes?


D'accord.
Das wird aber richtig teuer, dafür wird man mehr als eine qualifizierte Vollzeitkraft brauchen, meine ich. Jemand müsste das bezahlen.

Vielleicht könnte sich das ein fusionierter Bundesverband leisten?

Vielleicht reicht es auch, 10€ pro Mann und Jahr zusätzich zu zahlen? Würd ich gerne beisteuern.


Ist das rechtlich überhaupt möglich? Ich denke nein.
Und würden einem Verband nicht die Mitglieder davonlaufen, wenn sie gezwungen würden, ökologisch korrekt zu besetzen? Also keine Karpfen mehr, stattdessen Schleien und nur nach dem Gebot der Nachhaltigkeit, den das Fischereigesetz ja auch enfordert.
Dass dann die Zahl der Angler insgesamt sich drastisch reduzieren würde, liegt für mich auf der Hand.

Für mich nicht. Wenn das konsequent und überall gemacht und kontrolliert wird, ist das auch überall gleich.


Das ist ein Thema, das die die Mitglieder tatsächlich auf die Barrikaden bringen würde, nicht die immer wieder herausgestellten Nachtangelverbote, Abknüppelgebote, Setzkescherverbote.

Das denke ich allerdings auch. Ist aber dennoch kein Unterschied zu heute, denn die Gesetzeslage besteht ja schon, Sie muss nur angewendet werden. Und es gibt schon einen erheblichen Unteschied zwischen ökologisch sinnvollen und notwendigen Maßnahmen und moralgesteuertem Gutmenschentum.




Wieder kann ich nur zur Lektüre des Verbandsblattes raten, das müsste dir eigentlich gefallen. Obwohl, es kommt ja vom VDSF (bzw. einem seiner Schergenverbände) und ist damit ja per definitionem Teufelswerk.
Och, das Blatt gefällt mir durchaus. Nur hat es nix, aber auch gar nix, mit Lobbyarbeit zu tun.
 

Honeyball

endlich EX-Mod
AW: Anglerverbände und Naturschutz. Oder: Die Angst vor´m grünen Mann

Was müsste der Verband nun unternehmen ?

Ich erwarte von einem Verband, dass er ein bundesweites Informationsnetzwerk errichtet über das alle Informationen in Sachen Naturschutz gesammelt und ausgewertet werden.
D'accord.
Das wird aber richtig teuer, dafür wird man mehr als eine qualifizierte Vollzeitkraft brauchen, meine ich. Jemand müsste das bezahlen.

Vielleicht könnte sich das ein fusionierter Bundesverband leisten?
Ralle 24 schrieb:
Vielleicht reicht es auch, 10€ pro Mann und Jahr zusätzich zu zahlen? Würd ich gerne beisteuern.
Erstmal müsste die Öffentlichkeitsarbeit aller Landesverbände verbessert werden, was ohne viel zusätzlichen Personalaufwand und Kosten möglich ist. Die LVs sind natürlich abhängig vom "Futter" aus den Vereinen, aber dafür ein Presseportal zu nutzen und jeweils Pressemitteilungen zu erstellen, ist doch nun wirklich 'ne leichte Übung.
Dass eine Organisation von der Größenordnung eines bundesweiten Anglerverbands eine eigene Vollzeitkraft für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen muss, sollte doch eigentlich außer Frage stehen. Wenn selbst das nicht geschieht, kann man den Laden doch von vornherein dicht machen!!!
Oder anders gefragt: Wie soll sich ein Bundesverband in dem wichtigen Politikum "Naturschutzfragen" anders positionieren als über seine Öffentlichkeitsarbeit?

Wobei die grundsätzliche Fragestellung, ob ein Bundesverband mit ganz stark eingeschränkter Funktionalität zugunsten starker Landesverbände "in Planung" ist, natürlich auch eine entscheidende Rolle spielt. Konkret in der Thematik hier, sind die Landesverbände sicherlich per se besser aufgestellt, nicht nur in Bayern, wie Zusser das so schön exemplarisch belegt hat, sondern auch z.B. in NRW und S-H (woanders hab ich jetzt nicht nachgeschaut, aber ich denke mal, ähnliche Beispiele aus der internen Öffentlichkeitsarbeit werden sich auch in anderen LV finden lassen). Wenn diese sich jetzt den entscheidenden Millimeter weiter bewegen, und solche Berichte geschickter in der Presse platzieren, wäre das mal ein richtiger Fortschritt.

Aber auch jeder Verein kann da selbst viel tun, wenn er geplante Aktionen im Vorfeld an die Presse meldet, den/die zuständigen Lokalredakteur(e) dazu einlädt, etc.
 

raubangler

Bin immer friedlich...
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

Mein Lieblingsthema.

Es gibt sie schlicht und einfach nicht, die Horden anglerfeindlicher Natur- und Tierschützer. Das ist ein Gespenst, welches der VDSF gezüchtethat um seine verbohrte Ideologie durchsetzen zu können.
....
Traeum' weiter......

http://www.nabu.de/nh/archiv/angeln494.htm

Angler sind Schweine.
Das ist immer noch die Grundmeinung bei echten Naturschuetzern.

Aber, kleiner Auszug:[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Zum Glück gibt es Angler, die sich für echte Schutzmaßnahmen wie Gewässerrenaturierung oder Umbau von Wehren tatkräftig einsetzen – leider aber noch viel zu wenige. Man täte den Anglern zudem Unrecht, würde man nicht ihre Anstrengungen für die Verbesserung der Wassergüte würdigen. Auf diesem Gebiet arbeiten einige Angelvereine bereits seit Jahrzehnten mit großem Erfolg.
[/FONT]
Somit waren die Naturschutz-Blendgranaten des VDSF doch erfolgreich.
 

Jose

Active Member
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

Traeum' weiter......
nee, wach du langsam mal auf, der schaum vorm mund verdeckt schon mal die sicht
Angler sind Schweine.
Das ist immer noch die Grundmeinung bei echten Naturschuetzern.
...
find ich immer toll, wenn jemand weiß, was ein "echter" ist.
komm ich ans wasser, tja, was meinst du, was ich mir denke angesichts eindeutiger hinterlassenschaften?

eben, und die nennen sich "echte" angler.
zwischentöne, mein lieber, und nicht alles über einen kamm scheren.
 

raubangler

Bin immer friedlich...
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

nee, wach du langsam mal auf, der schaum vorm mund verdeckt schon mal die sicht
....
Ich habe nur einen Link auf die angeblich nicht vorhandenen anglerfeindlichen Naturschuetzer gepostet.
Der Nabu ist auch keine Randgruppe in dieser Szene.

Und, ich erwaehnte es bereits, fuer mich ist ein Fisch nur ein Fisch. Also dichte mir hier keine Emotionen an.
Danke.
 

Jose

Active Member
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

Ich habe nur einen Link auf die angeblich nicht vorhandenen anglerfeindlichen Naturschuetzer gepostet.
Der Nabu ist auch keine Randgruppe in dieser Szene.
niemand hat behauptet, es gäbe keine anglerfeindlichen naturschützer, scheinbar sind für dich alle naturschützer anglerfeindlich: ich sagte doch, zwischentöne, mein lieber.


Und, ich erwaehnte es bereits, fuer mich ist ein Fisch nur ein Fisch. Also dichte mir hier keine Emotionen an.
Danke.
ich käme nie auf den gedanken, dir emotionen anzudichten, wie auch?
ja, und du hast bereits erwähnt, dass ein fisch für dich NUR ein fisch ist. hab dir darauf geantwortet. also mach mit deinem "nur"-fisch was du meinst mit einem "nur"-fisch machen zu können -
aber was hat dein "nur"-fisch hier zu sagen? ist schon ein bisschen OT. schreib mir doch lieber 'ne PN
 
Zuletzt bearbeitet:

raubangler

Bin immer friedlich...
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

niemand hat behauptet, es gäbe keine anglerfeindlichen naturschützer, scheinbar sind für dich alle naturschützer anglerfeindlich: ich sagte doch, zwischentöne, mein lieber.
....
Klar doch:
Zitat von Ralle 24
Mein Lieblingsthema.

Es gibt sie schlicht und einfach nicht, die Horden anglerfeindlicher Natur- und Tierschützer. Das ist ein Gespenst, welches der VDSF gezüchtethat um seine verbohrte Ideologie durchsetzen zu können.

....


Wenn der Nabu dahintersteckt, kann man ja wohl von einer etwas groesseren Gruppe sprechen.
 

Jose

Active Member
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

...
Wenn der Nabu dahintersteckt, kann man ja wohl von einer etwas groesseren Gruppe sprechen.
und?
jetzt kommst du mit "etwas groessere(r) Gruppe", bleib doch mal bei deiner pauschalen diffamierung von naturschützern .
nichts als polemik. und nicht zielführend.

nachtrag: lies mal den post von niersfischer. darum gehts!
 
Zuletzt bearbeitet:

Ralle 24

User
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

Traeum' weiter......

http://www.nabu.de/nh/archiv/angeln494.htm

Angler sind Schweine.
Das ist immer noch die Grundmeinung bei echten Naturschuetzern.

Aber, kleiner Auszug:[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Zum Glück gibt es Angler, die sich für echte Schutzmaßnahmen wie Gewässerrenaturierung oder Umbau von Wehren tatkräftig einsetzen – leider aber noch viel zu wenige. Man täte den Anglern zudem Unrecht, würde man nicht ihre Anstrengungen für die Verbesserung der Wassergüte würdigen. Auf diesem Gebiet arbeiten einige Angelvereine bereits seit Jahrzehnten mit großem Erfolg.
[/FONT]
Somit waren die Naturschutz-Blendgranaten des VDSF doch erfolgreich.

Mach Dir soch einfach mal die Mühe verstehen zu wollen, was in dem von Dir verlinkten Artikel steht.
Gut 80% davon kann ich problemlos unterschreiben. Und jeder vernünftige Angler sollte das auch können.

Da ist nix, aber auch gar nix, von Hass zu lesen. Es ist überwiegend eine Aufzählung vieler Sünden, die wir Angler unzweifelhaft an unseren Gewässern begehen.

Dass man dabei auch ein wenig Schaum schlägt, mag in der persönlichen Einstellung der Verfasser verborgen sein.

Fakt ist, dass unsere Verbände eigentlich zur Aufgabe haben, einen Schultershluß mit dem Naturschutz herbeizuführen.
Das könnten wir recht problemlos schaffen, denn die Gemeinsamkeiten sind über alles wesentlich größer, als die Unterschiede.

Das geht natürlich voll in die Hose, wenn man Schädlingsbekämpfung als Naturschutz verkaufen will.

Und das hier

[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif] leider aber noch viel zu wenige

[/FONT] zeigt doch nur das Versagen unserer Verbände auf.
 
N

Niersfischer

Guest
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

Fakt ist, dass unsere Verbände eigentlich zur Aufgabe haben, einen Schultershluß mit dem Naturschutz herbeizuführen.
Das könnten wir recht problemlos schaffen, denn die Gemeinsamkeiten sind über alles wesentlich größer, als die Unterschiede.
Das Ganze kann gerne an der Basis starten. Dann sind auch die Fundamente gelegt. Ich arbeite z.B. häufig mit dem lokalen (nicht Bundes-) NaBu zusammen. Gegenseitige Hilfestellung ist Alltag geworden. Die K-Frage wird dort nie gelöst, klare Sache, ergo konzentriert man sich auf Gemeinsamkeiten. Klappt super.

Wir sind von Vorurteilen derart verblendet, dass das Ziel verschwimmt.
 

Ralle 24

User
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

Das Ganze kann gerne an der Basis starten. Dann sind auch die Fundamente gelegt. Ich arbeite z.B. häufig mit dem lokalen (nicht Bundes-) NaBu zusammen. Gegenseitige Hilfestellung ist Alltag geworden. Die K-Frage wird dort nie gelöst, klare Sache, ergo konzentriert man sich auf Gemeinsamkeiten. Klappt super.

Wir sind von Vorurteilen derart verblendet, dass das Ziel verschwimmt.
Mein Reden. Leider mißbraucht der VDSF Natur- und Tierschutz als Buhmann zur Erklärung aller möglichen Restriktionen. Dabei schert sich da kaum jemand um uns Angler.



es ist gut, wenn herangeführt wird, ich finde es ganz schlecht, wenn herangehen (im jugendlichen alter) an fragwürdigen vorschriften scheitert.
haben wir nicht obst gemopst, schwarzgeangelt, feuerchen gemacht...?

Ganz genau das. Eigenes erleben, Fehler machen, Erfolg und Mißerfolg haben, selber Erfahrungen sammeln, sich insgeheim für eine Missetat schämen und diese danach vermeiden.

Klar kann man einem Kind vorbeten, wie es sich zu verhalten hat. Aber begreifen wird es das nur draußen in der Natur in der direkten Konfrontation mit den Folgen seines Handelns.
 

raubangler

Bin immer friedlich...
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

Mach Dir soch einfach mal die Mühe verstehen zu wollen, was in dem von Dir verlinkten Artikel steht.
Gut 80% davon kann ich problemlos unterschreiben. Und jeder vernünftige Angler sollte das auch können.
....
Na, was steht denn da in diesem Nabu-Artikel?
Am Schluss wird ja alles schoen zusammengefasst:

[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Letztendlich gäbe es aus Sicht des Naturschutzes gegen eine vernünftige, naturnahe Angelfischerei keine grundlegenden Einwände. Wenn die Zahl der Angler begrenzt wäre, wenn genügend Gewässer ungenutzt blieben und wenn sich die Angler darauf beschränken würden, nur einen Teil des natürlichen Zuwachses der Fischbestände abzuschöpfen, dann wären Konflikte unnötig. Leider sieht die Realität anders aus.

[/FONT]Das koennen wir ja mal Aussage fuer Aussage durchgehen:
1. Wenn die Zahl der Angler begrenzt waere
Ohne jetzt die Autoren zu kennen, wuerde ich trotzdem viel darauf wetten, dass nicht mehr als 10% der bisherigen Angler gemeint sein koennen. Somit fliegen mind. 90% raus.
2. wenn genuegend Gewaesser ungenutzt blieben
Alles mit natuerlicher Uferbeflanzung ist tabu und wo irgendwelche Molche oder Libellen ihr Unwesen treiben, sowieso. Bleiben noch die Anleger im Hafen....
3, wenn sich die Angler beschraenken wuerden, nur einen Teil des natuerlichen Zuwachses der Fischbestaende abzuschoepfen
Geangelt wird, was das Gewaesser natuerlicherweise hergibt und dabei noch (teilweise!) ueber hat. Kein Besatz jeglicher Art und die Kormorane duerfen auch zuerst ran.
Solche Unworte wie 'Hegefischen' gehoeren dann auch der Vergangenheit an.

Und das willst Du zu 80% unterschreiben?
 

Ralle 24

User
AW: Lieber Greenpeace als VDSF, DAFV oder DAV

Na, was steht denn da in diesem Nabu-Artikel?
Am Schluss wird ja alles schoen zusammengefasst:

[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Letztendlich gäbe es aus Sicht des Naturschutzes gegen eine vernünftige, naturnahe Angelfischerei keine grundlegenden Einwände. Wenn die Zahl der Angler begrenzt wäre, wenn genügend Gewässer ungenutzt blieben und wenn sich die Angler darauf beschränken würden, nur einen Teil des natürlichen Zuwachses der Fischbestände abzuschöpfen, dann wären Konflikte unnötig. Leider sieht die Realität anders aus.

[/FONT]Das koennen wir ja mal Aussage fuer Aussage durchgehen:
1. Wenn die Zahl der Angler begrenzt waere
Ohne jetzt die Autoren zu kennen, wuerde ich trotzdem viel darauf wetten, dass nicht mehr als 10% der bisherigen Angler gemeint sein koennen. Somit fliegen mind. 90% raus.
2. wenn genuegend Gewaesser ungenutzt blieben
Alles mit natuerlicher Uferbeflanzung ist tabu und wo irgendwelche Molche oder Libellen ihr Unwesen treiben, sowieso. Bleiben noch die Anleger im Hafen....
3, wenn sich die Angler beschraenken wuerden, nur einen Teil des natuerlichen Zuwachses der Fischbestaende abzuschoepfen
Geangelt wird, was das Gewaesser natuerlicherweise hergibt und dabei noch (teilweise!) ueber hat. Kein Besatz jeglicher Art und die Kormorane duerfen auch zuerst ran.
Solche Unworte wie 'Hegefischen' gehoeren dann auch der Vergangenheit an.

Und das willst Du zu 80% unterschreiben?
Wenn ich schreibe, dass ich 80% des gesamten Artikels unterschreibe dann bleiben 20%, die ich nicht unterschreibe. Mal völlig davon abgesehen, dass Deine Schlußfolgerungen reine Spekulation sind.

Punkt 1 unterschreibe ich nicht.

Punkt 2 zur Hälfte

Punkt 3 zu 99%

Gehört hier aber nicht hin, können wir aber gerne im Naturschutztrööt weiter erörtern.
 
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