Angelurlaub am Bellen und Emån

mrburnes99

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Hier mein Bericht vom diesjährigen "Ausflug" ins schöne Schweden

Für 2013 habe ich mich entschieden, erstmals für 4 Wochen die Heimat zu verlassen, um auf Wanderschaft und Fischfang zu gehen. Ziel war wie immer der verträumte Ort Bellö am See Bellen in der Eksjö Kommun. Neben dem Angeln bietet diese Region eine Vielzahl von Ausflugsmöglichkeiten. Diese sind großteils durch Wanderziele wie Skurugata und Skrôle Hie, sowie Goldwaschen oder Bergwerke geprägt. Um die Militärfliegerei von ihren Anfängen bis in die Moderne zu bewundern, haben wir eine Anfahrt von ca. 140km nach Linköping auf uns genommen, die jeden einzelnen Kilometer wert war.

Dieses kleine, aber feine Häuschen war unsere Unterkunft. Wir, das sind mein 10-Jähriger und ich für die ersten 3 Wochen. Für die letzte Woche wurde es ein Familienurlaub mit Freundin und ihrem Sohn.

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Der See Bellen ist etwas mehr als 7km² groß und besteht aus 2 Teilen, dem Lilla Bellen und Stora Bellen. Die durchschnittliche Tiefe liegt bei ca. 7m und die maximale bei ca. 21m. Die Uferregionen sind durch große Schilfgürtel und Seerosenfelder geprägt. Im Stora Bellen gibt es mehrere Inseln. Die Hauptfischarten sind Hecht, Barsch, Plötze, Brassen und Schleie.

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Samstags nach anstrengender Anreise über Nacht angekommen, wurde zuerst das Auto entladen, sich mit der Fiskekort versorgt und das Boot inspiziert, Köder und Gerätschaft bereitgestellt. Motivation war mehr als ausreichend vorhanden.

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Ausgerüstet mit einer hervorragenden Gewässerkarte gings zum Schleppen auf den See. Ich wollte sofort meine neuen Köder, u.a. den Salmo Pike austesten. Schon nach ca. 500m gabs dann auch den ersten Biss des Urlaubs. Der Drill gestaltete sich bis zum Boot recht einfach, brachte dann aber einen großen Fisch an die Oberfläche, der noch etwas brauchte bis zur Anlandung. Nachdem mein Sohn den Fisch kescherte und diesen nicht ins Boot heben konnte, war die Vorfreude groß. Ich hob einen ordentlichen Brocken hinein. Ergebnis: Nach 5min Angeln im Urlaub hab ich meinen persönlichen Rekordhecht von 95cm und 4.8kg am Haken gehabt. Dann Zweifel: Was soll danach noch kommen?!

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Es sollte noch einiges kommen, immerhin lagen volle 4 Wochen vor uns. Schon 2 Tage später gabs für mich eine Prämiere. Nach erfolgloser Spinnfischerei an der von Seerosen gesäumten Schilfkante entschied ich mich für einen ersten Versuch mit Popper. Bisher war ich in vergangenen Jahren erfolglos mit dieser Köderart angetreten. Ich befestigte den Rapala Skitter Pop am Vorfach und überzeugte mich kurz am Boot von seiner Schwimmfähigkeit. Und los gehts. Ich werfe aus, ca 15m direkt vor die Kante und zwischen die Seerosenblätter. Beim Auftreffen des Köder kommt auch sofort die Attacke, welche mich kalt erwischt und Adrenaline in die Blutbahnen jagt. War das geil, ein springender Hecht mit dem ersten Wurf. Nach kurzem Drill und Foto entlasse ich den kampflustigen, 50cm langen Gesellen zurück ins Wasser.

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mrburnes99

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Erster Ausflug zum Emån

...Fortsetzung...

Langsam wurde es Zeit unserem geliebten Emån einen Besuch abzustatten. In den letzten Jahren hatte dieser Fluss uns Hechte, Barsche in Größen bis 28cm und eine 50er Schleie beschert. Wir befischen regelmäßig 2 ausgezeichnete Stellen, an denen man unterschiedliche Methoden, von Spinn-bis Grundangelei anwenden kann.

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Unseren ersten Versuch wagten wir zwischen einer Brücke und einem Damm, wo man ausreichend Platz zum Werfen hat und sich nicht gegenseitig ins Gehege kommt. Der Fluss führt zum ersten Mal bei einem unserer Besuche einen höheren Wasserpegel als zuvor. Spinner brachten garnichts, wo sie noch in den Jahren zuvor stets die Stachelritter hakten. Also greife ich zu meiner Wunderwaffe, dem gelben 11er Zam. Der braucht nur 2 Würfe und fängt wieder ein mal. Ich ziehe meinen größten Emån-Hecht mit 68cm an Land. Bisher waren es meist nur Schniepel um die 50. 10min später beisst Nummer 2, diesmal unter 60cm. Er darf noch wachsen. Ein Dritter bleibt mir versagt und somit mein Tagesrekord von vor 2 Jahren mit 3 Hechten in einer Stunde unangetastet.

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Nach erfolglosen weiteren 60min beschließe ich den Angeltag zu beenden und verkünde den Aufbruch. Doch das Kind hat noch nicht genug. Er will weitermachen. Ich stimme zu, beginne aber die Gerätschaften schon für den Abmarsch vorzubereiten. Da ereilt mich sein Hilferuf. Er hat an seiner Shimano Vengeance 7-21g einen Brocken gehakt und dieser macht sich schnurstracks auf hinter den mittleren Brückenpfeiler zu flüchten. Das dürfte es dann für den Köder gewesen sein bei der dünnen Mono auf der Rolle. Kurzerhand greife ich die Rute und ziehe den Fisch von der Brücke weg. Dann darf der Kurze weiter drillen. Und die schlanke Rute biegt sich gewaltig. Dann erscheint am Ufer ein großer silberner Kopf. Der Bengel hat einen fetten Döbel überlistet. Das Gewicht konnte ich mangels Waage nur schätzen, aber er maß 55cm, gefangen mit einer leichten Barschrute. Für die nächsten Tage lag ein fettes Cowboygrinsen im Gesicht meines Sohnes! Mittlerweile liebe ich unseren Urlaub, denn auch der Emån gibt alles ;)

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mrburnes99

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Hechte satt im Bellen

...Fortsetzung...

Die nächsten Tage verbringen wir wieder auf dem Bellen. Schon nach einer Woche haben wir unseren Fangrekord der letzten 2 Jahre eingestellt, wenn auch mit teilweise nicht erwähnenswerten Größen. Mein Sohn hat sich ob der Größe seiner gefangenen Exemplare geweigert, sich mit diesen ablichten zu lassen. Man wird anspruchsvoller ;) Im Stora Bellen gibt es dann doch endlich seinen 57er Hecht für ein Erinnerungsfoto. Geschleppt auf einen Deeptaildancer im Clownskostüm, namens Krusty. Es hat sich bei uns eingebürgert, dass jeder fängige Köder einen Namen erhält. Das hat in den letzten Jahren die lange Zeit auf dem Wasser auch für das Kind erträglich gemacht. Der Hecht landet abends in der Pfanne und hat uns hervoragend geschmeckt.

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Dass sich die Küche in einer Männerwirtschaft sehen lassen kann, sollte das nächste Foto unterlegen. Sie ist halt nur etwas zweckmäßiger! Und im Gegensatz zur Mama verzichtet Papa nicht auf den Einsatz von Zwiebeln und frischem Grün und Sohnemann schlägt trotzdem zu ;) Fischen macht halt hungrig!

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Es folgen weitere Hechte, die dem Fänger ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Unter anderem fangen wir an einem guten Abend auch 7 Barsche 20+, von denen 3 kurz vor der 30 liegen, diese aber nicht mehr erreichen werden ;)

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Der Wettergott meint es gut mit uns, bläst den Wind einfach ab und verzaubert den Bellen in einen riesigen Spiegel. Also schnappen wir unser Faltboot und erkunden den See. Dabei gelingen einige tolle Fotos von den Inseln des Stora Bellen.

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mrburnes99

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Kleine und große Überraschungen

...Fortsetzung...

Wir konzentrieren uns weiter auf den Bellen. In unseren ersten 2 Wochen kristallisierten sich Hechtfarben und Firetiger als fängige Dekors heraus. Nach 2 Wochen ändert sich das Bild leicht. Der Firetiger bleibt häufiger unbeachtet, dafür fangen wir mit silbernen und barschfarbenen Wobblern, Hechtdekor bleibt der Renner. Unser Salmo Pike ist der mit Abstand begehrteste Köder bei den Entenschnäbeln. Nebenbei versuchen wir es auch immer wieder auf Barsch, dafür nutzen wir die Salmo Hornets und einen Rapala Taildancer Green Parrot. Mitunter erlebt man damit so seine Überraschungen, denn die Fresslust treibt so manchen Gestreiften zum Größenwahn!

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Doch auch die Hechte stehen ihnen in nichts nach. Bei dem Versuch einen dicken Barsch an einer Erhebung zu fangen, gehen uns zeitgleich 2 lustige Gesellen ans Band. Mein Sohn nutzt den Hornet in 2cm Weißfisch und ich einen 4cm Hornet Barschdekor. An den kleineren Salmo geht ein 64er Hecht. Damit verteidigt unser Köder ein weiteres Mal seinen Namen "Killermört", hat er doch vor 2 Jahren eine Plötze zum Anbiss verleitet. Köder Nummer 2 hakt einen Kandidaten für die Abteilung "Großmaul"!

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Insgesamt wird dieser Tag mit 5 Hechten unser erfolgreichster des Urlaubs bleiben. Ein nächtlicher Ansitz auf Brasse während eines Biwaks auf einer der Inseln bleibt erfolglos. Gegen 0:30 suche ich die Sicherheit des Zelts auf, denn gegen die Mücken ist in dieser windstillen Nacht kein Kraut gewachsen. Schade dabei ist, dass es mir im 4.Jahr vor Ort wieder nicht gelingt mal eine Brasse an den Haken zu bekommen. Aber ich will mich nicht beklagen.

Am Tag als der Rest der Familie nachreist, nutzen wir noch einmal die Möglichkeit, allein auf Raubzug zu gehen. Der Wind diktiert die Lage der Angelstelle. Ich gehe am nördlichen Ufer vor Anker und wir befischen die Schilfkante. Meine Gewässerkarte sagt mir jedoch, dass in meinem Rücken das Ufer zur Seemitte hin gut abfällt und ich hier etwas wagen sollte. Ich wechsele auf Gummifisch und versuche mich. Als ich einen Fast Eddy in Weiß-Rot aufziehe, treffe ich eine gute Wahl. Mit dem zweiten Wurf stellt sich endlich der Erfolg ein. Und es ist diesmal kein Kraut, sondern ein schöner 71er.

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mrburnes99

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Anreisebonus

...Fortsetzung...

Anreistage scheinen einen Bonus zu bringen. Freundin mit Sohn ist da und wir alten Hasen wollen nun endlich "unseren" See zeigen. Ab ins Boot und raus aufs Wasser. Die Sonne lacht, Verpflegung ist dabei und wir klappern die kleinen Inseln ab und erkunden sie. Natürlich rudere ich keinen Meter ohne Köder im Schlepp. Ich hab nix zu verschenken ;) Als wir im Stora Bellen quer kreuzen, wähle ich eine Kante aus. Mangels Echolot navigiere ich mit der Tiefenkarte und orientiere mich an markanten Stellen wie Schilf und Felsen. Ich kenne viele Stellen im See sehr gut, diese noch nicht so und wir haben hier vor Tagen einen schönen Taildancer zugesetzt. Also gehe ich konzentriert vor und das macht sich bezahlt. In praller Nachmittagssonne gibt es einen Biss auf unseren Spezi Salmo Pike. Mein Kurzer greift sich die Rute und bemerkt schon bei der ersten Umdrehung, dass er hier vollen Einsatz zeigen muss. Das Ergebnis ist sein Hauptgewinn. Unseren Nachzüglern präsentiert er sich stolz mit dem größten Hecht seines jungen Lebens. 78cm stehen jetzt in seinem Fangbuch ;)

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In den Tagen danach kann sich auch unser "Besuch" über den ersten selbst gefangenen Fisch freuen.

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Die letzte Woche nutzen wir ausgiebig zu kulturellen Zwecken. Wir besuchen Skrôle Hie und Skurugata, 2 Felsschluchten mit unwiderstehlich wildem Scharm(wer hier mehr sehen will, ich habe aus vergangen Jahren 2 Fotocollagen aus Wanderungen bei youtube, die Links kann ich auf Anfrage bereitstellen). Es geht zur Bergwerkswanderung in die Kleva Gruva mit anschließendem Goldwaschen und dann nach Linköping, Flugzeuge bestaunen für Jung und Alt.

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Spätestens am letzten Tag, als wir Freundin und Sohn zum Bahnhof gebracht haben, stellt sich dann Wehmut ein. Die Trennung vom Urlaubsort nach 4 aufregenden Wochen steht bevor. Unser Rekord steht jetzt bei 34 Hechten und geschätzten 30 Barschen. Meinen Kleinen dränge ich ein letztes Mal und verspreche: "Mit dem letzten Hecht ist Schluss, ich will die 35!" Wir gehen raus und schleppen, aber es tut sich nichts. Nun zeigt sich, dass auch mein Sohn an Erfahrung gewonnen hat. Er deutet auf eine kleine Bucht einer Schilfinsel und sagt, er würde es dort gern versuchen auf Barsch. Es ist ja der letzte Tag und ich gebe nach. Ich setze den Anker und wir hängen kleine Spinner ein. Schon der erste Wurf bringt einen schönen Barsch. Da wir Abschied nehmen müssen, dürfen alle Fische mit Gnade rechnen. Der nächste Wurf erfolgreich und es setzt sich so fort. Die Ehre des letzten Hechts bekommt mein Sohn. Es ist zwar keine Granate mit vielleicht 45cm, aber es ist Hecht Nummer 35. Eigentlich wollten wir ja aufhören, aber das Barschfieber brennt noch. Wir legen nach und landen am Ende bei 20 Barschen in ca. 2h. Ein würdiger Abschluss unserer Tage am Bellen und am Emån. Wir sind mehr als zufrieden mit unseren Fängen, von denen wir ein paar mit nach Hause nehmen. Die vielen Fotos werden uns lange an die schöne Zeit und die aufregenden Drills erinnern.

Eines steht schon jetzt fest- wir kommen wieder!

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Askersund61

Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Hej mrburnes99

Hut ab für diesen ausfühlichen Bericht mit den tollen Fotos und Petri zu den Fängen!:vik::vik::vik::vik:

Ich bewundere eure Disziplin, den Fotoapparat auf dem See immer zur Hand zu haben; ich habe ihn bis auf wenige Ausnahmen immer im Haus liegen gelassen und das Smartphone blieb wegen Versenkungsgefahr sowieso an Land.
Dass du, wie viele hier im Forum, vom Schwedenvirus "infiziert" bist, kommt ganz deutlich hervor. Im Gegensatz zu anderen Viren ist der Schwedenvirus jedoch ein sehr angenehmer...:)

Vielen Dank für den Bericht und geniesst die Nachfreude am gelungenen Urlaub!

Gruss Christoph
 

arnichris

Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Sehr schöner Bericht mrburnes99, freut mich vor allem für deinen Kleinen dass ihn das Angelfieber und zugleich Schwedenfieber gepackt hat!
 

Shadrap

Schwedenfahrer
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Klasse Bericht, sehr schön geschrieben und mit tollen Fotos versehen! Da freut man sich schon auf den nächsten :m.
 

Schwedenangler

Hechtfänger
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Toller Bericht und super Bilder #6 !
Was kann es schöneres für Kinder geben als so einen Urlaub.
Den werden sie nie vergessen !!

Da kommt richtig Fernweh auf aber ab Samstag bin ich auch für eine Woche in Schweden um den geschuppten Gesellen nachzustellen.

Gruß Ralf #h
 

Gregor1976

New Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Super Bericht ! Da kommt doch die Sehnsucht hoch denn der Bellen ist auch mein Stamm Gewässer.

Habe in der Nähe ein Haus dort. Freue mich den Bellen im Oktober wieder zu besuchen.
 

mrburnes99

Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Ich bewundere eure Disziplin, den Fotoapparat auf dem See immer zur Hand zu haben; ich habe ihn bis auf wenige Ausnahmen immer im Haus liegen gelassen und das Smartphone blieb wegen Versenkungsgefahr sowieso an Land.
Dass du, wie viele hier im Forum, vom Schwedenvirus "infiziert" bist, kommt ganz deutlich hervor. Im Gegensatz zu anderen Viren ist der Schwedenvirus jedoch ein sehr angenehmer...

Ich hab immer das Smartphone dabei. Zum einen gibt es mir die Möglichkeit zum Notruf und zum anderen ist die Qualität mittlerweile mehr als ausreichend. Die gezeigten Bilder sind alle mit dem S3 entstanden. Mit etwas Übung sind sie ganz passabel. Die SLR kommt mir auch nicht mit ins Boot, das wäre ein teurer Verlust ;)

Der Virus hat mich seit dem ersten Tag erwischt und der ist schon 14 jahre her. Irgendwann fand ich die Zeit gekommen, meinen Sohn dorthin mitzunehmen. Und was soll ich sagen, wir fahren nun jedes Jahr.

Super Bericht ! Da kommt doch die Sehnsucht hoch denn der Bellen ist auch mein Stamm Gewässer.

Habe in der Nähe ein Haus dort. Freue mich den Bellen im Oktober wieder zu besuchen.

Da kann man dir nur gratulieren! Du bist zu beneiden. Ich war jetzt schon 6 mal in Bellö und es werden bestimmt noch mehr Aufenthalte folgen. In welchem Teil fischt du denn?

@all:
Danke fürs Lob! Freut mich dass euch die Bilder und der Bericht ebenso gefallen. Allen Schwedenreisenden wünsche ich viel Erfolg und eine tolle Zeit!
 
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Dorsch-Tom

Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Macht Spass zu lesen und zu kucken.......:)
Danke dafür,
Gruß
Tom
 

loete1970

Well-Known Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Verspätet, aber: TOP Bericht - schööööööööön

PS ich habe mir für das Smartphone einen wasserdichten Brustbeutel geholt, da bleibt es im Falle eines "über Bord gehens" trocken.
 

mrburnes99

Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Danke für euer Lob. Das Schreiben hat auch Spaß gemacht!

Eine Handytasche habe ich nicht, meist ist es sicher in den Shorts. Aber mein erstes, ein G1, ist mir mal beim Entladen ins Boot gefallen und das Boot hatte fast regelmäßig Wasser im Boden. Da schwamm es so nett an der Oberfläche. Habs genommen, auseinander genommen und zum Trocknen gelegt. Es hat noch lange funktioniert, wenn auch nach dieser Aktion für ein paar Tage völlig unklare Aktionen über den Touch kamen.
 

mrburnes99

Member
Und wieder mal sind 4 Wochen Schwedenurlaub vorbei

Und wieder mal sind 4 Wochen Schwedenurlaub vorbei. Diesmal im Jahr 2014. Viel zu berichten gibt es wie jedes Jahr. Wir haben neue Bekanntschaften geknüpft und ein Fisch spielte eine ganz bedeutende Rolle.

Erstmals sind wir Nachts angereist und mit der Sonne ins Land gezogen. Schon auf der Autobahn konnten wir Ziel 1 abhaken, den obligatorischen Elch. Seelenruhig am Straßenrand äsend stand er da. Das ging ja gut los. Nachdem wir allen guten Freunden im Umkreis einen Besuch abstatteten, ging’s gleich am ersten Tag auf den See. Der erste Hecht sollte den Maßstab der nächsten Wochen abbilden, wohlwollende 50cm. Nach einem Stadtbesuch in Vetlanda haben wir am zweiten Tag den Emån in Holsbybrunn aufgesucht. Bisher ging dort immer auch Hecht. Nach einer Attacke auf einen Spinner und der folgenden Gegenwehr rechnete ich wieder mit einem der meist untermaßigen Kameraden. Doch weit gefehlt! Was wir per Kescher an Land bugsierten, war glatt meine neue Bestmarke für Barsch mit 37cm.

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Beschwingt vom Erfolg ging es zum nächsten Platz unterhalb des Aspödammen. Hier hatte ich meine bisher einzige Schleie gefangen und auch sonst ein sehr idyllischer Ort. Zudem habe ich extra die Wathose eingepackt, um hier an sonst unerreichbare Plätze zu gelangen. Der Blick von der angrenzenden Brücke war ein Schock. Wo im vorigen Jahr der Fluss stark meandernd langsam vor sich hin fließt, liegen jetzt Steine blank, fehlt geschätzt 50cm am Wasserstand. Schnell und flach schießt das Wasser dahin. Hier war in diesem Jahr nicht an unsere Art zu angeln zu denken.

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Ein paar Tage später ging es wieder nach Holsbybrunn. Justus hatte sich mittlererweile das Poppern von mir abgeguckt, bzw Gefallen an den Angriffen der Räuber gefunden. Ich war skeptisch, ob sich der Einsatz eines Poppers unterhalb des Wehrs als sinnvoll erweist. Aber der olle Dickkopf hat’s mir schnell bewiesen ;) Erst 29cm und danach noch einen.

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Die Einsätze im Bellen beim Schleppen und Spinnfischen brachten immer nur Hechte unterhalb des Küchenfensters und so haben wir uns einen neuen Spot gesucht. Eigentlich wollte ich am Brunnshultadammen einen Ansitz auf Raubfisch machen. Doch beim erstmaligen Besuch stach mir ein traumhafter Platz ins Auge. Ein kleiner Teich, durch einen Damm vom eigentlichen Dammen getrennt, mit Seerosen und Kraut verwachsen und sehr windgeschützt. Hier würden wir es auf Schleie versuchen. Ein erster Ansitz erolgte tagsüber und Justus gelang mit der Hebemontage der Fang unserer ersten schwedischen Rotfeder und damit der 8.Fischart in Schweden. Als Matchrute habe ich meine Dropshotruten umgebaut. Für die kurze Distanz kein Problem.

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Auf dem Bellen gab es dann endlich auch die ersten Küchenhechte. Fangen durfte die jedoch nur der Junior, dem alten blieben weiter die Schniepel vorbehalten.

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Für den Emån hatte ich mir in diesem Jahr auch die Angelrechte im Bereich Ädelfors gesichert. Die Aussicht, mal wieder einen schwedischen Döbel zu verhaften, war zu verlockend. Doch zugeschlagen hat auch hier nur Fischstäbchenman!

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Was uns im Bellen bisher in noch keinem Jahr gelang, war der Fang einer Brasse. In Ädelfors änderte sich das mit dem Einsatz der Hebemontage. Ich hatte nach 5 Jahren die erste Brasse am Haken und damit die Zahl unserer schwedischen Fischarten auf 9 erhöht.

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Fortsetzung folgt
 

loete1970

Well-Known Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Super Bericht! In diesem Jahr ist es, wie ich finde, ein wenig mau mit Berichten, obwohl ich zig Fragen und Infos über PN an diverse Member beantwortet habe. Daher freut man sich umso mehr, wenn Fotoberichte folgen!
 

Schwedenangler

Hechtfänger
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Also , mit den immer wieder angekuendigten Berichten liegt schon seit laengerem einiges im Argen .Es ist wie es ist , Infos abgrasen und dann kein Feedback geben wird immer beliebter. Sind eh immer die selben die noch Posten wies im Urlaub war . Schade !!
 

Wobblerfan

Member
AW: Angelurlaub am Bellen und Emån

Hallo ! Ja , stimmt schon ! Aber von denen kommen wenigstens vernünftige Berichte #6 . Gruß Wf #h
 
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