Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

Schleien-Stefan

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AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

@Curny

Du sprichst mir aus der Seele...

In dem Verein in dem ich selber im Vorstand bin stimme ich genau aus diesem Grund jedes mal wenn es mal wieder beantragt wird gegen die öffentliche Ausgabe von Gastkarten...

Wenn Mitglieder jemanden mitbringen und während des Angelns mit anwesend sind ist das was ganz anderes... Die gibt es jederzeit!
 

Toni_1962

freidenkend
AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

@Curny

Du sprichst mir aus der Seele...

In dem Verein in dem ich selber im Vorstand bin stimme ich genau aus diesem Grund jedes mal wenn es mal wieder beantragt wird gegen die öffentliche Ausgabe von Gastkarten...

Wenn Mitglieder jemanden mitbringen und während des Angelns mit anwesend sind ist das was ganz anderes... Die gibt es jederzeit!


genau mein Reden einige Postings vorher:

Deswegen gibt es bei mir im Verein, seit ich 1. Vosrtand bin, ....

Tageskarten für Gäste gibt es nur noch in Verbindung mit einem Mitglied, der mit angelt. Leider blieb nach den unglaublich vielen negativen Erfahrungen in den letzten Jahre mit Gastanglern keine andere Möglichkeit mehr, dies zu freier zu handhaben. Und wir haben uns mit der Entscheidung zu dieser Regelung wirklich nicht leicht gemacht und haben diese Regelung lange, sehr lange, zu lange (??) herausgezögert ...

vll. sollten doch mal mehr Angler auch hier aus dem Board Vorstandsarbeit machen, um mit Wirklichkeit vertraut zu werden. ;) Dann würden sie hier auch anders reden ... |wavey:
 
AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

@Luiz

Du hast am Anfang erwähnt das du in England geangelt hast und auch nach Holland nicht weit hast. Wie ist es denn dort geregelt, wer darf wo fischen und wie klappt das dort?
 
L

Luiz

Guest
AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

holland: Du kaufst dir eine "Jahreskarte" darfst dann in einer region an fast allen seen/flüssen angeln. Vereine sind zusammen geschlossen und werden auf der "Jahreskarte" aufgeführt. Du kaufst dir quasi eine fischereierlaubnis + mitgliedschaft in einem verein. Da wie gesagt, alle vereinen "zusammen gehören" reicht es in einem mitglied zu sein und du darfst überall (Regionaler ebene) angeln. Preis momentan insgesammt 43 Euro. Für eine andere region zahlst du nur den vereinsbeitritt, also die jahresgebühr von 13 euro + einmalig 5 euro (z.B. AWHB Nordholland). Dieser doch geringe betrag, soll ausschießlich den gewässern zu gute kommen, kann von mir aus auch mehr sein... .

England: Du Kaufst dir einen Erlaubnisschein und darfst überall angeln + Tageskarte.

Zu deiner frage wie klappt es dort, keine vereinsmeierei, sehr wenig bürokratie und sehr viel kontrollen. Und in einem land wie england, wo angeln sehr viel populärer ist wie in deutschland (meiner meinung nach), sind mir weniger probleme bekannt. Außerdem bieten diese systeme eine gewisse touristenfreundlichkeit (da wenig Aufwand und jeder darf und hat genügend räume).

Dies ist mal sehr salop formuliert, möchte auch nicht zu sehr ins detail gehen. Wer sich da wirklich für interessiert kann es nachlesen. Es gibt massig infos im netz.
 
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Steffen23769

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AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

Moin #h

Ich kann nur von meinem ehemaligen verein berichten als ich noch in Altenstadt gewohnt habe, dieser hier:

http://www.frankfurter-fischereiverein.de

Da mußte man keinen Arbeitsdienst leisten, im Gegenteil, wenn man ihn geleistet hat, wurdem einem sogar die Stunden bezahlt...

Da ich zu dieser zeit im Schichtdienst tätig war in Wochenends selten frei hatte, die Arbeitsdienste immer Samstags oder Sonntags waren, habe ich nie mitgemacht...

Meinen kleinen bescheidenen Beitrag habe ich bei jedem Angeln geleistet indem ich am Fluß auf meiner Angelstrecke bzw. am Teich immer den Wohlstandsmüll mitgenommen habe der so angefallen ist...

Gemeinschaftsangeln war mir immer ein Greul, was aber nicht am Verein lag, sondern an der Art dieser Veranstaltungen...
Ich für meine Teil gehe lieber mit ein zwei guten Freunden ans Wasser als mir ne Platzkarte zu ziehen...

Ich bin kein Vereinsmensch, eher ein Einzelgänger...
 

Ralle 24

User
AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

Ich glaube zunächst einmal nicht, das die Mehrzahl der Angler schwarze Schafe sind. Sicher gibt es die und es gibt auch sicher genügend Vorfälle die das bestätigen.
Man muß das aber auch mal aus einer anderen Sicht sehen.
Heute ist es - jedenfalls in meiner Gegend - so, dass es max. für 5 % ( geschätzt ) der Gewässer Tageskarten gibt. Auf diese Gewässer stürzt sich nun alles, was keinem Verein angehört. Ist doch völlig klar, dass dort auch die schwarzen Schafe gehäuft auftreten. Denn sie haben ja nur dort die Möglichkeit zu angeln.
Hätten wir ein anderes System, würden sich die schwarzen Schafe auf viel mehr Gewässer verteilen. Das macht sie zwar in der Zahl nicht weniger, verteilt aber die Höhe des " Schadens " auf eine viel größere Anzahl von Gewässern. Möglicherweise ( unbewiesene Theorie ) verkehren sich einige sogar in Richtung weiß oder zumindest grau, weil sie eben die Möglichkeit hätten, jederzeit an einem Gewässer ihrer Wahl zu fischen und so dem evtl. gefühlten Zwang, die Tageskartengebühr " hereinholen " zu müssen, entzogen sind.
Last not least würde so viel mehr Geld in die Kassen eine imaginären übergeordneten Vereins oder Vereinigung kommen. Gelder, die nicht zuletzt auch wieder für Kontrollmaßnahmen investiert werden können. Zusammen mit einer wesentlich strengeren Verfolgung von Verstößen dürfte man das Problem weitgehend in den Griff bekommen.

Schwierigkeiten sehe ich eigentlich nur in der sehr unterschiedlichen geografischen Verteilung von geeigneten Gewässern. Und daran werden wir ganz sicher nix ändern.
 
L

Luiz

Guest
AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

könnte mich sehr gut mit dem o.g. vorschlag anfreunden, mitgliedschaft in einem verein in nrw und dürfte dann an sog. partner vereinen angeln. Klasse vorschlag!

Ich möchte nochmal erwähnen, respekt an alle die sich so für ihren verein ins zeug legen. Eventuell gehts auch mit einem angelfreundlicherem system, wo eure schätze auch nicht drunter leiden werden. Was ich ständig höre, ihr denkt euch alle tageskartenangler wollen nur auf ihre kosten kommen und schädeln alles ab .... . Gibt übrigens auch andere menschen mit anderer angelauffassung. Was dem allem wiederspricht ist, man wird aufgefordert von vereinen die fische zu töten und einzupacken. Dies ist überhaupt nicht mein ding! Gesetzliche vorschriften welche vereine einhalten müssen? Mein tip c&r und barbless hooks, klappt in andern ländern auch. Gestern war ich mal wieder in deutschland angeln, seit langer zeit. Leider musste ich als tageskartenangler da angeln wo vereinsmitglieder mit sicherheit nicht angeln. Ich dachte ich steh in einer fußgängerzone, durfte mir anhören na fürs mittagessen schon gesorgt (Kochtopfmentaliät auch bei fußgängern?) und alle 30 sec. platz machen. Jeder dritte fragte schon was gefangen usw. . Ist ja ok..., einer der gründe ist warum ich angel um mich zu entspannen, war nicht wirklich so. Achja, hunde und schwimmer warn auch keine 2 meter von mir entfernt. Es ist einfach frustriend :). Trotzdem habe ich den tag genossen, da ich mit einem netten AB-Angler unterwegs war und wir viel spass hatten.

Eine frage an die vereinsvorsitzenden, wofür muss man eigentlich eine oftmals 5mal so hohe beitrittsgebühr zahlen anlehnend an die jahresgebühr? Sind ja schon fast ein- und austrittsbarrieren.
 
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G

Glöckchen

Guest
AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

Eines stört mich an dieser Diskussion ganz gewaltig:

ihr teilt hier irgendwie auf in die bösen bösen Kochtopfangler, die alles rausholen, egal ob geschont oder nicht - und ihr tut so, als gäbe es die in den Vereinen nicht - das sind ja nur die ach so guten C&R-Angler.

Absoluter Blödsinn!

Bislang habe ich ohne Verein geangelt - halt mit der normalen Gewässerkarte. Jetzt habe ich gewechselt und bin in einen Verein gegangen - weniger wegen des tollen Vereinslebens, als deshalb, weil wir ein schönes Stück Sieg beangeln wollten, das halt für diesen Verein reserviert ist (und außerdem weil ein Kumpel von uns da drin ist und wir gern gemeinsam angeln).

Aber an meiner Einstellung hat sich deswegen nichts geändert:
wir angeln gelegentlich - und wenn wir etwas Verwertbares fangen - also keinen geschützen Fisch oder untermaßigen oder so - dann nehmen wir den selbstverständlich mit und bereiten ihn zu. Meines Erachtens die einzige Rechtfertigung für's Angeln - C&R halte ich für Tierquälerei - aber okay, das ist meine Meinung - hierzu gibt es ja äußerst gegensätzliche Einstellungen.

Was ich aber damit sagen will:
allein an unserem Beispiel seht ihr ja, dass ein und derselbe Personenkreis sowohl an freien als auch an Vereinsgewässern u.U. angelt. Dass es für uns selbstverständlich ist, den Angelplatz sauber zu hinterlassen etc. - das brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Aber ich habe sowohl am Rhein Angler getroffen, die sich an keinerlei Regeln hielten, etliche Angeln zuviel im Wasser hatten, Fische während der Schonzeit fingen, manchmal auch Angler ohne Angelschein - und die waren in keinem Verein. Jetzt an der Sieg ist das aber leider nicht anders! Auch hier treffe ich Angler, die tatsächlich fröhlich erzählen, dass sie während der Schonzeit diese oder jene Fische fleißig gefangen haben - manche geben sogar zu, jahrelang schwarz dort geangelt zu haben - würde doch kaum kontrolliert!

Also: schwarze Schafe gibt es doch leider überall!
 

captain-sparrow

angeldepp
AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

In meinem Angelverein wird aus der Aufnahmegebühr und eine zusätzliche Umlage (zusätzlich zum Jahresbeitrag) das neue Anglerheim finanziert.

Ein Haus was jeder Familie gerne zu Gesicht steht. Groß und neu gebaut.
Für Feste kann man das ganze dann mieten als Mitglied. Die Kosten sind aber nicht unbedingt günstiger als wenn man woanders mietet, im Gegenteil, es gibt günstigere Möglichkeiten, die genauso gut sind.

Als das Heim gebaut wurde sind viele aus dem Verein ausgetreten, weil sie sich damit nicht mehr identifizieren konnten. Die nächsten Jahre ist der Verein bemüht die Schulden aus dem Hausbau abzuzahlen.

Und so muss jeder Neueinsteiger natürlich seinen Teil dazugeben.

Ob das ganze aber noch was mit dem Angeln zu tun hat. Ich denke nein aber hier ist halt die Mehrheit wohl anderer Meinung gewesen.

Nun kann man mit einem tollen Anglerheim protzen und der Verein sieht gewichtiger aus.
Mehr Fische fange ich aber deshalb nicht und an der Angelstrecke hat sich auch nichts verändert.
Aber so ist halt Vereinspolitik.

Gruß
Axel
 

N_S Dakota

Member
AW: Angeln in Deutschland, geraubte Freiheit/Lebensqualität?

DA hätte die Baufinanzierung besser mal in eine
Renaturierung umgelegt werden sollen !

Oder in den Bau einer Fischtreppe.

Oder in den Lachsbestand

Oder,oder,oder.........#q
 
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