Angeln an der Nidda

Am Sonntag habe ich mich doch mal um die Mittagszeit dem möglichen Hitzeschock ausgesetzt. Vollverkleidet, damit einem der helle Stern nicht die Haut verbrennt. Im Schatten bei etwas Brise war es erstaunlich gut auszuhalten. Sobald der Wind nachließ oder man durch eine sonnigen Abschnitt lief wurde es schnell ungemütlich.

Ich wollte die Theorie überprüfen, ob sich die Döbel gerade bei Mittagshitze besonders für Oberflächenköder interessieren. Dem Stickbait a la Walk-the-dog schwammen nur ein paar Halbwüchsige hinterher, genau wie beim Popper. Also, auf die 'Geheimwaffe' Gummifrosch umgerüstet. Was soll ich sagen, jeder große Döbel, den ich Dank Polbrille ausfindig machen konnte und vernünftig angeworfen habe, ging voll drauf. Obwohl erst mal kein Einziger hängenblieb war es doch schön mal wieder Fisch zu sehen.

Als ich dann schon eingepackt hatte und auf dem Weg zum Auto war habe ich doch noch einen erspäht. Den musste ich einfach noch probieren. Auf zwei Würfe, von denen zumindest einer genau im Fressradius lag, hat er nicht reagiert. Als ich nach dem zweiten fast schon komplett eingeholt hatte habe ich kurz vor dem Seerosenfeld zu meinen Füßen noch mal das Fröschlein ein bisschen rauf und runter schwimmen lassen. Dann hat ein U-Boot von unten völlig unverhofft zugepackt. Anders als bei den vielen Fehlbissen vorher hat er nicht nur die Beinchen des Frosches angeknabbert, sondern auch den Haken erwischt.

Döbel 12.07.26.jpg


Ist jetzt kein Bild, für das ich eine Auszeichnung erwarte. Immerhin wieder mal ein Fisch im Netz und dann noch 49 cm. Den letzten Zentimeter zum halben Meter hat er mir nicht gegönnt. Das tolle bei dieser Art des Angelns ist, dass ich beim Heranschießen von Fischen regelmäßig Adrenalinschübe bekomme, die mich völlig vergessen lassen, wie unerträglich heiß es eigentlich ist. Auch ohne den Fang des Döbels wäre ich mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause gefahren.

Gruß, Christian
 
Von denen hatte ich einige. Es waren viele dabei, die mit hoher Geschwindigkeit auf den Frosch los sind und dann nicht hängen blieben. Ich vermute das kommt daher, dass die hauptsächlich die Hinterbeine attackieren. Vor 2 Jahren habe ich mal zum ausprobieren einen Drilling so eingehängt, dass er zwischen de Beinen hätte landen müssen. Hat nicht viel gebracht, außer sehr viel mehr Hänger in den Wasserpflanzen an der Oberfläche. So viel zu meiner Theorie.

Habt Ihr Tipps, wie man die Anzahl der Fische, die bei Topwater auch hängen bleiben, erhöhen kann?
 
Meine mich zu erinnern, dass Snâsh mal meinte, dass man ne Sekunde verzögert anhauen muss beim Topwatern da sonst es viele Fehlbisse hagelt.
Du musst nicht verzögert anhauen, du musst anhauen wenn du den Biss spürst und nicht siehst... das ist gar nicht so einfach...
:cool: Unterwasser spürst du den Anhieb ja auch nur und siehst ihn nicht. Läuft aber sehr gut derzeit!
 
@ snash, beziehst Du das aufs Angeln allgemein oder auf Topwater? Falls letzteres, würdest Du sagen, dass die Fehlbissrate bei gummiködern nochmal höher ausfällt als bei Hardbaits? An unserem Stück der Nidda gehen ausschließlich Döbel ran.
 
@ snash, beziehst Du das aufs Angeln allgemein oder auf Topwater? Falls letzteres, würdest Du sagen, dass die Fehlbissrate bei gummiködern nochmal höher ausfällt als bei Hardbaits? An unserem Stück der Nidda gehen ausschließlich Döbel ran.
Hey, ich kenn das Stück der Nidda bzw. die Nidda ganz gut. Ich hab ja mal in Nied gewohnt.

Grundsätzlich setzt du den Anhieb wenn du den Fisch in der Rute spürst und nicht wenn du Ihn siehst. Das ist für die Oberfläche und Unterwasser natürlich komplett gleich. Unterwasser siehst du Ihn halt einfach nicht.

Du hast mit Gummiködern definitiv viel mehr Fehlbisse, da Hardbaits ja meist mit mehreren Drillingen ausgestattet sind und du oftmals die Fische ja auch von Außen hakst. Die Rapfen kloppen sich nur selten nen Topwater-Köder bis in die Kiemen. Die hängen meistens nur ganz knapp.
Das Geht mit dem Frosch halt überhaupt nicht. Der Köder muss ja komplett im Fisch sein um überhaupt auslösen zu können.
Deswegen muss man hier teilweise mit sehr kleinen Varianten fischen, da der Köder dann einfacher INS Maul kommt.
 
Laut HLNUG ist die Wassertemperatur, z. B. am Pegel Bad Vilbel, in den letzten Tagen von 25 auf 19°C gefallen. War jemand von Euch draußen und hat feststellen können, wie sich das auf die Beißlaune ausgewirkt hat?

@ snash, schreibst Du von Rapfen in der Nidda oder allgemein? Ich bin meistens oberhalb von Bonames unterwegs und habe bisher noch keinen drangekriegt oder rauben gesehen.
 
Cool. Dann müssten die ja auch weiter oben rumschwimmen.

Bin gestern mal los, um die Lage zu checken. Fische sind da und interessiert, wollen nur nicht hängen bleiben. Ich vermute mittlerweile, dass die meisten bereits mehrfach Kontakt mit Kunstködern hatten. Gehen volle Lotte drauf, um dann genau so schnell wieder abzudrehen. Bei dem Wind gestern war es allerdings kein Spaß mit leichten Topwater-Ködern. Lediglich ein 25 cm Döbel wollte etwas Luft schnappen.
 
Laut HLNUG ist die Wassertemperatur, z. B. am Pegel Bad Vilbel, in den letzten Tagen von 25 auf 19°C gefallen. War jemand von Euch draußen und hat feststellen können, wie sich das auf die Beißlaune ausgewirkt hat?

@ snash, schreibst Du von Rapfen in der Nidda oder allgemein? Ich bin meistens oberhalb von Bonames unterwegs und habe bisher noch keinen drangekriegt oder rauben gesehen.
Hi,

Rapfen eher allgemein. Ich habe in Nied gewohnt und somit auch unten den ein oder anderen Rapfen noch fangen dürfen. Hauptsächlich dann jedoch eher Döbel
 
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