Aal angeln am kleinen Fluss | Montagen und Köder | Nachtangeln | Anglerboard TV

Anglerboard Redaktion

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Unterwegs am kleinen Fluss, den Aalen auf der Spur. Sebastian Hiebsch und RUTE&ROLLE-Redakteur Timo Keibel versuchen ihr Glück beim klassischen Grundangeln auf Aal. Dafür setzen sie auf einfache Montagen mit Anti-Tangle-Boom, Grundblei und fertig gebundenen Aalhaken. Als Köder geht natürlich kein Weg an frischen Würmern wie Tauwürmer oder Dendrobenas vorbei. Zusätzlich haben sie aber auch noch Bienenmaden und sogar Garnelen im Gepäck dabei, um diese Köder zu testen.

Beim Aal angeln auf Grund nutzen die beiden Angler schöne Abende im Sommer. Sebastian hat zudem zahlreiche Lockstoffe für Aal dabei und versetzt seinen Wurmstücken auf diese Weise das nötige Extraaroma. Dieser Tipp ist sicherlich für Aalangeln Anfänger hilfreich. Seht im Video, wie die Aal Montage zum Angeln auf Grund aufgebaut sind und wie sich die beiden am kleinen Fluss beim Nachtangeln auf Aal schlagen.
 

knutwuchtig

Well-Known Member
Aalangeln besser ohne das lockstoffgedöns.!
Stellrute mit leichter 3-6 gr Pose, Tauwurm oder Köderfisch! .
man kann gezielter anbieten , und die Bisse besser erkennen und verwerten.
auch kann man die Aale schneller aus dem Wasser heben bevor die sich festsetzen.
gerade in so relativ kleinen Gewässern mit starkem Bewuchs!

zum Aalangeln gehört eigentlich auch immer eine Senke für die Köderfische.
wenn Lockstoff, dann zerschnittene Würmer und Köderfische im Netz!

gegen kalte Nächte hilft der Wetterbericht!
minus 2-4 Grad C°. weil es am wasser immer kälter erscheint,wegen der Luftfeuchtigkeit.
 

Andal

Teilzeitketzer
An so einem kleinen Bächlein nur eine Rute und zwar eine lange. Und nicht alle paar Meter eine und mit dem Herumrennen auch noch den letzten Fisch vergrausigen.
 

knutwuchtig

Well-Known Member
hat doch auch was gutes
praktizierte fangbeschränkung

wenn man mal einen richtigen Aalklopper so ab 80 cm an der angel hat,wird sich wünschen , mindestens ein 35 er vorfach zu haben und einen stabilen angelknüppel.
dicke Aale haben enorme kraft!!
die suche nach dem kescher, kann schon das ende bedeuten!

nicht ohne grund wird zu einem feinem stahlvorfach geraten.
ich erwähne das nur, weil es hier ja "spezialisten " gibt, die stahl für den gottseibeiuns halten
 
Zuletzt bearbeitet:

Chief Brolly

Well-Known Member
Meine Ausrüstung ist Nachts so stark, das ich mit ihr jeden Aal fangen und landen kann! Zudem liegt an jeder meiner 2 Ruten ein Kescher.
Je nach Ufer- Uw-Vegetation sind meine Ruten 2,70m bis 3,60m lang.
Auch ich halte von dem Lockstoffgedöns nichts...

Montage so einfach wie möglich halten und möglichst viel Schnur aus dem Wasser (Angel steil stellen)!

Bügel auf und Schnur zwischen ein am Rutengriff befestigtes Gummiband klemmen sowie Eimer und Tuch bereithalten. Stirnlampe nie absetzen!
 

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Also ich hab meine Aale bisher immer zu Boden gerungen und dann zur Aufgabe gezwungen xD
mit freiem Oberkörper und beiden Händen!!11
Das klingt eher nach einem Angelabenteuer von Wladimir Putin. :laugh2

Aber hat schon einmal jemand die "Cross Method" von John Sidley ausprobiert?
Den Aal rücklings in eine flache Furche am Boden legen und schon hält er still, so dass man in aller Ruhe den Haken lösen kann.

Nachtrag:
Der letzte Aal, den ich (unfreiwillig) auf den Boden legte, nahm kurz Anlauf und schwupp war er wieder im Wasser verschwunden. ab63
 
Zuletzt bearbeitet:

Rheinspezie

Fischender Gentleman
moin,
leider habe ich auch etwas diskussionswürdiges gefunden, was ich anders machen würde - aus Erfahrung an eben einem solchen Kleingewässer ( Wiesenflüsschen Norddeutschland ):

Die Ruten sind viel zu kurz und es fischt sich besser , gezielter und unauffälliger mit Pose und langer Rute...der Bleieinschlag bei so flachen Flüsschen ist nicht zu verachten und verscheucht/erschreckt den Fisch.

Die Lücken in den Krautfeldern/den Krautrand zu treffen mit der kurzen Grundrute bei Nacht ist schwer.

Fehlwürfe ins Kraut/uferbepflanzung sind eher die Regel und verursachen zusätzlichen Lärm / Tumult.

Die Landung des kleinen Aals war ein Spiel mit dem Feuer - bei solcher Vegetation ist der Fisch nicht mehr auffindbar, wenn er beim Herausheben vom Haken fällt.

In solchen extremen Fällen bietet sich ein aufblasbares Kinderplanschbecken an , welches unmittelbar am Ufer steht. - da wird der Aal sofort sicher drin abgelegt.

Ebenfalls kurios fand ich die Anköderung eines ganzen, knubbeligen Wurmbündels - das führt gerade an Gewässern, wo man rel. zügig anschlagen muss, zu Fehlbissen ohne Ende.

Der Einsatz eines Lockstoffes ist Glaubensfrage - aber gleich 3 Sprühstösse bei einem halben Tauwurm ???

Grundsätzlich sind solche kleinen zugewachsenen Gewässer anspruchsvoll und man kann viele vermeidbare Fehler begehen.

R.S.

P.S: 0,30er Vorfach wäre viel zu dünn - da reicht schon ein 60er Aal, der ins Kraut geht...
 

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Die Ruten sind viel zu kurz und es fischt sich besser , gezielter und unauffälliger mit Pose und langer Rute...der Bleieinschlag bei so flachen Flüsschen ist nicht zu verachten und verscheucht/erschreckt den Fisch.
Das mit der Grundbleimontage habe ich mir auch gedacht. An solch schmalen Gewässern könnte man sogar über das Angeln mit der freien Leine nachdenken.
Eine kräftige Stipprute und entsprechende Schnur ließe einen die Köder gezielt in den Krautlücken platzieren. Das Ganze passiert dabei quasi lautlos, leise rein und schnell wieder raus(gehoben).
 

Chief Brolly

Well-Known Member
Sehe ich genauso. Unser Fluß ist ähnlich bewachsen und da machen dann auch lange Ruten (um 3,60m) eher Sinn!

Blei und Montage können so viel besser zwischen UW-Pflanzen lautlos eingetunkt werden und ein Aal kann wegen besserer Hebelwirkung gut und schnell herausgehoben werden....

Kurze Ruten eignen sich gut in der vegetationsarmen Zeit etwa von April bis Juni, dann aber auch nur für bestimmte Flußabschnitte!

Wegen der Lockstoffe: Zuviel davon eingesetzt, kann einen Aal auch von einem Biß abhalten! Ich habe zwar auch verschiedene im Keller, die verwende ich aber seit Jahren nicht mehr...

Den natürlichen Geruch eines Wurmes oder eines frischen Köfis kennt der Aal, ihn übertrieben mit Lockstoff zu besprühen, zeigt mir nur, das jemand in seine Köder kein Vertrauen hat!

Mal ETWAS Vanille- oder Krabbenölaroma auf den Tauwurm geben, ist schon okay, aber übertreiben wirkt kontraproduktiv!

Ebenso eine Frau, die sich überparfümiert hat und regelrechte "Wolken" hinterläßt, wird von uns auch eher ablehnend bewertet als eine, die ihr Parfüm eher dezent und nur als Hauch einzusetzen weiß.... :)
 

Rheinspezie

Fischender Gentleman
Der Klassiker bei mir - Einsprühen bei Gegenwind :coffee, da springen Dir die Aale förmlich entgegen :redface:cautious

Das Kinderplanschbecken kann dann auch nach dem Ringkampf zur Abkühlung dienen - dachte da natürlich in erster Linie an unseren Paradeangler De..z :XD

R.S.
 

Andal

Teilzeitketzer
An solchen Bächen kann man durchaus für den regelmäßigen und gezielten Aalfang über eine Margin Pole nachdenken. Mit denen geht jeder Aal unmittelbar nach dem Biss senkrecht nach oben und bevor der überhaupt realisiert, was los ist, ist der senkrecht aus dem Wasser geholt.

Solche "Stippen" gibt es überraschend günstig und mit etwas eigenem Sackgewicht hebt man damit auch einen Kasten Bier senkrecht.
 

Bankside Dreamer

Well-Known Member
An solchen Bächen kann man durchaus für den regelmäßigen und gezielten Aalfang über eine Margin Pole nachdenken. Mit denen geht jeder Aal unmittelbar nach dem Biss senkrecht nach oben und bevor der überhaupt realisiert, was los ist, ist der senkrecht aus dem Wasser geholt.
Solche "Stippen" gibt es überraschend günstig und mit etwas eigenem Sackgewicht hebt man damit auch einen Kasten Bier senkrecht.
Ich war einmal Mitglied in einem Angelverein, dessen Satzung sah es vor, dass sich die Mitglieder auf zwei Wurfruten und eine Stipprute zu beschränken hatten. Als Fuchs der ich bin habe mir direkt eine solche Margin Pole besorgt und zwar eine recht preisgünstige "Browning Pit Bull 600". Für den Nahbereich, gerade im Schutze der Nacht kommen ja viele Fischarten an das Ufer, hatte ich somit eine vollwertige Rute für den Einsatz auf Aal, Karpfen und auch Schleien.

Wobei mir das Fischen mit einer solchen Pole & Gummizug eigentlich nicht so sehr liegt aber an einem solchen Graben funktioniert es sicherlich super. thumbsup
 

Andal

Teilzeitketzer
Ich habs grad umgekehrt erlebt, da waren "Ruten ohne Rollen" ausdrücklich an den Vereinsgewässern verboten. Aber mit Stellfischruten, oder extrem robusten Bolos lässt sich das auch spielend kompensieren.
 

DenizJP

Well-Known Member
Wie schaut es eigentlich aus mit der Einsatzbarkeit an großen Industrieflüssen wie dem Main?


Stellfischruten lese ich meist in Kombi mit kleinem Fluss oder Kanal.
 

Andal

Teilzeitketzer
Aale stehen grundsätzlich gerne in der Deckung, auch in Packlagen zwischen den Steinen. Ideales Revier für eine Stellfischrute.
 
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