700 Gänsesäger wurden in Bayern bereits geschossen. Nun soll die Bejagung bis 2031 zum Schutz der Fischbestände weitergehen.
Die geplante Fortsetzung der Gänsesäger-Jagd sorgt für heftige Diskussionen (Bild @pixabay)
Die Jagd auf den Gänsesäger an bayerischen Alpenflüssen sorgt erneut für heftige Kritik. Die Fachberatung für Fischerei beim Bezirk Oberbayern will die Bejagung an drei Flussabschnitten bis 2031 fortsetzen. LBV, BN und die Ornithologische Gesellschaft Bayern lehnen dies entschieden ab und kündigen im Falle einer Genehmigung rechtliche Schritte an. Besonders umstritten ist, dass die Ergebnisse eines von der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) durchgeführten Projekts zu Gänsesägern und Äschen noch gar nicht vorliegen. Im Rahmen des seit 2019 laufenden Projekts wurden nach Angaben der Verbände bereits rund 700 Gänsesäger außerhalb der Brutzeit abgeschossen. Finanziert wird die Untersuchung mit 800.000 Euro durch das bayerische Landwirtschaftsministerium.
Der Gänsesäger ist in Bayern vor allem südlich der Donau als Brutvogel verbreitet und ernährt sich überwiegend von Fischen. Dadurch kann es lokal zu Konflikten mit der Fischerei kommen. Die Naturschutzverbände bezweifeln jedoch, dass die Abschüsse eine nachhaltige Lösung für rückläufige Fischbestände darstellen. Stattdessen fordern sie eine Renaturierung der Fließgewässer und bessere Lebensbedingungen für die Fischbestände. Besonders kritisch sehen die Verbände auch die Vorgehensweise bei dem neuen Antrag. Dieser sei ohne ausreichende Beteiligung der Öffentlichkeit und der Verbände vorangetrieben worden. LBV, BN und Ornithologische Gesellschaft waren bereits 2024 aus Protest aus der projektbegleitenden Arbeitsgruppe ausgestiegen, da sie die wissenschaftliche Aussagekraft der bisherigen Maßnahmen als unzureichend bewerteten.
Bei einem geschätzten bayerischen Brutbestand von rund 500 Paaren sei die bereits erfolgte Tötung von etwa 700 Vögeln besonders problematisch, argumentiert die Ornithologische Gesellschaft. Eine Fortsetzung der Abschüsse über weitere fünf Jahre wird von den Verbänden deshalb als unverhältnismäßig kritisiert.
Sollte die umstrittene Gänsesäger-Jagd weitergeführt werden – oder braucht es andere Lösungen für den Schutz der Fischbestände? Schreib uns Deine Meinung dazu in die Kommentare!
Quelle: www.lbv.de
Die geplante Fortsetzung der Gänsesäger-Jagd sorgt für heftige Diskussionen (Bild @pixabay)
Die Jagd auf den Gänsesäger an bayerischen Alpenflüssen sorgt erneut für heftige Kritik. Die Fachberatung für Fischerei beim Bezirk Oberbayern will die Bejagung an drei Flussabschnitten bis 2031 fortsetzen. LBV, BN und die Ornithologische Gesellschaft Bayern lehnen dies entschieden ab und kündigen im Falle einer Genehmigung rechtliche Schritte an. Besonders umstritten ist, dass die Ergebnisse eines von der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) durchgeführten Projekts zu Gänsesägern und Äschen noch gar nicht vorliegen. Im Rahmen des seit 2019 laufenden Projekts wurden nach Angaben der Verbände bereits rund 700 Gänsesäger außerhalb der Brutzeit abgeschossen. Finanziert wird die Untersuchung mit 800.000 Euro durch das bayerische Landwirtschaftsministerium.
Der Gänsesäger ist in Bayern vor allem südlich der Donau als Brutvogel verbreitet und ernährt sich überwiegend von Fischen. Dadurch kann es lokal zu Konflikten mit der Fischerei kommen. Die Naturschutzverbände bezweifeln jedoch, dass die Abschüsse eine nachhaltige Lösung für rückläufige Fischbestände darstellen. Stattdessen fordern sie eine Renaturierung der Fließgewässer und bessere Lebensbedingungen für die Fischbestände. Besonders kritisch sehen die Verbände auch die Vorgehensweise bei dem neuen Antrag. Dieser sei ohne ausreichende Beteiligung der Öffentlichkeit und der Verbände vorangetrieben worden. LBV, BN und Ornithologische Gesellschaft waren bereits 2024 aus Protest aus der projektbegleitenden Arbeitsgruppe ausgestiegen, da sie die wissenschaftliche Aussagekraft der bisherigen Maßnahmen als unzureichend bewerteten.
Bei einem geschätzten bayerischen Brutbestand von rund 500 Paaren sei die bereits erfolgte Tötung von etwa 700 Vögeln besonders problematisch, argumentiert die Ornithologische Gesellschaft. Eine Fortsetzung der Abschüsse über weitere fünf Jahre wird von den Verbänden deshalb als unverhältnismäßig kritisiert.
Sollte die umstrittene Gänsesäger-Jagd weitergeführt werden – oder braucht es andere Lösungen für den Schutz der Fischbestände? Schreib uns Deine Meinung dazu in die Kommentare!
Quelle: www.lbv.de