3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

camoas

Member
Hallo zusammen

Zugegeben, der Titel des Threads ist etwas reisserisch und viele denken im ersten Moment vielleicht: Ich habe nicht 3 sondern 30 Tage an der Elbe geangelt, bis ich den ersten Zander gefangen habe. ;-)
Aller Ungeduld zum Trotz möchte ich dennoch einen kurzen Bericht über meine ersten Erfahrungen beim Zanderangeln an der Elbe kurz niederschreiben und um ein paar Tips bitten.
Kleine Vorwarnung:
Es wird ein etwas längerer Text und kein Zweizeiler nach dem Motto: "Ich fange keine Zander und brauche Eure Tips!" ;-)

Nach monatelanger Recherche (Bücher, Web, 1 Zander-Guiding an der Elbe vom Boot aus) ging es letzte Woche das erste Mal zum intensiven Zander-Angeln an die Elbe in Sachsen-Anhalt.
Mein ersten praktischen Erfahrungen konnte ich vor einigen Wochen bei einem Zander-Guiding (auf dem Boot) an der Elbe sammeln. Der erste Erfolg stellte sich nach 3 Stunden ein: 2 Bisse (Rissspuren am Köder deuten auf Hechte hin), ein abgebissener roter Schwanz eines Bass-Asassin Köders und einen 63er Hecht (gebissen auf Fin-S 5.75" in Ayu) 2 Stunden vor Ende des Tages. Der Guide war bereits am Anfang sehr zufrieden mit mir und sagte, dass er gar nichts mehr korrigieren müsse und ich alles richtig mache. Ob er einfach zu bequem war, mir nähere Details zu verraten, oder lieber selbst konzentriert angeln wollte, weiss ich nicht genau. Wie richtig oder falsch ich die Faulenzer-Technik umgesetzt habe, konnte ich jedenfalls am Ende des Tages nicht mit Sicherheit sagen.
Die interessanten Buhnen, die mir beim Guiding in Erinnerung geblieben sind, hatte ich mir auf einer Karte markiert und bin letzte Woche dann vom Ufer aus dort auf die Jagd gegangen.

1. Tag:
Hatte ich beim Guiding noch 5 grosse Köderboxen dabei, reduzierte sich das ganze auf 2 Boxen inkl. Jigköpfen und Angstdrillingen. So laufe ich auch nicht Gefahr, ständig den Köder zu wechseln, dachte ich mir. Zudem ist ein leichter Rucksack bei den Elbauen-Wanderungen angenehmer als ein schwerer Rucksack, der mich nur an die Leistungsmärsche bei der Bundeswehr vor vielen Jahren erinnern würde. ;-)
Wettermässig sah es gut aus. Meist bewölkt mit ein paar Aufhellungen. Der Luftdruck war 4 Tage lang stabil. Der Pegelstand der Elbe war auch 70cm höher als beim Guiding zuvor.
Ich angelte an einer der Buhnen, die ich schon vom Guiding kannte. Nach ca. 90 Minuten an der 1. Buhne hab ich ein kurzes Surren im Blank gespürt, aber leider zu spät angeschlagen. Dies war der einzige vermututete Zander-Biss, den ich in 3 Tagen bekommen sollte. Als Köder war zu diesem Zeitpunkt ein Keitech 5" Easy Shiner in Arkansas Shiner montiert.
Ich habe zunächst versucht, mit der Faulenzer-Technik zu angeln. Die Angel waagerecht und parallel zur Wasseroberfläche, die Schnur immer schön gespannt. Wenn ich die Rute so halte, spüre ich allerdings das Auftreffen des Bleikopfes überhaupt nicht. Da es auch recht windig war, war es auch schwer zu erkennen, wann die Schnurr tatsächlich erschlafft war.
Also habe ich die Rute etwas höher gehalten und spürte dann auch ein leichtes Surren im Blank, solange der Bleikopf gegen Grund sank. Sobald er dort angekommen war, federte die Rutenspitze leicht zurück, weil die Spanung der Schnur sich löste.
Das Auftreffen eines 14g Kopfes spürte ich auf weite Distanz allerdings auch dann nicht. Bei 17g und 18g Köpfen wurde es besser, aber es war immer noch sehr schwer. Geangelt habe ich immer an der Ströumgskante entlang und meistens am Gleithang der Buhne. Am Prallhang habe ich einfach zu viele Hänger gehabt.
Insgesamt habe ich in 3 Tagen mit 6 Stunden Angeln pro Tag 5 GuFis verloren. Viele Hänger konnte ich wieder lösen, indem ich die Schnur mit der Strömung nach draussen abtrieben liess und dann in die lose Schnur geschlagen habe, so dass der GuFi aus der Steinpackung quasi nach hinten heraus sprang. Dem wunderbaren Tip in einem Video von Veit Wilde sei dank. :)

2. Tag:
Dieses Mal habe ich mir ein paar Buhnen ausgesucht, die ca. 10 km von dort entfernt waren, wo das Guiding stattfand.
Die Buhnen sahen zumindest auf Google Maps sehr vielversprechend aus. Dort angekommen hat sich mein Verdacht bestätigt. Lange Buhnen mit viel Strömung zwischen den Buhnen und alles schön tief ausgespült und trüb. Sonne und Wolken welchselten sich ab. Luftdruck nach wie vor stabil. Eigentlich optimale Bedingungen.
In den ersten 2 Stunden von 10:00 bis 12:00 lief gar nichts. Dann kam an der Strömungskante ein Biss auf den Keitech 5" Easy Shiner in Ayu und ein 43er Hecht fand den Weg in das gummierte Netz. Schonend zurückgesetzt hoffte ich darauf, dass er in grosser Dankbarkeit einen Zander vorbei schicken würde. Leider tat er mir an diesem Tag diesen Gefallen nicht.

3. Tag:
Heute wollte ich es mal am Elbe-Havel Kanal probieren. Zusätzlich zur Ausrüstung der beiden Vortage nahm ich eine kleine Dropshot Rute mit, weil ich aus der Vergangenheit wusste, dass sich dort auch schöne Barsche tummeln. Dropshot/Finesse Angeln hatte ich bis zu diesem Tag erst 2 Mal probiert und ein paar kleine Barsche in einem Bergsee gefangen.
Nach einigen Stunden Faulenzen ohne Biss nahm ich die Dropshot Rute und montierte ein Carolina-Rig. 5. Wurf, 1. Biss, 1. Barsch (20cm). Nach 20 Minuten ohne Biss wechselte ich den Spot und montierte eine Dropshot Montage, um an 2 Pfeilern im Wasser nach Barschen zu suchen. Ich lag mit meiner Vermutung richtig. Direkt an einem Pfeiler kam ein Biss. 2. Barsch (24cm) an diesem Tag. Danach hab ich nochmal die Zanderrute rausgeholt, den Keitech 5" Easy Shiner in Ayu montiert. Nach dem 5. Wurf kam ein Biss und ich spürte mehr Gegenwehr als beim 43er Hecht vom Vortag. Ca. 3m vor dem Ufer sah ich einen dicken langen Bauch mit wunderschönen roten Flossen. Was für ein Barsch! Leider ist er ausgeschlitzt und so kann ich nur mitmassen, wie gross er war.
Am Ende des Tages gab es neben 2 verpassten Bissen an der Dropshot Rute nochmal einen 29er Barsch und die Erkenntnis, dass Spinnfischen wirklich eine Menge Spass macht und den Ehrgeiz in mir weckt, endlich einen Zander zu fangen. :)

Meine Ausrüstung im Detail:
- Hearty Rise Predator 892 MH
- Shimano Biomaster 4000
- PowerPro 0.15mm in gelb
- selbst hergestellte Stahlvorfächer in 50cm (Cannelle Multiflex 7 Strand, 5 kg)
- Fluorocarbon 0.37mm
- Karabiner Grösse 12 von Profi-Blinker
- 14g und 18g Rund-Jigköpfe von Gamakatsu und Owner
- 17g Erie-Jigköpfe von Gamakatsu
- Polbrille
Für die Dropshot/Finesse Angelei:
- Mitchell Mag Pro Lite EVX 662L 2-8g, Stroft R1 in dunkelgrün, 0.20mm Fluorocarbon, Owner Mosquito Hooks, Keitech Hog Impact 3", Shad Impact 3"

Köder:
- Bass Assassin 5" Sea Shad in Chartreuse Pepper FT
- Fin-S 5" und 5.75" in Arkansas Shiner und Ayu
- Keitech 5" Easy Shiner in Arkansas Shiner und Ayu
- MBFishing Stint Shad 12,5 cm in Green Tomato und Veit Wilde Design

Die gesamte Ausrüstung inkl. Werkzeug (bis auf den Kescher und die 2. Rute am 3. Tag) hatte Platz in einem kleinen Rucksack. 1 Liter Wasser, Sandwich und selbstgebackener Kuchen ebenfalls. ;-)

Nach 3 Tagen intensiven Angelns bleiben für mich aber noch einige Punkte ungeklärt.
Da sich hier im Forum ja einige Elbe-erfahrene Zanderjäger tummeln, hoffe ich, ein paar Infos und Antworten auf meine offenen Fragen zu finden.

1)
Bringt eine dünnere geflochtene Schnur mehr Kontakt?
Für die nächste Tour möchte ich es gern mit einer Stroft R1 versuchen, in der Hoffnung, etwas mehr Kontakt zu fühlen.
Die grösste Schwierigkeit für mich war, auf grössere Distanz zu spüren, was genau der Gufi macht. Ich wollte keine schwereren Bleiköpfe als 18g nehmen, weil dann die Absinkphase (die ich ohnehin schon als sehr kurz empfinde) dann noch kürzer wird. Vielleicht sind diese kurzen Phasen für einen Zander ja eine gefühlte Ewigkeit. Für den Homo Sapiens wie mich hingegen wirkt eine Absinkphase hingegen wie ein Bruchteil einer Sekunde, wenn ich 1 Kurbelumdrehung mit meiner Rolle mache.
Bei den Rundköpfen hatte ich mehr Kontakt als bei den Eries bei gleichem Gewicht (17g/18g). Bei einigen Ködern spürte ich bei gleichen Jigköpfen besser den Bodenkontakt als bei anderen. Am besten waren Bass Assa

2)
Wie lange sollte ich eine Buhne beangeln?
Sollte ich sie für mehrere Stunden intensiv abfischen oder nach z.B. 20 Minuten ohne Biss zur nächsten Buhne wechseln?
Kommen die Zander zu Ihren "Fress-Zeiten" aus dem Hauptstrom zwischen die Buhnen, um dort Jagd auf die Brutfische zu machen oder stehen sie, wenn der Bereich zwischen den Buhnen tief genug ist, bereits dort?

3)
Bevorzugt ihr Faulenzen oder aktives Jiggen?
Ich habe am 2. Tag mal probiert, den Köder über die Rute anzuheben und die lose Schnur umgehend einzukurbeln und hatte das Gefühl, dass ich so besser spüre, was mit dem GuFi passiert.
Die beste Kontrolle, wann der Köder den Grund erreicht, hatte ich, wenn ich die Rutenspitze beobachtet habe. Sie federte immer leicht zurück, wenn der Jig-Kopf unten war.

4)
Wo sehrt ihr Optimierungsbedarf (Ausrüstung, Köderführung, Stellenwahl)?

Vielen Dank im voraus und Petri Heil...
 
Zuletzt bearbeitet:

Shadpoker

Member
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Moin,

war 1 Jahr an der Elbe bis der erste Zander hing #h

Danach ging es schon erheblich besser :)

War auch in Brandenburg unterwegs bzw. Sachsen Anhalt.

Warst beim Zanderflüsterer?

Vom Boot aus, ist es natürlich entspannter zu angeln, als zu Fuß..


Vom Setup her sollte es passen....die Schnur nie zu gering wählen, an der Elbe ;)

Ist mit zu viel Wels zu rechnen, sonst macht es Peng und der Wels ist weg ;)

Nicht aufgeben, wird irgendwann sich der Erfolg einstellen...
 

Dennert

Profi ;-)))
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Hi,

18 g und du merkst die Absinkphase nicht?
Da stimmt was nicht.
Selbst bei starkem Wind müsstest du mit 14 g locker zurechtkommen.
Stell mal die Strecke ein und markier mal die Buhnen, vielleicht kenn ich die. :)
 

camoas

Member
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

@ Shadpoker
Ja, genau.
Der Guid meinte, dass dort in der Gegend fast nie Welse gefangen werden. Aber sollte eine gut eingestellt Bremse und eine dünnere Schnur nicht auch den Wels irgendwann ermüden?

@ Dennert
Bei 18g habe ich es gut gemerkt, aber bei 14g fast gar nicht, wenn der Köder weit draussen war.
Es ist km 361 der Elbe bei Ihleburg. Google Maps Koordinaten: 52.349808, 11.895263
 

Dennert

Profi ;-)))
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Hi,

dann warst du im Bereich Rogätz unterwegs. Ist laut Kumpels ne Top - Strecke, ich selbst hab da noch nicht geangelt (zumindest nicht in der Elbe |supergri )
Manni ist ein guter Guide mit excellenter Stellenkenntnis, der sagt dir mit Sicherheit auch, ob du was falsch machst.
Bei viel Wind habe ich an der Elbe bisher nie besonders gut gefangen. Am Wochenende z.B. war auch wieder Sturm und wir haben mit dem Boot gerade mal zwei Zander und einen Hecht gefangen und das andere Boot hatte nur Hechte.
Dann noch der höhere Wasserstand, da ändern sich die Standplätze/Futterwege auch schnell.
Hast du in die Abendstunden hinein geangelt oder eher Vormittags bis Nachmittag?
 

camoas

Member
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Wie schaut's denn mit den Punkten 2) und 3) aus? Darüber würde ich gern noch ein bisschen mehr erfahren...
 

Mikey3110

Member
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Also... Ich kenn die nervenden Schneidertage nur zu gut.
Ich kann dir eigentlich nur sagen, dass es über die Ausdauer kommt.
Ich hatte am Anfang fast nur Schneidertage. Neues Gewässer etc.
Es dauert einfach ein wenig, bis man seine Stellen gefunden hat. Langsam aber Sicher vergrößert sich mein Wissen über Spots an denen sich der Zander aufhält. Ich persönlich halte mich teilweise schon länger an einer Buhne auf. Kann auch durchaus sein, dass ich an einem meiner Hotspots einen halben Tag verbringe, zwischendurch rumlatsche und zur Dämmerung wieder komme.
Finde den Fisch und dann läufts eigentlich irgendwann.
Wie gesagt... Ist aber ein teilweise frustierendes Stück Arbeit bis man soweit ist.
Ich befische einen Fluss mit sehr starker Strömung. Je nach Köder dauert das Absinken bei mir geschätz ca. 4 sek. Habe es nicht gestoppt, sondern würde ich nun mal so schätzen.
Köderkontakt habe ich auch nicht immer. Zwischendurch pennt man mal und verpasst was. ich bin auch ziemlich variabel was die Köderkontrolle angeht. Mal beobachte ich die Schnur, mal die Rutespitze oder wenn es näher zum Rand geht über den Finger am Blank. Sobald irgendwo ein kleine Abweichung ist, hau ich an. Und häufig kommt statt nem Ast, ein Zander an die Oberfläche. ;)

Ich spreche nicht für die Allgemeinheit, sondern das ist meine persönliche Erfahrung mit den zickigen Biestern.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dennert

Profi ;-)))
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Hi,

Zu 2)
Ich halte Spinnangeln über mehrere Stunden an einer Buhne für Unsinn.
Erstens kann man dann lieber gleich einen Köderfisch baden. Ist bequemer, aber auch effektiver - einfach auswerfen und den Fisch alle 5-10 min versetzen. Echt ist echt und fängt im Zweifel immer besser.
Der Sinn des Spinnangelns liegt ja darin, schnell und effizient Fische zu suchen und dabei eben viel Fläche zu beangeln, wenn nötig.
Wenn nichts beißt, dann geh zur nächsten Buhne, bis du irgendwann die Fische gefunden hast.
Zweitens macht man mit den vielen Würfen unnötig die Fische schlau. Das Gummigeplimmel auf immer den gleichen Plätzen verscheucht die Fische, das kann man gut an überangelten und leicht erreichbaren Spots feststellen.

zu 3)
welche Art der Köderführung für dich am besten ist weißt nur du selbst. Faulenzen ist z.B. bei viel Wind ne gute Alternative zum jiggen. Du schreibst ja selbst, dass du besser merkst wie der Fisch sich bewegt, wenn du ihn über die Rute führst.
Da hast du ja die Antwort schon selbst gegeben.
 

Pwacemaker1

Member
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Ich habe 2Monate gebraucht,um den ersten zu fangen...in der gleichen Woche,fing ich 4weitere...ich selber angel auch mit stint...aber gut gefangen,habe ich damit noch nie...ich Angel jetzt fast ein Jahr an der Elbe und fing erst einen zander damit,was nicht heißen soll,dass sie schlecht sind...ich schwöre auf den dull shad von spro...unđ der aido von mb íst auch nicht verkehrt...deine Schnur kenne ich nicht,aber wenn sie nicht sehr weich íst,spürt man Köder nicht so gut...ich habe jetzt 0,10schnur,mit 10Kg tragkraft...vorher eine weichere 12er mit 8,5kg,welche mir besser gefiel...da hatte ich mehr Gefühl drin... 5abrisse in 6Stunden? Ich hab manchmal 5abrisse in 30 min...
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Glaube eher an der 10er Schnur, die niemals 10kg halten kann ;) Steine und Äste sind nur die 2. Seite der Abrisse.....

Glaube das war eher gemeint...
 

Pwacemaker1

Member
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Wenn der Hersteller angibt 10Kg,dann hält sie das auch...speciflex von Sänger...die 12mm hält 12,5kghabe gerade den Test gemacht und sogar 11Kg rangehangen sie hält...also wenn man keine Ahnung hat,einfach mal still sein...díe whiplash hat ähnliche tragkraft...íst aber zum spinnern ungeeignet...vorher hatte ich ne dyneema von westline (was im übrigen aus der Sänger Fabrik kommt) eine gute Schnur,nur leider sind 8,5Kg zu wenig...und da meine Schnur ja schuld íst an den Hängern,warum reißt es dann auch bei ner zebco cool braided line 20mm? Auch zu wenig tragkraft? Damit spürt man nix mehr...ihr angelt wohl mit ankerketten auf Hai mit fleischerhaken...hier íst die Rede vom zander...ich saß mit meiner 20er Schnur,nach jedem Wurf fest,entweder wär mein stint kaputt(von der schüre zerschnitten)oder Abriss... 5abrisse sind nix in ner Stunde... Außer man angelt an sandbuhnen,da is das viel...
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Wenn der Hersteller angibt 10Kg,dann hält sie das auch

Ich könnt dir jetzt sagen, dass ich mit Fasern und deren Eigenschaften und den Herstellern jeden Tag zu tun habe. Daher weiss ich, dass eine 0,10mm Dynema oder eine 0,10mm Specta Geflechtschnur niemals 10Kg oder mehr halten kann :) Anders schauts aus, wenn der Hersteller oder in dem Fall der Distributer (Sänger) 10KG Tragkraft angibt, es sich aber im ne 0,15mm oder mehr handelt. Und das vermute ich eben....

** aber ich hab ja keine Ahnung....#c** Inzwischen sollte jeder halbwegs ernsthafte Spinnangler wissen, dass man in D was Tragkraft und Diameter angeht, maßlos beschissen wird....

Im übrigen hat Sänger kein Werk, dass Schnüre herstellt, sondern die kaufen auf dem Weltmarkt ein, lassen umspulen und umlabeln. Gibt bei hochwertigen Schnüren ne Hand voll Hersteller mit eigenen Werken: Toray, Honeywell, Fibrelines usw.

Ich fische mit ner 15er PowerPro am Rhein und kann mich nicht über mangelnde Rückmeldung beschweren.....am Rhein ist man auch mit 14-28gr Bleiköpfen unterwegs. Ne 13er habe ich schon 2 Saison gefischt, war mir aber zu anfällig bei den zig Hängern, die man ander Steinpackung / Buhne eben mal schnell hat #h
 

STORM_2012

Wobbler-Fanatiker
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Wenn der Hersteller das angibt heißt das noch lange nicht das sie das auch hält! !!
 
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Es ist echt unfassbar, was du hier immer wieder von dir gibst. Das ist ja nicht das erste Mal. Du animierst hier möglicherweise auch Jungangler so zu fischen, wie du es tust. Das ist die Elbe und keine Vereinspfütze. Da ist zu jeder Zeit mit großen Fischen zu rechnen. Mit 0,10er Geflecht wird in der Regel auch auf Barsch gefischt, aber nicht auf große Raubfische in der Elbe.

Deine Abrissquote ist auch schockierend hoch. Und das liegt auch an deinem 0,10er Faden, mit dem du in der Elbe auf Zander fischst. Alleine deine Aussage, dass die Tragkraftangaben der Hersteller das halten, was sie versprechen, lässt deine scheinbar unglaubliche Kompetenz erahnen. Dass Zebco, Sänger und Westline nicht gerade die Marken sind, bei denen ich Schnüre kaufen würde, sei jetzt auch mal am Rande erwähnt.
Deine Abrissquote kann aber natürlich auch einfach daran liegen, dass deine Art zu Fischen sehr eigenwillig ist. Du schreibst außerdem, dass einer deiner Abrissgründe Äste sind. Das kann zum einen daran liegen, dass du einfach nicht werfen kannst. Solltest du jedoch die Äste im Wasser meinen, dann bestätigt das nur, dass dein Faden für diese Angelei nicht taugt. Mit einer normal leistungsfähigen Schnur bekommt man(mit etwas Umsicht) fast jeden Ast aus einem Buhnenfeld gezogen. Normalerweise kommt es zu solchen Hängern aber garnicht, da man in Bereichen angelt, in denen keine Äste liegen.

Ich bitte dich(auch der Umwelt zu liebe) deine Fehlerquelle zu finden und zu beseitigen. Deine Hängerquote kann man ja direkt als Umweltverschmutzung sehen. Hast du schonmal(mittels bereits vielfach erprobten Lösetechniken) versucht, auch mal einen Hänger zu lösen? Das funktioniert bei mir in 2 von 3 Fällen. Wenn ich an einem Nachmittag 3 Abrisse habe, dann ist das für mich viel.
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Ich reisse auch mal was ab.... das passiert leider, wenn man die Buhne auskratzt... aber mein Rekord am Rhein sind 4 Gummis am Tag. In der Regel sind es pro Session (ca. 5 h) 0-2 Köder....

Ich will auch mit Peace nicht zu hart ins Gericht gehen. Leider versprechen fast alle Hersteller/ Distributoren einem am blaue vom Himmel. Immer dünner, immer Leistungsstärker... im Laufe eines Anglerdaseins, merkt man aber was Sache ist....

Zum Thema vom TE und dessen Fragen:

ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass weiter Südlich (Rhein bei Hessen) sich die Zander auch bitten lassen.... und das seit Wochen. Ich schiebe es inzwischen auf das verrückte Wetter, was wir 2013 hatten....

Langer Winter im Frühjahr, dann einen Sommerlichen Frühling... einen verregneten Sommer (paar Wochen ausnahmen)... einen zu warmen Herbst usw. Wettertechnisch ein Desaster. ich warte noch auf die ersten Nächte mit richtigem Frost....

Was dein Gerät angeht, scheint es mit recht ideal ;) Aber auch Zander sind zickig, und nicht jeder Tag ist Fangtag. ich gehe eher Mittags/ Nachmittags bis in die Dunkelheit auf Zander... morgens hab ich bisher immer schlecht gefangen, sofern es nicht trüb und regnerisch war!

Wenn du keine Kontrolle über den Köder hast, fische lieber schwerer als zu leicht. Bei 70cm mehr Wasser, ändern sich u. Umständen die Bedingungen schon ordentlich. Wo vorher noch 14gr Köpfe reichten, können schnell 21gr zu Pflicht werden. Beim Faulenzen halte ich die Rute eher steiler...sprich locker auf 10-11 Uhr Stellung. So ist der Winkel steiler....und die Gefahr, dass der Köder nur minimal vom Boden abhebt geringer.
 
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Ich reisse auch mal was ab.... das passiert leider, wenn man die Buhne auskratzt... aber mein Rekord am Rhein sind 4 Gummis am Tag. In der Regel sind es pro Session (ca. 5 h) 0-2 Köder....

Ich will auch mit Peace nicht zu hart ins Gericht gehen. Leider versprechen fast alle Hersteller/ Distributoren einem am blaue vom Himmel. Immer dünner, immer Leistungsstärker... im Laufe eines Anglerdaseins, merkt man aber was Sache ist....

Es ist natürlich richtig, dass jeder seine Fehler machen kann. Auch er darf seine Fehler machen. Zum einen scheint er jedoch etwas lernresistent zu sein, und zum anderen publiziert er solche Scheinweisheiten dann auch noch (und behauptet dann immer, dass die anderen ja keine Ahnung hätten). Und da hört es dann einfach auf.
 
G

Gelöschtes Mitglied 57454

Guest
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

@camoas

Also von der Stroft R1 würde dir ab raten. Ist etwas fürs Barsch Angeln. Das ist richtig was du sagst, desto dünner die Schnur desto mehr kontakt hast du damit. 0,15 PowerPro ist schon ok zum Zanderfischen. Wenn du ne Stroft ausprobieren willst dann die GTP R3 die ist etwas dünner wie deine PowerPro.

Im Winter kannst du ein Spot etwas länger befischen, jetzt würde ich öfters die Buhnen weckseln. Das heißt max 30 Minuten wenn nichts beißt weckseln.
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
AW: 3 Tage an der Elbe - und noch kein Zander

Fast vergessen.... wenns kälter wird, schauen welche Buhnen besonders tief sind.

Buhnen in Flussinnenkurven sind meist flach und versandet... Buhnen in Aussenkurven sind meist tief ausgewaschen! (Hier hilft googleMaps)
 
Oben