Beim Schnurwechsel zählt nicht nur die richtige Füllung auf der Rolle, sondern auch ein sicherer Knoten auf der Spule. Sitzt er nicht, ist Ärger vorprogrammiert – egal ob beim Wurf oder im Drill. Wir zeigen Euch mit dem Arbor-, Grinner- und Schlaufen-Spulenknoten drei Varianten, wie Ihr Eure Angelschnur an der Spule befestigt.
Arbor-, Grinner- und Schlaufen-Spulenknoten: So sitzt eure Schnur sicher auf der Spule
Wer hat das nicht schon mal in Zeichentrickfilmen gesehen? Ein Riesenfisch hängt am Haken und die Schnur saust von der Rolle. Pling – und der Fisch verschwindet mitsamt Schnur.
Solche Szenarien gibt es auch im echten Angelleben – zum Beispiel beim Thunfisch- oder GT-Angeln. Zwar werden die wenigsten von uns jemals erleben, „gespoolt“ zu werden, trotzdem sollte die Schnur sicher an der Spule befestigt sein, damit weder Fisch noch Schnur flöten gehen. Dabei kommt es vor allem auf den richtigen Knoten an!
Als Spulenknoten stehen uns unterschiedliche Varianten zur Auswahl. Im Folgenden stellen wir Euch den klassischen Spulenknoten (Arbor-Knoten), den Grinner-Spulenknoten und den Schlaufen-Spulenknoten vor. Alle drei könnt Ihr sowohl auf Stationärrollen als auch auf Baitcaster- und Multirollen verwenden – für monofile oder geflochtene Schnur gleichermaßen. Jeder Knoten bringt dabei Vor- und Nachteile mit, auf die wir ebenfalls eingehen.
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SPULENKNOTEN (Arbor-Knoten)
Sicher dank Arbor-Knoten
Der klassische Spulenknoten – auch Arbor-Knoten genannt – ist eine der einfachsten Möglichkeiten, die Angelschnur sicher auf dem Spulenkern zu befestigen. Er besteht lediglich aus zwei einfach gebundenen Überhandknoten, die gegeneinander gezogen werden und so für einen festen Halt auf der Spule sorgen.
Ein kleiner Nachteil des Arbor-Knotens ist seine geringere Tragkraft im Vergleich zu anderen Knoten. Dafür punktet er mit einem flachen Profil, das sich besonders bei Spulen mit geringer Schnurfassung als Vorteil erweist. Der Knoten eignet sich sowohl für Monofil- als auch für geflochtene Schnüre. Bei Geflecht empfiehlt es sich, mehrere Windungen um den Spulenkern zu legen.
So wird der Spulenknoten gebunden:
1.
Als Erstes einen Überhandknoten ins Schnurende binden und ihn um den anderen Schnurstrang legen. Der Knoten umschließt den Schnurstrang. So entsteht eine Schlinge, die später am Spulenkern anliegt.
2.
In das überstehende Schnurende anschließend einen weiteren Überhandknoten binden. Anfeuchten und fest zuziehen. Er dient als Sicherung gegen Durchrutschen des Schnurendes.
3.
Die entstandene Schlaufe über die Spule legen. Den Knoten anfeuchten, zuziehen und bis zum Spulenkern schieben.
4.
Abschließend an der Schnur ziehen, bis sich der Knoten sauber an die Spule legt. Der zweite Überhandknoten kontert den ersten. Das überstehende Ende nicht zu kurz abschneiden – fertig.
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GRINNER-SPULENKNOTEN
Einer für alles
Der Grinner-Knoten – auch als Uni-Knoten bekannt – ist ein echter Allrounder und vielseitig einsetzbar. Er eignet sich nicht nur zum Anbinden von Wirbeln und Haken oder als doppelter Grinner zum Verbinden zweier Schnüre, sondern auch zur Befestigung der Schnur am Spulenkern. Dabei bringt der Knoten mehrere Vorteile mit: Er lässt sich einfach binden und besitzt eine vergleichsweise hohe Tragkraft.
Darüber hinaus kann der Knoten mit allen gängigen Schnurarten gebunden werden und ist sowohl für Stationär- als auch für Multirollen geeignet. Nachteilig ist sein relativ großes, knubbeliges Profil. Auf Spulen mit hoher Schnurfassung spielt dieser Punkt jedoch kaum eine Rolle.
So wird der Grinner-Spulenknoten gebunden:
1.
Mit dem Schnurende eine Schlaufe bilden, die parallel zum anderen Schnurstrang verläuft.
2.
Das Schnurende durch die Schlaufe führen und anschließend mehrfach um beide Schnurstränge wickeln. Für monofile Schnur sind fünf Wicklungen ausreichend. Bei geflochtener Schnur sollten es mindestens acht sein – bei sehr dünnem, glattem Geflecht entsprechend mehr.
3.
Den Knoten anschließend anfeuchten und zusammenziehen.
4.
Die Schlaufe um die Spule legen und gleichmäßig an der Schnur ziehen. Der Knoten legt sich sauber an den Spulenkern. Das überstehende Ende kurz abschneiden – der Grinner-Spulenknoten ist bereit zum Aufspulen.
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SCHLAUFEN-SPULENKNOTEN (Spulenschlaufe)
Einfach & super sicher
Einen Schlaufenknoten haben die meisten Angler sicherlich im Repertoire. Er kommt in vielen Situationen zum Einsatz – etwa am Ende eines Vorfachs oder bei Haar-Rigs. Doch auch zur Befestigung der Schnur am Spulenkern eignet sich eine Schlaufe. Dabei müssen allerdings einige Feinheiten beachtet werden.
Wichtig ist vor allem ein Schlaufenknoten, der sich nicht zuzieht und eine stabile, feststehende Schlaufe bildet. Außerdem sollte der Knoten möglichst schlank ausfallen. Ein klassischer Schlaufenknoten mit zwei bis drei Wicklungen ist beispielsweise deutlich kompakter als ein Achterknoten mit Schlaufe. Grundsätzlich lässt sich jedoch jede feststehende Schlaufe verwenden. Beim Aufspulen muss zudem die richtige Aufspulrichtung beachtet werden. Für Baitcaster- und Multirollen kann die Schlaufenbefestigung ebenfalls genutzt werden, in der Praxis sind dafür jedoch meist andere Varianten besser geeignet.
So wird der Schlaufen-Spulenknoten gebunden:
1.
Im ersten Schritt mit dem Schnurende eine Schlaufe bilden und mit der doppelt gelegten Schnur einen Überhandknoten binden.
2.
Dafür die Schlaufe ein- bis zweimal durch den entstandenen Bogen führen. Bei geflochtener Schnur können es auch mehrere Wicklungen sein. Den Knoten anfeuchten, fest zuziehen und das Schnurende kürzen.
3.
Nun mit den Fingern durch die Schlaufe greifen, den Hauptstrang fassen und durchziehen. Auf diese Weise entsteht eine zuziehende Schlaufe.
4.
Diese Schlaufe über den Spulenkern legen. Bei Bedarf können auch zwei oder drei Schlaufen um den Spulenkern gelegt werden. Dabei unbedingt die Aufspulrichtung beachten. Die Schlaufe muss sich zuziehen und darf sich nicht auf der Spule mitdrehen. Zudem die Schlaufe immer bei geöffnetem Bügel über die Spulenachse legen.
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TIPP: Extra-Sicherheit
Um ein Durchrutschen der Schnur auf dem Spulenkern zu verhindern, lässt sich ein Streifen Klebeband, zum Beispiel Panzertape, verwenden. So werden Schnur und Knoten zusätzlich gesichert und die neue Schnur lässt sich anschließend sehr fest aufspulen.
Ein Streifen Klebeband verhindert ein Durchrutschen auf der Spule
Arbor-, Grinner- und Schlaufen-Spulenknoten: So sitzt eure Schnur sicher auf der Spule
Wer hat das nicht schon mal in Zeichentrickfilmen gesehen? Ein Riesenfisch hängt am Haken und die Schnur saust von der Rolle. Pling – und der Fisch verschwindet mitsamt Schnur.
Solche Szenarien gibt es auch im echten Angelleben – zum Beispiel beim Thunfisch- oder GT-Angeln. Zwar werden die wenigsten von uns jemals erleben, „gespoolt“ zu werden, trotzdem sollte die Schnur sicher an der Spule befestigt sein, damit weder Fisch noch Schnur flöten gehen. Dabei kommt es vor allem auf den richtigen Knoten an!
Als Spulenknoten stehen uns unterschiedliche Varianten zur Auswahl. Im Folgenden stellen wir Euch den klassischen Spulenknoten (Arbor-Knoten), den Grinner-Spulenknoten und den Schlaufen-Spulenknoten vor. Alle drei könnt Ihr sowohl auf Stationärrollen als auch auf Baitcaster- und Multirollen verwenden – für monofile oder geflochtene Schnur gleichermaßen. Jeder Knoten bringt dabei Vor- und Nachteile mit, auf die wir ebenfalls eingehen.
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SPULENKNOTEN (Arbor-Knoten)
Sicher dank Arbor-Knoten
Der klassische Spulenknoten – auch Arbor-Knoten genannt – ist eine der einfachsten Möglichkeiten, die Angelschnur sicher auf dem Spulenkern zu befestigen. Er besteht lediglich aus zwei einfach gebundenen Überhandknoten, die gegeneinander gezogen werden und so für einen festen Halt auf der Spule sorgen.
Ein kleiner Nachteil des Arbor-Knotens ist seine geringere Tragkraft im Vergleich zu anderen Knoten. Dafür punktet er mit einem flachen Profil, das sich besonders bei Spulen mit geringer Schnurfassung als Vorteil erweist. Der Knoten eignet sich sowohl für Monofil- als auch für geflochtene Schnüre. Bei Geflecht empfiehlt es sich, mehrere Windungen um den Spulenkern zu legen.
So wird der Spulenknoten gebunden:
1.
Als Erstes einen Überhandknoten ins Schnurende binden und ihn um den anderen Schnurstrang legen. Der Knoten umschließt den Schnurstrang. So entsteht eine Schlinge, die später am Spulenkern anliegt.
2.
In das überstehende Schnurende anschließend einen weiteren Überhandknoten binden. Anfeuchten und fest zuziehen. Er dient als Sicherung gegen Durchrutschen des Schnurendes.
3.
Die entstandene Schlaufe über die Spule legen. Den Knoten anfeuchten, zuziehen und bis zum Spulenkern schieben.
4.
Abschließend an der Schnur ziehen, bis sich der Knoten sauber an die Spule legt. Der zweite Überhandknoten kontert den ersten. Das überstehende Ende nicht zu kurz abschneiden – fertig.
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GRINNER-SPULENKNOTEN
Einer für alles
Der Grinner-Knoten – auch als Uni-Knoten bekannt – ist ein echter Allrounder und vielseitig einsetzbar. Er eignet sich nicht nur zum Anbinden von Wirbeln und Haken oder als doppelter Grinner zum Verbinden zweier Schnüre, sondern auch zur Befestigung der Schnur am Spulenkern. Dabei bringt der Knoten mehrere Vorteile mit: Er lässt sich einfach binden und besitzt eine vergleichsweise hohe Tragkraft.
Darüber hinaus kann der Knoten mit allen gängigen Schnurarten gebunden werden und ist sowohl für Stationär- als auch für Multirollen geeignet. Nachteilig ist sein relativ großes, knubbeliges Profil. Auf Spulen mit hoher Schnurfassung spielt dieser Punkt jedoch kaum eine Rolle.
So wird der Grinner-Spulenknoten gebunden:
1.
Mit dem Schnurende eine Schlaufe bilden, die parallel zum anderen Schnurstrang verläuft.
2.
Das Schnurende durch die Schlaufe führen und anschließend mehrfach um beide Schnurstränge wickeln. Für monofile Schnur sind fünf Wicklungen ausreichend. Bei geflochtener Schnur sollten es mindestens acht sein – bei sehr dünnem, glattem Geflecht entsprechend mehr.
3.
Den Knoten anschließend anfeuchten und zusammenziehen.
4.
Die Schlaufe um die Spule legen und gleichmäßig an der Schnur ziehen. Der Knoten legt sich sauber an den Spulenkern. Das überstehende Ende kurz abschneiden – der Grinner-Spulenknoten ist bereit zum Aufspulen.
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SCHLAUFEN-SPULENKNOTEN (Spulenschlaufe)
Einfach & super sicher
Einen Schlaufenknoten haben die meisten Angler sicherlich im Repertoire. Er kommt in vielen Situationen zum Einsatz – etwa am Ende eines Vorfachs oder bei Haar-Rigs. Doch auch zur Befestigung der Schnur am Spulenkern eignet sich eine Schlaufe. Dabei müssen allerdings einige Feinheiten beachtet werden.
Wichtig ist vor allem ein Schlaufenknoten, der sich nicht zuzieht und eine stabile, feststehende Schlaufe bildet. Außerdem sollte der Knoten möglichst schlank ausfallen. Ein klassischer Schlaufenknoten mit zwei bis drei Wicklungen ist beispielsweise deutlich kompakter als ein Achterknoten mit Schlaufe. Grundsätzlich lässt sich jedoch jede feststehende Schlaufe verwenden. Beim Aufspulen muss zudem die richtige Aufspulrichtung beachtet werden. Für Baitcaster- und Multirollen kann die Schlaufenbefestigung ebenfalls genutzt werden, in der Praxis sind dafür jedoch meist andere Varianten besser geeignet.
So wird der Schlaufen-Spulenknoten gebunden:
1.
Im ersten Schritt mit dem Schnurende eine Schlaufe bilden und mit der doppelt gelegten Schnur einen Überhandknoten binden.
2.
Dafür die Schlaufe ein- bis zweimal durch den entstandenen Bogen führen. Bei geflochtener Schnur können es auch mehrere Wicklungen sein. Den Knoten anfeuchten, fest zuziehen und das Schnurende kürzen.
3.
Nun mit den Fingern durch die Schlaufe greifen, den Hauptstrang fassen und durchziehen. Auf diese Weise entsteht eine zuziehende Schlaufe.
4.
Diese Schlaufe über den Spulenkern legen. Bei Bedarf können auch zwei oder drei Schlaufen um den Spulenkern gelegt werden. Dabei unbedingt die Aufspulrichtung beachten. Die Schlaufe muss sich zuziehen und darf sich nicht auf der Spule mitdrehen. Zudem die Schlaufe immer bei geöffnetem Bügel über die Spulenachse legen.
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TIPP: Extra-Sicherheit
Um ein Durchrutschen der Schnur auf dem Spulenkern zu verhindern, lässt sich ein Streifen Klebeband, zum Beispiel Panzertape, verwenden. So werden Schnur und Knoten zusätzlich gesichert und die neue Schnur lässt sich anschließend sehr fest aufspulen.
Ein Streifen Klebeband verhindert ein Durchrutschen auf der Spule