Der Hering ist da! Viele Angler zieht es jetzt an die Hotspots der Nord- und Ostsee. Aber halt! Was braucht man eigentlich alles beim Heringsangeln? Jesco Peschutter zeigt Euch die wichtigsten Dinge, die mit ans Wasser müssen.
Zur Heringszeit geht’s mit speziellen Paternostern und Bleien ans Wasser
Paternoster & Bleie
Was beim Heringsangeln auf gar keinen Fall fehlen darf, sind spezielle Paternoster und Bleie. Schauen wir uns einmal die Heringspaternoster etwas genauer an. Diese besitzen in der Regel fünf Haken an Seitenarmen. Die Heringsfliegen sind mit echter oder auch künstlicher Fischhaut bestückt. Es gibt sie mit Leuchtperlen oder -punkten. Achtet beim Angeln auch auf die Bestimmungen: An einigen Orten wie etwa am Nord-Ostsee-Kanal sind nur zwei Haken am Paternoster erlaubt. Kleinere Hakengrößen zwischen 10 und 14 fangen häufig besser. Wer Vorfächer mit Circle Hooks verwendet, wird weniger Aussteiger im Drill haben.
Die Bleie dienen einerseits als Gewicht, um auf Weite zu kommen. Andererseits haben sie durch die auffällige Farbe einen sehr starken Lockeffekt. Wichtig ist auch die Form. Heringsbleie, die zwischen 20 und 60 Gramm wiegen, sind flach und taumeln so langsam durch die Wassersäule. Extra-Tipp: Flache Bleche oder spezielle Heringsblinker als Gewicht sorgen für ein noch langsameres Absinken und dadurch für mehr Bisse im heißen Bereich!
Heringspaternoster locken die Fische an die Haken
Es gibt Heringsbleie in verschiedenen Formen und Gewichten
Rute & Rolle
Als Rute könnt Ihr zum Heringsangeln eine drei Meter lange Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 40 bis 60 Gramm verwenden. Mit dieser seid Ihr bestens ausgerüstet und erreicht auch Heringe, die mal etwas weiter draußen stehen. Zu dieser Rute passt eine 3000er oder 4000er Stationärrolle. Da Heringe ein weiches Maul haben, ist eine monofile Schnur mit Durchmessern von 0,25 bis 0,30 Millimetern zu empfehlen. Diese besitzt genügend Dehnung und Puffer, sodass Euch die Heringe im Drill nicht aussteigen. Nur wenn die Heringe weit entfernt ihre Bahnen ziehen, ist auch eine dünne Geflochtene mit 0,13er Durchmesser angebracht. Mit dieser kommt Ihr zu Heringen, die von den meisten anderen Anglern nicht erreicht werden. Wer mit Geflecht fischt, sollte allerdings sehr gefühlvoll drillen und Circle Hooks verwenden, um die Aussteigerquote zu minimieren.
Eine drei Meter lange Spinnrute mit Stationärrolle und monofiler Schnur ist perfekt fürs Heringsangeln
Fischereischein & Angelerlaubnis
Auch beim Heringsangeln sind bestimmte Dokumente mitzuführen und den Fischereiaufsehern oder der Polizei auf Verlangen vorzuzeigen. Am besten besorgt oder aktualisiert Ihr diese schon vor der Saison. Informiert Euch, welche Scheine und Erlaubniskarten Ihr in dem Bundesland benötigt, wo Ihr auch angeln möchtet. Manchmal reicht der gültige Fischereischein oder Urlauberfischereischein mit aktueller Abgabemarke aus. An manchen Gewässern wie zum Beispiel dem Nord-Ostsee-Kanal, der Schlei, dem Neustädter Hafen oder den Küstengewässern des Landes Mecklenburg-Vorpommern benötigt Ihr einen extra Erlaubnisschein. Zu beachten ist auch, dass in vielen Häfen, die eine super Heringsangelei bieten, das Angeln nicht überall erlaubt ist.
Ein gültiger Fischereischein reicht an vielen Spots aus. Doch manchmal braucht Ihr zusätzlich noch einen Erlaubnisschein
Messer, Schere & Priest
Nach dem Fang geht’s ans Versorgen der Heringe. Ist der Fisch an Land, sollte dieser umgehend mit einem Fischbetäuber oder Priest betäubt werden. Anschließend wird mit einem spitzen Messer ins Herz gestochen, um den Hering waidgerecht zu töten. Durch das Ausbluten wird zudem eine bessere Fleischqualität garantiert. Den getöteten Hering könnt Ihr anschließend mit einem Messer ausnehmen. Manche Spezialisten verwenden fürs Abtrennen des Kopfes und Aufschneiden der Leibeshöhle eine Schere. Mit dieser lassen sich auch die Flossen abschneiden.
Zum Versorgen des Fanges dürfen ein Priest, Messer und eine Schere nicht fehlen
Smartphone
In der heutigen Zeit ist es wohl bei fast allen Anglern mit dabei: das Smartphone. Über WhatsApp oder andere Kurznachrichtendienste erfahrt Ihr von Freunden, wo gerade Heringe gefangen werden. Aber auch in Foren wie dem ANGLERBOARD findet reger Austausch in den Threads statt. Hier erfahrt Ihr zur passenden Region, was gerade in Kiel an die Paternoster geht, wie die Lage an der Schlei ausschaut oder was in Rostock und rund um Rügen beißt – wer gut vernetzt ist, fängt am Ende des Tages mehr! Das Smartphone liefert des Weiteren Infos zu den Wetterbedingungen und hilft beim Erwerb einiger Erlaubniskarten.
Mit einem Smartphone erfahrt Ihr schnell, wo es gerade besonders gut beißt
Lappen
Ist ein Heringsschwarm in Wurfweite, geht es häufig Schlag auf Schlag. Volle Paternoster mit bis zu fünf Silberlingen sind dann keine Seltenheit – die Fische werden betäubt und waidgerecht getötet. Aber was ist das? Die Hände sind nun voller Schuppen. Das gehört beim Heringsangeln mit dazu, weil sich das Schuppenkleid sehr leicht von der Fischhaut löst. Aber an den Händen möchten wir die silbernen Schuppen nicht haben, weil wir sie sich dann an Rute, Rolle und anderen Gegenständen weiter verteilen. Deshalb darf ein Lappen beim Angeln auf die Heringe nicht fehlen. Mit diesem lassen sich die meisten ungeliebten Schuppen schnell und unkompliziert wieder von den Händen entfernen.
Heringe verlieren leicht Schuppen, die an den Händen kleben bleiben
Mit einem Lappen lassen sich Schuppen und Fischschleim wieder entfernen
Eimer & Kühlbox
Wer zum Heringsangeln loszieht, sollte sich auch Gedanken darüber machen, wie er seinen Fang frisch und sicher mit nach Hause bekommt. Eine Plastiktüte ist nicht gerade die beste Wahl. Besser ist ein Eimer mit Abtropfgitter, sodass die Beute nicht im eigenen „Saft“ schwimmt. Herrschen schon höhere Temperaturen, empfiehlt es sich, gleich auf eine Kühlbox zu setzen. Geht’s alleine ans Wasser, reicht ein Acht-Liter-Modell. Mit Freunden darf es auch schon mal die Version mit 40 Litern Fassungsvermögen sein. Etwas Eis oder Kühlakkus halten den Silberschatz während des gesamten Angeltages frisch.
Bei höheren Temperaturen bleiben die Heringe in einer Kühlbox frisch
In einem Eimer mit Abtropfgitter ist der Fang gut aufgehoben
Videos zum Heringsangeln auf unserem YouTube-Kanal ANGLERBOARD TV
Auf unserem YouTube-Kanal ANGLERBOARD TV findet Ihr einige Videos zum Heringsangeln. Hier zwei Videos zum Angeln auf Hering: "Die 5 größten Fehler beim Heringsangeln" und "Hering ausnehmen mit Schere"
Zur Heringszeit geht’s mit speziellen Paternostern und Bleien ans Wasser
Paternoster & Bleie
Was beim Heringsangeln auf gar keinen Fall fehlen darf, sind spezielle Paternoster und Bleie. Schauen wir uns einmal die Heringspaternoster etwas genauer an. Diese besitzen in der Regel fünf Haken an Seitenarmen. Die Heringsfliegen sind mit echter oder auch künstlicher Fischhaut bestückt. Es gibt sie mit Leuchtperlen oder -punkten. Achtet beim Angeln auch auf die Bestimmungen: An einigen Orten wie etwa am Nord-Ostsee-Kanal sind nur zwei Haken am Paternoster erlaubt. Kleinere Hakengrößen zwischen 10 und 14 fangen häufig besser. Wer Vorfächer mit Circle Hooks verwendet, wird weniger Aussteiger im Drill haben.
Die Bleie dienen einerseits als Gewicht, um auf Weite zu kommen. Andererseits haben sie durch die auffällige Farbe einen sehr starken Lockeffekt. Wichtig ist auch die Form. Heringsbleie, die zwischen 20 und 60 Gramm wiegen, sind flach und taumeln so langsam durch die Wassersäule. Extra-Tipp: Flache Bleche oder spezielle Heringsblinker als Gewicht sorgen für ein noch langsameres Absinken und dadurch für mehr Bisse im heißen Bereich!
Heringspaternoster locken die Fische an die Haken
Es gibt Heringsbleie in verschiedenen Formen und Gewichten
Rute & Rolle
Als Rute könnt Ihr zum Heringsangeln eine drei Meter lange Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 40 bis 60 Gramm verwenden. Mit dieser seid Ihr bestens ausgerüstet und erreicht auch Heringe, die mal etwas weiter draußen stehen. Zu dieser Rute passt eine 3000er oder 4000er Stationärrolle. Da Heringe ein weiches Maul haben, ist eine monofile Schnur mit Durchmessern von 0,25 bis 0,30 Millimetern zu empfehlen. Diese besitzt genügend Dehnung und Puffer, sodass Euch die Heringe im Drill nicht aussteigen. Nur wenn die Heringe weit entfernt ihre Bahnen ziehen, ist auch eine dünne Geflochtene mit 0,13er Durchmesser angebracht. Mit dieser kommt Ihr zu Heringen, die von den meisten anderen Anglern nicht erreicht werden. Wer mit Geflecht fischt, sollte allerdings sehr gefühlvoll drillen und Circle Hooks verwenden, um die Aussteigerquote zu minimieren.
Eine drei Meter lange Spinnrute mit Stationärrolle und monofiler Schnur ist perfekt fürs Heringsangeln
Fischereischein & Angelerlaubnis
Auch beim Heringsangeln sind bestimmte Dokumente mitzuführen und den Fischereiaufsehern oder der Polizei auf Verlangen vorzuzeigen. Am besten besorgt oder aktualisiert Ihr diese schon vor der Saison. Informiert Euch, welche Scheine und Erlaubniskarten Ihr in dem Bundesland benötigt, wo Ihr auch angeln möchtet. Manchmal reicht der gültige Fischereischein oder Urlauberfischereischein mit aktueller Abgabemarke aus. An manchen Gewässern wie zum Beispiel dem Nord-Ostsee-Kanal, der Schlei, dem Neustädter Hafen oder den Küstengewässern des Landes Mecklenburg-Vorpommern benötigt Ihr einen extra Erlaubnisschein. Zu beachten ist auch, dass in vielen Häfen, die eine super Heringsangelei bieten, das Angeln nicht überall erlaubt ist.
Ein gültiger Fischereischein reicht an vielen Spots aus. Doch manchmal braucht Ihr zusätzlich noch einen Erlaubnisschein
Messer, Schere & Priest
Nach dem Fang geht’s ans Versorgen der Heringe. Ist der Fisch an Land, sollte dieser umgehend mit einem Fischbetäuber oder Priest betäubt werden. Anschließend wird mit einem spitzen Messer ins Herz gestochen, um den Hering waidgerecht zu töten. Durch das Ausbluten wird zudem eine bessere Fleischqualität garantiert. Den getöteten Hering könnt Ihr anschließend mit einem Messer ausnehmen. Manche Spezialisten verwenden fürs Abtrennen des Kopfes und Aufschneiden der Leibeshöhle eine Schere. Mit dieser lassen sich auch die Flossen abschneiden.
Zum Versorgen des Fanges dürfen ein Priest, Messer und eine Schere nicht fehlen
Smartphone
In der heutigen Zeit ist es wohl bei fast allen Anglern mit dabei: das Smartphone. Über WhatsApp oder andere Kurznachrichtendienste erfahrt Ihr von Freunden, wo gerade Heringe gefangen werden. Aber auch in Foren wie dem ANGLERBOARD findet reger Austausch in den Threads statt. Hier erfahrt Ihr zur passenden Region, was gerade in Kiel an die Paternoster geht, wie die Lage an der Schlei ausschaut oder was in Rostock und rund um Rügen beißt – wer gut vernetzt ist, fängt am Ende des Tages mehr! Das Smartphone liefert des Weiteren Infos zu den Wetterbedingungen und hilft beim Erwerb einiger Erlaubniskarten.
Mit einem Smartphone erfahrt Ihr schnell, wo es gerade besonders gut beißt
Lappen
Ist ein Heringsschwarm in Wurfweite, geht es häufig Schlag auf Schlag. Volle Paternoster mit bis zu fünf Silberlingen sind dann keine Seltenheit – die Fische werden betäubt und waidgerecht getötet. Aber was ist das? Die Hände sind nun voller Schuppen. Das gehört beim Heringsangeln mit dazu, weil sich das Schuppenkleid sehr leicht von der Fischhaut löst. Aber an den Händen möchten wir die silbernen Schuppen nicht haben, weil wir sie sich dann an Rute, Rolle und anderen Gegenständen weiter verteilen. Deshalb darf ein Lappen beim Angeln auf die Heringe nicht fehlen. Mit diesem lassen sich die meisten ungeliebten Schuppen schnell und unkompliziert wieder von den Händen entfernen.
Heringe verlieren leicht Schuppen, die an den Händen kleben bleiben
Mit einem Lappen lassen sich Schuppen und Fischschleim wieder entfernen
Eimer & Kühlbox
Wer zum Heringsangeln loszieht, sollte sich auch Gedanken darüber machen, wie er seinen Fang frisch und sicher mit nach Hause bekommt. Eine Plastiktüte ist nicht gerade die beste Wahl. Besser ist ein Eimer mit Abtropfgitter, sodass die Beute nicht im eigenen „Saft“ schwimmt. Herrschen schon höhere Temperaturen, empfiehlt es sich, gleich auf eine Kühlbox zu setzen. Geht’s alleine ans Wasser, reicht ein Acht-Liter-Modell. Mit Freunden darf es auch schon mal die Version mit 40 Litern Fassungsvermögen sein. Etwas Eis oder Kühlakkus halten den Silberschatz während des gesamten Angeltages frisch.
Bei höheren Temperaturen bleiben die Heringe in einer Kühlbox frisch
In einem Eimer mit Abtropfgitter ist der Fang gut aufgehoben
Videos zum Heringsangeln auf unserem YouTube-Kanal ANGLERBOARD TV
Auf unserem YouTube-Kanal ANGLERBOARD TV findet Ihr einige Videos zum Heringsangeln. Hier zwei Videos zum Angeln auf Hering: "Die 5 größten Fehler beim Heringsangeln" und "Hering ausnehmen mit Schere"
Die 5 größten Fehler beim Heringsangeln
Hering ausnehmen mit Schere
Hering ausnehmen mit Schere