Einen spektakulären Angeltag erlebte Christian Siegler beim Karpfenangeln. Wie er mit einer Rute zwei Karpfen gleichzeitig fing, lest Ihr hier.

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Zwei auf einen Streich - wie ist dass denn passiert?

Ungläubig blickte ich meinen Angelkumpel René an, als er einen lauten Freudenschrei über das Gewässer jagte! Dabei hat er doch nur einen mittleren Karpfen gekeschert, den ich drillte. „Warum jubelt er denn jetzt so?“, fragte ich mich. So groß war der Rüssler nun wirklich nicht… Aber als ich selbst in den Kescher schaute, war mir klar, warum René so überrascht und happy war. In den Maschen lagen zwei Karpfen! „Wie ist das denn passiert?“, fragte ich ihn und konnte noch nicht so richtig glauben, was ich da sah. „Keine Ahnung“, antwortete er. „Ich habe einfach nur deinen Fisch gekeschert – keinen Plan wo der zweite auf einmal herkommt.“ Wir waren beide ziemlich baff und glücklich, denn so etwas erlebt man nun wirklich nicht alle Tage. Klar, beim Raubfischangeln kann es schon einmal passieren, dass sich an einem Köder mit zwei Drillingen auch zwei Fische aufhängen. Barsche machen das im Jagdfieber öfter. Und auch beim Hechtangeln gibt es Fälle, wo sich ein größerer Räuber den kleineren, der an der Angel hängt, schnappt und man so zwei Fische keschern kann. Doch beim Karpfenangeln funktioniert das so ja nicht. Wie also landete der zweite Rüssler im Netz?

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Dieses Erlebnis bleibt mit Sicherheit in Erinnerung

Karpfen-Hochzeit
Wir angelten an diesem Tag noch weiter, beobachteten die flache Bucht, die vor uns lag genau und die Frage kreiste weiter in unseren Köpfen. Die Antwort darauf gaben uns letztendlich die Karpfen selber. Als René und ich ruhig am Ufer der Bucht saßen, entdeckten wir zwei dicke Karpfen, die nah an uns im flachen Uferwasser vorbeizogen. Ganz dicht aneinandergeschmiegt schwammen sie ruhig ihre Bahnen. Schuppe an Schuppe. Es war so logisch! Wir hatten Frühling und die Rüssler waren im Laichgeschäft. Im Kescher landete vermutlich ein Pärchen. Einer war gehakt, der andere verfolgte seinen Partner, ohne zu wissen, was eigentlich los ist. Durch das trübe, aufgewühlte Wasser sah René nur den einen Fisch und netzte den zweiten ausversehen einfach mit ein. Kurios und auf jeden Fall ein Angeltag, an den ich immer wieder gerne denke.



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