Das Angeln auf Aland ist vielseitig und extrem spannend. Wenn es für Jesco Peschutter ans Wasser geht, setzt er häufig alles auf Aland. Mit welchen Methoden sich dieser Fisch fangen lässt, erfahrt Ihr im Folgenden.
Alande lassen sich mit einer Vielzahl an Methoden überlisten
Methoden zum Aland angeln
Schon seit der frühesten Kindheit interessieren mich Alande. Als norddeutscher Jung fing ich meine ersten Fische in der Oste, einem Nebenfluss der Unterelbe. Bereits damals faszinierte mich die Kampfkraft und auch die besonders vielseitige Angelei auf die silbernen Gesellen. In vielen norddeutschen Flüssen, Kanälen und Seen fühlt sich dieser Weißfisch wohl und mittlerweile fing ich Alande sowohl in Niedersachsen als auch in Schleswig-Holstein und Hamburg in etlichen Gewässern. Und das Schöne: Wir können diesen Fischen mit den unterschiedlichsten Methoden nachstellen: beim Stippen, Feedern und auch Oberflächenangeln mit Schwimmbrot. Des Weiteren lassen sich Alande mit der Fliegen- oder Spinnrute und künstlichen Ködern überlisten. Ich möchte Euch im Detail zeigen, wie ich die Schwarmfische mit der Feeder-Rute an den Haken locke und außerdem an der Oberfläche mit einer Brotflocke fange – Exemplare von über 50 Zentimeter Länge sind dabei immer möglich.
Schon seit der frühesten Kindheit fischt Jesco auf Aland
Feedern auf Aland
Gerade wenn es noch etwas kälter ist und die Wassertemperaturen im März, April und Mai nicht so hoch liegen, finden wir Alande oft in der Nähe des Gewässergrunds. Dort besteht dann die Möglichkeit, diese Fischart gezielt beim Feedern zu fangen. Meine liebsten Gewässer zum Angeln mit Futterkorb sind größere Flüsse und Kanäle. In Flüssen halten sich Alande gerne in der Strömung oder im Bereich der Strömungskante auf. Um diese Spots gezielt zu befischen, benötigen wir eine Heavy Feeder-Rute mit einem Wurfgewicht von 150 Gramm. Mit dieser lassen sich auch schwere Futterkörbe über 100 Gramm werfen und im Strom anbieten. Es haben sich Ruten-Modelle mit einer Länge von 3,60 bis 3,90 Metern bewährt, sodass möglichst viel Schnur vom Wasser und dem Strömungsdruck ferngehalten wird. Da Alande starke Kämpfer sind, empfehle ich eine monofile Hauptschnur mit einem Durchmesser zwischen 0,26 und 0,28 Millimetern auf einer 4000er Stationärrolle. Die Monofile gibt uns im Drill genügend Puffer und Dehnung, um die Fluchten und Kopfstöße der Friedfische weich abzufedern. Später im Jahr können auch Uferzonen und Flachwasserbereiche am Fluss Erfolg versprechend sein. Am Kanal ist hingegen der Bereich vor der Steinpackung oder aber an Pfahlreihen häufig ein Hotspot für Alande, wo Ihr Eure Montage anbieten solltet.
An großen Kanälen lohnt sich ein Ansitz mit der Feeder-Rute auf die Friedfische
Jesco mit einem Aland aus der Eider
Futter für Friedfische
Anfüttern ist beim Angeln auf Aland extrem wichtig. Die kräftigen Fische kommen selten alleine und haben Kohldampf. Deshalb dürft Ihr beim Feedern ruhig etwas mehr füttern – vor allem, wenn das Wasser schon etwas wärmer ist. Das Futter sollte viele grobe Partikel aufweisen. Dadurch sprechen wir besonders unseren Zielfisch an und halten kleinere Friedfische wie Rotaugen oder Güster etwas unter Kontrolle. Es sei aber angemerkt, dass beim gezielten Angeln auf Aland auch immer wieder Beifänge an die Köder gehen. Ganz lassen sich diese nicht vermeiden. Wer allerdings zusätzlich noch Mais oder Pellets unters Futter mischt, der reduziert die möglichen Mitesser am gedeckten Tisch. Lebendfutter wie Maden oder Würmer kommen bei mir erst in den Mix, wenn ich den ersten Aland gelandet habe. Würde ich diese krabbeligen Gesellen schon vorher beimischen, besteht die Gefahr, dass zu früh Massen an Rotaugen, Güster und Brassen durch die Maden am Spot erscheinen.
Das Futter zum Feedern darf beim Angeln auf Aland grobe Partikel aufweisen
Köder am Haken
Bei der Wahl des Hakens solltet Ihr darauf achten, dass dieser relativ stabil ausfällt. Bei den kräftigen Fluchten vom Aland im Drill ist der Haken das entscheidende Bindeglied und zu feine Modelle können schnell mal aufbiegen. Wählt deshalb beim Angeln stabile Greifer in den Größen 14 bis 8, die einiges aushalten. Ein Köder, der sehr selektiv beim Feedern Aland fängt, ist Dosenmais. Mit ein bis zwei Körnern auf dem Haken liegt Ihr meist richtig. Alternativ biete ich auch gerne ein Madenbündel oder kleine Pellets an. Ebenfalls einen Versuch wert: die Brotflocke.
Im Drill geben solche Alande Gas
Brot an der Oberfläche
Im Sommer kommen Alande sehr gerne an die Wasseroberfläche, um dort Insekten einzuschlürfen. Und genau das ist die Zeit, in der wir mit der Brotflocke an der Oberfläche punkten. Am besten funktioniert diese überaus spannende Angelei an den Tidengewässern. Hier herrscht Strömung und diese hilft uns, die Alande schneller beim Angeln zu finden. Aus dem Supermarkt besorge ich mir günstiges Toastbrot. Zu Beginn des Angeltages werfe ich erst einmal ein paar zu Flocken zerkleinerte Scheiben Brot ins Wasser. Diese werden von der Strömung erfasst und erzeugen so eine kontinuierliche Futterspur. Hilfreich ist es außerdem, wenn vor unseren Füßen eine Kehrströmung vorhanden ist. Dadurch werden nicht gleich alle Brotstückchen abgetrieben und einige bleiben in Sichtweite. Auch ins Wasser hängendes Schilf am Ufer bietet einen Halt für ein paar Flocken, die auf Abnehmer warten. Wichtig ist es, regelmäßig etwas Brot nachzuwerfen. Wer möchte, kann auch zeitgleich an mehreren Plätzen immer wieder etwas Toast nachlegen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sich die Alande in der oberen Wasserschicht zeigen.
Tidengewässer mit Strömung sind optimal zum Angeln mit Schwimmbrot an der Oberfläche auf Aland
Die abtreibenden Brotflocken sollten nach dem Füttern immer genau beobachtet werden
Sommer, Aland und Brötchen: Das passt perfekt zusammen
Montage für Schwimmbrot
Wartet bitte solange ab, bis sich die ersten Alande beim Einschlürfen des Schwimmbrotes bemerkbar machen, bevor Ihr mit dem Angeln beginnt. Manchmal kann dies etwas dauern und wir brauchen Geduld. Wenn aber das erste Brot von der Oberfläche verschwindet, steigt die Spannung. Trotzdem solltet Ihr Euch noch ein bisschen gedulden, bevor Ihr Euren Köder serviert. Erst wenn fast alle Happen verschwunden sind, dürft Ihr Eure Montage vorsichtig ins Wasser werfen. Diese besteht aus einer unauffälligen Pose mit gut sichtbarer Spitze und direkt darunter befindet sich die Bebleiung. Den 8er bis 10er Haken bindet Ihr einfach direkt an die 0,20 bis 0,22 Millimeter dicke und unscheinbare monofile Hauptschnur. Als Hakenköder verwende ich gerne die Kruste von Brötchen. Damit diese beim Anködern nicht zerbricht, noch ein kleiner Trick: Legt die Brötchen ein bis zwei Tage vorher in eine luftdicht verpackte Tüte. Eine Polarisationsbrille hilft dabei, die Fische im Wasser besser zu erkennen. Habt Ihr fressende Alande an der Oberfläche ausgemacht und das angefütterte Brot ist größtenteils verschwunden, werft Ihr die Posenmontage etwas oberhalb der Stelle ein, an der sich der letzte Fisch bei der Nahrungsaufnahme gezeigt hat. Mit geöffneter Rolle kontrolliert Ihr die Schnurfreigabe. Die Brotflocke sollte immer vorantreiben und vor der Pose von den Alanden entdeckt werden. Verschwindet das Brotstück im Maul, dürft Ihr noch nicht gleich anschlagen. Am besten wartet Ihr noch ein bis zwei Sekunden, sodass der Haken sicher im wieder geschlossenen Fischmaul greifen kann. Für mich ist diese Angelei äußerst spannend. Schon seit der frühesten Kindheit präsentiere ich Brot mit der Strömung in den Tidengewässern und werde es auch in der Zukunft immer wieder machen – Ihr auch?
Stetiges Nachfüttern mit Toastbrot ist extrem wichtig beim Oberflächenangeln auf Aland
Dieser Aland biss im Sommer auf die angebotene Flocke
Alande lassen sich mit einer Vielzahl an Methoden überlisten
Methoden zum Aland angeln
Schon seit der frühesten Kindheit interessieren mich Alande. Als norddeutscher Jung fing ich meine ersten Fische in der Oste, einem Nebenfluss der Unterelbe. Bereits damals faszinierte mich die Kampfkraft und auch die besonders vielseitige Angelei auf die silbernen Gesellen. In vielen norddeutschen Flüssen, Kanälen und Seen fühlt sich dieser Weißfisch wohl und mittlerweile fing ich Alande sowohl in Niedersachsen als auch in Schleswig-Holstein und Hamburg in etlichen Gewässern. Und das Schöne: Wir können diesen Fischen mit den unterschiedlichsten Methoden nachstellen: beim Stippen, Feedern und auch Oberflächenangeln mit Schwimmbrot. Des Weiteren lassen sich Alande mit der Fliegen- oder Spinnrute und künstlichen Ködern überlisten. Ich möchte Euch im Detail zeigen, wie ich die Schwarmfische mit der Feeder-Rute an den Haken locke und außerdem an der Oberfläche mit einer Brotflocke fange – Exemplare von über 50 Zentimeter Länge sind dabei immer möglich.
Schon seit der frühesten Kindheit fischt Jesco auf Aland
Feedern auf Aland
Gerade wenn es noch etwas kälter ist und die Wassertemperaturen im März, April und Mai nicht so hoch liegen, finden wir Alande oft in der Nähe des Gewässergrunds. Dort besteht dann die Möglichkeit, diese Fischart gezielt beim Feedern zu fangen. Meine liebsten Gewässer zum Angeln mit Futterkorb sind größere Flüsse und Kanäle. In Flüssen halten sich Alande gerne in der Strömung oder im Bereich der Strömungskante auf. Um diese Spots gezielt zu befischen, benötigen wir eine Heavy Feeder-Rute mit einem Wurfgewicht von 150 Gramm. Mit dieser lassen sich auch schwere Futterkörbe über 100 Gramm werfen und im Strom anbieten. Es haben sich Ruten-Modelle mit einer Länge von 3,60 bis 3,90 Metern bewährt, sodass möglichst viel Schnur vom Wasser und dem Strömungsdruck ferngehalten wird. Da Alande starke Kämpfer sind, empfehle ich eine monofile Hauptschnur mit einem Durchmesser zwischen 0,26 und 0,28 Millimetern auf einer 4000er Stationärrolle. Die Monofile gibt uns im Drill genügend Puffer und Dehnung, um die Fluchten und Kopfstöße der Friedfische weich abzufedern. Später im Jahr können auch Uferzonen und Flachwasserbereiche am Fluss Erfolg versprechend sein. Am Kanal ist hingegen der Bereich vor der Steinpackung oder aber an Pfahlreihen häufig ein Hotspot für Alande, wo Ihr Eure Montage anbieten solltet.
An großen Kanälen lohnt sich ein Ansitz mit der Feeder-Rute auf die Friedfische
Jesco mit einem Aland aus der Eider
Futter für Friedfische
Anfüttern ist beim Angeln auf Aland extrem wichtig. Die kräftigen Fische kommen selten alleine und haben Kohldampf. Deshalb dürft Ihr beim Feedern ruhig etwas mehr füttern – vor allem, wenn das Wasser schon etwas wärmer ist. Das Futter sollte viele grobe Partikel aufweisen. Dadurch sprechen wir besonders unseren Zielfisch an und halten kleinere Friedfische wie Rotaugen oder Güster etwas unter Kontrolle. Es sei aber angemerkt, dass beim gezielten Angeln auf Aland auch immer wieder Beifänge an die Köder gehen. Ganz lassen sich diese nicht vermeiden. Wer allerdings zusätzlich noch Mais oder Pellets unters Futter mischt, der reduziert die möglichen Mitesser am gedeckten Tisch. Lebendfutter wie Maden oder Würmer kommen bei mir erst in den Mix, wenn ich den ersten Aland gelandet habe. Würde ich diese krabbeligen Gesellen schon vorher beimischen, besteht die Gefahr, dass zu früh Massen an Rotaugen, Güster und Brassen durch die Maden am Spot erscheinen.
Das Futter zum Feedern darf beim Angeln auf Aland grobe Partikel aufweisen
Köder am Haken
Bei der Wahl des Hakens solltet Ihr darauf achten, dass dieser relativ stabil ausfällt. Bei den kräftigen Fluchten vom Aland im Drill ist der Haken das entscheidende Bindeglied und zu feine Modelle können schnell mal aufbiegen. Wählt deshalb beim Angeln stabile Greifer in den Größen 14 bis 8, die einiges aushalten. Ein Köder, der sehr selektiv beim Feedern Aland fängt, ist Dosenmais. Mit ein bis zwei Körnern auf dem Haken liegt Ihr meist richtig. Alternativ biete ich auch gerne ein Madenbündel oder kleine Pellets an. Ebenfalls einen Versuch wert: die Brotflocke.
Im Drill geben solche Alande Gas
Brot an der Oberfläche
Im Sommer kommen Alande sehr gerne an die Wasseroberfläche, um dort Insekten einzuschlürfen. Und genau das ist die Zeit, in der wir mit der Brotflocke an der Oberfläche punkten. Am besten funktioniert diese überaus spannende Angelei an den Tidengewässern. Hier herrscht Strömung und diese hilft uns, die Alande schneller beim Angeln zu finden. Aus dem Supermarkt besorge ich mir günstiges Toastbrot. Zu Beginn des Angeltages werfe ich erst einmal ein paar zu Flocken zerkleinerte Scheiben Brot ins Wasser. Diese werden von der Strömung erfasst und erzeugen so eine kontinuierliche Futterspur. Hilfreich ist es außerdem, wenn vor unseren Füßen eine Kehrströmung vorhanden ist. Dadurch werden nicht gleich alle Brotstückchen abgetrieben und einige bleiben in Sichtweite. Auch ins Wasser hängendes Schilf am Ufer bietet einen Halt für ein paar Flocken, die auf Abnehmer warten. Wichtig ist es, regelmäßig etwas Brot nachzuwerfen. Wer möchte, kann auch zeitgleich an mehreren Plätzen immer wieder etwas Toast nachlegen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sich die Alande in der oberen Wasserschicht zeigen.
Tidengewässer mit Strömung sind optimal zum Angeln mit Schwimmbrot an der Oberfläche auf Aland
Die abtreibenden Brotflocken sollten nach dem Füttern immer genau beobachtet werden
Sommer, Aland und Brötchen: Das passt perfekt zusammen
Montage für Schwimmbrot
Wartet bitte solange ab, bis sich die ersten Alande beim Einschlürfen des Schwimmbrotes bemerkbar machen, bevor Ihr mit dem Angeln beginnt. Manchmal kann dies etwas dauern und wir brauchen Geduld. Wenn aber das erste Brot von der Oberfläche verschwindet, steigt die Spannung. Trotzdem solltet Ihr Euch noch ein bisschen gedulden, bevor Ihr Euren Köder serviert. Erst wenn fast alle Happen verschwunden sind, dürft Ihr Eure Montage vorsichtig ins Wasser werfen. Diese besteht aus einer unauffälligen Pose mit gut sichtbarer Spitze und direkt darunter befindet sich die Bebleiung. Den 8er bis 10er Haken bindet Ihr einfach direkt an die 0,20 bis 0,22 Millimeter dicke und unscheinbare monofile Hauptschnur. Als Hakenköder verwende ich gerne die Kruste von Brötchen. Damit diese beim Anködern nicht zerbricht, noch ein kleiner Trick: Legt die Brötchen ein bis zwei Tage vorher in eine luftdicht verpackte Tüte. Eine Polarisationsbrille hilft dabei, die Fische im Wasser besser zu erkennen. Habt Ihr fressende Alande an der Oberfläche ausgemacht und das angefütterte Brot ist größtenteils verschwunden, werft Ihr die Posenmontage etwas oberhalb der Stelle ein, an der sich der letzte Fisch bei der Nahrungsaufnahme gezeigt hat. Mit geöffneter Rolle kontrolliert Ihr die Schnurfreigabe. Die Brotflocke sollte immer vorantreiben und vor der Pose von den Alanden entdeckt werden. Verschwindet das Brotstück im Maul, dürft Ihr noch nicht gleich anschlagen. Am besten wartet Ihr noch ein bis zwei Sekunden, sodass der Haken sicher im wieder geschlossenen Fischmaul greifen kann. Für mich ist diese Angelei äußerst spannend. Schon seit der frühesten Kindheit präsentiere ich Brot mit der Strömung in den Tidengewässern und werde es auch in der Zukunft immer wieder machen – Ihr auch?
Stetiges Nachfüttern mit Toastbrot ist extrem wichtig beim Oberflächenangeln auf Aland
Dieser Aland biss im Sommer auf die angebotene Flocke