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Reiseberichte über Norwegen Reiseberichte und Angelberichte über das Angeln in Norwegen.
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Alt 15.06.2016, 18:48   #1
freymaus
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Dabei seit: 07.2008
Ort: Freyung
Beiträge: 9
Standard Insel Atloy 9/2014

Ist zwar schon ein etwas älterer Bericht aber vielleicht interessiert sich der eine oder andere dafür

Sonntag
Abfahrt 04:45 Uhr in Freyung - erstes Ziel Großbüchlberg. Trotz Sonntag und dieser Tageszeit ist erstaunlich viel Verkehr. Nieselregen und Dunkelheit sind auch nicht sehr angenehm aber es hilft nichts - wir müssen wieder in unser geliebtes Norwegen. Inge erwartet uns schon bei einer reich gedeckten Frühstücks­tafel. Um 7:20 Uhr treffen wir dort ein (20 Min. zu spät). Wir lassen uns verwöhnen und um 08:20 Uhr geht´s weiter. Hier ist der Verkehr zwar nicht mehr so stark aber eine Baustelle jagt die nächste und kurz vor Magdeburg der Clou: Autobahn­kreuz Magdeburg gesperrt - Juhu und wie sollen wir jetzt fahren? Keiner sagt es!
Nur Mut einfach weiterfahren irgendwo wird´s schon noch stehen - oder? Na ja nach ein paar Dörfern und
schönen Alleen tatsächlich ein Hinweis: Autobahn Braunschweig links - na Gott sei Dank! Drauffahren und bei der nächsten Tanke machen wir Halt zum Tanken und bieseln! Hähä - es kommt aber keine Tankstelle - wir fahren und fahren - nichts. Dann endlich - aber ha - da fahren wir nicht rein, denn da ist eine Baustelle die das Rausfahren zum „Russisch-Roulett“ macht. Wir nehmen die nächste - hähä die wieder nicht kommt. Endlich, nach gefühlten 1000 km eine Tankstelle, aber klar die ist hoffnungslos überfüllt - wir nehmen sie trotzdem wie alle anderen 1000 Mitleider auch - unseren Körpern tut es gut endlich auszusteigen die Füße auszustrecken, das Kreuz wieder durchzubiegen und eine kleine Pause schadet
auch dem Beifahrer nicht. Nach kurzer Brotzeit im Freien (jetzt ist es wieder trocken und sogar die Sonne scheint ab und zu) geht´s weiter. Lustiger Weise ist jetzt alle 40 km ein Rastplatz sogar mit WC und Tanken aber nun brauchen wir das ja auch so schnell nicht mehr. 15 Baustellen und
2 Unfälle später machen wir kurz vor Hamburg um 16:15 Uhr noch mal Pause um dann um 17:30 Uhr in Handewitt einzutreffen. Hier sind wir angenehm überrascht: Das Gasthaus ist größer als gedacht und das Zimmer geräumig und fast neu. Wir machen noch einen kurzen Spaziergang durch das Örtchen und dann lassen wir es uns im Restaurant gut schmecken. Es gibt zu jedem Gericht vorneweg eine leckere Suppe und Salat vom reichhaltigen Salatbuffet - da kann man nicht meckern! Dermaßen abgefüllt ziehen wir uns auf unser Zimmer zurück um vor dem Fernseher sofort einzuschlafen.

Montag
Heute haben wir keine Eile - die 400 km sind ja kein Problem mehr und die Fähre geht erst um 21:30 Uhr. Also können wir lange schlafen - gemütlich frühstücken (vom Buffet versteht sich), auschecken, tanken und noch eine Kleinigkeit bei EDEKA einkaufen. Um 10:00 Uhr geht´s dann endgültig los. Die dänische Autobahn ist bei weitem nicht so leer wie wir das eigentlich gewohnt sind - viel Rückreiseverkehr der Dänen, die mit ihren Wohnwägen aus dem Süden kommen und viele Lastwagen. Aber man darf ja eh nur max. 130 fahren und meist sogar nur 100, sodass es trotzdem nicht stressig wird. Um 13:30 Uhr kommen wir in Hirtshals am Ozeanarium an. Da ja noch 8 Std. bis zur Fährabfahrt bleiben, können wir es heute ausgiebig besichtigen. Das machen wir auch bis zum Schließen um 17:00 Uhr. Es ist wirklich sehr zu empfehlen - auch für ganz junge Gäste!
Das Terminal hat jetzt noch nicht geöffnet. So parken wir auf dem Gelände davor und machen erst mal ausgiebig Brotzeit. Dann spazieren wir noch etwas am Kai entlang und besichtigen das neue Fjord-Line-Gebäude. Um 18:30 Uhr öffnet das Terminal und so können wir einchecken. Die Fähre ist auch schon da - es ist also keine Verspätung zu befürchten.
Und tatsächlich - wir können planmäßig einfahren und das Schiff legt auch pünktlich ab.
Von der Fähre sind wir mehr als positiv überrascht. Es ist die neue „Bergensfjord“ - mit relativ neuem und fast schon Color-Line-mäßigem Ambiente. Leider müssen wir aber früh ins Bett und bald schlafen, da wir schon um 5 Uhr morgens aufstehen und um 6 Uhr zu unserer letzten Etappe (voraussichtlich 9 Std. Fahrt) aufbrechen müssen.
Dienstag
"Zärtlich" weckt uns die Lautsprecher-Durchsage der Fähre um 5 Uhr morgens. In 3 Sprachen quäkt sie, dass Cafe und Autodeck nun geöffnet sind und wir uns spätestens um 5:40 Uhr bei unseren Fahrzeugen einfinden sollen. Also - schnell duschen, frühstücken und ab zum Auto. Da die Fähre nur halb voll ist, bleibt das
übliche Chaos aus und wir kommen ohne zerquetscht und geschubst zu werden zum Auto. Wir legen pünktlich in Stavanger (aufgrund Pipelinearbeiten fuhr die Fähre nicht bis Bergen) und können ohne jede Kontrolle das Fährgelände verlassen. - Aber oh Schreck, auf den Straßenschildern ist überall "Bergen" zugeklebt (natürlich ohne den geringsten Hinweis auf eine Alternativ-Route). Na ja, wir fahren trotzdem die uns bekannte Strecke. Das Navi ist auch etwas verwirrt und als es uns plötzlich weg von der E39 Richtung Westen weist - folgt Reinhard todesmutig diesem Hinweis. Das Navi leitet uns ca 20 km über fragwürdige Sträßchen und plötzlich sind wir wieder auf der E39 und Bergen ist nicht mehr durchgekreuzt!?! Na also, wieder mal Glück gehabt. In diesem Teil Norwegens hält die E 39 ja noch das was man von einer Bundesstraße erwartet, sodass wir relativ gut vorankommen (abgesehen davon dass man natürlich max. 80 km/h fahren darf und durch x geschlossene Ortschaften mit 30erZone kommt). Der Byfjord-Tunnelen mit 6 km-Länge und 168 m Tiefe sowie der Matra-Fjord-Tunnelen mit 4 km-Länge und 133 m Tiefe geben den Besuchern gleich zu Beginn der Reise einen ersten Eindruck. Gleich anschließend kommt die Fähre über den Boknafjord von Mortavika nach Bokna (20 Min. Fahrtzeit / 197 Kronen). In Aksdal (bei Haugesund) ziehen wir Kronen und tanken. Bald danach wird der Bömlofjordtunnelen mit 8 km-Länge und 260 m Tiefe und die Fähre von Sandvikvag nach Halhjem (40 Min. Dauer 276 Kronen) um 11:15 Uhr passiert.
Auf diese Weise rückt unser Ziel immer näher und wir glauben schon schneller als gedacht voranzukommen als wieder die leidigen Baustellen auftauchen. Nach Bergen wird die berühmte E 39 immer schmäler und schlechter und das Navi steigt völlig aus. Eine Baustelle löst die nächste ab und kurz vor der Brücke zu unserer Insel ist die Straße sogar völlig weg und wir sind nicht sicher, ob der Feldweg um die Baumaschinen herum wirklich benutzbar ist - wir wagen es und siehe da - es war richtig! Juchhu nur noch 50 km zum Ziel! Jetzt wirds richtig abenteuerlich- die Straße ist genauso breit wie ein Lastwagen. Mittelstrich haben wir schon lange keinen mehr gesichtet und jetzt ist auch keine Geschwindigkeitsbeschränkung mehr nötig - hier kann man normalerweise eh nur 40 fahren. Über Serpentinen geht es auf und ab und links sind steile Felswände. Ich fahre immer wieder auf die Ausweichspur um genervte Lastwagenfahrer überholen zu lassen. 2 mal möchte mich ein entgegenkommender rammen, schafft es aber nicht ganz. In Askvoll erwischen wir in letzter Minute die Fähre nach Atloyna und Dank Reinhards guter Spürnase finden wir Herland und "unser Haus" auf Anhieb. Ankunft 17:00 Uhr. Es ist nicht verschlossen, sodass wir sofort mit der Besichtigungstour starten können. Wir sind sehr zufrieden bis wir das Bett testen. Reinhard tauscht daraufhin die Matratze aus aber viel besser wird es dadurch auch nicht - mit der Zeit gewöhnen wir uns sicher auch an das Knarzen (?).

Unsere Vermieterin Greta kommt und weist uns in die Geheimnisse der Hauselektrik ein. Dann gesteht sie, dass das Boot kaputt ist - aber es soll heute noch oder spätestens morgen repariert sein. Wenn nicht, bekommen wir ein anderes Boot. Noch am selben Abend kommt tatsächlich der "Reparierer" mit dem Ersatzteil und das Boot funktioniert wieder einwandfrei.
Schnell machen wir uns noch "Chilli con Carne" aus der Dose und werfen uns auf die Couch zum Lesen. Der Schlaf übermannt uns fast augenblicklich und mit letzter Kraft schleppen wir uns ins Bett.

Mittwoch
Schon frühmorgens erwachen wir in der ungewohnten Umgebung. Nach einem gemütlichen Frühstück und den Vorbereitungen zum Fischen geht´s bei Nieselregen raus auf´s Meer.
Wir suchen bei immer stürmischerer See die windgeschützten Stellen vor den Schären ab - aber leider ist der Fang eher dürftig - nach 3,5 Std. Fischen machen wir Schluss. Aber na ja, morgen wird´s sicher besser - zum Abendessen reichts jedenfalls. Die paar Fische sind schnell geputzt und eingefroren. Den Leng und einen kleinen Wittling backe ich uns im Ofen auf Tomaten, dazu gibts Reis und Gurkensalat.
Greta besucht uns und bringt uns einen kleinen Elektro-Ofen, sie hat Angst dass wir erfrieren. Es ist aber gar nicht kalt. Nach den Aufräumarbeiten machen wir uns einen gemütlichen Fernsehabend.
Ergebnis: 6 Makrelen, 2 Wittlinge, 1 Leng

Donnerstag
Eigentlich wollten wir heute nicht fischen, da so schlechtes Wetter angesagt war - aber nun ist es doch nicht zu windig und so fahren wir raus. Von 9 - 12 Uhr lassen wir uns durchschaukeln mit sehr magerem Ergebnis. Schön langsam machen wir uns Gedan­ken, ob wir das falsche Revier gewählt haben. Leicht frustriert fahren wir zurück um nach dem Mittagessen (Makrelenfilets gebraten mit Kartoffelbrei und Rote Beete) die Insel zu erkunden und bei Joker einzukaufen (ich habe nämlich den Zucker vergessen - außerdem benötigen wir dringend eine Fliegenklatsche, da das Haus von angriffs­lustigen Stubenfliegen wimmelt). Unterwegs wird es immer sonniger und wir bekommen die Schönheit "unserer" Insel zu sehen.
Zu Hause räumen wir schnell die paar Habseligkeiten ein um dann in die Sauna zu gehen. Dieses Haus hat nämlich eine Sauna die man sogar benutzen kann! Es ist wirklich recht schön. Zwischen den Gängen können wir sogar auf unserer Terrasse in der Sonne sitzen.
Tja, der Tag war ganz schön anstrengend - kein Wunder, dass wir wieder - kaum auf der Couch - einschlafen und erst um Mitternacht erwachen um ins Bett umzuziehen.
Ergebnis: 7 Makrelen und 1 Wittling (ein paar Mini-Köhler und ein Mini-Rotbarsch wurden wieder in die Freiheit entlassen).

Freitag
Beim Frühstück beobachten wir die Fischkutter die im Hafen abladen und fragen uns wo die diese Fische wohl herhaben. Wenn wir heute wieder nichts fangen, müssen wir irgendwo etwas dazukaufen, damit wir die Kiste zumindest halb voll bekommen. Aber nur Mut, heute wollen wir es noch mal wo anders versuchen. Reinhard meditiert über der Seekarte und dann geht´s los. Im Boot wird mantra-artig gejammert - denn das soll Glück bringen. Wir versuchen 2 vielversprechende Stellen jedoch nichts oder nur Kleinkram unter Schonmaß beißt an.
Also weiter und siehe da - endlich schlägt es bei uns beiden an und 1 Dorsch und 2 Makrelen können fast zeitgleich geborgen werden. Wir lassen uns immer wieder von dieser Stelle abtreiben und nach 2 Std. ist die Kiste fast voll - hurraa! Petri Dank - nur weiter so!
Bis wir diesen großartigen Fang verarbeitet haben ist es 17 Uhr. Halbverhungert machen wir uns schnell 3 schöne Dornhai-Steaks mit Erbsenreis. Zum krönenden Abschluss möchte ich uns noch Kaffee kochen und klirr !!! Ich hab die Glaskanne der Kaffeemaschine gekillt und die ganze Küche ist mit Scherben übersät! Nun kann ich also auch noch die Scherben aufsammeln und die ganze Küche saugen bis ich endlich duschen kann. Aber na ja auch das ist schnell geschafft und so können wir schon um
19 Uhr endlich die Kanapee-Westwand besteigen und uns dem Lesen widmen - komisch dass wir so müde sind!
Ergebnis: 3 Dornhaie, 5 Dorsche, 5 Köhler und 29 Makrelen

Samstag
Heute ist es absolut windstill, deshalb wollen wir unser Fischrevier großräumig erkunden.
Wir fahren also ein paar vielversprechende Stellen beim Leuchtturm an und haben auch sofort Glück - aber oh Schreck Dornhaie - immer wieder Dornhaie - es ist sehr schwierig und nicht ungefährlich sie einigermaßen unversehrt vom Haken und vom Boot zu bekommen. Geduldig versuchen wir viele Stellen im weiten Umkreis aber es beißen immer wieder nur Dornhaie - 4 Stück sind so verknotet, dass wir sie töten müssen. Erst als wir schon aufgeben wollen treffen wir auf einen Makrelenschwarm der uns 29 der guten Stücke beschert und sogar ein Pollak verirrt sich an unsere Leine. Zu Hause gibt es Dornhai-Steak süß-sauer mit gebratenen ChongMaiNudeln. Anschließend entspannen wir uns in der Sauna.
Ergebnis: 29 Makrelen, 1 Pollak, 4 Dornhaie

Sonntag:
Eigentlich war für heute eine Wanderung auf den Brurestaken geplant - aber leider nieselt es und so fahren wir also zur Abwechslung Fischen. Hoffentlich sind die Dornhaie weitergezogen! Wir versuchen also unser Glück erst einmal ganz nah an der Hafeneinfahrt auf ca. 50 Meter Tiefe - Ergebnis: kein Dornhai aber auch sonst nichts! Bravo! Der Wind frischt auf und so fahren wir zu unserer "alten Stelle" beim Masnesholmen - hier haben wir die Schären vor dem Wind und hier hatten wir auch schon ganz gute Fangergebnisse. Zuerst lassen uns die Fische warten aber dann rappelt es und im Nu ist die Kiste mit Makrelen voll. Zwischendurch erwischt Reinhard auch noch einen passablen Dorsch, den wir zum Trophäenfisch küren. Ich erwische seinen kleinen Bruder, aber er ist so klein, dass ich ihn in die Freiheit entlassen muss. Beim Umsetzen können wir noch einen Seehund beobachten - leider ist er jedoch so schnell wieder weg, dass ich ihn nicht fotografieren kann. Nach 3 Std. fischen tuckern wir wieder heim. Das „Mittagessen“ ist um 15:30 Uhr fertig - Makrelen gekocht mit Käsesauce, Kartoffelpürree und Gurkensalat.
Der windstille Abend lockt uns nochmals aus der Hütte und so machen wir einen Spaziergang durch den Ort und auf den Hausberg um den Einstieg zum Brurestaken zu finden den wir am Mittwoch oder Donnerstag besteigen möchten. Hier stehen ziemlich neue Ferienhäuser - unter anderem auch eines von InterChalet in dem zur Zeit Deutsche aus Rüdesheim wohnen.
Auf dem Heimweg besuchen wir noch kurz Greta und gestehen ihr, dass wir die Kaffekanne und den Tankgriff vom Boot gebrochen haben. Außerdem bitten wir sie um eine Waage, damit wir unsere Fische wiegen können. Waage und Kaffeekanne bekommen wir sofort mit.
Ergebnis: 25 Makrelen und 1 Dorsch

Montag:
Mit unserer neuen Waage stellen wir fest, dass unser bisheriger Fang 25 kg + unserer "Trophäen-Dorsch" mit 1 kg beträgt. Wir dürfen also nur noch 5 kg und 1 Trophäenfisch mitnehmen.
Heute sind wir guten Mutes, dass wir wieder einigermaßen gut fangen werden nachdem gestern nicht mehr so viele Haie unterwegs waren. Wir fahren also raus und da es windstill ist versuchen wir es wieder in der Nähe vom Leuchtturm - sofort ein Biss - hurra, Dorsch da bläst er! Er kämpft ich kann ihn kaum hochkurbeln, so viel Mühe hatte ich schon lange nicht mehr mit einem Fisch - als er endlich an der Oberfläche ist hängt nur noch ein Dorschkopf mit Gerippe und weiter hinten ein Dornhai (dieser im Ganzen) an den Haken. Haben diese Saubiester doch tatsächlich meinen schönen Dorsch während des Hochkurbelns komplett abgeknabbert. Ich hasse diese Viecher!!! Nach 2 weiteren Versuchen wieder nur Haie am Haken. Also nichts wie weg und wieder an unsere Makrelenstelle von gestern. Aber leider, außer 3 Makrelen und 2 kleinen Köhlern beißen wieder nur Haie, sodass wir frustriert abbrechen und nur beim Zurückfahren noch 2 erfolglose Stopps einlegen.
Daheim haben wir ja nicht viel Arbeit mit dem Putzen und so brechen wir nach dem Essen noch zu einer kleinen Wanderung zum Haerlands-Vatnet auf. Leider ist der Wanderweg anfangs nicht beschildert, da ein größeres Bauvorhaben mit 2 neuen Straßen die Markierungen zerstört hat. Aber beim 2. Versuch finden wir den Einstieg und dann ist es auch ganz leicht den Wegverlauf zu finden, der sich über Felsen und durch sumpfige Einschnitte dahin schlängelt. Nach ca. 1/2 Std. sind wir am See ange­kommen - der Weg führt noch etwas weiter aber er ist uns doch zu sumpfig, sodass wir wieder umdrehen. Eine kleine Pause bei dem neugestalteten Rastplatz mit Grillmöglich­keit und nagelneuer Brücke und dann geht´s wieder zurück zu unserem Häuschen.
Ergebnis:3 Makrelen 3 Köhler (insgesamt aber nur 1 kg Filet!!) – 1 schöne Wanderung

Dienstag
Heute ist es zum Fischen zu windig, deshalb beschließen wir kurzerhand nach Holmedal zur Messerfabrik Helle zu fahren. Beim Frühstück lassen wir uns ziemlich viel Zeit, sodass wir erst die Fähre um 09:25 Uhr nehmen können, die wir in letzter Sekunde erwischen. Schnurstraks fahren wir nach Helle - in dem kleinen Dorf ist die Fabrik gleich gefunden. Kaum zu glauben, dass aus diesem kleinen Gebäude Messer in alle Welt geliefert werden! Auch der Verkaufsraum ist kaum größer als unser Esszimmer. Aber macht ja nichts, immerhin ist geöffnet - außer uns ist noch 1 älteres Paar aus Berlin da (die 8 Messer kaufen!). Wir besichtigen und prüfen jedes Stück um uns dann für das Modell "Temagami" zu entscheiden.
Da es hier sonst nichts zu sehen gibt, fahren wir gleich wieder Richtung Atloy - aber dieses Mal direkt auf der Küstenstraße, die recht romantisch ist.
In Askvoll haben wir noch 1 1/2 Std. Zeit bis zur nächsten Fähre. Deshalb spazieren wir ein wenig durch den Ort und besichtigen KIWI und COOP wo wir Reker, Senf, Brot und Bier kaufen und dabei feststellen, dass es auf unserer Insel mindestens 20 - 40 % teurer ist als hier.
Zu Hause gibt´s gefüllte Paprika aus der Dose die ziemlich grässlich schmecken (nie wieder kaufen!). Da es noch früh am Tag und noch immer zu windig zum Fischen ist beschließen wir den Brurestaken zu besteigen. Wir fahren also zum Hafen und traben warm eingepackt bergwärts. Kaum auf unserem Hausberg angekommen an dem der Wanderweg beginnt geht´s auch schon wieder ziemlich lange abwärts, sodass wir schon Zweifel bekommen ob dies der richtige Weg ist. Es wird auch immer wärmer und so fallen unsere Hüllen nach und nach. Der Weg windet sich immer wieder auf- und abwärts durch ziemlich sumpfiges Gelände - gut dass wir diesmal unsere Wander­schuhe anhaben. Immer wieder glauben wir uns am Ziel aber nein wieder geht´s bergab und wieder bergauf. Endlich sind wir scheinbar da - es gibt auch ein Gipfelbuch in das wir uns eintragen und wir schießen etliche Panorama-Fotos bei strahlendem Sonnen­schein. Wir müssen uns nur gut platzieren damit uns der Wind nicht umbläst. Auf der Suche nach dem Rückweg stellen wir allerdings fest, dass der eigentliche Gipfel noch vor uns liegt - also besteigen wir auch diesen um nochmals Gipfelbilder zu schießen.
Für den Rückweg steigen wir zur Straße ab und gehen die Fahrstraße entlang zurück um schneller voran zu kommen. Dauer: 2,5 Std. mit Pausen.
Am Haus suchen wir uns ein windgeschütztes Plätzchen zum Sonnen und Lesen. Anschließend gibt´s Reker mit Bier und eine ausgiebige Dusche.
Ergebnis: 1 Messer, tolle Aussicht, viel Sonne und Wind!

Mittwoch
Heute ist der letzte Fischtag. Strahlender Sonnenschein und kaum Wind, wir sind begeistert. Voller Tatendrang starten wir schon um 8:15 Uhr Richtung Leuchtturm. Bei diesem Wetter werden wir prächtig fangen (es sei denn die Haie sind immer noch da). Auf dem Weg zum erklärten Ziel hinterm Leuchtturm halten wir zwei Mal um Makrelen zu fangen - aber kein Biss! Reinhard erwischt einen kleinen Dorsch der aber noch zu klein ist um ihn zu behalten. Als wir schon weiterfahren wollen glaube ich an einen Hänger - aber nein ein Lump hängt am Haken, welche Freude! Leider ist er ein Einzelgänger. Wir suchen das ganze Revier rund um den Leuchtturm sowie die berühmte Grunneflua ab aber nichts - ein paar Zuppler sonst nichts! Frustriert geben wir hier auf und tuckern zu unserem alten Platz beim Masnesholmen - hier müssen wir ja was fangen. Aber wieder nichts. Nach insgesamt 4,5 Std. fahren wir heim. Hier baut Reinhard noch 2 Angeln beim Steg auf um nichts unversucht zu lassen. Dann gibts erst mal Spaghetti. Während mein Lieblingsmann schon mal das Boot saubermacht beißt tatsächlich eine Flunder an. Na bitte 2 Fische in 6 Std. das ist doch was oder?
Ergebnis: 1 Lump (1,3 kg), 1 Flunder

Donnerstag:
Der Donnerstag vergeht mit Packen, Putzen und Einräumen des Autos. Greta besucht uns noch einmal zum Ratschen und wir bezahlen das Boot. Es war eine schöne Zeit hier. Der Fang könnte zwar besser sein aber was soll´s 25 kg sind ja auch was.

Freitag
Heute ist Abreisetag. Wir frühstücken kurz, packen den Coleman mit unseren Fischen, die Kühltasche mit der Brotzeit für die Fahrt und ab geht’s. Auf Gretas Rat nehmen wir die Fähre nach Fure um 6:50 Uhr. Diese Strecke ist wirklich wesentlich kürzer und schneller als die Hinfahrt über Dale. So kommen wir bei herrlichem Wetter schon um 11:00 Uhr in Bergen bei der Fähre an. Da wir noch etwas Zeit haben machen wir noch einen kurzen Spaziergang zum Fischmarkt. Dann geht’s zurück zum Fähr-Terminal das mittlerweile geöffnet ist. Pünktlich um 14:45 Uhr legen wir ab und können auf dem Sonnendeck die Fahrt genießen.

Samstag
Nach ruhiger Überfahrt können wir um 07:00 Uhr die Fähre in Hirtshals verlassen und fahren zu unserem obligatorischen Halt kurz vor Hamburg bei der Autobahnraststätte „Hüttener Berge“ in der wir wieder die leckeren Matjes-Heringe mit Bratkartoffeln konsumieren. Unser Ziel ist heute Fulda bzw. das Gasthaus „Altes Casino“ auf dem Petersberg, das wir ohne besondere Zwischenfälle um 16:30 Uhr erreichen. Unsere Fischkiste wird in´s Kühlhaus gebracht und wir genießen nach dem Duschen das leckere Essen im Gasthaus.

Sonntag
Heute lassen wir uns Zeit beim Frühstücken und lassen uns das reichhaltige Frühstücks-Buffet schmecken. Die letzten 440 km bis Freyung vergehen wie im Flug und so sind wir schon um 14:00 Uhr daheim.

Nun sind es also voraussichtlich ca. 630 Tage bis wir wieder nach Norwegen aufbrechen werden – ich glaube Reinhard fängt jetzt schon an zu zählen!

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Alt   Heute, 6:30  
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Alt 16.06.2016, 08:41   #2
Franz_16
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Beiträge: 17.114
Blog-Einträge: 3
Standard AW: Insel Atloy 9/2014

Wow, Prima geschrieben!

Bei der Zubereitung des Tagesfangs habt ihr euch auch ganz schön was einfallen lassen - Respekt!
__________________
Grüße Franz
Franz_16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2016, 19:21   #3
freymaus
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Dabei seit: 07.2008
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Beiträge: 9
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Blinzeln AW: Insel Atloy 9/2014

Danke, aber wir hatten ja sonst nichts!
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Alt 20.02.2018, 15:26   #4
phk
Mitglied
 
Dabei seit: 09.2007
Beiträge: 1
Standard AW: Insel Atloy 9/2014

Nach Deinen Reiisebericht ist ja nicht so toll gewesen mit dem Fisch.

Fahre am 02.06 bis 09.06. nach FJS 533

hast Du noch ein paar hotspots für mich?
gruß aus rostock
eckhard
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