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Branchen-News News aus der Angelbranche.

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Alt 28.04.2017, 15:59   #1
Thomas9904
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Dabei seit: 12.2000
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Blog-Einträge: 2
Standard Newsletter der Initiative gegen Angelverbote zum Angler-Protest auf Fehmarn

Pressemeldung



Angler-Protest auf Fehmarn
Um gegen das geplante Angelverbot in den Schutzgebieten der deutschen AWZ zu protestieren, haben verschiedene angeltouristische Organisationen und Akteure auf Initiative von Lars Wernicke am 22. April zu einer Bootsdemo von Anglern für Angler im Fehmarnsund aufgerufen, um so gegen überzogenen Naturschutz und anglerfeindliche Umweltpolitik zu demonstrieren. Leider konnte diese aufgrund des starken Windes nicht wie geplant durchgeführt werden. Trotz der Absage fanden sich die anwesenden Angelkutter spontan an der Fehmarnsundbrücke zu einer gemeinsamen Ausfahrt ein und drückten gemeinsam ihren Protest aus.



Denn bereits heute ist die Ausübung der Freizeitfischerei durch das zum 01. Januar 2017 eingeführte „bag limit“ massiv betroffen. Viele angeltouristische Betriebe verzeichnen Umsatzrückgänge von bis zu 70%.

Organisiert wurde die Anglerdemo von der WiSH und dem Verband der Bäder-
und Hochseeangelschiffe.

Parallel dazu fand im Rahmen der Fishing Masters Show auf Fehmarn eine
öffentliche Podiumsdiskussion zu den „Aktuellen Beeinträchtigungen der
Freizeitfischerei“ am Hafen von Burgstaaken statt.



Eindrucksvoll moderierte Rainer Korn (Blogger und Redakteur beim Blinker)
die Veranstaltung und verstand es gut, alle Gesprächspartner zu einer klaren
Positionierung zu führen.

Während Frau MdB Bettina Hagedorn (SPD), die Ankündigung von Angelverbotszonen in der AWZ ohne inhaltliche Substanz verteidigte, bezog MdB Ingo Gädechens (CDU), klar Stellung gegen Angelverbote: „Es gibt bis heute immer noch keine Begründung für die Angelverbote. Die CDU wird den Angelverboten in den AWZ nicht zustimmen.“
Auch die Präsidentin des DAFV, Frau Christel Happach-Kasan, fand ungewohnt deutliche Worte: „Keine Angelverbote ohne nachvollziehbare Gründe - und diese sind bis heute nicht geliefert worden.“

Ebenso von Interesse waren die Aussagen von Dr. Harry Strehlow (Thünen-Institut für Ostseefischerei), der sich für ein sinnvolles Bestandsmanagement beim Dorsch aussprach und auch die selektive Entnahme als eine sinnvolle Maßnahme bewertete. Nicht jeder Dorsch, der dem Angler an den Haken geht, muss gleich getötet werden.
Zum Schluss gab es auf die Frage von Lars Wernicke vom Organisationsteam
Anglerdemo, wo denn der von SPD-Kanzlerkandidat Schulz als zu schützende "kleine Mann" anfange oder aufhöre, von Frau Hagedorn die Antwort:
„Das BMUB wird noch im Mai dieses Jahres die Verordnung zum Angelverbot verfügen: Statt 100 % Angelverbot in der Schutzzone gibt es nur Angelverbote auf rund 25% der Fläche. Das sei ein toller Erfolg der stattgefunden Gespräche.“
Allerdings mit einem klitzekleinem Schönheitsfehler: Ohne jegliche Begründung !!!

Zitat:
Fazit der Podiumsdiskussion: Bis heute gibt es keine eindeutigen Beweise die ein Angelverbot in den geplanten Schutzgebieten der AWZ rechtfertigen. Verbote und Aussperrungen dürften nicht das Ziel deutscher Politik sein!
Komplette Podiumsdiskussion:
https://www.youtube.com/watch?v=VTpHliRB65c

Weitere Informationen finden Sie unter
www.wassertourismus-sh.de/angeln.
www.facebook.com/Anglerdemo/

Angelverbot im Fehmarnbelt

So bewegt sich das BMUB
Stand: 12/2014
Angelverbot: gesamtes NSG
Begründung: der unspezifische Bootsverkehr der Angler


Was ist zwischendurch passiert:
• Im Anhörungsverfahren sprechen sich die norddeutschen Bundesländer, der Tourismus, die Wissenschaft und Wirtschaft gegen die Entwürfe aus.
• Die Allianz gegen das Angelverbot wurde gegründet.

Stand: 15.06.16
Angelverbot: auf 30 % der Fläche der ursprünglichen Fläche
Begründung: Schutz des Dorsches


Was ist zwischendurch passiert:
• Am 10.06.16 verkündet Staatsekretär Flasbarth eine Lockerung des Angelverbotes im Fehmarnbelt
• Schutz- und Klagefond der Angelkutterkapitäne wird gegründet
• Angler-Protest auf Fehmarn und Bootsdemo 1.0

Stand: April 2017
Angelverbot: auf 24% der ursprünglichen Fläche, nach Osten verschoben

Begründung:


Zitat:
„Die Freizeitfischerei da jetzt einfach nur rauszuschmeißen, weil man sagt
da ist Störung durch den unspezifischen Bootsverkehr macht überhaupt keinen Sinn, weil da ist Bootsverkehr ohne Ende!“

Dr. Harry Strehlow
(Thünen-Institut für Ostseefischerei)

Wir brauchen keine Verbote der Freizeitfischerei, wenn es keine Argumente dafür gibt, warum man in Naturschutzgebieten nicht angeln soll“
Ingo Gädechens (MdB CDU)
Was ist mit anderen Schutzgebieten? Auch dort ist das Angelverbot unbegründet!

Anglerdemo 2.0
Lars Wernicke vom Organisationsteam
der Anglerdemo berichtet, wie es
weiter geht:
„Auf der Podiumsdiskussion am 22.April 2017 hat Frau MdB Bettina Hagedorn den neuen Verordnungsentwurf zu den Angelverbotszonen im Fehmarnbelt als Erfolg und Lösung in Abstimmung mit den betroffenen Kutterkapitänen veröffentlicht. Bereits dort haben wir ihr belegt, dass dieser neue Verordnungsentwurf nicht mit den Kutterkapitänen abgestimmt ist. Diese haben bereits am 02. Juli 2016 ihr gegenüber ihre ablehnende Haltung deutlich gemacht. Schon damals fehlte ihnen eine nachvollziehbare Begründung für das Angelverbot. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Seit damals gab es keinen Kontakt mehr zwischen den Betroffenen und Frau Hagedorn.

Nichtsdestotrotz hat Frau Hagedorn an ihrer Meinung festgehalten und am 24. April 2017 eine Pressemitteilung zu diesem Thema herausgegeben.

Nachzulesen unter
http://www.bettina-hagedorn.de/
Nachdem also Frau Hagedorn mit dieser Pressemitteilung uns allen zeigt, mit welchen Bandagen gekämpft wird, haben wir uns gesagt:
Wir Angler geben nicht auf - jetzt erst recht nicht!

Diese Vorgehensweise zeigt einmal mehr, dass wir die drohende Gefahr ernst nehmen müssen und die Politik eine eigene alternative Wahrnehmung und Sichtweise hat. Wenn wir uns jetzt nicht wehren und noch lauter werden, haben wir den Kampf gegen die anglerfeindliche Politik verloren.“

Landtagswahl Schleswig-
Holstein – wir fragen nach!

Unser Partner die Wassertourismus in Schleswig-Holstein e.V. (WISH) hat im Namen von mehreren Wassersportorganisationen und der Wassersportwirtschaft bei den für die Landtagswahl zugelassenen Parteien ihre Position zum Wassertourismus bzw. Wassersport abgefragt.

Hier die Antworten der Parteien zum geplanten Angelverbot im Fehmarnbelt:
Frage 8: Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit plant im Fehmarnbelt ein neues Naturschutzgebiet. In diesem
angeltouristisch bedeutsamen Gebiet soll in großen Teilen die Freizeitfischerei verboten werden. Wie steht ihre Partei zu diesem Vorhaben des BMUB?


AfD: Ein vollständiges Verbot der Angelfischerei im Fehmarnbelt ist übertrieben. Nicht wenige Touristen kommen nur wegen des Angelsports zu uns und würden bei den vielen geplanten Verboten nach Dänemark abwandern.

Bündnis 90/ Die Grünen: Keine Rückmeldung

CDU: Einen sinnvollen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Meeresschutz wird keiner ernsthaft in Abrede stellen. Der Verordnungsentwurf enthält jedoch pauschale Verbote und verletzt das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. So gehen von Anglern z.B. keine Beeinträchtigungen der Lebensraumtypen aus und wieso im Fehmarnbelt – einer der meistbefahrenen Wasserstraßen – ausgerechnet das Fahren mit Fischkuttern störend wirken soll, ist absolut nicht nachzuvollziehen. Da also der Verordnungsentwurf weder erforderlich, noch geeignet und angemessen ist, wird er von der CDU abgelehnt.

DIE LINKEN: Um die Umwelt auch für die Nachwelt zu bewahren (auch für
zukünftige Generationen von Wassersportlerinnen/Wassersportler) halten wir ein Naturschutzgebiet im Fehmarnbelt für sinnvoll. Allerdings stellt sich die Frage, in wie weit das in Einklang zu bringen ist mit den gravierenden Auswirkungen, die durch
die geplante feste Fehmarn-Belt-Querung verursacht wird. Es muss auf jeden Fall einen Nachteilsausgleich für touristische Betriebe geben, die aufgrund der Ausweisung des Naturschutzgebietes finanzielle Einbußen erleiden.

FDP: Die FDP steht dem unangemessenen und tourismusfeindlichen Vorhaben des BMUB klar ablehnend gegenüber.

SPD: Die SPD ist der Überzeugung, dass das notwendige Schutzziel in den auszuweisenden Natura 2000-Gebieten kein pauschales Angelverbot erfordert. Ziel der Verordnung ist, die Ostsee zu schützen. Die Folge daraus darf nicht sein, dass
Freizeitfischer und Angelbetriebe existenziell gefährdet werden und folglich aufgeben müssen. Der Angeltourismus in der Ostsee hat einen wichtigen Stellenwert für Schleswig-Holstein. Zudem ist Ostholstein eine der tourismusstärksten Regionen Deutschlands. Das dürfen die derzeitigen Pläne nicht übermäßig einschränken.
Aus Sicht der SPD muss natürlich sichergestellt werden, dass umweltrechtlichen Vorgaben entsprochen wird. Gleichzeitig müssen die geplanten Maßnahmen auch
bestehende Nutzungskonflikte berücksichtigen. Dafür ist ein konstruktiver Dialog zwischen allen Beteiligten notwendig. Insbesondere auf Bundesebene muss mit Blick auf die auszuweisenden Schutzgebiete und deren Folgen für die Region umgedacht werden.
Bettina Hagedorn, die SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein, kämpft bereits seit längerem für einen entsprechenden Kompromiss. Die SPD wird dazu weiterhin den Dialog suchen. Unsere Priorität ist es, die Tourismusfischerei ökologisch, ökonomisch und nachhaltig zu gestalten.

SSW: Bei einer Ausweisung eines neuen Naturschutzgebietes im Fehmarnbelt muss der Bund den verschiedenen Anforderungen von Naturschutz, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten Rechnung tragen. In diesem Sinne wurde von uns, zusammen mit unseren Koalitionspartnern, ein Antrag im Landtag gestellt. Aus unserer Sicht dient ein Verbot des Freizeitangelns in der Ostsee nicht dem Schutz der Natur. Es hat sich gezeigt, dass ein solches Verbot auch nicht die Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht, denn aus
naturschutzfachlicher Sicht stellt das Angeln dort keine Gefährdung für die
Schutzgüter dar.

Den vollständigen Fragenkatalog und die Antworten der Parteien finden Sie unter: http://www.wassertourismus-
sh.com/wassertourimus-sh-b2b



Betroffene berichten:
Thomas Deutsch, Kapitän der MS Einigkeit
(Angelkutterkapitän):
https://www.youtube.com/watch?v=bfLGo2lvbvY

Claus Hartwig Kölln, Firma Baltic Kölln
Heilgenhafen (Einzelhandel):
https://www.youtube.com/watch?v=pjhOl3j2EnE

Michael Eisele, Dieter Eisele sea-fishing
(Hersteller):
https://www.youtube.com/watch?v=rCSdU0BHhv0

Manfred Wohnrade, Heiligenhafener
Verkehrsbetriebe (Tourismus):
https://www.youtube.com/watch?v=rCSdU0BHhv0

Reinhard Sager, Landrat des Kreises
Ostholstein:
https://www.youtube.com/watch?v=1-1Xw4UVMDI


Sämtliche Filmbeiträge findet sie auch
unter: www.facebook.com/Anglerdemo/
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