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Alt 11.02.2017, 20:17   #1
kati48268
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Standard Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Vorabveröffentlichung Anglerpraxis.de März-Ausgabe





Setzkescherverbot Kanalnetz NRW und Stellungnahmen DFV und DAFV

Immer wieder wird diskutiert, ob der gemeinsame Dachverband von Berufsfischern und Anglern, der Deutsche Fischerei Verband (DFV), nicht für uns Angler eine bessere Alternative zum Bundesverband Deutscher Angelfischer Verband (DAFV) sein könnte, unsere Interessen besser vertreten würde.

Die DFV-Spitze, Präsident Ortel und Geschäftsführer hat die Bereitschaft erklärt, eine 'Anglergruppe' einzurichten und z.B. gegen Angelgegner aktiv zu kämpfen.

Aus dem DAFV ausgetretene Landesverbände zeigen Interesse an einem solchen Konstrukt, ihr Eintritt ist jedoch zur Zeit nicht möglich, da der DAFV als anteilig stärkerer Spartenverband dies mehrheitlich verhindert.
Ob in diese Frage Bewegung kommt, da der DAFV sich selbst durchaus vorstellen kann, Teile von Landesverbänden, einzelne aus Mitglied-LVs ausgetretene Vereine, etc. aufzunehmen, ist noch unklar. Es wäre andernfalls messen mit 2 Maßstäben!

Klar ist jedoch das Angebot des DFV, dass dieser bei einer Auflösung des DAFVs 'bereit stehe'.

Um die Eingangsfrage, wer die bessere Interessenvertretung wäre, näher zu beleuchten, stelle ich Stellungnahmen beider Organisationen zu einer Anfrage eines/meines Vereins gegenüber.
Ich bitte darum, sich selbst ein Urteil über den qualitativen Gehalt der Stellungnahmen zu bilden.

Dazu ist allerdings sinnvoll, sich vorab mit der Problematik/der Fragestellung
-dem spontanen Setzkescherverbot für das westl. NRW-Kanalnetz durch den Landesverband Westfalen und Lippe-
zu beschäftigen.
Viel zu lesen ;-)
Aber auch auch für Nicht-NRW'ler durchaus interessant.

Hintergrund/Problematik - Setzkescherverbot Kanalnetz NRW

Im Frühjahr 2016 hatte der LFV Westfalen und Lippe in dem von ihm bewirtschafteten Kanalnetz ein sofortiges Setzkescherverbot erlassen.
https://www.lfv-westfalen.de/content...bot_kanäle.php

Im Board diskutiert wurde das natürlich auch:
LAV Westphalen und Lippe verbietet Setzkescher in Kanälen
Der NRW-VERBÄNDE-Thread
Man hörte von wütenden Protesten, die den LFV telefonisch erreichten. Auch auf Facebook u.ä. Medien fiel die Kritik zumeist sehr harsch aus.

Auch mein Verein diskutierte das Verbot und das Vorgehen und protestierte schriftlich.
Unsere Kritik richtete sich nicht nur gegen das Verbot an sich, sondern auch gegen die Art der Entstehung und Umsetzung,
dazu sehen wir die Rolle von Anglervertretern nicht in der Art, dass diese Verbote über das gesetzliche Maß hinaus erlassen sollten.

Nicht mal 3 Monate zuvor hat man noch gemeinsam in einer Jahreshauptversammlung gesessen, wo kein Wort darüber verloren wurde. Man hat uns Mitglieder (die Vereine) schlichtweg weder beteiligt noch informiert.
Wir Vereine bekamen die Information mit dem Rundschreiben 3/16, welches zeitgleich zu o.g. Veröffentlichung auf der Verbands-Homepage erschien.

Und ein Verbot von jetzt auf gleich ruft natürlich diverse Probleme auf;
die Vereinsmitglieder per gesondertem Rundschreiben informieren kosten Aufwand, Geld und Zeit,
eine schlichte Verkündung über Homepages dürfte nur einen Teil der Mitglieder erreichen, der Rest läuft ggfs. ins Messer der Aufseher oder Wasserschutzpolizei.
Wohlgemerkt: in den das ganze Jahr weiterhin gültigen Erlaubnisscheinen war ja von einem Setzkescherverbot keine Rede!

Der LFV antwortete schriftlich sehr schnell, insgesamt war die Erklärung dem ebenso weiteren öffentlichen Statement ähnlich:
https://lfv-westfalen.de/content/akt...cherverbot.php
(Darin auch der schon fast legendäre Spruch des "Denkzettels")

Reaktionen/Unterstützung?

Damit wollten wir uns so schnell nicht zufrieden geben, wir sprachen diverse Personen aus verschiedenen Fachgebieten an, teilweise hatten diese sich auch zuvor kritisch geäußert;
Fischereibiologen, andere Landesverbände, Angelautoren, Stipp-Profis, Hersteller.

Tenor:
Wie seht ihr das?
Wie kann man Setzkescher auch in Schifffahrtskanälen tierschutzgerecht einsetzen?
Unterstützt ihr uns bei dem Protest?

Die Reaktionen waren nicht wie erhofft; teilweise für mich persönlich ...enttäuschend.
Die fischereibiologische Fraktion äußerte sich zumeist in die Richtung, "da könnt ihr wenig sachliches gegen anbringen", und gab zumindest ein ehrliches Statement ab.

Vertreter anderer Landesverbände sahen das ähnlich.
Ich bekam auch Texte, Studien, persönliche Einschätzungen zum Thema 'Setzkeschernutzung allg. & speziell in Flüssen/Kanälen mit Schifffahrt.
Alle kritisierten aber durchweg aber zumindest die Vorgehensweise;
Einhellige Meinung: "so geht man nicht mit Mitgliedern um".

Enttäuscht war ich von Angelpromis & -profis & Herstellern.
Teilweise bekam ich keine Antworten.
Bei denen, die reagierten, zeigte sich, dass "Haltung zeigen" nicht gerade angesagt ist.
Obwohl gerade diese inoffiziell mit harscher Kritik nur so um sich schmissen, war niemand bereit dies auch öffentlich zu tun; O-Ton eines der Angefragten: "ich verbrenn mir doch nicht die Finger".

Interessanter waren die Antworten, die von Wasserschutzpolizei und Staatsanwaltschaft kamen.
Der LFV berief sich ja gerade darauf, dass die WaPo zunehmend Angler wegen Setzkeschernutzung anzeigen würde und das Verbot u.a. als "Schutz" dagegen erlassen wurde.
Beide Behörden bestätigten zwar, dass Setzkeschernutzer immer wieder mal angezeigt würden, von "zunehmend" aber keine Rede sein könne.
Über Konsequenzen (Verurteilungen, Einstellungen gegen Auflage, Einstellungen ohne weitere Konsequenzen) konnte/wollte die Staatsanwaltschaft keine Antwort geben.
Die WaPo ließ dazu durchblicken, dass nicht generell jeder Setzkeschernutzer angezeigt werde, obwohl dies so angeordnet sei, 'es gäbe sicherlich einzelne Beamte, die Einzelfallentscheidungen treffen'.

(Nein, ich werde zu all dem keine Namen, Zitate, schriftl. Statements veröffentlichen)

Es soll übrigens mal ein SK-Modell gegeben haben, welches speziell für die Verhältnisse in Schifffahrtskanälen konzipiert wurde; Form = ein umgekehrtes T.
Dieser (Proto?-)Typ wurde vor vielen jahren auf der Stippermesse Bremen gezeigt.
Es sind leider keinerlei Informationen aufzutreiben wann genau & von wem.

Anfrage DFV & DAFV

Als letzte Option fragten wir beim Deutschen Fischerei Verband an.
Und hier darf/werde ich zitieren.

Die Anfrage (18.7.16):
-----------------------------------------------------------------------------------
Sehr geehrter Präsident Ortel, sehr geehrter Dr. Breckling,

Mein Name ist Hans Kathmann, ich schreibe Ihnen als Vorstandsmitglied des ASV Greven 1933 e.V. und bitte um Hilfe.

Ist Ihnen bereits bekannt, dass der LFV Westfalen und Lippe spontan ein sofortiges und pauschales Setzkescherverbot für das durch ihn bewirtschaftete Kanalnetz NRW ausgesprochen hat? (DEK, RHK, WDK & DHK)

Falls ja, wodurch haben Sie dies erfahren?
Wir als Mitgliedsverein bekamen die Information in einem der üblichen Rundschreiben (3/16) mit demselben kurzen Text, der dann auch auf der Homepage des LFV erschien.

Unser Verein hat schriftlich gegen das Verbot protestiert, auch weil die Verbandsmitglieder nicht beteiligt wurden, obwohl wir nicht mal 3 Monate vorher die Jahreshauptversammlung in Werl abgehalten haben.

Weiter protestieren wir dagegen, dass unser/ein Landesverband, der Interessenvertreter seiner Mitglieder/der Angler sein sollte, überhaupt ein solches Verbot ausspricht, obwohl es in NRW kein gesetzl. Verbot gibt.
Unserer Meinung nach wird damit einem gesetzl. Verbot die Tür geöffnet.
Besonders kritisch ist dieser Schritt zu sehen, weil genau diese Interessenvertreter beim grünen Umweltminister am Verhandlungstisch sitzen werden, wenn es um die für 2017 von Minister Remmel geplante „ökologische Reform des Landesfischereigesetzes“ geht.

Wie steht der DFV zu einem solchen Setzkescherverbot?
Natürlich kann man den Einsatz in Kanälen kritisch sehen, aber die Meinung der Wasserschutzpolizei ist doch nicht maßgebend.
Wenn der LFV eine Rechtsunsicherheit in diesem Fall sieht, kann sein Auftrag nur lauten, für diese in der Form zu sorgen, dass er klare Kriterien der Nutzung erarbeitet, z.B. durch die Erstellung eigener Gutachten, evtl. Setzkescher bzw. deren Anwendung unter Beteiligung von Spezialisten (z.B. Angelgeräteindustrie) für Schifffahrtskanäle modifiziert, die Ergebnisse seinen Mitgliedern empfiehlt UND sich für diese Empfehlung politisch wie juristisch einsetzt.
Können Sie zu der zu den tierschutzrechtlichen Fragen der Setzkeschernutzung in Schifffahrtskanälen Stellung beziehen oder mir einen Fachmann dazu empfehlen?

Da es wohl weitere Proteste gab, hat der LFV eine Erklärung auf die Homepage gestellt. Darin spricht er davon, den Anglern damit einen „Denkzettel“ verpassen zu wollen. Wie bewertet der DFV solche „Denkzettel“, die über die gesetzlichen Vorschriften hinaus gehen?
Die Begründung, dies geschieht "zum Schutz" der Angler, ist in unseren Augen nicht akzeptabel und -mit Verlaub- lächerlich.

Ich danke Ihnen vorab für eine Antwort, egal wie sie ausfällt.
Darf ich eine solche ... evtl. auch veröffentlichen?

Besten Gruß,
...

-----------------------------------------------------------------------------------

Antwort von Dr. Breckling am 5.8.16
cc: DAFV/Präsi Happach-Kasan, DFV/Präsi Ortel, LFV WL/GF Möhlenkamp

(Antworten wurden in unsere Anfrage eingebastelt, deswegen diese hier noch mal)

Sehr geehrter Herr Kathmann,
beigefügt eine erste Reaktion auf Ihre Fragen. Die Anfrage an die FWK läuft noch. Sie erhalten dann eine vollständige Antwort des DFV.
Beste Grüße
Peter Breckling


Ist Ihnen bereits bekannt, dass der LFV Westfalen und Lippe spontan ein sofortiges und pauschales Setzkescherverbot für das durch ihn bewirtschaftete Kanalnetz NRW ausgesprochen hat? (DEK, RHK, WDK & DHK)

Ja, wir haben davon Kenntnis erhalten.

Falls ja, wodurch haben Sie dies erfahren?

Wir wurden darüber durch das Anglerboard informiert. Es gab weder Beschwerden von betroffenen Anglern noch fachliche Anfragen von unseren Mitgliedsverbänden hierzu.

Wie steht der DFV zu einem solchen Setzkescherverbot?

Unser Kenntnisstand ist zur Zeit, dass es grundsätzlich bestimmte Möglichkeiten gibt, einen Setzkescher im Einklang mit tierschutzrechtlichen Bestimmungen einzusetzen. Nicht jeder Setzkeschereinsatz führt automatisch zur Verurteilung bzw. Bestrafung. Aber hierzu würden wir die Fachleute in unserer FWK (Fischerei- und Wasserrechtskommission) um aktuelle Auskunft im konkreten Einzelfall bitten, es dauert allerdings eine gewisse Zeit, bis eine Antwort vorliegt.

Können Sie zu der zu den tierschutzrechtlichen Fragen der Setzkeschernutzung in Schifffahrtskanälen Stellung beziehen oder mir einen Fachmann dazu empfehlen?

Wie gesagt, wir würden zunächst unsere FWK um Analyse der gegenwärtigen Rechtssprechung bitten.

Da es wohl weitere Proteste gab, hat der LFV eine Erklärung auf die Homepage gestellt. Darin spricht er davon, den Anglern damit einen „Denkzettel“ verpassen zu wollen. Wie bewertet der DFV solche „Denkzettel“, die über die gesetzlichen Vorschriften hinaus gehen?

Ein Verband informiert seine Mitglieder und Gäste durch Fachinformationen über die geltende Rechtslage und bemüht sich, den Anglern ein Strafverfahren zu ersparen. Über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verbote oder Beschränkungen sind dazu normalerweise nicht erforderlich. Die Mitglieder eines Verbandes sind natürlich berechtigt, alle möglichen freiwilligen Beschränkungen zu beschließen, so lange sie nicht gegen anderes Recht, Satzung oder "Sitte und Anstand" verstoßen. Wenn die Organe eines Verbandes so etwas gegen die Interessen der Mitglieder durchführen, dann muss die Mitgliederversammlung als höchstes beschlussfassendes Gremium darüber befinden.
Die Wortwahl "Denkzettel" ist ungewöhnlich. Ein moderner Verband bietet als Dienstleister für seine Mitglieder Informationen an und führt die Beschlüsse der Gremien aus.

Beste Grüße
Peter Breckling

-------------------------------------------------------------------------------

Erstaunt war ich über eine weitere Mail noch am selben Tag,
Absender Frau Dr. Happach-Kasan, Präsidentin DAFV.

Nicht nur, dass diese so schnell und mir direkt antwortete,
wo wir nicht gerade beste Freunde sind,
sondern viel mehr über den Inhalt (bzw. Gehalt!) dieser Blitzantwort.

Ich darf rechtlich ihren Fünfzeiler(!) nicht im Original zitieren,
und es fällt mir nicht leicht, diesen inhaltlich neutral zusammen zu fassen:

Sie zeigt sich erstaunt, dass wir den DFV dazu ansprechen
und nicht unseren Landesverband Westfalen und Lippe.
Und zitiert dann den Text der LFV-Homepage,
...auf den sich die zugesandten Fragen ja zum guten Teil beziehen!

https://lfv-westfalen.de/content/akt...cherverbot.php

...das war's dann auch schon.
----------------------------------------------------------------------------------

Abschließend erreichte mich am 13.9., also einen guten Monat später erneut eine Mail von Dr. Breckling mit der zuvor angekündigten Stellungnahme des Fachausschusses der Fischerei- und Wasserrechtskommission.

...
beigefügt ein Auszug aus dem Protokoll des Fachausschusses der Fischerei- und Wasserrechtskommission von der Sitzung in Potsdam beim Deutschen Fischereitag.
Es gibt demnach keine neue Rechtsprechung dazu und weiterhin die Empfehlung, bei Kanälen mit Schiffsverkehr mögliche tierschutzrechtlich relevante Sachverhalte zu beachten.
Man spricht hier weder von „Verboten“ noch von „Denkzetteln“.
Beste Grüße
Peter Breckling

Anhang Stellungnahme FWK:
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Mein persönliches Resümee

- den Kampf gegen das Setzkescherverbot in unserem Kanalnetz haben wir rein inhaltlich betrachtet verloren
- trotzdem wäre ein Verbot durch den Bewirtschafter LFV Westfalen und Lippe nicht zwingend notwendig gewesen; nach wie vor sehen wir den Auftrag eines Landesverbandes anders
- unsere Kritik an der Nicht-Einbeziehung der Mitglieder (keine 3 Monate zuvor JHV) bleibt bestehen
- ebenso die Kritik an der sofortigen Gültigkeit des Verbots
inkl. der Aufhalsung 'informiert eure Mitglieder' an die Mitgliedsvereine
(ab 2017 mit entspr. Hinweis in den Papieren wäre auch möglich gewesen; evtl. sogar Absprache mit WaPo/Innenministerium so lange die Füsse still zu halten)

->> das wird auch wohl Thema der diesjährigen JHV des LFV W&L (26.2.17) sein,
ich bin gespannt, wie andere Vereine es sehen; gerade im Ruhrgebiet gibt es ja viele klassische Stipper.


UND
die Qualität der jeweiligen Statements von DFV und DAFV,
die jeweilige Bereitschaft zu klären und zu helfen,
die jeweilige Sichtweise, wie ein Landesverband agieren sollte,
spricht für sich!
Oder?

Hans Kathmann
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Alt 11.02.2017, 20:23   #2
Thomas9904
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Herzlichen Dank kati, erstklassige Arbeit, erstklassig recherchiert und zusammen gestellt, verständlich in der Abfolge und Schreibweise.

GANZ hervorragend gemacht.....

Schlimm wieder, wenn man hier wieder sieht, wie anglerfeindlich von organisierten Angelfischern bezahlte Verbände handeln...
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Alt 11.02.2017, 21:33   #3
Ørret
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

In der Einladung vom BV zum Angeln für Menschen mit Behinderung steht drin das mit Setzkescher geangelt wird....in Weser-Ems kriegt man erzählt ,dass der Setzkescher verboten wäre...in Westfalen Lippe darfst du den Setzkescher im Kanal nicht benutzen, sonst aber schon.....Ja wat denn nu??? Kriegen die Herren Verbandsfuzzies(upps, die Dame ohne Fischerprüfung hätt ich fast vergessen) es irgendwann mal hin ne deutschlandweite, einheitliche und anglerfreundliche Regelung zu finden???
Wohl eher nicht! Man was geht mir das auf den Sack! Ich glaube ich wander aus !

Bis denn...

Geändert von Ørret (11.02.2017 um 22:02 Uhr)
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Alt 12.02.2017, 06:13   #4
Thomas9904
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Auch in NRW ist der Setzkescher ja NICHT verboten laut Gesetzen.

Das ist ein Verbot, das der Verbotsverband Westfalen-Lippe erlassen hat, obwohl es gesetzlich NICHT notwendig war.

Genauso wie das Angelverbot in der Marina Rünthe durch den gleichen Verband nur erlassen wurde, weil sie nicht in der Lage sind, vernünftig zu kontrollieren:
Der NRW-VERBÄNDE-Thread
Fischfang-an-der-marina-ruenthe-beschraenkt

Dieser NRW-Verband (Westfalen-Lippe) ist eben ein klarer Verbots- und Angelverhinderungsverband mit Naturschützern statt Anglern an der Spitze.......

Dass er zudem zu denen gehört, die trotz all der Fehlleistungen - für inzwischen mehr als 7 Mio. Euros Beitragsgelder von organisierten Sport- und Angelfischern - immer noch den DAFV stützt und, und somit eine gute und richtige Organisation für Angler und Angeln verhindert.

Wobei es absolut schofel ist, wie hier beim Setzkescher, da krampfhaft Argumente gegen den Setzkescher zu suchen, nur um Anglern den verbieten zu können, statt Argumente und Möglichkeiten zu suchen, wie man Setzkescher vernünftig und rechtssicher verwenden kann.

Anglerfeinde halt.....................
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Alt 12.02.2017, 10:38   #5
Naturliebhaber
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Zitat:
Zitat von KoKo2 Beitrag anzeigen
Bei uns ist der Setzkescher schon seit Jahren kein Thema mehr, obwohl bei uns der Präsident vom LSFV sitzt
Jedes Jahr wird uns ein Stück mehr verboten Statt gegen diese lächerlichen Verbote anzugehen, wird nur gekuscht. Wenn die Verbote so vorschreiten, wird unser schönstes Hobby bald Geschichte sein.
Und warum lasst ihr das zu? Selber Schuld. Stellt die Verantwortlichen öffentlich zur Rede und bringt sie dazu, die Karten offen auf den Tisch zu legen.

Happach-Kasan hat das ja bereits getan. Wer jetzt noch nicht verstanden hat, dass Angler dieser Frau völlig egal sind und sie eigentlich schon immer einen Naturschutzverband führen wollte, aber keinen Anglerverband, begreift es eh nicht mehr.
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Alt 12.02.2017, 12:23   #6
kati48268
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Die ganze Geschichte bedarf ja mehrerer Betrachtungsweisen.

1. Das Verbot in Schifffahrtskanälen an sich

Ist das unter Tierschutzaspekten wirklich nötig?
Machen wir uns nix vor, da sind wir Praktiker schnell überfordert, das sowohl von der Notwendigkeit als auch rechtlich zu beurteilen.

Ich hätte mir da von einem Anglerverband mehr Recherche gewünscht, hin bis zur Erstellung eigener Gutachten, evtl. sogar Entwicklung potentiell dafür geeigneter Setzkescher (Stichwort umgekehrtes-T Modell).

2. Ein Landesverband erlässt ein Verbot über das Gesetz hinaus

Der eigenen Rolle hätte ein Handeln wie unter 1. da gut gestanden.
So wie jetzt umgesetzt, wird einem gesetzl. Verbot das Tor sperrangelweit aufgerissen.
Und wer weiß, ob das sich dann auf Schifffahrtskanäle beschränkt.

3. Die Umsetzung...

...von jetzt auf gleich, ohne Beteiligung der Mitglieder, diesen aber die Informationspflicht über das Verbot aufbürdent.
Dazu die "Denkzettel"-Begründung.

4. Die Reaktion diverser Ansprechpartner...

...wie Profis, Hersteller, etc.
Meine Fresse, war das dünn!

5. Die Stellungnahmen von DFV und DAFV

Der DFV hat sich als kompetenter, hilfreicher Ansprechpartner gezeigt.
Er hat sich um tiefergehende Informationen bemüht, eine anglerfreundliche Sicht zu 1. bis 3. gezeigt.

Die 5-Zeiler-Antwort des DAFV durch Happach-Kasan hätte kaum dümmlicher ausfallen können!

Sie rät, den LV dazu anzusprechen (im Schreiben habe ich erläutert, dass wir das getan haben).
Sie verweist auf die LV-Erklärung (auf die sich das Schreiben ja u.a. bezieht).

Liest sie eigentlich Texte, bevor sie darauf antwortet?
Man kann für sie nur "nein" hoffen, denn dann wäre diese Antwort noch dümmlicher als sie sowieso schon ist.

Wenn das die Kompetenz wiederspiegelt, die im Bundesverband vorherrscht, ist das mehr als ein Armutszeugnis; es ist ein Totalausfall!

"Sechs minus, setzen!", wäre die Reaktion eines jeden Deutsch-, Sachkunde-, Politik-Lehrers der 7. Klasse einer Förderschule für so eine 'Leistung'.
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Alt 12.02.2017, 12:51   #7
nobbi1962
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Setzkescher war schon ü ü 40 Jahren das Thema.

Am Ende kann er umklappen und die Fische ersticken.
In Schifffahrtskanälen kann ich mir vorstellen,das sie vom sog der Schiffe auch mal abreißen oder auch bei unabsichtlicher Behandlung verloren gehen.

Und das sie in den Schrauben landen.
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Alt 12.02.2017, 15:03   #8
Dunraven
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Zitat:
Zitat von nobbi1962 Beitrag anzeigen
Setzkescher war schon ü ü 40 Jahren das Thema.

Am Ende kann er umklappen und die Fische ersticken.
In Schifffahrtskanälen kann ich mir vorstellen,das sie vom sog der Schiffe auch mal abreißen oder auch bei unabsichtlicher Behandlung verloren gehen.

Und das sie in den Schrauben landen.
Was meinst Du mit umklappen?
Abreißen wird er normalerweise nicht. Er kann sich an Steinen verheddern und aufreißen/aufscheuern, so dass beim einholen die Fische raus schwimmen, aber komplett abreißen, die Chance ist gering.

Die Begründung, die ja auch durchaus nicht ganz von der Hand zu weisen ist, lautet das der Sog die Fische gegeneinander stoßen läßt, oder gegen Steine. Da ist dann die Industrie gefordert geeignete Modelle zu erarbeiten. Ich habe z.B. einen der ein Gestänge hat. Funktioniert ähnlich einem umgedrehten T. Meiner hat nur einen kurzen Einwurf, aber der führt zu einem Netz das mit Streben gestreckt wird, und dann parallel zum Ufer ausgelegt werden kann. Durch die Streben hält es seine Form auch im Sog. Sowas wäre ja ein Anfang den man weiter entwickeln kann. Das meiner rund ist, und damit leichter rollen kann, ist z.B. etwas das man verbessern kann.
Dunraven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2017, 15:10   #9
Thomas9904
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Und das wäre z. B. Aufgabe eines Verbandes für Angler, sowas zu fördern und zu fordern, dass man da taugliche Setzkescher/Methoden bekommt - und nicht nur Verbote, nur weil diesen Verbotsheimern nix anderes einfällt...

Wer aber wie diese Verbände schon, wenn er das Wort Schutz nur hört, als erstes seine Zahler verrät (siehe auch Angelverbot Marina Rünthe, gleicher Verband), von dem ist wohl wirklich nix anderes als immer weiter plumpe Verbote zu erwarten - Einsatz für Angler und deren Belange jedenfalls nicht..

Einsatz und Phantasie für immer neue Verbote und Einschränkungen gegen Angler - das können sie dafür gut, da scheinen die prima geschult zu sein..

Ich weiss ja nicht, ob die von NABU, BUND oder PETA unterwandert sind oder ob sie immer selber auf so anglerfeindliche Ideen kommen...

naja, wenn die NRWler solche Verbots-Verbände immer weiter bezahlen, wählen und diese Leute im Amt halten, wollen sie es ja mehrheitlich wohl auch so...

Sei ihnen gegönnt......


PS:
Ausnahmen wie der "kämpfende kati" bestätigen leider nur die Regel...
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Geändert von Thomas9904 (12.02.2017 um 15:23 Uhr) Grund: edit
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Alt 12.02.2017, 15:38   #10
nobbi1962
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Standard AW: Setzkescherverbot Kanäle NRW + Reaktionen

Moin Dunraven,
hatte nur die Anfänge der Setzketscher.
Die hatten noch nicht die Streben um ein im Wasser liegendes Endteil vom Setzkescher umzuklappen.

Und Kanäle sind künstliche.
Für unser Versorgung und da kann man(n) mal auf was verzichten.

Weiß garnicht warum man solche langen Texte schreiben muß.
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