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Alt 01.02.2014, 09:29   #1
Thomas9904
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Standard Pressemeldung: Wasserkraft tötet Fische und fügt den Gewässern dauerhaft Schaden zu

Pressemeldung

Wasserkraft tötet viele Fische und fügt den Gewässern dauerhaft Schaden zu



In Deutschland müssen sich die Verbraucher auf spürbare Strompreiserhöhungen einstellen. Für 2014 wird die über den Strompreis zu zahlende Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien auf den Rekordwert von 6,240 Cent pro Kilowattstunde festgesetzt.
Die Wasserkraft, die als eine der regenerativen Energien gilt, schädigt die Fische erheblich und verhindert die Entwicklung natürlicher Gewässer und gesunder Fischbestände.

Jeden Tag werden in Deutschland in Wasserkraftanlagen unzählige Fische sinnlos getötet oder so schwer verletzt, dass sie an den Folgen sterben. In unserem Land existieren etwa 7400 dieser Anlagen, 7000 von ihnen gehören zu den Kleinwasserkraftanlagen und erzeugen nur etwa 7 % des Stroms aus Wasserkraft und nur 0,3 % des Gesamtstroms in Deutschland.

Die kleinen und kleinsten Wasserkraftanlagen, manche erzeugen gerade mal so viel Strom wie eine Autobatterie, befinden sich oft in großer Zahl an Wehren mittlerer und kleiner Fließgewässer. Durch die hohe Anzahl von Staustufen wird der Charakter des Fließgewässers zerstört.

Insbesondere an kleinen Anlagen ist der ökologische Schaden höher als der ökonomische Nutzen. Einen Beitrag zum Klimaschutz, der ist global zu sehen, leistet die Wasserkraft nicht, insbesondere nicht die Kleinanlagen. Sie spart auch nicht wirklich CO2 ein, auch wenn die Wasserkraft dass immer beteuert. In den Staubereichen vor den Wehren entstehen große Mengen an Methangas, welches um ein Vielfaches klimaschädlicher ist als CO2. Diese dienen Anlagen nur dem finanziellen Eigeninteresse von Investoren und nicht dem Wohl der Allgemeinheit.

Verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit spielen sich unter Wasser oft Dramen ab. Denn alle Fischarten in den Gewässern unternehmen Wanderungen, z. T. über 100 km und mehr. Einige, wie der Lachs und der Aal sind dabei auf die Durchgängigkeit ganzer Gewässersysteme existenziell angewiesen, da sie innerhalb ihres Lebenszyklus darauf angewiesen sind, das Meer zu erreichen. Bei ihren Wanderungen folgen sie immer der Hauptströmung. Die führt die Fische zwangsläufig vor die Turbinen der Wasserkraftanlagen.

Man versucht zwar, die größeren Fische durch Rechen vor den Turbinen zu schützen. Es gibt aber keinen effektiven Schutz. Bei kleinen oder schlanken Fischen, wie jüngeren Aalen oder den hochgradig gefährdeten Flussneunaugen gelingt dies allerdings nicht.
Da bis zu 95 % der Wassermenge durch die Turbinen geführt wird und die Fische bei ihren Wanderungen der Hauptströmung folgen, finden die Tiere den Weg in den Fischpass nicht, der nur mit einer sehr geringen Wassermenge beaufschlagt ist. Ein Grund für die mittlerweile europaweite Gefährdung des Aals ist daher die Wasserkraft.

Aus der Sicht von Gewässer- und Fischereibiologen ist das nicht nachvollziehbar, da durch diese Art der Energiegewinnung die zahlreichen Bemühungen der Wideransiedlung des ehemals ausgestorbenen Lachses und des mittlerweile bedrohten Aals. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) gilt der Aal als besonders geschützte Tierart. Laut §44 ist es verboten wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen.

Auch wenn die Wasserkraft immer wieder das Gegenteil beteuert, in jeder Anlage sterben Fische oder werden so verletzt, dass sie an den Folgen zugrunde gehen.
Diese Art der Energiegewinnung kann man nicht als „Grünen Strom“ bezeichnen, das ist geradezu widersinnig

Im Zuge der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie werden viele Fließgewässer mit hohem finanziellen Aufwand renaturiert, damit auch folgende Generationen als Lebensgrundlage sauberes und unbedenkliches Wasser mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt vorfinden.

Diese Verbesserungen an den Gewässern werden dazu führen, dass die in vielen Abschnitten das Vorkommen von Fischen und anderen Gewässerorganismen deutlich zunehmen wird, dieses ist bereits jetzt schon in vielen Bereichen zu erkennen.

In der Folge werden dann noch mehr Fische in den Wasserkraftanlagen zu Tode kommen. Das ist auch aus dem Blickwinkel des Tierschutzgesetzes nicht vertretbar, welches besagt, dass keinem Tier Schmerzen leiden oder Schäden ohne vernünftigen Grund zugefügt werden darf.

Sogar die Landesregierung spricht der Kleinwasserkraft den Nutzen ab. Somit dürfte ein vernünftiger Grund wohl in Frage gestellt sein.

Es gibt zwar Fischtreppen, die mittlerweile für den Aufstieg der Fische ganz gut funktionieren. Für den Abstieg gibt es aber, trotz intensiver wissenschaftlicher Forschungen, bisher keine zufriedenstellenden Lösungen.

Einen gewässerökologisch verträglichen Ausbau der Wasserkraft gibt es nicht.

Bisher existiert kein wissenschaftlichen Nachweis, dass sog. Einschwimmsperren, die den Fischen den Weg in die Sackgasse des Unterwassers einer Turbine verwehren sollen, funktionieren.
Kann man ein Wehr nicht abreißen, da es aus technischen Gründen bestehen bleiben muss, ist eine Herstellung der Durchgängigkeit ohne Wasserkraft für die Fische und andere Gewässerorganismen sinnvoll, da der Fischweg mit viel mehr Wasser beaufschlagt werden kann.

Die Hauptströmung führt dann nicht in die Turbinen und damit ins Verderben, sondern in die Fischtreppe.

Die Kosten für einen effektiven Schutz an einer Wasserkraftanlage sind oft so hoch, dass man dem Betreiber das Recht besser abkaufen kann.
Das Land NRW scheut sich bisher noch vor diesem sinnvollen Schritt

Fische können das Wasser leider nicht verlassen und sind daher auf eine möglichst uneingeschränkte Durchgängigkeit der Fließgewässer angewiesen.

Dr. Anika Salzmann

**********************************************

Fischereiverband Nordrhein-Westfalen e.V.

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