Pressemeldung
Familienausflug auf der Segelyacht endete an Bord des Seenotrettungsboots NEUHARLINGERSIEL
Vater, Mutter und zwei Kinder sind am Montag, 28.Juli 2008, gegen 11.30 Uhr im Fahrwasser vor Neuharlingersiel von der Besatzung des Seenotrettungsboots NEUHARLINGERSIEL der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) aus Seenot gerettet worden. Ihre acht Meter lange Segelyacht „Ewigkeit“ war nach Kollision mit einer Fahrwassertonne zwei Seemeilen vor dem Hafen leck geschlagen und gesunken. Über die Ursache gibt es zurzeit keine Erkenntnisse. Eine im Revier segelnde Yacht hatte spontan Hilfe angeboten und die beiden Kinder sicher übernommen. Beim Eintreffen der Seenotretter stand das Elternpaar schon bis zu den Knien im Wasser; beide konnten abgeborgen werden. Zusammen mit den Kindern – sie wurden von der Besatzung der zweiten Yacht übergeben - ging es dann zurück zur Station Neuharlingersiel. Am späten Nachmittag bei Niedrigwasser (Ebbe) untersuchten die Seenotretter, ob die Yacht geborgen werden kann.
Zur Unfallzeit herrschten leichte nördliche Winde mit Stärken um 3 Beaufort (bis 10 km/h Windgeschwindigkeit)
Fischkutter mit Maschinenschaden eingeschleppt
Koggen-Nachbau mit Leine im Propeller manövrierunfähig
Seit 06.00 Uhr heute früh (28.07.08) war der Seenotkreuzer HANS HACKMACK von der Station Büsum im Einsatz. Zunächst musste zehn Seemeilen westlich der Küste vor Dithmarschen (Schleswig – Holstein) ein Fischkutter wegen Maschinenschaden in den Büsumer Hafen geschleppt werden. Anschließend lief der Seenotkreuzer erneut aus, um der nachgebauten Hansekogge „Ubena von Bremen“ Hilfe zu bringen: Das Schiff trieb 15 Seemeilen vor Büsum manövrierunfähig im Nordseerevier, nachdem sich eine Leine im Propeller verfangen hatte und der Antrieb ausgefallen war.
Weitere 80 Menschen wurden am Wochenende (25.-27.07.08) von Besatzungen der Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote der DGzRS gerettet und Gefahrensituationen befreit. Navigationsfehler und Motorschäden waren die häufigsten Ursachen.