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#1 |
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Mitglied
Dabei seit: 07.2001
Ort: Thüringen
Beiträge: 392
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Bei vielen Fliegenbeschreibungen steht immer Stromauf oder Stromab zu fischen. Wie ist das jetzt zu verstehen.
Wenn man die Fliege z.B. Stromauf fischt, heißt das nun Stromauf werfen oder gegen die Strömung heranzupfen? Was ist von einem Bißanzeiger zu halten? Fischt den jemand? Was heißt im Swing fischen? Ich bekomme gleich Hirnsausen bei den vielen Ausdrücken.
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#2 |
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Mitglied
Dabei seit: 04.2002
Ort: Am Wasser
Alter: 43
Beiträge: 1.729
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Hallo Brady,
deine Fragen sind nicht befriedigend in aller Kürze zu beantworten. Fischst du Streamer, Nymphe, Trockenfliege, Nassfliege......? Danach stellen sich dir die nächsten Fragen. Darum hier ein paar Buchtips. "Fliegenfischen für Anfänger" von Hans Steinfort, Paul Parey Verlag, ISBN 3-490-43914-7 "Fliegenfischen für Fortgeschrittene", Hans Steinfort, Paul Parey Verlag, ISBN 3-490-10814-0 "Meisterhaftes Fliegenfischen", Hans Steinfort, Paul Parey Verlag, ISBN 3-490-44014-5 "Die Kunst des Naßfliegenfischens", Hans Steinfort, Paul Parey Verlag, ISBN 3-490-44114-1 "Nymphenfischen", Frank de la Porte, Paul Parey Verlag, ISBN 3-490-08414-4 Diese Bücher habe ich zum Einstieg, in der Reihe in der sie aufgelistet sind gelesen, begleitet durch Videomaterial von HRH (Video ist nicht schlecht, man sieht das Gelesene in seiner Umsetzung. Roman Moser Videos sind nur bedingt zu empfehlen, da er mit derart vielen Hilfsmitteln wirft und fischt, sodass der eigentliche Wurf auf der Strecke bleibt). Die ersten beiden Bücher kann ich dir dringend ans Herz legen. Sehr gute Bissanzeiger zum Nymphenfischen und wer es mag auch zum Nassfischen, sind kleine Kunststoffbüschel, eingearbeitet in ein "Loop on Junction" (Schnur-Vorfachverbinder). Diese, leicht gefettet bleiben an der Oberfläche und beginnen beim Biss oder Hänger, zu draggen (eine Furche an der Wasseroberfläche zu ziehen). Stromauffischen bedeutet, den Köder gegen die Stromrichtung zu werfen. Die Trockenfliege und die Nassfliege sollten dann möglichst unbewegt treiben (manchmal bringt es auch eine kleine zitternde Bewegung). Der Streamer sollte gezupft oder gezogen werden. Die Nymphe wiederum sollte entweder passiv oder ganz leicht gezupft werden. Wichtig und immer wieder erfolgreich, ist der "Leisenring Lift". Hört sich alles schwierig an, ist es aber nicht wenn du dir einen Überblick verschafft hast.
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Gruß, schroe Geändert von schroe (20.12.2002 um 16:47 Uhr) |
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#3 |
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Mitglied
Dabei seit: 10.2000
Ort: Bei Bielefeld
Alter: 51
Beiträge: 2.275
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Hi Brady
Erstmal : mach Dir nix draus - Du stehst ja noch am Anfang! Zu Deinen Fragen ne kleine Geschichte : Stell Dir mal die Unterwasserwelt vor - da ist ein kleines Unterwasserinsekt und versucht sich ruckartig gegen die Strömung zu bewegen. Das ist nur am Grund möglich, indem es zwischen den Steinen krabbelt oder schwimmt, denn dort ist die Strömung nicht so stark. Dadurch kommt es weiter und weiter, bis es auf einem grossen Stein von der Strömung erwischt wird und Flussabwärts mitgerissen wird. Es versucht mit hektischen Schwimmbewegungen aus der Strömung herauszukommen indem es es quer zur Strömung schwimmt. Immer weiter wird es abgetrieben, bis es nach einem grossen Bogen wieder in Ufernähe in einen Bereich ohne starke Strömung kommt und sich wieder ruckartig zwischen den Steinen auf den Weg Flußaufwärts macht. Tapferer kleiner Kerl! Soweit diese Geschichte. Dieses kleine Insekt versuchst Du nun durch eine Nymphe darzustellen. - Du zupfst Deine Nymphe gegen die Strömung in Grundnähe heran ( der kleine Kerl krabbelt ja Flussauf ) - Oder Du wirfst gegen die Strömung Flußaufwärts und ziehst die Nymphe gleichschnell wie die Strömung wieder ein ( er wurde ja mit der Strömung mitgerissen ). - Du Kannst aber auch schräg Stromab werfen und die Nymphe mit der Strömung herum und an ein Ufer treiben lassen ( im Swing fischen ). Dort kannst Du sie wieder in kurzen Rucken einholen. So hast Du die Mühen des tapferen kleinen Kerls imitiert - die Forellen lieben das! |
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