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Angeln und Angeltechniken in Norwegen Tipps, Tricks und Fragen rund um das Angeln in Norwegen.
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Alt 27.01.2002, 04:28   #1
alfnie
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Dabei seit: 01.2002
Ort: Norwegen, Rødvenfjord
Alter: 66
Beiträge: 541
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Stamsund, Lofoten, Mitte Februar, kurz vor 5 Uhr morgens. Draussen vor dem Küchen-fenster, vor dem bei gutem Wetter der Vestfjord glitzert und blinkt, herrscht noch rabenschwarze Finsternis. Ingar rumort in der Küche herum und sieht nicht nur aus wie jemand, der in letzter Zeit viel zu wenig geschlafen hat, sondern auch wie jemand, der einige Tage lang einen weiten Bogen um Dusche, Rasierapparat und Kamm gemacht hat. Ob das wohl Schuppen von einem Köhler sind, da an seinem Ohrläppchen? Gestern, mitten in der Nacht kam er mit seiner alten Rostbeule von Volvo die spiegelglatten Strassen von Harstad her angeschliddert, wo der Fisch-dampfer, auf dem er als Netzmann arbeitet, für ein paar Tage vertäut bleibt, den Fang löscht und dann mit teilweise erneuerter Crew wieder in Richtung Barents-See ablegt. I hat jetzt erstmal zwei-drei Wochen frei, nach fast zweieinhalb Monaten beinharter Arbeit auf dem Fischdampfer. Wurde auch Zeit, ich hing schon drei Tage lang bei ihm zuhause ab und wartete auf ihn. Wartete, wartete, wartete ...
Ingar scheint meine Gedanken gelesen zu haben und meint ich sähe auch nicht gerade so eben präsentabel oder gar Vertrauen erweckend aus in meinen arg verschlissenen Angel-Klamotten, während er fröhlich grinsend umbei drei Dutzend daumendicke Brotscheiben beschmiert und belegt, knallheissen Kochkaffe schlürft und sich ein Unding von wuseliger Zigarette dreht und überall kleine Glutkrümel verliert, über die sich seine Frau später wieder so freuen wird. Und das alles auf einmal und auch noch bös’ fix, weil, wir haben es eilig. Wer hat schon Zeit für Kosmetik und ähnlichen Firlefanz, wenn der Kabeljau eine halbe Kutter-Stunde draussen vor Stamsund dicht an dicht steht und ab 06 Uhr gefischt werden darf und wir uns seit tausend Ewigkeiten auf diesen Tag freuen ?
o5.15. Wir kratzen das Eis von der Windschutzscheibe und freuen uns darüber, dass der steife Nordwestwind vom Vorabend sich fast ganz gelegt hat und damit auch das leidige Schneegestöber ein vorläufiges Ende hat. Die sieben oder acht Grad Frost, wen stören die schon? Den ollen Volvo bestimmt nicht. Der ist noch nicht mal andeutungs-weise warm geworden, wie wir ihn nach fünf Minuten Achterbahnfahrt a la Ingar an einem privaten Bootshafen an Stamsunds Schärengart-en nicht so ganz nach den Regeln des guten Benehmens abstellen.
Die Mari dümpelt friedlich im frostigen Grau an der schlüpfrigen Schwimmbrücke und äusserst vorsichtige Schritte sind angesagt. Fünf-sechs feiste Raubmöven heben träge und verschlafen vom Deck ab und hinterlassen noch schnell ein paar spritzige kalkweisse Grüsse. Zum Glück ist kaum Eis angewachsen, ein paar Eimer Salzwasser machen das Deck wieder verhältnismässig sicher begehbar und ein paar harte Schläge mit dem Gummihammer sprengen hier und da einen unerwünschten Eispanzer ab. Die Maschine springt wie immer auf Anhieb an. Broooooooommmm....Leinen los und ab ! Im Gegensatz zu Ingars Volvo hört sich der Yanmar Innenbordsdiesel seiner Mari kerngesund an. Kein Wunder, er liebt dieses Boot und den Motor verhätschelt er bei jeder Gelegenheit. Einmal war ich so dreist, anzu-deuten, Volvo Penta solle wohl auch nicht so ganz dösig sein. Ingar sah mich nur kurz an, so, wie man jemanden ansieht, dem man zu verstehen geben wünscht: ...als ob du auch nur die geringste Spur von Ahnung von Schiffsdieseln hättest, du Pinsel. Obwohl er, der gestandene Seebär und Fischer, Fisch-jäger und Jäger meine diversen sonstigen ihm offenbaren Naivitäten in anderen Situationen immer mit einem geduldigen Lächeln beantwort-et – bezüglich ‚seines’ Diesel versteht er genau so wenig Spass, wie wenn es um die Sicherheit auf See geht. Was mich besonders immer wieder dann verwundert, wenn ich bei ihm Volvo mitfahre und gar nicht genug Griffe zum Festhalten finden kann. Dazu meinte er dann nur, auf dem Wasser gäbe es zB keine Leitplanken.
Bedächtig-vorsichtig gleitet die Mari in die markierte, stellenweise kaum vier Meter breite Fahrrinne, die uns nach fünf Minuten Kriechtempofahrt zwischen graublau-feuchten Schären, von denen manche aussehen, wie mit Schnee garnierte versteinerte Wale, in den Vestfjord führt. Die hier wieder deutlich spürbare leichte Brise aus Nordwest macht aus den sieben-acht Grad Frost effektiv wohl ein Mehrfaches und sticht mit tausend spitzen Nadeln scharf prickelnd in die Lungen hinein. Andererseits pumpt sie mir aber mindestens auch eine Tonne Sauer-stoff in’s Blut und lässt die letzten Schatten von Müdigkeit so schnell verflieg-en, wie einen Fetzen Seidenpapier im Sturm. Auch die letzten Nachwehen eines kleinen Umtrunks mit lokalem Selbstgebrannten mit Wodka-Geschmack und den anschliessenden, unendlichen Lügengeschichten bis in die Puppen sind nach zwei Minuten in dieser Luft Geschichte. Ja selbst die so grausam langsam und uendlich zähflüssig dahingesickerten letzten Monate mit all ihrem Ach und Weh unstillbarer Sehnsucht nach genau gerade diesem, dem heutigen Tag, bleiben hinter mir an Land zurück, aus dem Gedächtnis gefegt von ein paar tiefen Atemzügen jener Luft, wie sie einem nur auf dem Weg zu den ewigen Wanderwegen und Laichplätzen des Kabeljau im sagenumbrausten Vestfjord begegnet.
Der Diesel bullert satt und behäbig verhalten. Wir machen halbe Fahrt Richtung Festland, das irgendwo dahinten, achtzig-neunzig km weiter östlich im Dumpfgrau liegt. Die Mari schneidet spielerisch durch die vielleicht halbmeterhohen Wellen, die seitlich vor uns herlaufen, getragen von einer unterliegenden Dünung, die dann und wann die Eingeweide wie an einem Gummiband mal ein bisschen hoch und dann wieder ein bisschen runter zieht. Meinetwegen könnte es heute richtig pusten und dazu auch noch schneien, wie von einem Lastwagen gekippt. Das könnte mich nicht mehr aufhalten. Selbst Windstärke sechs oder sieben würde mich heute nicht aus der Seelenruhe, geschweige denn zur Umkehr bringen können. Ingar denkt da kaum anders, obwohl er alle Nase lang an einem Tag mehr Fisch sieht, wie mancher Angler im ganzen Leben. Unsere jeweils erste gemeinsame jährliche Tour zum Kabeljau an der Tiefseescharkante vor Stamsund ist ihm mindestens genau so sehr ein absolutes Muss, wie mir.
Mit jedem Meter Vestfjord, den wir hinter uns lassen, wird mir leichter um’s Herz und ich empfinde die Kälte kaum noch als unangenehm. Keiner von uns beiden verspürt jetzt irgendwie noch gross Lust zum Reden, das Ritual irgendwie zu verwässern. Vor uns im langsam heller werdenden, endlosen Grau, das hier und da schon Blaugrau schimmert, schlingern die Positionslampen eines anderen Bootes in die gleiche Richtung. Da hinten noch eines und da noch eines, und noch eines. Es knackt und rauscht immer öfter im Lautsprecher am Kurzwellengerät, bevor Grüsse und Spässe aller Schattierungen von Boot zu Boot fliegen und Ingar dreht das Gerät seufzend leiser, wie ein allseits bekannter Nonstop-Quassler mit deutlich erwartungsvoller Stimme die Mari ruft.
Das Echolot zeigt mittlerweile sechzig Meter Tiefe an, weicher Grund, Tendenz weiter sanft abfallend. Hier und da im Mittelwasser vereinzelte sichelförmige, mückengrosse Signale. Köhler können das nicht sein, so grosse Köhler sind nicht vor Mai so nahe an der Küste und schon gar nicht als Einzelgänger. Alle paar Meter ein Küstendorsch dieses Kalibers im Mittelwasser ist auch undenkbar und Schellfische werden nur selten so gross, wie die Signale des Echolotes andeuten.
Also wohl vom Hauptgeleitzug abgesprengte Kabeljaus. Noch fünfzehn Minuten, dann sind wir da! An der Scharkante in etwa neunzig Meter Tiefe, hinter der das Vestfjord-Becken abrupt in Tiefen von bis zu mehreren hundert Meter abfällt, bevor es zum fernen Festland hin wieder langsam aufwärts geht.
Die Sicht wird zusehends besser, wir erkennen schon die nummerierten weissen, roten und orangenen Markierungsbojen der Stellnetze hier in der sogenannten Stellnetz-Zone. Zum Teil gut mit Fisch besetzt, wie das Echolot verrät. Um Zwiste zwischen den Stellnetz-Fischern, den Langleinen-Fischern, den Trawler-Fischern und den Handleinen-Fischern zu vermeiden, sind alle traditionellen Fanggebiete um die Lofoten in entsprechende Zonen aufgeteilt. Es geht um viel Geld und manchmal gibt’s argen Krawall und die speziell eingesetzten Aufseher müssen eingreifen. Alle wollen natürlich so schnell wie möglich so viel wie möglich Kabeljau an Bord ziehen. Noch ein paar Augenblicke und wir sind durch durch die Stellnetz-Zone. Das Echolot zeigt jetzt ab etwa vierzig Meter Tiefe massenhaft kleine Sicheln an und das Bild verdichtet sich immer noch mehr, je näher wir der Scharkante kommen. Ob wir wieder so eine massive schwarze Wand auf dem Echolot zu sehen bekommen, wie letztes Jahr zu Ostern?
Vor uns schaukeln, schlingern und dümpeln jetzt mindestens fünfzig-sechzig Boote und Kutter kreuz und quer auf der noch bleigrauen See umher und überall sausen blanke Pilker in die Tiefe. Es ist auch schon nach sechs Uhr.
Ingar dreht die Mari mit dem Bug in die Wellen, kuppelt die Schraube aus, schenkt mit bedächtigen Bewegungen zwei Becher glühheissen Kaffee ein, dreht sich eine Zigarette, schlendert ganz ruhig aus der Kajüte und an Deck, stützt sich mit verschränkten Armen auf die Reeling, schaut mit in sich gekehrtem Blick in die Ferne und würde sich jetzt noch nicht mal von einem vom Wind herbeigetragenem Riesenschwarm Geldscheine ablenken lassen. Er weiss, was kommt. Hat es schon oft erlebt und ahnt wohl irgendwo tief drinnen in sich dass er im Grunde genommen wohl nur für diese viel zu kurzen Momente des Daseins lebt und für nichts sonst. Deshalb nimmt er sich Zeit, alle Zeit der Welt, wenn es wieder soweit ist und ist dann die Ruhe in Person. Bis zu dem Augenblick, an dem das, worum sich alles dreht, einsetzt. Ich kann mir für den Vestfjord keinen besseren Begleiter vorstellen, wie Ingar.
Zweiundneunzig Meter Tiefe und ab vierzig bis runter auf etwa fünfundachtzig Meter ein satter, schwarzer Balken auf dem Echolot. Keine Ahnung, wie weit der sich seitlich ausdehnt und wie lang er ist. Scharen erwartungsvoller Möven patrullieren ständig zwischen den Booten herum. Das bisschen Wind ist nicht der Rede wert und mit nennenswerter Abdrift ist auch nicht zu rechnen.
Äusserst sorgsam und umständlich genau knote ich einen dreiviertel kg schweren Schwedenpilker an das einen Millimeter starke, grüne Monofil, das sowohl als Vorfach als auch als Solbruchschnur dient. Kontrolliere noch mal den kinderfaustgrossen Drilling mit seinen nadelscharf gefeilten Spitzen und Widerhaken. Die über jeden Zweifel erhabenen Springringe. Den schweren, salzwasserfesten Wirbel zwischen dem Vorfach und der zwei Millimeter starken, relativ weichen milchweissen Hauptschnur. Obwohl ich gestern schon sämtliches Gerät gründlich kontrolliert habe. Vorgestern übrigens auch schon mal. Ingar weiss das natürlich, folgt aber auf seiner Bootseite dem gleichen Ritual und checkt und testet und justiert und kostet das Ritual aus bis zum geht nicht mehr und wieder zurück.
Ich spucke dreimal auf den Pilker, schwinge ihn über die Reeling und lasse ihn in erst mal in halber Höhe zwischen Wasser und Freibord baumeln, führe die Schnur über die fest auf der Reeling montierte Laufrolle aus starkem Plastik und warte darauf das Ingar fertig wird. Keiner von uns beiden würde auch nur auf die Idee kommen, die allererste gemeinsame Runde des Jahres nicht gleichzeitig einzuläuten.
Beide Rollen sind genau gleich, sogenannte Juksa’s
nordnorwegischer Art aus beschichtetem Aluminium. Spulendurchmesser dreissig Zentimeter, bestückt mit dreihundert Meter zwei Millimeter Hauptschnur und bestens in Schuss gehalten. Keine Übersetzung, deshalb ist der Fischer auch ohne eine Rute immer in direktem, unverfälschten Kontakt mit dem Köder oder dem Fisch. Die Spule wird mittels eines seitlich angebrachten Handgriffs gedreht, der an den Griff eines soliden Schraubenziehers erinnert. Jede Umdrehung der Spule spult etwa einen Meter Schnur auf oder ab. Mit einem schlichten Kipparm, den man in ein Zahnrad kippt, blockiert man nach Bedarf die Spule. Was sich aber bei entsprechend zu starken Fischen nicht empfiehlt. Fluchten solcher Fische bremst man mit der Scheibenbremse aus, mit der auch die Absinkgeschwindigkeit des jeweiligen Köders geregelt wird.
Beide Rollen stehen jeweils auf einem soliden Sockel aus einem armdicken, höhenregulierbarem Stahlrohr und sind jeweils etwa einen halben Meter vor der Backbord- und der Steuerbord-Reeling an Deck festgebolzt und auf unsere jeweilige Körperhöhe eingestellt. Die Schnurspulen dieser Rollen sind in einen Überlauf-Schutz verkapselt, der Schnursalat weitgehend verhindert. Alles ohne jeglichen Schnicknack und so solide gehalten, wie überhaupt nur möglich.
Ingar ist soweit. Sieht mich nur an. Bei drei, ich weiss... Eins. Zwei. Drei! Chromglänzende Schwedenpilker schliddern eilig in Richtung Meeresboden und lassen eine Spur aus kleinen Bläschen im Wasser zurück, die entlang der Schnur aufsteigen. Das noch trockne Nylon auf den Rollen knistert leise beim Abrollen. Auf einem Boot in der Nähe schrammeln leere Fischkisten über’s Deck und irgendwer stolpert lauthals dazwischen herum. Die Rolle spult schon etwas langsamer wie anfänglich ab, es sind schon so sechzig Meter Schnur im Wasser und zwei Millimeter dickes Nylon baut mit zunehmender Länge eben auch Widerstand auf. Da, die Schnur erschlafft, der Pilker ist unten, ich blockiere die Rolle, kurbele zehn Runden ein und nehme die Schnur in die rechte Hand, ziehe in einer einzigen, fliessenden Bewegung etwa anderhalb Meter ein und lasse sofort wieder locker und in dem Moment, wo die Schnur sich wieder strafft und ich das Gewicht des Pilkers wieder spüre, ziehe ich mit einem kurzen, harten Ruck vielleicht dreissig cm wieder ein und halte die Schnur dann eisern fest und warte drei-vier Sekunden und halte dabei unbewusst die Luft an und habe plötzlich irgendwie einen riesigen, bleischweren Knoten im Magen ... Nichts. Ich wiederhole das, was wir als Schweden mit Nachtisch bezeichnen zehn-zwölf mal in Serie. Nichts, nichts und wieder nichts. Mindestens einige Dutzend pralle, dralle Kabeljaus müssen bis jetzt meinen Pilker registriert und für uninteressant erachtet haben. Ich hole zehn weitere Runden Schnur ein und fange mit einer neuen Serie der Bewegungen an, die schon Generation um Generation von Lofotfischern ernährt hat.
Beim zweiten ‚Nachtisch’ spüre kurz einen eben noch wahrnehmbaren Widerstand. Kein Wunder, so wie es hier von Kabeljau wimmelt. Jetzt hat einer davon wohl eine Schramme. Ich spüre nicht nur überhaupt die Kälte nicht mehr, mir ist es schon zu warm im Thermo-Overall. Ich pumpe und locke und bete im Stillen, das heute nicht einer jener unmöglichen Tage ist und ... da kommt der erste Biss, bastant hart und unnachgiebig wird meine Pumpbewegung gestoppt, der bleischwere Knoten in meiner Magengrube verfliegt im Nu und ich höre mein Blut in den Ohren sausen und meine Knie zittern einen Sekundenbruchteil lang und der Fisch bricht schwer und behäbig seitlich nach unten aus. Eisern halte ich die Schnur auf Spannung, bis auch die lose durchhängende Schnurbucht zwischen meiner Hand und der Rolle auf voller Spannung ist. Im selben Moment wie ich den Rollengriff packe, reisst der Fisch scheinbar mühelos einige Meter Schnur von der stark gebremsten Schnurspule und bleibt dann stehen und schüttelt sich. Sofort mache ich Druck-Druck-Druck. Endlich, endlich! Heute ist also gottseidank nicht einer jener ganz unmöglichen Tage. Der Bann ist gebrochen, selbst wenn ich diesen Fisch noch verlieren sollte warten da unten tausend neue und auch weitaus grössere. Ich schmeisse die verschwitzte Pudelmütze zur Seite, reisse den Klettverschluss des Thermoanzuges bis zur Gürtellinie runter auf, registriere den aufsteigenden Dampf und aus dem Augenwinkel Ingars strahlendes Lachen, obwohl seine Schnur vor der Rolle noch lose durchhängt. Jetzt pumpe ich den schwer mal nach hier und mal nach da schlagenden Fisch hoch, Meter für Meter, nur bloss nicht den Druck vermindern ...
= Fortsetzung nächstes Wochenende =
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Grüsse vom Rødvenfjord im Romsdal
alfnie ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 27.01.2002, 06:11   #2
artur
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Beiträge: 168
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Hallo Alfnie, Deine Geschichte ist nicht nur spannend, die ist auch in einem FANTASTISCHEM DEUTSCH geschrieben. Bist Du tatsächlich Norweger, wie Deine e-mail Adresse verrät? Könntest Du über dich ein paar Sätze schreiben, wäre wahrscheinlich ebenso interessant?Ich warte schon jetzt auf die Fortsetzung der Kabeljau-Geschichte in der nächsten Woche.
Gruß, Artur Rysch
artur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2002, 08:05   #3
Fossiebaer
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Dabei seit: 08.2001
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Alter: 54
Beiträge: 49
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Also alfni, das ist absolut KLASSE geschrieben! Hast Du Germanistik studiert oder bist Du Journalist? Du solltest Deine Berichte unbedingt mal einem Magazin anbieten!
Weiter so, ich kann es kaum erwarten!


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Der Tag hat 24 Stunden, wenn die nicht reichen, nehmen wir die Nacht dazu!
Fossiebaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2002, 08:06   #4
siegerlaender
Gast
 
Dabei seit: 09.2001
Beiträge: 0
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Hallo Alfnie!
Super Bericht! Da kommt man ja schnell ins träumen. Kann die Fortsetzung kaum abwarten!

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Der Norweger im Siegerland!
Lang lebe Mette-Marit!
Gruß
Volker
[1 Mal bearbeitet. Als letztes von siegerlaender am 27-01-2002 um 09:07.]
siegerlaender ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2002, 08:15   #5
Hauslaigner
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Beiträge: 1.283
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Na Du kleiner Sadist wo ist Teil 2???Lass uns nicht so lange warten

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PP`s top ten RAMBOOOOOOO
Mitglied der Bayrischen
Angelnationalmanschaft
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Bayrischer Frauenschwarm
Bayrischer Kulturgesandter
Norgetourist
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STERN des Südens
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Alt 27.01.2002, 09:12   #6
Dorsch1
Moderator
 
Benutzerbild von Dorsch1
 
Dabei seit: 06.2001
Ort: Halle/Saale
Alter: 61
Beiträge: 8.553
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Bitte sofort weiter.Solange halt ich das nicht aus.
Danke für diesen tollen Teil 1.

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Ein großes PETRI HEIL wünscht
DER DORSCH1
(ehemaliges Ferkel des Monats)
Mitglied der Bayrischen Angelnationalmanschaft
__________________
"SEAWAVERNATOR"
Dorsch1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt   Heute, 6:30  
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Alt 27.01.2002, 09:34   #7
Tiffy
Bootsangler
 
Benutzerbild von Tiffy
 
Dabei seit: 01.2001
Ort: D/NRW/GRONAU
Alter: 54
Beiträge: 5.218
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Es gibt doch fast nichts schöneres wie an einem Sonntag Morgen mit einer Tasse Kaffee einen so guten Bericht zu lesen. Leider Endet der so Abrupt, gerade wo es spannend wird. Als Angler übe ich mich in Geduld und warte sehnsüchtig auf Teil zwei.......Vielen Dank schonmal für Teil 1


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Gruß Tiffy
Mitglied und Moderator der
Interessengemeinschaft Angeln
Moderator Schleppangeln
__________________
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Gruß Tiffy

VEGETARIAN ( väj’eter’äen ) n: Old Indian Word for BAD HUNTER
Tiffy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2002, 09:45   #8
Michel
Benutzer
 
Dabei seit: 06.2001
Beiträge: 528
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Hallo alfnie!
Da kommt man echt ins schwärmen. Willst uns echt solange auf Teil 2 warten lassen?
Ja mich würde auch interessieren, ob du ein "echter" Norweger bist, oder zugereist.Gruß Michel
__________________
Gruß Michel
Michel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2002, 10:25   #9
Kuddl62
De Dithmarscher
 
Benutzerbild von Kuddl62
 
Dabei seit: 06.2001
Ort: BÜSUM
Alter: 55
Beiträge: 665
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Moin Alfnie.
Suuuuuuuper Story. Du solltest Dich mal als professioneller Schreiberling in der Fachpresse melden. Ein wirklicher hervorragender und zugleich spannender Bericht. Bist Du der neue Alfred Hitchcock der Angelzunft? Weiter so. Ich freue mich schon auf Teil 2.Gruß von der NordseeCarsten
Kuddl62 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2002, 15:40   #10
Kunze
vi lærer videre norsk
 
Benutzerbild von Kunze
 
Dabei seit: 02.2001
Ort: Annaberg-Buchholz/ Sachsen
Alter: 52
Beiträge: 11.912
Standard Kabeljau, Kabeljau ... ! Teil 1

Hi! Allererste Sahne PS: Wir warten auf Teil 2.

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Grüße und Petri Heil vom Norge-Junkie Kunze aus dem Erzgebirge!
__________________
Grüße und Petri Heil vom - Junkie aus dem Erzgebirge



Kunze ist offline   Mit Zitat antworten
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