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Alt 08.03.2018, 15:25   #81
RuhrfischerPG
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Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Zitat:
Zitat von Naturliebhaber Beitrag anzeigen
Ein Blick ins Internet genügt: http://www.svenja-schulze.de/meldung...g=3531&page=53

Zitat:
"Der Kormoran fällt unter die Artenschutzvorschriften von Bund und EU. Sein Abschuss ist also nicht nur rechtswidrig, sondern auch kurzsichtig?, so die SPD-Abgeordnete Svenja Schulze zum Vorhaben des Umwelt- und Landwirtschaftsministers Uhlenberg die bedrohten Vögel flächendeckend in NRW zum Abschuss freizugeben."
...
"Die Population reguliert sich selbst ? das ist doch bekannt?, zeigte sich Schulze verständnislos und wirft dem Minister Populismus vor: "Wer Artenschutz hinter die Interessen der Angler- und Fischerlobby stellt bedient nur dumpfe Ressentiments und handelt populistisch.?"

Fachlicher Durchblick war jedenfalls nicht ausschlaggebend bei der Besetzung.
Damit hätte tibulski's angeblich neu ausgerichteter DAFV doch schon mal eine prima "Politische Fachkompetenz oder durchideologisierter NABU Blindgänger?" Steilvorlage zum warmlaufen..

Aber nach dem bisher erlebten, wäre selbst dieser Herr dem DAFV Lobbytechnisch überlegen :

https://youtu.be/XwphE9q8ddA

Du lieber Himmel..was hätte der wohl
zu Sozi UND Nabu gesagt ?
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Alt   Heute, 6:30  
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Alt 09.03.2018, 10:56   #82
TeeHawk
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Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Für mich möchte ich hier heute ein persönliches Fazit bzgl. des Dorsches in der westlichen Ostsee ziehen:

Der kommerzielle Fischfang auf Dorsch ist mit den derzeitigen Methoden unkontrollierbar, da keine nachhaltigen Quoten festgelegt werden können.

Wenn man sich die Veröffentlichungen der letzten Jahre zu diesem Thema ansieht, muss man feststellen, dass die Wissenschaft gar nicht in der Lage war und ist Aussagen über den tatsächlichen Bestand zu treffen, weil sie eben nicht in der Lage ist, zuverlässige Zahlen zu ermitteln. Diese benötigt man aber zwingend, um eine Quote für eine nachhaltige Befischung des Dorschbestandes festlegen zu können.

Das der Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark reduziert wurde steht wohl unbestritten fest.

Das die Größe der gefangenen Dorsche in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls stetig abgenommen hat, steht wohl auch unbestritten fest.

Das der in der westlichen Ostsee durch die Berufsfischerei gefangene Dorsch für die Versorgung der Bevölkerung keinerlei Rolle mehr spielt, steht wohl unbestritten ebenfalls fest.

Das der durchschnittliche Preis pro Kilo Dorsch aus der westlichen Ostsee zu dem die Händler/Industrie den Fischern den Dorsch bei größeren Tagesfangmengen abnehmen zwischen 0,60 € und 1 € ist, steht auch fest.

Der Endkunde zahlt durchschnittlich 8 € pro Kilo.

Die staatlichen Investitionen in die Forschung und Überwachung bzgl. der Dorschquote, also ihrer Einhaltung, übersteigt bei weitem die Summe, die man der Berufsfischerei zahlen müsste, um ihnen ihre Fangquoten für Dorsch über Jahre abzukaufen und dadurch die kommerzielle Fischerei auf Dorsch auszuschließen.

Die Freizeitfischerei fängt seit Jahrzehnten annähernd die selbe Menge Dorsch pro Jahr durch ihre deutlich ineffektiveren Methoden. Nur durch den Niedergang des Dorschbestandes steht sie inzwischen in erheblicher Konkurrenz zu der Berufsfischerei, weil einfach nicht mehr genügend Dorsch existiert. Um dies zu verdeutlichen: Wenn früher die Berufsfischerei 10mal soviel Dorsch gefangen hat, wie die Freizeitfischerei, dann war das Verhältnis 9:1. Inzwischen fängt sie nur noch doppelt soviel Dorsch, also 2:1 und nimmt die Freizeitfischerei daher als Konkurrenten überhaupt erst wahr.

Für mein Verständnis gibt es daher nur eine Lösung, wenn man den Dorschbestand zukünftig nachhaltig befischen möchte:

-> Verbot der kommerziellen Fischerei auf Dorsch in der westlichen Ostsee für mehrere Jahre

-> Die betroffenen Anrainerstaaten kaufen den Berufsfischern für die Zeit des Verbotes jährlich die letzte, ihnen vor dem Verbot zugeteilte, Quote ab. Quasi als Entschädigung.

-> Ein Bag-Limit von 10 Fischen pro Tag und eine Schonzeit für Februar/März für die Freitzeitfischerei wird für die Zeit des Verbotes aufrecht erhalten, um dem Dorschbestand ein schnelleres Wachstum zu ermöglichen.

-> solange die Wissenschaft keine Methode findet, zuverlässige Zahlen zu ermitteln, um daraus zuverlässige Aussagen zu treffen, wird nach dem Verbot nur eine Quote für den kommerziellen Dorschfang festgelegt, die auf gar keinen Fall den Bestand gefährden kann.

-> Das Bag-Limit für die Freizeitfischerei wird nach dem Verbot aufgehoben.

So würde die Berufsfischerei weiter existieren können, der Dorsch würde sich erholen und die Freizeitfischerei und vor allem der Betrieb der Angelkutter wäre gesichert. Dorsch der westlichen Ostsee würde nur noch in geringen, nicht schädlichen Mengen entnommen werden und pro Kilo sicherlich einen deutlich höheren Umsatz für Berufsfischer bzw. weiterhin einen höheren Geldeinsatz der Anlger pro Kilo geangelten Dorsch in Kutter, Angelequipment, Köder, Übernachtung, etc. erzielen.
__________________
„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“
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Alt 09.03.2018, 11:27   #83
50er-Jäger
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Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Zitat:
Zitat von TeeHawk Beitrag anzeigen
Für mich möchte ich hier heute ein persönliches Fazit bzgl. des Dorsches in der westlichen Ostsee ziehen:

Der kommerzielle Fischfang auf Dorsch ist mit den derzeitigen Methoden unkontrollierbar, da keine nachhaltigen Quoten festgelegt werden können.

Wenn man sich die Veröffentlichungen der letzten Jahre zu diesem Thema ansieht, muss man feststellen, dass die Wissenschaft gar nicht in der Lage war und ist Aussagen über den tatsächlichen Bestand zu treffen, weil sie eben nicht in der Lage ist, zuverlässige Zahlen zu ermitteln. Diese benötigt man aber zwingend, um eine Quote für eine nachhaltige Befischung des Dorschbestandes festlegen zu können.

Das der Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark reduziert wurde steht wohl unbestritten fest.

Das die Größe der gefangenen Dorsche in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls stetig abgenommen hat, steht wohl auch unbestritten fest.

Das der in der westlichen Ostsee durch die Berufsfischerei gefangene Dorsch für die Versorgung der Bevölkerung keinerlei Rolle mehr spielt, steht wohl unbestritten ebenfalls fest.

Das der durchschnittliche Preis pro Kilo Dorsch aus der westlichen Ostsee zu dem die Händler/Industrie den Fischern den Dorsch bei größeren Tagesfangmengen abnehmen zwischen 0,60 € und 1 € ist, steht auch fest.

Der Endkunde zahlt durchschnittlich 8 € pro Kilo.

Die staatlichen Investitionen in die Forschung und Überwachung bzgl. der Dorschquote, also ihrer Einhaltung, übersteigt bei weitem die Summe, die man der Berufsfischerei zahlen müsste, um ihnen ihre Fangquoten für Dorsch über Jahre abzukaufen und dadurch die kommerzielle Fischerei auf Dorsch auszuschließen.

Die Freizeitfischerei fängt seit Jahrzehnten annähernd die selbe Menge Dorsch pro Jahr durch ihre deutlich ineffektiveren Methoden. Nur durch den Niedergang des Dorschbestandes steht sie inzwischen in erheblicher Konkurrenz zu der Berufsfischerei, weil einfach nicht mehr genügend Dorsch existiert. Um dies zu verdeutlichen: Wenn früher die Berufsfischerei 10mal soviel Dorsch gefangen hat, wie die Freizeitfischerei, dann war das Verhältnis 9:1. Inzwischen fängt sie nur noch doppelt soviel Dorsch, also 2:1 und nimmt die Freizeitfischerei daher als Konkurrenten überhaupt erst wahr.

Für mein Verständnis gibt es daher nur eine Lösung, wenn man den Dorschbestand zukünftig nachhaltig befischen möchte:

-> Verbot der kommerziellen Fischerei auf Dorsch in der westlichen Ostsee für mehrere Jahre

-> Die betroffenen Anrainerstaaten kaufen den Berufsfischern für die Zeit des Verbotes jährlich die letzte, ihnen vor dem Verbot zugeteilte, Quote ab. Quasi als Entschädigung.

-> Ein Bag-Limit von 10 Fischen pro Tag und eine Schonzeit für Februar/März für die Freitzeitfischerei wird für die Zeit des Verbotes aufrecht erhalten, um dem Dorschbestand ein schnelleres Wachstum zu ermöglichen.

-> solange die Wissenschaft keine Methode findet, zuverlässige Zahlen zu ermitteln, um daraus zuverlässige Aussagen zu treffen, wird nach dem Verbot nur eine Quote für den kommerziellen Dorschfang festgelegt, die auf gar keinen Fall den Bestand gefährden kann.

-> Das Bag-Limit für die Freizeitfischerei wird nach dem Verbot aufgehoben.

So würde die Berufsfischerei weiter existieren können, der Dorsch würde sich erholen und die Freizeitfischerei und vor allem der Betrieb der Angelkutter wäre gesichert. Dorsch der westlichen Ostsee würde nur noch in geringen, nicht schädlichen Mengen entnommen werden und pro Kilo sicherlich einen deutlich höheren Umsatz für Berufsfischer bzw. weiterhin einen höheren Geldeinsatz der Anlger pro Kilo geangelten Dorsch in Kutter, Angelequipment, Köder, Übernachtung, etc. erzielen.
Gut das wir dies nun nach 9 Seiten zusammengefasst bekommen haben zum 100 mal mittlerweile?
Alles ist bereits zig mal niedergeschrieben wie analysiert worden.
50er-Jäger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2018, 11:43   #84
TeeHawk
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Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Zitat:
Zitat von 50er-Jäger Beitrag anzeigen
Gut das wir dies nun nach 9 Seiten zusammengefasst bekommen haben zum 100 mal mittlerweile?
Alles ist bereits zig mal niedergeschrieben wie analysiert worden.
Sorry, aber ich bin immer dankbar, wenn ich mal eine Zusammenfassung finde, da es doch häufig abschreckt, sich in einen 100 Seiten langen Forumsbeitrag einzulesen.
Außerdem denke ich, dass solange wie das Thema aktuell ist, jeder Beitrag willkommen sein sollte.

Z.B. werde ich mich in meinem Angelverein nun bemühen Druck auf den LAV auszuüben und meinen Kameraden vorher zu erläutern, warum etwas passieren muss. Bei einem Altersdurchschnitt von über 50 in unserem Verein, kann sich nicht jeder Kamerad hier informieren, weil er dazu einfach nicht in der Lage ist. Im Gegenteil, er kann sich nur mit den einseitigen Informationen versorgen, die er aus der Presse entnehmen kann. Auch eine Spende an Anglerdemo sollte diskutiert werden, da ich deren Engagement für äußerst förderungswürdig halte.
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„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“
TeeHawk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2018, 12:23   #85
Fisherbandit1000
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Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Zitat:
Zitat von TeeHawk Beitrag anzeigen
Wenn man sich die Veröffentlichungen der letzten Jahre zu diesem Thema ansieht, muss man feststellen, dass die Wissenschaft gar nicht in der Lage war und ist Aussagen über den tatsächlichen Bestand zu treffen, weil sie eben nicht in der Lage ist, zuverlässige Zahlen zu ermitteln.
Es sind aber definitiv die besten verfügbaren Zahlen und so müssen wir alle mit diesen Zahlen arbeiten. Das macht die Wissenschaft und die Politik, somit ist das auch unsere Basis für alle Veröffentlichungen. Die Zahlen zu den Beständen haben allerdings eine Unsicherheit von 10-15% in der Rückschau und eine noch deutlich größere Unsicherheit in der Vorschau.

Zitat:
Zitat von TeeHawk Beitrag anzeigen
Die Freizeitfischerei fängt seit Jahrzehnten annähernd die selbe Menge Dorsch pro Jahr durch ihre deutlich ineffektiveren Methoden. Nur durch den Niedergang des Dorschbestandes steht sie inzwischen in erheblicher Konkurrenz zu der Berufsfischerei, weil einfach nicht mehr genügend Dorsch existiert. Um dies zu verdeutlichen: Wenn früher die Berufsfischerei 10mal soviel Dorsch gefangen hat, wie die Freizeitfischerei, dann war das Verhältnis 9:1. Inzwischen fängt sie nur noch doppelt soviel Dorsch, also 2:1 und nimmt die Freizeitfischerei daher als Konkurrenten überhaupt erst wahr.
Wir fangen nicht weniger, weil wir ineffektiv fischen, sondern selektiv und lediglich aktive, jagende Fische fangen können. Somit ist unsere Fangmenge abhängig von der Anzahl der Angler und den aktiv, jagenden Dorschen. Zudem können wir selektiv entnehmen und können untermassige Fische lebend zurücksetzen. Ja, wir fangen nur gut ein zehntel der Fangmenge an Dorsch der kommerziellen Fischerei, allerdings gesehen auf einen Durchschnitt in den Jahren 1994- 2017. Gucken wir uns aber die Historie der Fänge detaillierter an, werden wir feststellen, dass die Fänge der kommerziellen Fischerei bis zum 20-fachen über den Fängen von uns Anglern gelegen haben. Im Verhältnis zur jeweiligen Biomasse waren die Fänge der kommerziellen Fischerei um ein vielfaches zu hoch. Das hing mit der Quotenfestlegung zusammen, da die Politik nicht die wissenschaftlichen Empfehlungen umgesetzt hat. Die Fehler wurden also bereits in der Vergangenheit gemacht und wir Angler baden diese Fehler aktuell aus.

Zitat:
Zitat von TeeHawk Beitrag anzeigen
Für mein Verständnis gibt es daher nur eine Lösung, wenn man den Dorschbestand zukünftig nachhaltig befischen möchte:

-> Verbot der kommerziellen Fischerei auf Dorsch in der westlichen Ostsee für mehrere Jahre

-> Die betroffenen Anrainerstaaten kaufen den Berufsfischern für die Zeit des Verbotes jährlich die letzte, ihnen vor dem Verbot zugeteilte, Quote ab. Quasi als Entschädigung.

-> Ein Bag-Limit von 10 Fischen pro Tag und eine Schonzeit für Februar/März für die Freitzeitfischerei wird für die Zeit des Verbotes aufrecht erhalten, um dem Dorschbestand ein schnelleres Wachstum zu ermöglichen.

-> solange die Wissenschaft keine Methode findet, zuverlässige Zahlen zu ermitteln, um daraus zuverlässige Aussagen zu treffen, wird nach dem Verbot nur eine Quote für den kommerziellen Dorschfang festgelegt, die auf gar keinen Fall den Bestand gefährden kann.

-> Das Bag-Limit für die Freizeitfischerei wird nach dem Verbot aufgehoben.
Hierzu habe ich auch ein paar Anmerkungen! Die Berufsfischerei auf Dorsch muss nicht verboten werden! Es ist lediglich notwendig, die wissenschaftlichen Empfehlungen bei den Fangquoten strikt einzuhalten und die Fischerei und die Einhaltung deutlich stärker und besser zu überwachen. Zudem muss die Fischerei ausreichend entschädigt werden, um die Quoten auch einhalten zu können, ohne die Betriebe zu gefährden. Wir sollten niemals vergessen, dass es sich bei der Küstenfischerei in der Regel auch um kleine Familienbetriebe handelt und dahinter Menschen und Familien mit ihrer Existenz stehen!

Das Baglimit muss zwingend ab 2019 vollständig abgeschafft werden. Die Politik hat ein Baglimit eingeführt, um den Wideraufbau der Dorschbestände zu unterstützen. Da die Biomasse Dorsch in der westlichen Ostsee in den Sektoren 22-24 bereits in 2018 den SSB erreichen wird und 2019 bereits über 50.000 Tonnen liegen wird, gibt es keinen Grund am Baglimit festzuhalten. Die Bedingung ist natürlich - wie bereits oben beschrieben - eine Einhaltung der Quoten und eine Überwachung der Fischerei! Es können problemlos knapp 30% der Biomasse als Quote festgelegt werden, da die Bestände auf natürliche Art und Weise im Durchschnitt um 30% pro Jahr wachsen. Also können wir Angler auch wieder ohne Beschränkungen fischen.

Zitat:
Zitat von TeeHawk Beitrag anzeigen

So würde die Berufsfischerei weiter existieren können, der Dorsch würde sich erholen und die Freizeitfischerei und vor allem der Betrieb der Angelkutter wäre gesichert. Dorsch der westlichen Ostsee würde nur noch in geringen, nicht schädlichen Mengen entnommen werden und pro Kilo sicherlich einen deutlich höheren Umsatz für Berufsfischer bzw. weiterhin einen höheren Geldeinsatz der Anlger pro Kilo geangelten Dorsch in Kutter, Angelequipment, Köder, Übernachtung, etc. erzielen.
Ein Ende der Dorschfischerei in der Ostsee hätte fast keinen Einfluss auf die Dorschpreise- dafür ist die Entnahmemenge einfach zu geringe im Verhältnis zur verfügbaren weltweiten Menge. Fakt ist, dass alle Beteiligten die Unterstützung der Politik benötigen, um auch zukünftig diese beiden traditionsreichen Wirtschaftszweige aufrecht zu erhalten.

Zur Wissenschaft auch noch ein paar Sätze. Ohne überhaupt Zahlen vorliegen zu haben, wären die Bestände schon längst am Ende. Ja, und auch Wissenschaftler und deren Familien leben von deren Job.
__________________
Das Baglimit für den Dorsch muss weg- sofort!
Fisherbandit1000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2018, 12:45   #86
bastido
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Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Mmh, würde ich fast alles unterschreiben, allerdings bin ich was den Fortbestand der kommerziellen Fischerei an der Ostsee betrifft anderer Meinung. Rein ökonomisch betrachtet ist dieser Wirtschaftszweig in der Fläche tot und dies wird mit fortschreitender Klimaänderung nicht besser. Wenn man sich einmal diesem Subventionswahnsinn unterwirft, wird das Unvermeidliche nur unter Schmerzen verlängert und andere Wirtschaftszweige werden geschädigt, wie man ja gerade eindrucksvoll sieht. Es ist natürlich traurig zu sehen wie eine traditionelle Wirtschaft den Bach runter geht aber man ist einfach nicht konkurrenzfähig und wird es auch ohne Subventionen nicht mehr werden. Die Klimaerwärmung wird die Bestände und damit auch die Fangmengen im Nordatlantik eher noch erhöhen, während in der Ostsee das Gegenteil droht. Viele Beispiele aus anderen Industrien lehren, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Im Moment versucht man wieder die Quadratur des Kreises und riskiert dabei weiter die Plünderung der Bestände. Ich habe grundsätzlich nix gegen kommerziellen Fischfang aber in der Ostsee kann er ohne Ausbeutung und nachhaltige Schädigung des Habitats oder eben dauerhaften Subventionen nicht überleben. Im ersten Fall ist es dann eben nur eine Frage der Zeit bis für alle, Fischer wie Bestände, die Lichter ausgehen.
bastido ist offline   Mit Zitat antworten
Alt   Heute, 6:30  
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Alt 09.03.2018, 13:29   #87
Laichzeit
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Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Der Bestand soll nach den Regeln des maximalen Dauerertrags befischt werden und das schließt nicht nur die Über- sondern auch die Unterfischung aus. An ein Ende der kommerziellen Fischerei glaube ich deshalb auch nicht.
Bevor für alle kommerziellen Fischer die Licher ausgehen, wird die Anzahl der Fischer soweit reduziert, dass ein kleinerer Bestand in gleichbleibend große Stücke aufgeteilt werden kann. Damit bleibt eine abflauende Fischerei noch lange wirtschaftlich.
Davon ab wird es wahrscheinlich in nächster Zeit eher bergauf gehen, da die Fangreduzierung aller Unkenrufe zu Trotz dem Dorschbestand gut getan hat.
Laichzeit ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2018, 13:59   #88
Fisherbandit1000
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Beiträge: 2.745
Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Zitat:
Zitat von Laichzeit Beitrag anzeigen
Davon ab wird es wahrscheinlich in nächster Zeit eher bergauf gehen, da die Fangreduzierung aller Unkenrufe zu Trotz dem Dorschbestand gut getan hat.
Du meinst aber sicherlich nicht die Fangreduzierung der Freizeitfischerei, oder? Die ist seit 2017 in Kraft, der starke Nachwuchsjahrgang von 65.000 Tonnen jedoch aus 2016. Oder glaubst Du, dass wir die 65.000 Tonnen im letzten Jahr weggefangen hätten?

Übrigens ist die kommerzielle Fischerei zwingend notwendig, um den Angeltourismus zu erhalten. Ohne Fischkutter keine Komunalhäfen, ohne Komunalhäfen keine Angelkutter.

Ohne Angelkutter keine Angelfachgeschäfte an der Küste, ohne diese keine frischen Köder vor Ort.

Ohne frische Köder, keine Angeltouristen...

Ohne Angeltouristen, kein...
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Das Baglimit für den Dorsch muss weg- sofort!
Fisherbandit1000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2018, 14:09   #89
Laichzeit
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Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Ich glaube, dass die Fangreduzierung der kommerziellen Fischerei ohne unsere Regulierung nicht wesentlich größer ausgefallen wäre und deshalb trägt die Einsparung durch das Baglimit dazu bei, dass trotz "Umverteilung" insgesamt weniger gefangen wurde.
Laichzeit ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2018, 14:13   #90
ArmesSchwein
Mitglied
 
Dabei seit: 01.2018
Beiträge: 40
Standard AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Hmmm, Ursache ./. Wirkung:

OHNE DORSCH keine Fischkutter.

Ohne Fischkutter keine Komunalhäfen, ohne Komunalhäfen keine Angelkutter.

Ohne Angelkutter....


Im ernst: Ich verstehe ja, dass die Kutterfahrer und Kleinbootmieter wegen der hohen Kosten auch ordentlich fangen wollen.

Aber warum muss der Kleinbooteigentümer bei seinen Ausfahrten heftig viel fangen?

Selbst gesehen: Freitag bis Sonntag geht's teils mit fünf (!) Mann auf das Schlauchboot und eine 200 l-Tonne mittig wird mit Dorsch und Mefo voll gemacht. Dann ran an Land, Tonne leeren, Grill an, futtern und wieder raus mit fünf Mann und der leeren Tonne. Und wieder rein ... raus ... rein... raus...

Irrsinn!
ArmesSchwein ist offline   Mit Zitat antworten
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